Wo bleiben die Familien-Erstwagen?

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Wo bleiben die Familien-Erstwagen?

Beitragvon Karlsson » Do 25. Jul 2013, 12:34

Ich weiß nicht, in welcher Lebensphase ihr steckt, aber mein Umfeld beginnt sich mit Wohneigentum einzudecken, kaufen, bauen, renovieren und fleißig Kinder produzieren. Die Autoanzahl wird auf 1 reduziert und das ist dann ein Kombi mit Agrarhaken.
Golf Variant, Focus Turnier, Astra Sportstourer, Octavia Combi... das sind die Fahrzeuge. Typischerweise mit kleinem Diesel.
Aber wo bleiben die Elektro Alternativen? Ich sehe da NICHTS. Zu kaufen sowieso nicht, aber auch in der Entwicklung scheint nichts zu sein.
Das einzige, was noch ein ganz wenig in die Richtung geht, ist der die Tage auf den Markt gekommene Toyota Auris Hybrid Kombi.

Will denn sonst keiner sowas haben?
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Beitragvon Yardonn » Do 25. Jul 2013, 12:43

Schon mal Kurz über den Energiebedarf deine "ERstwagen" nachgedacht.

Dann ist die Antwort klar:
Solche Fetten Karren brauchen Fett strom, also teuere Akkus, was die Kisten noch schwerer macht... ohne (teueren...) leichtbau liegen dei Elektrovatianten dann leicht über 2 Tonnen...

Und wer wirklich Familie hat, hat dann auch nicht unbedingt die ca. 50 k€, die diese Kisten dann incl. Akku (mindestens....) kosten würden.

Und dann haben die Kisten immer noch nicht die Transportleistung eines Dacia Logans...

Jetzt mal die Gegenfrage, wer braucht so einen E-Panzer, wenn schon ein Kleinwagen ohne Akku 20 k kostet...
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Für ein "echtes" E-Auto bin ich nicht reich genug.
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Re: Wo bleiben die Familien-Erstwagen?

Beitragvon liftboy » Do 25. Jul 2013, 12:59

ich bin schon der Meinung, dass es da eine Lücke gibt bzgl. Familienkutschen. Warum werden Passat und Co. hauptsächlich als Kombi gekauft? Klar, weil es z. B. für Familien besser ist. Warum also nicht ein Elektro-Kombi? Hier hätte man auch evtl. die Möglichkeit ein paar kwh mehr Batterie zu verbauen.
Gruß Uli
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Re: AW: Wo bleiben die Familien-Erstwagen?

Beitragvon Karlsson » Do 25. Jul 2013, 13:07

Dass Du Freak mit dem Panzer blabla wieder kommst war ja klar - sorry, ich glaube das ist nichts mehrheitsfähig.
Das muss der Zoe dann wohl auch sein, weil nicht weltbewegend anderer Energiebedarf.
Kosten - ich denke 30k mit Akku. Also 29 kostet der Leaf und 1k der Aufpreis für den Kombi. Das Mehrgewicht ist marginal.
Auch ein längerer Zoe wäre was. Gibts den Clio nicht als Kombi?
Auf jeden Fall gibt es den Seat Ibiza oder Skoda Fabia als Kombi. Das sind Kleinwagen mit etwas mehr Nutzwert. Da könnte ich mich mit anfreunden.

Aber auch die Erstgenannten sind keine großen Fahrzeuge ala Passat, Sharan, Q7....

Ein Focus Turnier Diesel (so DER Vernunftwagen) kostet auch je nach Ausstattung schnell bis 30k Jahreswagen dann ab 12k. Vom Nissan Leaf ausgehend denke ich nicht, dass die Kosten da ein großes Problem sind. Etwas teurer als Diesel - wäre doch ok.
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Re: Wo bleiben die Familien-Erstwagen?

Beitragvon Guy » Do 25. Jul 2013, 13:14

Karlsson hat geschrieben:
Will denn sonst keiner sowas haben?

Die Frage müsste eher lauten: Kann man so etwas zum familientauglichen Preis anbieten?

Ich glaube, die Antwort darauf dürfte dir klar sein.

Mit diesen Anforderungen bist du dem Stand der Technik vermutlich noch 5 bis 10 Jahre voraus, wahrscheinlich eher 10+ Jahre. Dieser Wagen müsste ja dann alle nur erdenklichen Zwecke erfüllen können, da es das einzige Auto in der Familie ist, 300 - 500 km Reichweite, mind. Schnellladung (10 - 20 min) entlang der Autobahn, wenn nicht flächendeckend. Preis sub 30k €. Das ist bei weitem noch nicht in Sicht.
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Re: Wo bleiben die Familien-Erstwagen?

Beitragvon lingley » Do 25. Jul 2013, 13:18

Die Frage stelle ich mir auch - habe ich doch den besagten FFTunier gerade gegen den Zoe eingetauscht.
Und manchmal schmerzt der kleinere Kofferraum schon, aber selbst der KR im Leaf ist nicht größer :shock:
Ein ca 40cm längerer Zoe wäre mein Wunsch gewesen hätte somit Platz für einen 28kW Akku gehabt und sehr viel schwerer wäre das auch nicht geworden.
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Re: AW: Wo bleiben die Familien-Erstwagen?

Beitragvon Karlsson » Do 25. Jul 2013, 13:27

@Guy
Wie ich ja schon andeutete und Lingley ebenfalls - ein Zoe um ein paar cm verlängern würde doch schon reichen.
Über die Mehrkosten braucht man nicht spekulieren - siehe üblicher Kombi Aufpreis. Bei Ibiza und Fabia kann man auch feststellen, dass die Verbräuche sich nicht wirklich ändern. Das unvorteilhafte Heck hat der Kleinwagen ja genauso.

300 km Reichweite braucht auch vielleicht nicht jeder.
Traum wäre natürlich noch der BMW RE, dann muss man gar keine Kompromisse mehr machen.

Obwohl Platz.... Kango ZE gibts ja auch, stimmt.
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Re: Wo bleiben die Familien-Erstwagen?

Beitragvon Guy » Do 25. Jul 2013, 13:46

Achso, bin davon ausgegangen, dass du ein reines Elektroauto für die Familie suchst. Die Reichweite des ZOE halte ich für nicht familientauglich, jedenfalls nicht, wenn man sich nicht sicher sein kann, dass am Ende der Reichweite eine funktionierende Ladesäule mit >= 22 kW wartet. Da braucht es meiner Meinung nach eher etwas auf Model s Niveau - oder eine bessere Infrastruktur.

Wenn man Range-Extender mit in die Auswahl nehmen möchte, sieht es natürlich anders aus. Ein Kombi mit Voltec-Antrieb sollte doch eigentlich machbar sein. Da wird es allerdings mit deiner 30k€ Marke knapp.
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Re: AW: Wo bleiben die Familien-Erstwagen?

Beitragvon Karlsson » Do 25. Jul 2013, 14:14

Auf 100% Elektro lege ich derzeit keinen Wert (wo 60kwh noch nicht erschwinglich sind), da bin ich ganz pragmatisch. Also RE steht da hoch im Kurs, aber gibts außer dem i3 RE ja auch nichts, was meiner Vorstellung entspricht.

Für mich kommt das beim nächsten Auto eh zu spät, weil ich in 1-2 Jahren einen Kombi brauche und bis dahin wird es nichts geben. Also die Frage ist da mehr Hybrid oder zum 4. Mal Diesel.
Oder ein gebrauchter Ampera. Nutzwert....Naja, irgendwie mit gutem Willen.

Wir haben engere Verwandtschaft in 100, 300 und 550km Entfernung - sollte machbar sein.

Aber der nächste sollte dann bitte elektrisch fahren - daher meine Anregung.

In der Zwischenzeit könnte unser Zweitwagen einem E-Fahrzeug weichen. Oder er wird ganz abgeschafft oder weicht einem Twizy. Das werden Lebensituation und Angebot entscheiden.
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Re: Wo bleiben die Familien-Erstwagen?

Beitragvon agentsmith1612 » Do 25. Jul 2013, 14:24

Das immer so oft mit der Masse des Fahrzeugs argumentiert wird. Elektrisch geht leider nicht unbedingt leicht, weil der Akku noch dazu kommt.
Model S wiegt trotz Alu 2,2t
Der Ampera wiegt mit, Akku mit RE und sogesehen doppeltem Antrieb "nur" 1,7t während ein normaler Astra Sports Tourer mit einem Antrieb schon 1,5t wiegt.
Der i3 wiegt trotz Carbon und Akku aber auch schon 1,2 oder 1,3t mit RE bestimmt noch mal 50-100 kg mehr.
Oder der Zoe ist ein Kleinwagen vielleicht bischen größer, hat den Chameleon Lader der wohl die zusätzlichen Lader eingespart hat wiegt auch 1,5t.

Man kannn halt ab einer bestimmten Größe halt kein Auto mehr bauen, dass all das hat was wir haben wollen aber dann weniger als 1,5t wiegen soll.

Nur mal nebenbei ein Sharan ist kein Panzer und ein Passat erst recht nicht. Nur die nutzlosen SUVs das sind Panzer.
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