Preisentwicklung

Alles zum Energiespeicher eines Elektroautos

Preisentwicklung

Beitragvon Jogi » Sa 23. Jun 2012, 19:27

Hallo.

Nachdem man die Batterie des smart ed für ca. 270,-€/kWh kaufen kann, lässt sich trefflich darüber spekulieren, ob dieser Preis das Ergebnis einer internen Quersubvention des Fahrzeugherstellers oder doch eher schon ein Marktpreis ist.

Wolfgang Bernhart meint letzteres:http://www.greencarreports.com/news/1077100_are-electric-car-batteries-already-at-250-per-kwh-analyst-says-yes

Er kommt für das Jahr 2015 auf Zellenpreise pro kWh von 250,-USD, was ca 200,-€ entspricht.
Wohlgemerkt, Zellenpreise.
Um damit den ganzen Batteriepack eines E.-Autos unter 300,-€/kWh (Systempreis) zu bekommen, bedarf es einer effizienten Serienfertigung.
Ist da smart etwa schon soweit?


Gruß Jogi
Wenn früher alles besser war,
hätte man's ja auch so lassen können.
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Beitragvon Cavaron » Mi 4. Jul 2012, 15:54

Hi,

ich war auch überrascht von den relativ niedrigen Mehrkosten gegenüber der Batterie-Miete. Würde mich ja brennend interessieren, ob man den Akku auch ohne den Smart drumrum zu dem Preis (plus Mehrkosten für Management- und Kühlsystem) bekommt. Sollte im Sinne der Ersatzteilversorgung ja generell möglich sein. In dem Fall sehe ich einige französische Elektroautos der 1990er Jahre mit Akku-Update auf uns zukommen. Welche Reichweite die dann wohl mit den 17,6 kw/h und ihrem 15kw-Motor haben?
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Re: Preisentwicklung

Beitragvon Guy » Mi 18. Jul 2012, 20:51

Laut McKinsey sollen die Systemkosten in 2020 bei 160 €/kWh liegen, in 2025 sogar bei 130 €/kWh.

Interessant ist auch: ab 200 €/kWh sollen Elektroautos bei den Gesamtkosten günstiger als konventionelle Autos sein - das bezieht sich allerdings auf US-Spritpreise von 0,75 €/l.

Ich bin mal so frei auf meinen eigenen Artikel zu verweisen ;)
http://www.goingelectric.de/2012/07/17/ ... n-in-2020/
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Re: Preisentwicklung

Beitragvon eve » Mi 27. Jul 2016, 13:13

Wohin die Reise bei den Lithium-Ionen Batterien gehen wird, das wissen wohl selbst die Wissenschaftler nicht genau. Bewahrheiten sich die Erwartungen, könnten wir schon in zehn Jahren in Elektroautos unterwegs sein, die 250 Kilometer Reichweite bieten und nur wenig mehr als konventionelle Autos kosten. Blogartikel, Juli 2012


Was? Das wäre 2022. Ist ja schon in 6 Jahren. Mittlerweile kann man wohl getrost 2017 ansetzten, also in weniger als einem Jahr.

...je nachdem, auf welche Reisegeschwindigkeit sich die 250 km Reichweite beziehen und was mit nur wenig mehr gemeint ist.
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Re: Preisentwicklung

Beitragvon novalek » So 14. Aug 2016, 10:16

Aus ist's ? Der Traum vom preisgünstigen Fahr-Akku mit bester Kapazität und neuester Technologie wurde den aktuellen Nutzern verkündet - dauernd - schon beim Neukauf. Die Marktwirtschaft wird die günstigen Preise schon absichern.

Die wenigen Schöpf-Monopole (u.a. Australien) werden sich ihrer Stellung nach Etablierung eines Basisbedarfs über die Wertschöpfung bewußt.
Die Grubenfirmen verteuerten den Preis für australisches Lithium vom Rohpreis 5.000 € / Tonne im Jahr 2015 auf 10.000 € / Tonne in 2016. Hinzu kommt das marktwirtschaftliche Denken der Batterietechnologie-Institute, die ihre Entwicklungen per Lizenz bezahlt haben möchten ...
http://insideevs.com/lithium-carbonate-prices-expected-surge-later-year/?utm_source=feedburner&utm_medium=email&utm_campaign=Feed%3A+InsideEvs+%28Inside+EVs%29

Angesichts dieser Entwicklung müßte man sich Verfügbarkeitsprognosen angucken: Umrüstung eines Großteils der weltweiten PKW / Busse auf Lithium-Akkutechnik versus Lithiumreserven mit / ohne Rohstoffrückgewinnung.
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Re: Preisentwicklung

Beitragvon guellichs-erbe » So 14. Aug 2016, 11:49

Ich kann diese Lithium Spekulationen nicht mehr hören (respektive lesen).

Sprich mal mit einem Geologen, wieviele Rohstoffe unsere Erde noch vorrätig hat (ohne Recycling!). Die 3 Löcher, die die Menschheit bisher gegraben hat ...

Wie solche Vorhersagen/Massenhysterien funktionieren hat man z.B. beim Öl in den 1970ern und beim Waldsterben in den 1980ern erleben können, wenn man alt genug ist. Was haben sich da die Leute aufgeregt ... gab bestimmt auch einige Selbstmorde deswegen ... :-)

Viele Grüße ins Forum,
Uli
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Re: Preisentwicklung

Beitragvon novalek » So 14. Aug 2016, 17:56

guellichs-erbe hat geschrieben:
Sprich mal mit einem Geologen

Dies trifft eigentich nicht die Substanz meines Betrags - was mich ärgert, sind die Preistreiber, die den Übergang zur Elektromobilität bremsen.

Zu Vorräten: Benzin-Diesel-Kfz gibt's (gab es) seit 100 Jahren und nach erster Durchsicht der Studien reicht das Lithium mindestens für den gleichen Zeitraum.
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Re: Preisentwicklung

Beitragvon JoDa » So 14. Aug 2016, 19:51

novalek hat geschrieben:
... was mich ärgert, sind die Preistreiber, die den Übergang zur Elektromobilität bremsen.

1kg Li2CO3 kostet laut deinem Beitrag nunmehr 10USD. 5kg Li2CO3 enthalten 1kg reines Li. Reines Li kostet daher 50USD/kg
Für 1kWh Li-Ionen Akku braucht man 50g (LiFePO4) - 150g (LiNiMaCo) reines Li welches also ca. 5USD/kWh kostet. Bei derzeitigen Akkukosten von geschätzten 200USD/kWh spielt das kaum eine Rolle.

Im Gegenteil. Erst wenn Li teuer genug ist, zahlt sich das Recycling aus. Derzeit wird nur Ni und Co wiederaufbereitet.
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Elektroautos heute schon eine Alternative?
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Re: Preisentwicklung

Beitragvon eve » Mo 29. Aug 2016, 10:59

Hat nicht jemand mal Infos dazu, wieviel die Zellen der Asiaten die Autobauer kosten? Wie sieht das aus im Vergleich 2011 zu 2016? Weilt vielleicht ein i-Manager oder dergleichen unter uns?

Müsste nicht auchmal das Akkupaket günstiger werden, sobald man erstmal einige 10.000 gefertigt hat und die zur Massenware werden?

Stört mich scho a bissle, dass alle sagen, die Zell/Akkupreise fallen, weil - offensichtlich derzeit noch kaum für die Endkunden? Oder irre ich? Oke der neue i3 kostet "nur" 1.200 mehr. Nach 3 Jahren. Nunja..

Auch bei Tesla geht nichts nach unten preislich. Allerdings haben die derzeit nur Premiumfahrzeuge. Der Anteil des Akkus ist da finanziell im Verhältnis zum restlichen Fahrzeug wohl geringer. Außerdem brauchen Sie einfach ordenlich Cash und es gibt derzeit quasi keine Konkurrenzfahrzeuge in dem Segment. Also streichen sie mal schön alles ein was geht. Nimmt man statt des 75Ds das 90D muss man nochmal mehr als 10.000 EUR drauflegen. Vom P100D ganz zu schweigen.

Keine Frage: Aktive Kühlung, BMS und derlei kosten natürlich was. Aber den Hauptunterschied machen ja nunmal die Zellen. Insbesondere zwischen einem z. B. 75 und 90 kWh Akku.
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Re: Preisentwicklung

Beitragvon moxl » Mo 29. Aug 2016, 22:28

Nur 1.200€ teurer für 1,5x so viel Kapazität spricht doch schon sehr stark für gefallene Preise. Und Nissan bietet inzwischen 30kWh für den gleichen Preis wie vorher 24kWh an. Das bedeutet der Akku wurde 20% günstiger und bald sollen doch schon 40kWh kommen.
BEV 2020 - ik warte dir. Solange fahre ich jetzt Pedelec...

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ca. 0,5kWh/100km Verbrauch

10.10.2016 - 1000 km gefahren
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