Wirtschaftlichkeitsberechnung E-Mobilität

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Re: Wirtschaftlichkeitsberechnung E-Mobilität

Beitragvon Jack76 » So 28. Aug 2016, 18:40

Karlsson hat geschrieben:
Twingo-Zoe hinkt aber gewaltig. ..


Nicht nur das, die Zoe baut auf der Plattform des Clio auf. Fängt ja schon bei den Maßen alleine an, und damit ist nicht nur die Höhe gemeint...
Ja, bei manchen Komponenten hat man sich aus Kostengründen gelegentlich auch mal aus dem Twingo-Regal bedient, bei anderen Teilen aber auch wieder bei Clio, Captur, Scenic und was da sonst noch so im Teileregal rumschwirrt....
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Re: Wirtschaftlichkeitsberechnung E-Mobilität

Beitragvon 0cool1 » So 28. Aug 2016, 18:46

Ich denke auch, dass die Zoe wohl eher mit einem Clio vergleichbar wäre. Bin neulich genau umgekehrt vom Polo in den Zoe gestiegen und empfand ihn als deutlich größer (mehr Kopffreiheit, größerer Kofferraum). Sehe ihn daher zwischen Polo und Golf.
Von den Abmessungen her liegt er auch dazwischen: Polo 3,98m, Zoe 4.08m, Golf 4,25m

Vom Verbrauch her kommt es immer drauf an ob Diesel oder Benziner. Ich habe vor ein paar Wochen auch eine Wirtschaftlichkeitsrechnung mit meinem aktuellen Fahrzeug gemacht und bin trotz aller Schönrechnerei (ohne Wallbox, ab und zu kostenlos laden etc) auf 3ct höhere Kilometerkosten für den Zoe gekommen.
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Re: Wirtschaftlichkeitsberechnung E-Mobilität

Beitragvon GcAsk » So 28. Aug 2016, 18:58

Was bringt mir der geringere Verbrauch eines E-Autos, wenn ich durch die Batteriemiete alleine schon "Grundkosten" habe, basierend auf die Laufzeit ergibt sich dadurch ein bestimmter Grundkostenbetrag pro Kilometer, der so schon teurer ist als bei einem vergleichbarem Verbrenner - und man hat ja noch nichtmal geladen.

Außerdem weiß ich ja echt nicht, was ihr da für Autos kauft - aber wir haben einen Mazda 2, aus dem jahre 2008/2009 - für 11.000€ gekauft - eine reine Plastikkiste also, an der an jeder Ecke wohl gespart wurde. Kosten hatten wir bisweilen nur die ersten 2-3 Jahre bei der Inspektion zur ERhaltung der Garantie, wobei das eigentlich unnötig ist. Seitdem haben wir nie was machen lassen (außer vielleicht Ölwechsel oder so) und halt vor nem Jahr mal die vorderen Scheibenbremsen (das aber auch nach 100.000km, nicht nach 60.000km - da würde ich mir ernsthaft Gedanken machen).

Ich bin, um das nochmal eindeutig zu sagen, natürlich für E-Autos, aber ich befürworte derzeit keinesfalls, dass diese insgesamt günstiger sind.

Und @Schneemann - ich würde die Werkstattkosten auch gar nicht so vergleichen. Wer zwingt Dich denn überhaupt zur Werkstatt? Mit meinem Verbrenner gehe ich auch nie dahin. Wozu auch? Diese blöden Pflichtinspektionen anfangs kosten jedes Mal über 100€ fürs Nichttun.
Rein thereotisch hat man eigentlich keine Kosten, außer es geht halt mal was kaputt. Wenn ich mich streng an all das halten würde, was im Mazda-Handbuch steht, dann wäre ich pleite.
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Re: Wirtschaftlichkeitsberechnung E-Mobilität

Beitragvon Greenhorn » So 28. Aug 2016, 19:32

Den Vergleich würde ich gar nicht machen. Schön far nicht öffentlich für die Presse.

Warum muss das Elektroauto billiger sein als der Verbrenner?

Neue Technik ist immer teurer als alte.

Ein Sinnvoller Artikel zum Vorteil des EV ginge in die Richtung: Verringerung der Lärmbelästigung. Verringerung der Schadstoffe. Abbau der Feinstaubbelastung. Dadurch Entlastung der Menschen. Weniger Krankheiten durch Umweltbelastung. Riesige Einsparungen im Gesundheitswesen. Höhere Lebensqualität.

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Re: Wirtschaftlichkeitsberechnung E-Mobilität

Beitragvon Schneemann » So 28. Aug 2016, 19:36

Da haben wir es. Ich habe den deutlich höheren Winterverbrauch des Zoes gegenüber dem Wind übersehen. Auf so etwas wollte ich hingewiesen werden. Wo wird der Jahresdurchschnitt liegen, wenn ich im Sommer auf 12kWh komme?

Mir geht es nicht darum, alles billig zu rechnen, sondern es vergleichbar zu machen. Früher habe ich meine Inspektionen größtenteils selber gemacht. Damals habe ich die Autos aber auch nicht mehr verkauft. Es gibt dafür ja auch noch die Mobilitätsgarantie von Renault. Und wenn ich gar keine Inspektionen mache, dann muss der Wertverlust wohl definitiv wieder in die Rechnung aufgenommen werden.

Meine Rechnung zwischen unseren beiden Autos geht, wie man sehen kann, relativ knapp aus. Das Elektroauto ist definitiv nicht so viel teurer.
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Re: Wirtschaftlichkeitsberechnung E-Mobilität

Beitragvon Schneemann » So 28. Aug 2016, 19:39

Greenhorn hat geschrieben:
Den Vergleich würde ich gar nicht machen. Schön far nicht öffentlich für die Presse.

Warum muss das Elektroauto billiger sein als der Verbrenner?

Neue Technik ist immer teurer als alte.

Ein Sinnvoller Artikel zum Vorteil des EV ginge in die Richtung: Verringerung der Lärmbelästigung. Verringerung der Schadstoffe. Abbau der Feinstaubbelastung. Dadurch Entlastung der Menschen. Weniger Krankheiten durch Umweltbelastung. Riesige Einsparungen im Gesundheitswesen. Höhere Lebensqualität.

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Es muss nicht billiger sein. Aber es hat den Ruf, deutlich teurer zu sein. Und den möchte ich gerne ein wenig relativieren.

Ich schreibe in meiner Serie über die Erfahrungen mit dem E-Auto. Ich predige nicht dessen Nachhaltigkeit für die Zukunft des Planeten. Die sehe ich darin zwar auch vordergründig. Aber dafür ist diese Zeitung die falsche Plattform.
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Re: Wirtschaftlichkeitsberechnung E-Mobilität

Beitragvon Karlsson » So 28. Aug 2016, 19:48

Schneemann hat geschrieben:
Wo wird der Jahresdurchschnitt liegen, wenn ich im Sommer auf 12kWh komme?

Sommer 12, Winter 16, Gesamtjahr 14, mit Ladeverlusten Gesamtjahr 16.

Schneemann hat geschrieben:
Früher habe ich meine Inspektionen größtenteils selber gemacht.

Als Student hab ich auch alles selbst gemacht, da habe ich jetzt keine Lust mehr zu (es gibt Ausnahmen - hab den 12V Akku selbst gewechselt, weil der in Werkstatt einfach unnötig teuer ist und das ja auch kein Problem ist, das eben zu machen) und Wartungen auslassen will ich auch nicht. Die Kiste soll schon immer in Ordnung und verlässlich sein, da gehört für mich eine ordentliche Wartung dazu. Meinen letzten gebrauchten hab ich mit 11 Jahren und vollständigem Checkheft verkauft. Allerdings hab ich da freie Werkstätten genommen, was mit dem Zoe nicht mehr geht. Dafür ist der Zoe in dem Punkt aber auch nicht so teuer.

Schneemann hat geschrieben:
Meine Rechnung zwischen unseren beiden Autos geht, wie man sehen kann, relativ knapp aus. Das Elektroauto ist definitiv nicht so viel teurer.

Das erwarte ich auch.

Greenhorn hat geschrieben:
Neue Technik ist immer teurer als alte.

Nein, muss nicht. Ist hier aber so.
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Re: Wirtschaftlichkeitsberechnung E-Mobilität

Beitragvon Greenhorn » So 28. Aug 2016, 20:10

@Karlsson
Mir fällt aktuell kein Beispiel ein.
Hast Du mal eins um mir auf die Sprünge zu helfen?

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Re: Wirtschaftlichkeitsberechnung E-Mobilität

Beitragvon 0cool1 » So 28. Aug 2016, 20:12

@GcAsk: Richtig, oft ist die Batteriemiete beim Zoe höher als die Spritkosten beim Verbrenner.
Ich fahre einen gebrauchten 2012er Polo TDI (den ich liebend gern gegen einen Zoe tauschen würde), letztes Jahr für 10500 gekauft, also genau die Preisregion die du mit dem Mazda 2 ansprichst und in die auch gebrauchte Zoes fallen. Service und Inspektionen mache ich selbst, defekt war auf den letzen 70.000 km nichts. Bremsen sind auch noch gut, habe ich in der Zeit nicht wechseln müssen und sind noch lange nicht fällig.

Und ja, elektrisch fahren IST teurer. Nicht viel, aber ein paar hundert Euro pro Jahr sind es allemal.
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Re: Wirtschaftlichkeitsberechnung E-Mobilität

Beitragvon meikel66 » So 28. Aug 2016, 20:31

Ich finde den Beitrag wichtig und gut, so können Kaufinteressenten die Kosten für E-Autos besser einschätzen. Ohne solche Kostenvergleiche aus der Praxis haben viele Kaufinteressenten viel zu hohe Ausgaben für E-Mobilität im Kopf. Auch wenn die Zoe nicht günstiger ist, so relativiert sich doch der Mehrkostenanteil.

Trotz allen Lobes darf man aber eins nicht vergessen. Der Anteil der privaten Neuwagenkäufer liegt bei rund einem Drittel. Von den rund 3 Millionen Neuzulassungen gehen nur rund eine Million auf das Konto der Privatleute (http://www.welt.de/wirtschaft/article13 ... markt.html).

Und wenn ich jetzt die Rechnung für meinen Gebrauchten Ford Fiesta für 6 Jahre Nutzungsdauer und 50.000 km mache (passt gerade so gut), sieht es schon etwas anders aus:

Kaufpreis: 3.500 Euro (7 Jahre, 69 Tkm, TÜV/AU neu, 8-fach bereift, Baujahr 08-2003, gekauft 08-2010)
Restwert: 1.500 Euro
Wertverlust: 2.000 Euro
Reparaturen, Wartung, TÜV: 1.210,50 Euro
Versicherung: 720 Euro
Kfz-Steuer: 522 Euro
Benzin: 4.650 Euro

Gesamt (6 Jahre): 9.102,50 Euro

Gesamt (jährliche Ausgaben): 1.517,09 Euro
Kosten pro Kilometer: 15,2 Cent

Derartige Kosten werde ich mit einem Elektroauto (vorläufig) wohl noch nicht realisieren können, weil der Gebrauchtmarkt für E-Fahrzeuge äußerst übersichtlich ist und die Gebrauchtwagenpreise auch noch relativ hoch sind. Solange das so ist, wird die Mehrheit der Autofahrer (und Gebrauchtwagenkäufer) wohl auf Verbrenner zurückgreifen, weil bei Gebrauchtfahrzeugen der Preisvorteil gegenüber E-Autos schon erheblich ist.

Gruß
Meikel
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