LTO und LSP - die Lithiumspeicher der nahen Zukunft?

Alles zum Energiespeicher eines Elektroautos

Re: LTO und LSP - die Lithiumspeicher der nahen Zukunft?

Beitragvon liftboy » So 17. Mär 2013, 11:24

Was haltet ihr denn von Zink-Luft-Akkus? 100 kWh wäre doch eine Hausnummer oder?



http://www.mein-elektroauto.com/2012/07/zink-luft-batterien-konnten-dem-elektroauto-zum-durchbruch-verhelfen/5598/
Gruß Uli
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Beitragvon PowerTower » So 17. Mär 2013, 12:30

Eine Strombelastung von maximal 0,17C ist praxisfern und auch der Wirkungsgrad ist sehr mies. Des weiteren fehlen ein paar Informationen und mir stellen sich folgende Fragen:

- Was wiegt der 100 kWh Klotz?
- Wie verhält sich der Akku bei Kälte?

Von den Daten die im Text angegeben sind, können nur der Preis und die Lebensdauer überzeugen, alles andere ist eher ernüchternd, zumindest in Bezug auf elektrische Mobilität. Als stationärer Speicher mag das hier und da gut geeignet sein.
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Re: LTO und LSP - die Lithiumspeicher der nahen Zukunft?

Beitragvon Karlsson » So 17. Mär 2013, 17:23

Guy hat geschrieben:
Karlsson hat geschrieben:
Wenn die Akkupreise weiter sinken, können die Akkus somit zum gleichen Preis größer werden und die Belastung und Reichweitenproblematik entspannen sich.

Oder die Preise von E-Autos sinken, da man feststellt, dass 200 km Reichweite im Alltag mehr als genug sind.

Wenn es denn sichere 200km wären. Ich habe regelmäßig Tage, wo so 120-140km zusammen kommen. Ich kann die genauen Kilometer vorher nicht abschätzen und es gibt da auch keine Lademöglichkeit.
Das heißt ich würde da unser anderes Auto für nehmen wenn ich nicht von sicheren 200km ausgehen kann - und wer bietet das denn bitte? Könnte mit dem Leaf z.B. klappen. Aber vielleicht auch nicht. Da habe ich definitiv keinen Bock drauf. Und der Akku freut sich auch definitiv nicht über solche Tiefentladungen - je flacher die Zyklen, desto besser.

Das sind nicht viele Tage. Im Winter vielleicht 1x pro Monat um im Sommer bis 4x. An den meisten Tagen würden mir dagegen 20km sichere Reichweite schon locker reichen.
Da gibts jetzt 3 Lösungen
-35kWh Akku und es reicht für 90% meiner Strecken
-100kWh Akku und es reicht für 100% meiner Strecken (die Fahrt zum Gardasee dauert dann etwas länger)
-12 kWh + 10kW RE und ich fahre 85% meiner Strecken als E-Fahrzeug und das Auto ist trotzdem ein Erstwagen.
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Re: LTO und LSP - die Lithiumspeicher der nahen Zukunft?

Beitragvon Eberhard » So 17. Mär 2013, 19:00

oder 40 bzw 60 kWh beim Tesla Model S oder warten auf Gen III oder gebrauchten Roadster

lg

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Re: LTO und LSP - die Lithiumspeicher der nahen Zukunft?

Beitragvon BuzzingDanZei » Mo 18. Mär 2013, 07:27

Karlsson, wirklich keine Ladesäulen verfügbar?
Mit dem Leaf schaffst du das dann garantiert nicht. Selbst mit dem ZOE wird das zumindest im Winter nix, der noch weiter kommt als der Leaf. Da kommt dann eigentlich nur ein Zweit-/Leihwagen in Frage oder aber ein Plugin Hybrid wie der Ampera oder i3.
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Re: LTO und LSP - die Lithiumspeicher der nahen Zukunft?

Beitragvon Guy » Mo 18. Mär 2013, 09:51

PowerTower hat geschrieben:
Beim Zoe pumpst du 150 km in 60 Minuten an einer 22 kW Ladestation rein, beim LTO Fahrzeug (mit etwas geringerer Kapazität) sind es 100 km in 20 Minuten an einer 43 kW Ladestation oder gar nur 5 Minuten an einer 240 kW Mode 4 Ladestation (sofern es sowas jemals geben sollte). Auf einer Strecke von 300 km machst du zwar mit dem LTO Fahrzeug einen Stopp mehr, hast aber dennoch etwas Zeit gespart.

Wenn 43 kW zur Verfügung stehen, müsste man fairerweise allerdings auch beim ZOE mit dieser Leistung rechnen. Dann sieht die Rechnung wieder ganz anders aus.

Bis 200 - 300 km Reichweite würde ich immer das Fahrzeug mit der größeren Batterie wählen. Alle 100 km bei Langstreckenfahrten eine Pause, das machst du, wenn du unbedingt willst. Spätestens mit Kids hinten im Auto wird das jedoch zur Tortur.
Die mögliche Lebensdauer von 1.000.000 und mehr Kilometer brauche und will ich gar nicht. Bis ich die gefahren habe, sind alle anderen Komponenten bereits mehrfach ausgetauscht worden und aktuelle Technologie bietet ein Mehrfaches an Energiedichte.
liftboy hat geschrieben:
Was haltet ihr denn von Zink-Luft-Akkus? 100 kWh wäre doch eine Hausnummer oder?

Da reden wir allerdings von Batterien der fernen Zukunft. Bis die reif für das E-Auto sind, werden wir noch viele andere Batterietypen sehen.
Karlsson hat geschrieben:
-35kWh Akku und es reicht für 90% meiner Strecken
-100kWh Akku und es reicht für 100% meiner Strecken (die Fahrt zum Gardasee dauert dann etwas länger)
-12 kWh + 10kW RE und ich fahre 85% meiner Strecken als E-Fahrzeug und das Auto ist trotzdem ein Erstwagen.

Die letzten paar Prozentpunkte werden halt unverhältnismäßig teuer. Mit einem ZOE / Leaf + schickem Mietwagen für die fünf Fahrten im Jahr bist du deutlich günstiger dran, selbst noch mit einem Verbrenner, der an 360 Tagen nur herumsteht. Wer sich das 100 kWh E-Auto leisten kann, der kann sich sehr glücklich schätzen. Für die Masse wird es jedoch im kommenden Jahrzehnt bei E-Auto + Langstreckenauto bleiben.
Vielleicht sind die von mir genannten 200 km etwas zu niedrig angesetzt. Ich kann mir jedoch sehr gut vorstellen, dass die Hersteller bis zu diesem Punkt versuchen werden immer mehr Kapazität hineinzuquetschen, schon aus Kostengründen machen darüber eher optional größere Batterien Sinn.
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Re: LTO und LSP - die Lithiumspeicher der nahen Zukunft?

Beitragvon Karlsson » Sa 23. Mär 2013, 12:58

BuzzingDanZei hat geschrieben:
Karlsson, wirklich keine Ladesäulen verfügbar?
Mit dem Leaf schaffst du das dann garantiert nicht. Selbst mit dem ZOE wird das zumindest im Winter nix, der noch weiter kommt als der Leaf. Da kommt dann eigentlich nur ein Zweit-/Leihwagen in Frage oder aber ein Plugin Hybrid wie der Ampera oder i3.

Nein, keine Chance. Aber ist kein KO-Kriterium, da wir eh 2 Autos haben und auch behalten wollen.

Guy hat geschrieben:
Die letzten paar Prozentpunkte werden halt unverhältnismäßig teuer. Mit einem ZOE / Leaf + schickem Mietwagen für die fünf Fahrten im Jahr bist du deutlich günstiger dran, selbst noch mit einem Verbrenner, der an 360 Tagen nur herumsteht.

Es sind schon deutlich mehr als 5. Das Mietwagen-Modell scheidet aus. Da der 100kWH Akku in den nächsten 5 Jahren wohl eher nicht finanzierbar ist, bleibt das E-Auto halt ein potentieller Zweitwagen (bzw es kann auch der am meisten genutze sein, aber halt nicht der einzige) oder hat einen kleinen Range Extender.
Ich fände halt 2 E-Autos super, von denen mindestens eins einen kleinen RE hat.
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Re: LTO und LSP - die Lithiumspeicher der nahen Zukunft?

Beitragvon Twizyflu » Do 16. Jan 2014, 18:04

Da es hier weiter geht um die Batterien der Zukunft:

Was hat es nun mit der Lithium Titanat Batterie auf sich?
Was kostet da so die kwh aktuell?
Vorteile / Nachteile?
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Blog auf http://www.we-drive.at und http://www.elektroautor.com
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Re: LTO und LSP - die Lithiumspeicher der nahen Zukunft?

Beitragvon PowerTower » Do 16. Jan 2014, 18:20

Lies doch einfach mal die zwei Seiten Twizy, da stehen alle Vor- und Nachteile drin. ;)
Die Frage nach dem Preis ist berechtigt, mir liegen keine genauen Zahlen vor. Einzig für die Akkus von Tiankang bzw. YABO kann man bei Alibaba was finden. Da kam vor einem Monat eine 40 Wh Zelle um die 20$, also etwa 500$ je kWh netto. Gibt halt nur wenig Abnehmer dafür, weil im Moment einfach alle geil auf viele kWh sind und dafür sind es nun genau die falschen Akkus. Bei entsprechender Nachfrage und guter Auslastung der Produktion würden die Preise sicher auch fallen.

Das Auto mit der meisten Batteriekapazität auf Basis von LTO ist aktuell der Lightning GT mit 44 kWh. Ladetechnisch kann er es mit zwei Superchargern (250 kW) aufnehmen. Gäbe es so eine Infrastruktur, wäre der Nachteil der geringeren Batteriekapazität verglichen mit Tesla fast schon wieder hinfällig.
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Re: LTO und LSP - die Lithiumspeicher der nahen Zukunft?

Beitragvon Super-E » Do 16. Jan 2014, 19:32

Bei Lithium Luft kommt immer, dass sie einen zu geringen C Wert z.B. für Reku und Beschleunigungsvorgänge haben. Li-Titanat kann das sehr gut, hat aber eine geringe Energiedichte. Daher habe ich mich schon immer gefragt, warum man diese Akkus nicht kombiniert. 10kWh LiTi + 50kW LiLu würden sich sicher so regeln lassen, dass man die Lilus nicht überlastet. Angeblich hat Tesla ja auch vor in Zukunft verscheidene Akkus zu kombinieren, also scheint meine Idee nicht ganz so doof zu sein...
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