Wieviel Akku braucht das Auto?

Alles zum Energiespeicher eines Elektroautos

Re: Wieviel Akku braucht das Auto?

Beitragvon graefe » Sa 1. Okt 2016, 07:40

Auch wenn ich den aktuellen Trend, den Menschen ihre liebgewonnenen SUVs zu lassen und lediglich mit einem elektrischen Antriebsstrang und fetten Akkupaketen auszurüsten für falsch halte und aus diesem Grund eine Besteuerung der Akkugröße interessant finde, ist eine Brennwertsteuer immer am fairsten, denn sie entspricht dem reinen Verursacherprinzip. Ein Model X, das rumsteht, ist nun mal umweltfreundlicher als eine Zoe, die im Jahr 25tkm herunterreißt.
Jetzt werden wieder die Pendler und Großfamilien jammern - aber wer viel CO2 produziert, produziert nun mal viel CO2.
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Beitragvon eDEVIL » Sa 1. Okt 2016, 09:07

Die Besteuerung sollte sich möglichst direkt auf die Umweltbelastung u,'''nd Abnutzung der Infrastruktur beziehen.

Für ein Fahrzeug wie Zoe reichem dann wohl irgendwas zw. 80-100 kWh, u, jeden ausreichend sein, wenn man den Akku mit >160kW laden kann. 20 min Ladestop für weitere 200-300 km sind angemessen.
Im prinzip müsste man solche Lenkzeitpausen für alle Antriebsarten für die Verkehrssicherheit vorschreiben.
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Re: Wieviel Akku braucht das Auto?

Beitragvon umberto » Sa 1. Okt 2016, 09:28

Sobald die Steuerbefreiung von e-Autos ausläuft, kommt doch eine Steuer, wo die Fahrzeugmasse eine "gewichtige" (Wortspiel!) Rolle spielt.

Und das ist vernünftig.

Wie man an der Zoe 40 sieht, kann man durch Weiterentwicklung mehr Akkukapazität bei fast gleicher Masse erreichen, also ein Ansporn bessere Akkus zu entwickeln.
Je schwerer ein Auto ist, desto mehr schädigt es die Fahrbahn.
Wer mehr Akku.Kapa oder ein SUV braucht, zahlt mehr.

Und das Reiche sich mehr leisten können als Arme war schon immer das erfolgreichere System als der sozialistische "Alle haben gefälligst gleich zu sein".-Ansatz...wobei man erfolgreich aus ökologischer Sicht natürlich anders definieren kann (aber da hat der sozialistische Ansatz genauso versagt).

Gruss
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Re: Wieviel Akku braucht das Auto?

Beitragvon Gigafarad » Sa 1. Okt 2016, 11:05

Prinzipiell finde ich es ja auch dämlich, dass man für den einfachen Alltagsstadtgebrauch sich einen AMG, der 400km/h fahren könnte, einen Cayenne, der mit 160km/h im Gelände fahren könnte oder einen Passat, der ohne Pinkelpause 1300km fahren könnte kauft. Aber so ist das nun mal. Die Leute kaufen nicht das was vernünftig und effizient ist, sondern was bequem, hübsch und einfach geil ist, und nicht zuletzt was den Nachbarn (zumindest vermeintlich) neidisch macht.

Der Gesetzgeber wird das nie regulieren können oder wollen. Und es gibt immer auch jemanden, der auch tatsächlich die angeprangerten Eigenschaften braucht (Familie mit 5 Kindern braucht Bus, Waldschrat braucht Geländewagen).

Wie sagte Danny DeVito so schön in "Das Geld der Anderen"? "Die Regierung wird das Spiel nie verhindern können, sie können nur die Spielregeln verändern." Durch obige Vorschläge der intelligenten Besteuerung macht man einfach die Protzkarren unverhältnismäßig teuer und die Vernunftautos günstig. Das ginge mit einer Besteuerung nach Energiegehalt und/oder nach Zulässiger Gesamtmasse. Dann verhindert man das Problem nicht vollständig, aber man dämmt es hinreichend ein.

UND SELBST DANN wird das nur die Protzkarren zu einem um so stärkeren Statussymbol aufblasen, weil sich das ja keine (gewöhnliche) Sau mehr leisten kann. Wie sagte Wendelin Wiedeking? "Ich bin für 5€/Liter Benzin, dann haben meine Kunden endlich freie Autobahnen".
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Re: Wieviel Akku braucht das Auto?

Beitragvon Schneemann » Sa 1. Okt 2016, 18:09

In einem Spiegelartikel, der in einem anderen aktuellen Thread verlinkt wurde, wird die Problematik angesprochen, über die ich hier zu philosophieren versuche. Auch wenn ich mich manchmal wie einer von Greenpeace anhöre, gehöre ich definitiv nicht dazu. Für mich braucht es allerdings auch nur gesunden Menschenverstand, um mich dem anzuschließen, womit Herr Kessler weiter unten in dem Artikel zitiert wird.

http://www.spiegel.de/auto/aktuell/auto ... 14736.html
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Re: Wieviel Akku braucht das Auto?

Beitragvon Karlsson » Sa 1. Okt 2016, 18:15

Greenhorn hat geschrieben:
Hier spiegelt sich genau das wieder, warum wir die Energiewende nicht schaffen werden.
Dumme Sprüche und engstirnieges Denken und noch blödere Vergleiche.

Na, jetzt stell Dich mal in die Ecke und denk über Dein Verhalten nach :lol:
Die Besteuerung/Begrenzung von Akkus ist Schwachsinn. Sinnvoll wäre eine Bestrafung von großen (Fläche) und schweren Autos, Ressourcenverschwendern (Gewicht) und Fahrzeugen, die die Straßen besonders schädigen (noch mal Gewicht). Davon hätte die Umwelt etwas, aber nicht von Akkubegrenzungen, die die E-Mobilität nur bremsen.

eDEVIL hat geschrieben:
Die Besteuerung sollte sich möglichst direkt auf die Umweltbelastung u,'''nd Abnutzung der Infrastruktur beziehen.

Genau das :!:
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Re: Wieviel Akku braucht das Auto?

Beitragvon Schneemann » Sa 1. Okt 2016, 18:43

Die Akkuproduktion belastet die Umwelt auch. In der Produktionsmethode mit der Option, diese Belastung durch den Einsatz regenerativer Energien zukünftig zu verringern und in Sachen Ressourcen mit der Option, dass hier wieder größere Aufwände für deren Gewinnung betrieben werden müssen, wenn die Massenproduktion anläuft.

Wenn wir das Ziel 100%ig emissionsfreie Mobilität verfolgen, dann macht es schon einen Unterschied, ob alle mit 50 oder mit 100 oder mit 200 kWh-Akkus herumfahren. Wir sprechen immerhin von derzeit rund 1,25 Milliarden Fahrzeugen weltweit. Ich finde, bei diesen Dimensionen ist der Gedanke über die eigene Mobilität schon eine Überlegung wert. Wir sprechen ja mit der E-Mobilität nur von einem Teil der Energiewende.

Von daher würde ich es begrüßen, wenn sich die Besteuerung an der Akkugröße zumindest als einem Faktor orientiert. Und das bitte nicht nur mit so marginalen Differenzen wie die Batteriemiete bei Renault. Ein großer Akku muss schon ein wenig wehtun.
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Re: Wieviel Akku braucht das Auto?

Beitragvon Karlsson » Sa 1. Okt 2016, 18:50

Schneemann hat geschrieben:
Die Akkuproduktion belastet die Umwelt auch.

Dann macht es vielleicht Sinn, die Umweltbelastung zu besteuern. Das ist etwas anderes als die Akkugröße zu besteuern.

Schneemann hat geschrieben:
Wenn wir das Ziel 100%ig emissionsfreie Mobilität verfolgen, dann macht es schon einen Unterschied, ob alle mit 50 oder mit 100 oder mit 200 kWh-Akkus herumfahren.

Und wenn der 100kWh Akku eines Tages noch 100kg wiegt? Ist das dann immer noch böse?
Macht es dann Sinn, den 100kg/100kWh Akku genau so zu besteuern wie einen 1.000kg/100kWh Akku?
Nein, tut es nicht.
Du musst das Übel schon an der Wurzel packen, um eine sinnvolle Lenkungswirkung zu erzeugen.
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Re: Wieviel Akku braucht das Auto?

Beitragvon umberto » Sa 1. Okt 2016, 19:00

Karlsson hat geschrieben:
Dann macht es vielleicht Sinn, die Umweltbelastung zu besteuern. Das ist etwas anderes als die Akkugröße zu besteuern.


Eine Steuer sollte immer einen Anreiz bieten, ein System technisch zu verbessern und so die Steuer zu reduzieren

Gruss
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Re: Wieviel Akku braucht das Auto?

Beitragvon Klaus1964 » Sa 1. Okt 2016, 19:28

In meiner perfekten E-Autowelt würden ca. 40kWh reichen.
Da kann ich dann im Winter 200km schaffen ohne zu frieren, im Sommer habe ich dann 300km. Und auf der Autobahn kann ich auch mal Strom geben wenn ich es eilig habe und muss nicht hinter LKWs herschleichen. Damit kann ich 95% aller Fahrten abdecken.
Wie man jetzt bei der neuen Zoe sieht, hat sich die Batteriekapazität fast verdoppelt bei gleicher Baugröße und Gewicht. Wenn die Entwicklung so weiter geht, könnte in naher Zukunft die Batterie bei gleicher Kapazität(40kWh)nochmals schrumpfen bei weniger Gewicht.

Damit hätte man dann Platz geschaffen im Unterboden für einen Wechselakku. Dieser Wechselakku würde auch ca. 40kWh haben. Diesen Wechselakku brauche ich aber nur für die restlichen 5% meiner Fahrten, also für Langstreckenfahrten. Da ich keine Lust habe an den sog. Schnellladesäulen zu stehen bzw. darauf zu warten bis eine frei wird, fahre ich einfach durch die nächste Wechselstation und lass mir einen vollen Akku unter den Wagen kleben. Der reine Wechselvorgang dauert bekanntlich ca. eine Minute. Man rollt quasi im Schleichgang durch die Anlage und der Akku wird dabei getauscht. Kein Aussteigen, kein Kabelgewirr, kein im Regen stehen.

Es gibt nur eine Standardgröße für den Akku, weil dieser ja ausreichend ist für ca. 250 bis 300km Autobahn. Damit kann ich dann bei 3 oder 4 mal Wechseln von Nord nach Süd durch Deutschland düsen und kann auf die Wartesäulen sprich Schnellladesäulen, die auch nur bis zur 80%-Marke schnell laden, verzichten.

Diese Wechselakku sind nur in der Wechselstation aufladbar und im Auto wird nur daraus Energie abgeben. Bremsenergie wird nur in den interen Akku gespeichert. Das bedeutet während der Fahrt mit einem Wechselakku wird mein interner Akku aufgeladen.
Kurz vorm Reiseziel gebe ich den Akku wieder ab und düse mit dem Strom aus dem internen Akku weiter.

Die Wechselstationen werden von den großen Energieunternehmen betrieben. Die Lizenz dafür bekommen Sie aber nur in Gegenleistung auf den Verzicht weiterhin Kohlestrom zu produzieren. Die Wechselstation ist auch gleichzeitig für die von allen geforderte Regelleistung geeignet um das Stromnetz stabil zu halten. Die Wechselstationen können entlang der Autobahnen, an den Raststätten oder auch auf den Autohöfen stehen, die dann auch von den Bundesstraßen aus erreichbar wären, falls man den Akku für größere Überlandtouren braucht.

Wie oben erwähnt, fährt man durch die Wechselstation ohne zu halten. Das langsame Durchfahren übernimmt das autonome Auto um die Geschwindigkeit für den Wechselvorgang konstant zu halten.
Die Wechselstationen sind so gebaut, dass es zwei Einfahrten für Pkw, einen für Transporter, einen für Gespanne sprich Auto mit Wohnwagen oder Anhänger und Campingfahrzeuge gibt.
Durch die Länge der Halle sind gleichzeitig mehrere Fahrzeuge pro Spur in der Lage den Akku zu tauschen.

Mit den Jahren wird sich bei gleicher Baugröße der Wechselakkus die Speicherkapazität vergrößern, was den Kunden freuen dürfte.
Die Autobauer haben nicht mehr den Druck sich gegenseitig bei der Speichergröße des interen Akkus zu übertrumpfen. Was nützt einem denn der größte Akku, der 1000km Reichweite schafft, wenn ich diesen nicht schnell voll kriege, weil ich an der Ladesäule evtl. warten muss bis ein anderer seinen Wagen vollgeladen hat oder der erst nach seiner einstündigen Mittagspause nach seinem Wagen schaut. Da ist der Streit doch vorprogrammiert.

Der Wechselakku braucht nur eine Bauhöhe von ca. 10 cm und die Energie wird per Induktion abgegeben.
Da die Autos ja immer größer werden, wäre es sogar möglich bei einem SUV oder Transporter gleich zwei Akkus übereinander von unten einzusetzen.

Und da bekanntlich für jeden der beruflich mit dem Auto unterwegs ist und Zeit = Geld bedeutet, können wir uns die Warteladerei ja für die Freizeit aufsparen. Sicherlich wird es auch noch Autos mit größeren Akkus geben die dann den Wechselakku nicht brauchen. Der "Normale Fahrer" wird aber mit der günstigen internen Akkuvariante mit AC-Ladetechnik und dem Wechselakku für alle Situationen bestens gerüstet sein.
Ich kann einen fahren lassen, ohne dass es stinkt. ;)
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