Laptopsakkus für 10kWh Stromspeicherprojekt

Alles zum Energiespeicher eines Elektroautos

Re: Laptopsakkus für 10kWh Stromspeicherprojekt

Beitragvon smarted » Sa 13. Feb 2016, 18:36

Hallo, vielen Dank. Jehu habe ich abonniert und auch HBPowerwall. Na mal schauen. Ich will eine Anleitung in Deutsch veröffentlichen, weil man eben auch viel falsch machen kann.
Smart ED 3rd 12/2012 mit Kaufbatterie, 97,4% Restkapazität am 06.04.2016
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Re: Laptopsakkus für 10kWh Stromspeicherprojekt

Beitragvon e-beetle » Mi 2. Mär 2016, 14:45

18650 ist nur ein Format, LiFePO4 eine Zellchemie!
Es gibt durchaus auch LiFePO4 Zellen in 18650er Format, z.B. von A123.

Ganz davon ab, dass LiFePO4 besser für den stationären Einsatz geeignet ist (LTO/Li4Ti5O12 noch eher) als die üblichen Li-Ion Mixturen, habe ich das auch schon überlegt und umgesetzt.

Geht es nur um zu zeigen das es geht? Das glaubt Dir auch so jeder.
Der Aufwand ist immens.
Du schaffst es ja offensichtlich nicht einmal an gebrauchte unbekannten Status heranzukommen.
Die müssen noch sortiert werden, einzeln ausgemessen werden, zusammengefügt werden.
Ich kenne Dein Equipment nicht, aber um die tatsächliche Kapazität zu ermitteln, wirst Du min. einen Zyklus pro Zelle fahren müssen.
10.000 Wh / 3,7V / 2.000mAh = 1.350 Zellen (!)
Entladen mit 1C laden mit 0.5C = 1,5 Std / Zelle = 2.025 Stunden
Selbst wenn Du 10 Messstationen parallel hast, ist das ein Monat Arbeit.
Und das nur, wenn Du jede der Zellen auch später benutzen kannst.
Bei mind. 10% Ausschuss entsprechend länger.

Dann weißt Du das sie im Moment die Leistung bringen, weißt aber noch nicht, wie viele Zyklen die schon auf dem Buckel haben.

Und dann hast Du 1.350 Zellen, die Du punktschweißen musst (China Punktschweißgerät für 18650er: 160 - 240 Euro).
Nickelband dazu.

Ich habe immer wieder mal Laptopakkus gekauft, ersteigert, bekommen.
Da sind in teilweise den gleichen Akkupacks unterschiedliche Zellen drin.
Im Schnitt kostete mich eine Zelle so um 75ct, auch die schlechten und kaputten.
Vielleicht 1€ wenn man die ausrechnet.

Das wären bei Dir 1.350 Euro und eine Menge Zeitaufwand und jede menge Arbeit die auseinander zu brechen/bauen (schneide Dir nicht die Finger ;-) )

13s104p ... um ein Pack von 48V/208Ah zu bekommen.
Finde mal bei einem solchen Pack die ersten defekten Zellen nach ein paar Monaten.

Wenn Du die Zeit in Überstunden investierst, könntest Du Dir 16 x Winston 200Ah Zellen für knapp 5.000€ kaufen oder einen Akkupack aus einem gebrauchten E-Auto und hättest es um einiges einfacher :-)

Gruß,
"Miesmacher" Michael ;-)

PS: Spannend bleibt es trotzdem und ich kenne mich selbst, dass ich gerade nach solchen Beiträgen eine "jetzt erst recht"-Einstellung entwickle.
Also Deinen YouTube-Kanal schaue ich mir gern an und verfolge Dein Projekt :-)
mein Umbau eines VW New Beetle zum Elektroauto:
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Re: Laptopsakkus für 10kWh Stromspeicherprojekt

Beitragvon smarted » Mi 2. Mär 2016, 14:53

Auch wenn ich ungern so viel zitiere, aber sonst blickt niemand mehr durch:

Geht es nur um zu zeigen das es geht? Das glaubt Dir auch so jeder.
Der Aufwand ist immens.
Du schaffst es ja offensichtlich nicht einmal an gebrauchte unbekannten Status heranzukommen.


Doch, habe hier jetzt ca. 2000 Stück.

Die müssen noch sortiert werden, einzeln ausgemessen werden, zusammengefügt werden.
Ich kenne Dein Equipment nicht, aber um die tatsächliche Kapazität zu ermitteln, wirst Du min. einen Zyklus pro Zelle fahren müssen.
10.000 Wh / 3,7V / 2.000mAh = 1.350 Zellen (!)
Entladen mit 1C laden mit 0.5C = 1,5 Std / Zelle = 2.025 Stunden
Selbst wenn Du 10 Messstationen parallel hast, ist das ein Monat Arbeit.
Und das nur, wenn Du jede der Zellen auch später benutzen kannst.
Bei mind. 10% Ausschuss entsprechend länger.


Richtig. Ich habe 4x 4fach Lader.

Dann weißt Du das sie im Moment die Leistung bringen, weißt aber noch nicht, wie viele Zyklen die schon auf dem Buckel haben.


Darum geht es mir nicht. Ich habe einen 20kWh nutzbaren Bleiakku.

Und dann hast Du 1.350 Zellen, die Du punktschweißen musst (China Punktschweißgerät für 18650er: 160 - 240 Euro).
Nickelband dazu.


Punktschweissen fällt aus, da ich die Einzelzellensicherung vor habe. Aber gelötet wird auch nicht :mrgreen:

Ich habe immer wieder mal Laptopakkus gekauft, ersteigert, bekommen.
Da sind in teilweise den gleichen Akkupacks unterschiedliche Zellen drin.
Im Schnitt kostete mich eine Zelle so um 75ct, auch die schlechten und kaputten.
Vielleicht 1€ wenn man die ausrechnet.

Das wären bei Dir 1.350 Euro und eine Menge Zeitaufwand und jede menge Arbeit die auseinander zu brechen/bauen (schneide Dir nicht die Finger ;-) )

13s104p ... um ein Pack von 48V/208Ah zu bekommen.
Finde mal bei einem solchen Pack die ersten defekten Zellen nach ein paar Monaten.


Das ist kein Problem. Einzelsicherung :)

Wenn Du die Zeit in Überstunden investierst, könntest Du Dir 16 x Winston 200Ah Zellen für knapp 5.000€ kaufen oder einen Akkupack aus einem gebrauchten E-Auto und hättest es um einiges einfacher :-)


Auch darum geht es nicht. Ich habe ja bereits einen ausreichenden Hausspeicher.

Nur bin ich derzeit wirklich busy...ich programmiere an einem Projekt und das muss Ende März fertig sein. Danach gehts weiter.
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Re: Laptopsakkus für 10kWh Stromspeicherprojekt

Beitragvon Priusfahrer » Do 3. Mär 2016, 19:03

@e-beetle: Wo bekommst Du brauchbare Zellen für unter 1€ her? Die preiswertesten Laptopakkus mit 8 Zellen kosten bei ebay um die 15€. Und die Zellen haben gerademal gemessene 1,5-2Ah.

Brauchbare Einzelzellen mit 2,5Ah bekommt man nicht unter 3€.

Wäre für eine günstigere Quelle sehr dankbar.
Wer eher bremst fährt länger schnell (ohne nachzuladen)
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Re: Laptopsakkus für 10kWh Stromspeicherprojekt

Beitragvon H.Hobbie » Fr 29. Apr 2016, 13:21

ich auch ...
und welche brauchbaren Zellen mit 2,5 Ah unter 3 ?
link oder Bezeichnung bitte...
gruß Horst
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Re: Laptopsakkus für 10kWh Stromspeicherprojekt

Beitragvon Oliver » Fr 29. Apr 2016, 13:51

https://endless-sphere.com/forums/viewtopic.php?t=68005

Hier schon mal nachgeschaut? Da gibt's auch Bezugsquellen für 18650er Zellen.

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Re: Laptopsakkus für 10kWh Stromspeicherprojekt

Beitragvon murpele » Fr 24. Feb 2017, 13:07

Der Thread ist ja schon etwas älter - aber ich wollte mal nachfragen, was aus dem Projekt geworden ist.

Ich habe die Möglichkeit an eine größere Zahl von 18650er Zellen zu kommen und fände es interessant mir aus diesen selbst einen solchen Stromspeicher (mit Einzelzellensicherheit) zu bauen.

Welche Erfahrungen liegen vor?

Gruß
murpele
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Re: Laptopsakkus für 10kWh Stromspeicherprojekt

Beitragvon bangser » Fr 24. Feb 2017, 13:20

Auf Youtube gibt es einen Channel, der für seinen T1 Samab genausowas gemacht hat. Eine Batterie aus alten Laptopakuus gebaut. Mittlerweile fährt er meines Wissen schon 3 Jahre damit rum.
https://www.youtube.com/user/jehugarcia
Hyundai Ioniq Electric sucht Ladeplatz in Frankfurt / Main :roll:
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Re: Laptopsakkus für 10kWh Stromspeicherprojekt

Beitragvon bm3 » Fr 24. Feb 2017, 14:06

Da würde ich eher dazu tendieren neue Zellen zu kaufen. Es gibt ja schon ein paar Projekte wo sich Leute aus vielen kleinen Zellen
Heimspeicher zusammengebaut haben. Im PV-Forum hat Alfred schon sein Projekt vorgestellt. Absicherung jeder einzelnen Zelle gegen Rückströme aus dem Pack sollte man vorsehen. Das kann man mit Sicherungsdraht oder auch diesen dünnen Leiterstreifen als Meterware machen und da kann man auch Punktschweißen. Punktschweißen ist sowieso die Empfehlung, das schont die Zellen. Übrigens, wenn man sucht findet man auch günstige Quellen für neue Zellen, besonders bei den großen Stückzahlen die man für sowas benötigt.
Generell ist, wenn man so einen Speicher baut, das größte Augenmerk auf den Brandschutz zu legen. Es gibt wirklich schon Berichte zu Kellerbränden und auch ausgebrannten Garagen zwischenzeitlich. Vielleicht sollte man so einen Speicher sogar besser draußen in einem feuerfesten Behälter unterbringen.

VG:

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