Wasserstoff, quo vadis?

Alles zum Energiespeicher eines Elektroautos

Re: Wasserstoff, quo vadis?

Beitragvon harlem24 » Fr 15. Jul 2016, 12:24

Das Problem ist nur, die Mengen H2 umweltverträglich zu erzeugen und dahin zu bringen, wo sie gebraucht werden.
Alleine die Diesel Tankwagen machen vieles der mit Ökostrom erzeugten H2 Geschichte wieder kaputt.
Und, man muß noch zusätzlich eine zweite Infrastruktur aufbauen. Ich denke das auf lange Sicht eine Investition in Akkus und entsprechende Ladeinfrastruktur die bessere Lösung ist.
Von der Effektivität mal ganz abgesehen.
Gruß

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Re: Wasserstoff, quo vadis?

Beitragvon Super-E » Fr 15. Jul 2016, 13:29

Deshalb ja Ethanol. Die ganze Infrastruktur wäre da. Statt E10 kommt da einfach E100 aus der Zapfe...
(Die 90% Benzin spart man sich einfach, da man 90% mit Akku fährt) Und es ist ja nur ein Marktsegment. Ein Großteil der Fahrzeuge wird eh reine Akkufahrzeuge sein...

Und wenn es in 30 Jahren dann Akkus mit 1000Wh/kg für 10$/kWh gibt, kann man das ganz abbauen. Wenn nicht lebt das halt etwas länger...
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Re: Wasserstoff, quo vadis?

Beitragvon harlem24 » Fr 15. Jul 2016, 13:56

Ethanolerzeugung ist auch nicht umweltfreundlich und steht in direkter Konkurrenz zur Nahrungsmittelerzeugung.
Auch keine Lösung.
Gruß

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Re: Wasserstoff, quo vadis?

Beitragvon TechnikEn­thu­si­ast » Fr 15. Jul 2016, 13:59

Ein großes hier noch nicht abgesprochenes Problem der FC ist die Zelle selber. Aktuell MUSS man unbedingt Platin darin verbauen, in Zellen wie im ix35 sind das immerhin noch 30g, was alleine ein Materialpreis von >1000€ sind. Abgesehen davon, dass die Nachfrage gar nicht gedeckt werden könnte, wenn man die Produktion so drastisch hoch fährt wie für Elektromobilität gebraucht. Wenn da kein technischer Durchbruch gelingt, dann wir das mit den FC nie was. Abgesehen davon ist natürlich die Infrastruktur furchtbar teuer. Wenn man es wollen würde, dann könnte man den Umbau von Benzin zu H2 über furchtbar ineffiziente bivalente Motoren über einige Jahre finanzieren. Würde man den gesamten H2 aus nachhaltigen Quellen produzieren, dann wäre zwar die gesamte Effizienz nicht so groß, aber das interessiert wahrscheinlich nicht sehr viele Leute, wenn der Preis stimmt, Benziner sind ja auch nicht gerade für Effizienz bekannt. Das Problem mit dem Platin ist jedoch, ohne technischen Durchbruch, nicht zu lösen.
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Re: Wasserstoff, quo vadis?

Beitragvon Super-E » Fr 15. Jul 2016, 14:02

Die nötige Menge Ethanol wird doch heute bereits erzeugt. Da muss doch nicht mal was zusätzlich angebaut werden. Und niemand muss hungern, weil es zu wenig Anbauflächen gäbe.
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Re: Wasserstoff, quo vadis?

Beitragvon Alex1 » Fr 15. Jul 2016, 16:46

Für die Freunde des "Bio"sprits eine kleine Info: https://www.regenwald.org/newsletter/2649

Wie gesagt, unsere gesamte Agrarfläche würde gerade mal für 10% unserer Autos Sprit herstellen können :roll:
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Re: Wasserstoff, quo vadis?

Beitragvon Alex1 » Fr 15. Jul 2016, 16:52

Super-E hat geschrieben:
Die nötige Menge Ethanol wird doch heute bereits erzeugt. Da muss doch nicht mal was zusätzlich angebaut werden. Und niemand muss hungern, weil es zu wenig Anbauflächen gäbe.
Völlig falsch. BEI UNS wird sowieso kein "Bio"ethanol erzeugt. Aber dafür z.B. in Brasilien, wo hektarweise der Urwald gerodet wird für "Bio"ethanol.

Wann hören die Leute endlich auf, diese Märchen zu glauben :?:

Brot gehört auf den Teller, nicht in den Tank! Das kann man nicht oft genug sagen :roll:
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Re: Wasserstoff, quo vadis?

Beitragvon Greenhorn » Fr 15. Jul 2016, 17:00

Habe heute jemanden kennen gelernt, der über 3 Jahre eine A-klasse F-cell aus der Versuchsflotte gefahren ist. Von den Eigenschaften fand er das Auto toll. Es musste dann nach den drei Jahren zur Überprüfung. Das Fahrzeug soll direkt verschrottet worden sein, wegen zu aufwändiger Arbeiten am Drucktank.

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Re: Wasserstoff, quo vadis?

Beitragvon TechnikEn­thu­si­ast » Fr 15. Jul 2016, 17:36

Greenhorn hat geschrieben:
Habe heute jemanden kennen gelernt, der über 3 Jahre eine A-klasse F-cell aus der Versuchsflotte gefahren ist. Von den Eigenschaften fand er das Auto toll. Es musste dann nach den drei Jahren zur Überprüfung. Das Fahrzeug soll direkt verschrottet worden sein, wegen zu aufwändiger Arbeiten am Drucktank.

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Weißt du, ob das eine FCell oder eine FCell Plus war? Also 350bar oder 700bar Tank? Und wie alt war die A Klasse insgesamt, wie viele km runter?
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Re: Wasserstoff, quo vadis?

Beitragvon Greenhorn » Fr 15. Jul 2016, 17:52

Keine Ahnung. Da ich davon keine Ahnung habe, hab ich nicht groß nachgefragt. Habe ihm aber diese Forum empfohlen, weil er sich nun privat für EV interessiert. Vielleicht kommt ja hier irgendwann was interessantes.

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