Riesiger Engpass bei Batterien in den nächsten Jahren?!

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Re: Riesiger Engpass bei Batterien in den nächsten Jahren?!

Beitragvon holobro » Di 29. Mär 2016, 22:14

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Re: Riesiger Engpass bei Batterien in den nächsten Jahren?!

Beitragvon volt12 » Fr 27. Mai 2016, 15:55

So langsam dämmert es den Konzernen in Europa:

VW-Offensive gegen Tesla?

Der VW-Konzern plant gemäss Medienberichten den Bau einer gigantischen Batteriefabrik in Deutschland. Der Entscheid käme einer spektakulären Strategiewende gleich.


http://www.blick.ch/news/wirtschaft/meg ... 82099.html

Für Millionen von Elektroautos pro Jahr wird es Milliarden an Investitionen pro einzelne Fabrik und ingesmat mindestens 10-20 dieser Fabriken weltweit brauchen.

Ich sehe immer noch recht wenig Bewegung.

Samsung und LG "planen" zwar ebenfalls neue Fabriken in Europa, aber noch scheint keine Entscheidung gefallen zu sein.
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Re: Riesiger Engpass bei Batterien in den nächsten Jahren?!

Beitragvon volt12 » Mi 1. Jun 2016, 17:57

Artikel zum Thema:

Batterieproduktion für E-Autos: Es reicht – nicht ansatzweise.


Was ist richtig für den Standort Deutschland? Hierzu gibt es mehrere Optionen. Zum einen ist es möglich, um die Ansiedlung eines etablierten Zellzulieferers aus Asien zu werben. LG etwa wird dem Vernehmen nach in Polen ein Werk errichten, und auch Samsung sucht offenbar einen Platz in Europa. Hierzu wären wohl Incentives, Neudeutsch für direkte oder indirekte Subventionen, notwendig.

Die zweite Möglichkeit ist eine Initiative eines heimischen Elektronik- oder Chemieriesen. Nicht nur BOSCH oder Continental könnten in Deutschland aktiv werden. Das wäre das klassische Modell: Deutscher Zulieferer arbeitet eng mit einem Fahrzeughersteller zusammen.

Der dritte Weg ist jener, der nun durch die Gazetten geistert: Volkswagen erweitert das Werk Salzgitter um eine riesige Batteriezellproduktion. Oder vielleicht doch lieber den Standort Emden, wo es leicht machbar wäre, den Strom komplett aus Offshore-Windkraftanlagen zu beziehen? Das wäre für die Kommunikation schön, aber im Ergebnis gleichgültig: Hauptsache, die Wertschöpfung bleibt im Haus.

Die deutsche Autoindustrie steht vor einer schwierigen Entscheidung. Bleibt sie untätig, liefert sie sich dem Risiko aus, bei einem abrupt anziehenden Markt ins Hintertreffen zu geraten. Pessimisten prophezeien für diesen Fall bereits den Untergang von BMW, Daimler und Volkswagen. Handeln die gleichen Akteure dagegen übereifrig, droht eine Fehlinvestition. Denn vergessen wir nicht die Realität von heute: Die Nachfrage nach Batterie-elektrischen Autos ist weiterhin gering.

Beamen wir uns ein wenig in die Zukunft, in das Jahr 2025. Es ist nicht ausgeschlossen, dass das Batterie-elektrische Auto weiterhin vor sich hindümpelt. Wahrscheinlich ist aber, dass ein Anteil bei den Antrieben von dem eingangs genannten einem Prozent deutlich überschritten wird. Wer sich für die milliardenschwere Investition in eine Fabrik zur Zellproduktion entscheidet, braucht letztlich vor allem eins: Durchhaltekraft.



http://www.electrive.net/2016/05/29/es- ... u-koennen/

Ich habe ähnliche Zahlenspiele gemacht auf der ersten Seite dieses Threads.

Fazit: Es gibt immer noch keine Batterie-Kapazität für Produktion von Elektrofahrzeugen jenseits von ca. 1 Million Fahrzeuge pro Jahr (zumindest wenn ich Chinas interne Batterie-Produktion die im Land verbraucht und nicht exportiert wird einma ignoriere).

Wie im verlinkten Artikel erwähnt: VW scheint sich in der Zwischenzeit zumindest Planspiele zu überlegen, Stichwort 10 Milliarden Euro:

Plant VW (eigene) Batteriefabrik für zehn Milliarden Euro?

Bis 2018 will der Autokonzern Volkswagen Marktführer in der E-Mobilität werden. Der Bau einer Batteriefabrik könnte bis zu zehn Milliarden Euro kosten. Möglicher Standort ist Salzgitter.


http://www.welt.de/wirtschaft/article15 ... -Euro.html

Aber bis diese riesige Fabrik steht, wird es wohl 2020-2022 oder noch später werden inklusive Vorlauf- und Bauzeit.
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Re: Riesiger Engpass bei Batterien in den nächsten Jahren?!

Beitragvon volt12 » Do 7. Jul 2016, 13:13

Umfrage zum Thema:

Im Rahmen unserer Kooperation mit dem Technologieprogramm „IKT für Elektromobilität“ bitten wir unsere Leserinnen und Leser deshalb im Juli 2016 zur Diskussion einer entsprechenden These des Monats. Damit wollen wir nicht nur das Meinungsbild der Branche einholen, sondern die Debatte auch vertiefen. Sie können bei der Abstimmung der These auch Ihre ausformulierte Meinung zum Thema hinterlassen – ohne zusätzlichen Login und vollkommen anonym, versteht sich.

Und hier ist unsere These für den Juli:

„Der Vorstoß zur Volkswagen-Zellproduktion ist richtig – Deutschland braucht die ‚Volksbatterie‘. Andernfalls droht die Abhängigkeit von asiatischen Herstellern oder – noch schlimmer – ein Lieferengpass, der die Elektro-Modellpläne gefährden könnte.“


http://www.electrive.net/2016/06/30/the ... sbatterie/

Abstimmung über die These im Link.

Ich stimme eher zu - andernfalls werden asiatische Zulieferer so oder so Fabriken in (Ost-)Europa erstellen. Siehe dazu etwa den Link von holobro weiter oben im Thread.

Sowohl von Samsung oder LG Chem gibt es entsprechende Pläne. Doch dauert der Bau einer riesigen Zellfabrik 3-4 Jahre bis die Produktion hochgefahren werden kann...vor 2020 wird also nicht mehr viel geschehen in Europa.
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Re: Riesiger Engpass bei Batterien in den nächsten Jahren?!

Beitragvon novalek » Mi 31. Aug 2016, 06:06

"VW plant gemäss Medienberichten den Bau einer gigantischen Batteriefabrik in Deutschland"
Das Thema ist vom Tisch - die Volkswagen PR hat ja mit positiven Schlagzeilen in wirklich allen Medien das Ziel erreicht - was juckt einen das Geschwätz von der Sommerpause.
Wie schon vermutet, ein Benzin-und Dieselprofi macht auf Lithium, vorbei am Weltmarkt. Also wird, wie es (fast) jeder bereits seit Jahren macht, Alu-Case mit gekauften Zellen füllen.
Man schickt neben Müller noch einen Tröster ins Feld, "Lithium sei <out>, man kümmert sich bereits um die nächste Generation "Feststoffbatterien".

http://www.batteriezukunft.de/news/feststoffbatterie-volkswagen-kauft-sich-bei-stanford-startup-quantumscape-ein-700-km-reichweite
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Re: Riesiger Engpass bei Batterien in den nächsten Jahren?!

Beitragvon eve » Mi 31. Aug 2016, 08:30

Herr Müller steht dem wohl doch eher defensiv gegenüber....
http://ecomento.tv/2016/08/31/vw-chef-idee-einer-eigenen-elektroauto-batteriezellproduktion-ein-witz/

Ich versteh nicht ganz wie die ticken. Wenn VW perspektivisch seine 10 Mio. Autos mit im Schnitt 60 kWh bestücken will, dann braucht es 600 GWh - folglich etwa das 6-fache der langfristig prognistozierten Kapazität von Teslas Fabrik. Wenn Tesla mit Panasonic eine 5+ Milliarden Fabrik stemmen kann, dann wären bei 200+ Milliarden Umsatz 50+ Milliarden das mindeste was VW jetzt mal schleunigst investieren sollten. Werden sie aber nicht, selbst wenn sie keine Milliarden schwere Strafen zu zahlen hätten.
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Re: Riesiger Engpass bei Batterien in den nächsten Jahren?!

Beitragvon zitic » Mi 31. Aug 2016, 20:25

Haben sie sowas schon abgesagt? Nur dass sie die Zelle ganz alleine stemmen. Das macht bei Tesla ja auch Panasonic. Die ganze Prozesskette rundrum(was Tesla in der Gigafactory macht, explizit auch die Rohstoffbeschaffung) erwägt er ja ausdrücklich.
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Re: Riesiger Engpass bei Batterien in den nächsten Jahren?!

Beitragvon umberto » Mi 31. Aug 2016, 20:35

eve hat geschrieben:
Wenn Tesla mit Panasonic eine 5+ Milliarden Fabrik stemmen kann


Genau. Wenn. Das ist erst noch zu beweisen. Ich glaube auch, daß ein Hersteller (auch nicht VW) erstmal nicht genug Akkus benötigt, daß sich eine eine Zellfabrik rechnet (für einen Zulieferer, der 5-6 Hersteller versorgt, kann das aber mit einer kleinen Marge klappen).

Das wird erst bei vielleicht 70%-80% E-Auto Anteil mal rentabel. Und bis dahin? Kauft man die Zellen besser ein.

Wann ist der 70%-Punkt erreicht? Wer das weiß, wird reich. :-) Tendenz 2030 und später.

Gruss
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Riesiger Engpass bei Batterien in den nächsten Jahren?!

Beitragvon TeeKay » Mi 31. Aug 2016, 20:37

Und die 70% sind natürlich belegbar? Normalerweise rechnet man in Stückzahlen. Sonst wäre eine eigene Zellfertigung bei dem einen 7 Autos profitabel, beim anderen erst bei 7 Mio.
Projekt Stromspeicher im Selbstbau mit BMW i3 & Passat GTE Batterien: http://www.stromspeicher.blog/
kW ≠ kWh ≠ kW/h
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Re: Riesiger Engpass bei Batterien in den nächsten Jahren?!

Beitragvon umberto » Mi 31. Aug 2016, 20:46

TeeKay hat geschrieben:
Und die 70% sind natürlich belegbar? Normalerweise rechnet man in Stückzahlen. Sonst wäre eine eigene Zellfertigung bei dem einen 7 Autos profitabel, beim anderen erst bei 7 Mio.


Wir waren gerade bei VW...

Gruss
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