Batteriewechsel - denkbar? möglich? finanzierbar?

Alles zum Energiespeicher eines Elektroautos

Batteriewechsel - denkbar? möglich? finanzierbar?

Beitragvon Plattfuß » Mi 30. Mär 2016, 11:01

Seitdem ich vor wenigen Tagen zum ersten Mal einen E-Smart gefahren bin, erscheint mir ein E-Mobil als sehr attraktives Fortbewegungsmittel.

Nun hätte ich - als völliger Anfänger - eine Frage, von der ich hoffe, dass Ihr mir sie beantworten könnt.

Ein E-Auto erscheint mir dann am sinnvollsten, wenn man es mit einer Photovoltaikanlage kombiniert.
Allerdings besteht hier das Problem, die Batterie tagsüber nicht aufladen zu können, da man ja im Allgemeinen mit dem E-Auto tagsüber zur Arbeit gefahren ist.

Wäre es denkbar / vorstellbar, ein Konzept zu entwickeln, zwei Batterien zu verwenden, von denen immer eine tagsüber per Photovoltaik geladen wird, während die andere tagsüber im Auto verbaut.
Natürlich weiß ich, dass ein Akku ca. 300 kg wiegt, aber ich dachte über eine Art Hebebühne nach, mit der dieser Akku nach unten ausgebaut werden könnte.

Dazu gibt es zwei Fragen - zu denen ich noch keine Ahnung habe:
1. Ist eine Batterie überhaupt einfach ausbaubar - oder muss dafür das halbe Fahrzeug zerlegt werden?
2. Ist eine Batterie finanzierbar - man könnte ja eine erwerben - und eine zweite eben mieten.

Oder wäre es eine einfachere Lösung, einen hausinternen Energiespeicher zu verwenden, der dann nachts das Auto aufladen könnte? wahrscheinlich wohl letzteres?

Natürlich ist mir klar, dass dies eine völlige Anfängerfrage ist - und ich hoffe, mich nicht völlig damit lächerlich gemacht zu haben.

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Re: Batteriewechsel - denkbar? möglich? finanzierbar?

Beitragvon Tho » Mi 30. Mär 2016, 11:05

Plattfuß hat geschrieben:
Oder wäre es eine einfachere Lösung, einen hausinternen Energiespeicher zu verwenden, der dann nachts das Auto aufladen könnte? wahrscheinlich wohl letzteres?

Definitiv ja.

Einer andere Idee die immer wieder verfolgt ist das bidirektionale laden.
Sprich wenn das Auto nicht fährt, dann dient als Speicher.
Da du aber auch schon vom nächtlichen laden sprichst, ist das Auto am Tag wahrscheinlich wie bei vielen garnicht da.
Insofern verspreche ich mir auch vom bidirektionalen laden nicht allzu viel.

Als Hausspeicher rate ich immernoch zur großen, billigen Bleibatterie.
Renault Zoe Zen, S-Pedelec Grace MX,Tesla Model ≡ reserviert
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Wir müssen uns für unseren Wunsch nach Glück nicht rechtfertigen.(Dalai Lama)
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Re: Batteriewechsel - denkbar? möglich? finanzierbar?

Beitragvon Gerhard » Di 12. Apr 2016, 19:01

Mit dem Fluence von Renault sollte es gehen. Da wurde das Auto für den Tausch gebaut.
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Re: Batteriewechsel - denkbar? möglich? finanzierbar?

Beitragvon HubertB » Di 12. Apr 2016, 19:54

Hallo Plattfuß,

ich habe auch mit einem Batteriespeicher für meine PV geliebäugelt.
Leider ist das Umspeichern von einer Batterie in die andere nicht besonders wirtschaftlich. Du kannst halt nur eine Begrenzte Zahl von Zyklen und damit kWh speichern, die musst Du auf die Anschaffungskosten umrechnen. Dazu kommen die Entstehungskosten (Abschreibung PV) plus Wandlungsverluste. Das muss man mal mit dem spitzen Bleistift durchrechnen.
Ich habe hier Modellrechnungen liegen die auf Speicherkosten von 50c bis 1 € pro kWh kommen.
Es gibt sicher Ausnahmen, wo Fachleute sich selbst was gegönnt haben und ihre Arbeitszeit nicht mit einrechnen, aber für Normalos ist das derzeit kaum wirtschaftlich zu machen. Ich hoffe das ändert sich bald.
Die preisgünstigen Batteriespeicher können auch nur 2-3 kW abgeben, genug für den Haushalt, aber knapp wenn man ein Auto laden will.

Kurz gesagt, das wäre ein Liebhaberprojekt aus Idealismus. (Meiner Einschätzung nach. Ich bin kein Fachmann, aber habe einiges an Netzrecherche gemacht. Schließlich hat mein Solarteur mir selbst geraten noch etwas zu warten.)

Eine eigene PV wäre trotzdem erst mal sinnvoll, und wenn man nur per Saldo den eigenen Strom erzeugt. Das rechnet sich auch heute noch und macht Spaß.
Einen Batteriespeicher kann man dann immer noch nachrüsten wenn die Preise noch etwas gefallen sind.
Bis dahin hast Du auch Erfahrungswerte was Ertrag und Verbrauch angehen, wichtig für die Dimensionierung des Speichers. Man kann den Eigenverbrauch übrigens auch durch bewussten Umgang mit Wasch- und Spülmaschine erhöhen.
Es gibt hier auch Leute die den Überschussstrom z.B. für die Warmwassererzeugung nutzen, die können dir sicher noch mehr Tipps geben.

Die Idee der Wechselbatterie gab es schon, hat sich leider nicht durchgesetzt.
https://de.wikipedia.org/wiki/Better_Place

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