Wirkungsgrad Elektroauto

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Re: Wirkungsgrad Elektroauto

Beitragvon molab » Mo 17. Jun 2013, 15:53

EVplus hat geschrieben:
Im Gegensatz zum Flachland kann man "gemässigt" auf Bergstrecken( Alpen/ Schwarzwald) nicht konstant 80km/h fahren. Die Durchschnittsgeschwindigtkeit ist entsprechend geringer. Dadurch ergibt sich eine subjektive Verminderung des Verbrauchs. Zumindest bei einem rolloptimiertem E-Auto wozu der Smart ed nach meinem Beobachtungen nicht dazugehört.


Nun, von 80km/h schrieb ich nirgends, nur von gleicher Geschwindigkeit. Wie auch immer, diese Diskussion mit Dir bringt nichts. Gerne wieder, wenn Du Dich beruhigt hast.

Nachfolgend für die anderen eine praktische Erfahrung mit dem nicht rolloptimierten Smart (wiegt leider auch nur 900kg), zwar nur aus der Eifel (Werte aus meinem Spritmonitor), aber weil's halt gerade passt:

1) Köln -> Monschau (Eifel): 15,92 kWh/100km
2) Monschau -> Köln: 10,88 kWh/100km (über Umwege - aber in gleicher Höhe angekommen, wie bei 1) losgefahren)

Beide Strecken offen gefahren, meist Landstraße außerorts mit 70-80km/h, kurz mal 100 als ich einen überholte aber auch viele Ortsdurchfahrten (Gesamtdurchschnitt 46km/h). Der Höhenunterschied ist auf die Gesamtstrecke (rd. 80km) betrachtet gar nicht umwerfend, macht aber dennoch erstaunlich viel aus. Mittelt man die beiden Werte, kommt man ziemlich genau auf den Durchschnittsverbrauch, den ich damals auch sonst im Flachland hatte. Also: Auch lahmes Gefälle hilft. Sogar nicht rolloptimierten Smarts auf Ganzjahresreifen :D
Zuletzt geändert von molab am Mo 17. Jun 2013, 16:20, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: AW: Wirkungsgrad Elektroauto

Beitragvon Karlsson » Mo 17. Jun 2013, 16:18

Das Wort Wirkungsgrad ist hier vielleicht nicht so praktisch.
Da geht es ja um ein Verhältnis zwischen zwei Energieformen.

Also kann man beim Motor angeben, aber je nach Betriebsartzustand liegt er zwischen 0 (Motor verhindert im Stillstand Herunterrollen am Berg) und 99% (optimierter, permanent erregter Synchronmotor bei optimaler Drehzahl und Last).

Dann wäre da noch der Wirkungsgrad vom Akku - kann bei Lithium deutlich über 90% liegen. Aber auch wieder abhängig von der Last.

Das Ladegerät vorher hatte aber auch einen Wirkungsgrad.

Und mal losgelöst vom Wirkungsgrad sind die Fahrwiderstände. Bei 200km/h ist der Energiebedarf pro Kilometer gut 4x so hoch wie bei 100km/h - auch wenn der Wirkungsgrad des Antriebes hier 100% wäre, ist das halt sehr viel Energie.
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Re: Wirkungsgrad Elektroauto

Beitragvon privatpilot » Mo 17. Jun 2013, 16:40

Eigentlich müsste der Permanentmagnetmotor vom Nissan Leaf ja bessere Werte liefern als der Zoe, oder lieg ich da wieder mal vollkommen falsch?
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Re: Wirkungsgrad Elektroauto

Beitragvon Eauto » Mo 17. Jun 2013, 17:05

@Evplus als ich deinen ersten Beitrag hier las dachte ich auch du machst Spaß.

Aber wahrscheinlich haben molab u. ich deinen Beitrag nur falsch verstanden.
Oder könnte auch sein du hast dich etwas unverständlich ausgedrückt.

Zur Rkuperation: warum heißt es in Prospekten oft Reichweite abhängig von der Topographie. Zumindest bei Fahrrädern bei Autos hab ichs eigentlich eh noch nicht gelesen.

Aber mir kommt vor das ich irgendwo in diesem Forum schon gelesen habe das Bergstrecken die Reichweite doch zum Teil erheblich verkürzen. Oder war es so das jemand die Ladepunkte anders kalkuliert hat weil auf dem Weg zum Ziel Bergstrecken liegen. So in dieser Richtung meine ich war was im Forum.

Wenn die minus 40% CO2 ausstoß gegenüber einem Verbrenner stimmen bin ich noch mehr begeistert von E-autos als bisher.


lg
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Re: AW: Wirkungsgrad Elektroauto

Beitragvon Karlsson » Mo 17. Jun 2013, 17:11

privatpilot hat geschrieben:
Eigentlich müsste der Permanentmagnetmotor vom Nissan Leaf ja bessere Werte liefern als der Zoe, oder lieg ich da wieder mal vollkommen falsch?

Der beste Punkt könnte besser sein, ja. Aber er ist Null flexibel im Gegensatz zum Conti Motor mit variabler Erregung. Der braucht dann zwar noch Strom fürs Erregerfeld, soll im Mittel aber effizienter sein.
Ein permanentmagnetmotor könnte hier besser sein wenn er ein Getriebe mit Gängen bekommt.
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Re: Wirkungsgrad Elektroauto

Beitragvon Twizyflu » Mo 17. Jun 2013, 17:26

Könntet ihr euch vorstellen ein E-Auto mit Schaltung zu fahren oO
Ich finde ja genau das so komfortabel... Aber gut, wenn das dann auch ne "Automatik" Schaltung bleibt?
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Re: Wirkungsgrad Elektroauto

Beitragvon bm3 » Mo 17. Jun 2013, 17:50

Hallo,

im Prinzip ist auch der permanent erregte Motor gut genug um keine Schaltung zu benötigen, wurde schon in vielen Fahrzeugen demonstriert. Bei Fahrten mit höherer Geschwindigkeit ist der permanenterregte Motor wohl gegenüber dem fremderregten auch eindeutig bei der Effizienz im Vorteil. Im Teillastbereich und bei geringen Geschwindigigkeiten ist eher der fremderregte besser.
Der fremderregte hat aber immer das zusätzliche Verschleißteil "Bürsten" mit an Bord.
Selbst bei Tesla mit dem Asyncron-Induktionsmotor ging man am Anfang im Roadster wohl einen Irrweg und lieferte ihn mit automatischem Zweiganggetriebe aus. Das tauschte man aber später den Kunden wieder zurück nach 1-Gang.

Viele Grüße:

Klaus
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Re: Wirkungsgrad Elektroauto

Beitragvon Twizyflu » Mo 17. Jun 2013, 18:18

Es wird ja wohl auch auf die Leistung des E-Motors ankommen oder?
Ich meine bei 88PS / 59 PS Dauerleistung wie beim Zoe braucht man wohl eher nicht eine mehrstufige Automatik - oder würde das sogar was bringen (wahrsch. wärs dann wohl teurer!?).

Finde das sehr interessant, die Frage ist nur, wieso wirds dann nicht von vornherein so gemacht?
Gut, den Zoe zb. wird man wohl vorallem im urbanen gebiet verwenden, da wird die Autobahn wohl nicht das Dauerspielfeld sein denke ich mal!?
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Re: Wirkungsgrad Elektroauto

Beitragvon ZoePionierin » Mo 17. Jun 2013, 19:26

Bei meiner Probefahrt letzten Donnerstag bin ich mit angezeigter Restreichweite von 112 km im Neckartal losgefahren. Dann schön den Berg rauf nach Degerloch, Möhringen und durch den Hesslacher Tunnel wieder zurück in den Kessel. Waren bestimmt um die 30 bis 40 Kilometer. Restreichweite bei Ankunft (gleicher Punkt wie Abfahrt): 160 km.
Hinzukommt, dass ich erst auf der Hälfte der Strecke bemerkt habe, dass der Schalter "AC off" und nicht "AC on" heißt und ich bei offenen Fenstern Stuttgart gekühlt habe, das Radio gewummert hat und ich auch mal aufs Gas gestiegen bin und Eco hatte ich auch aus.
Das musst du jetzt mal mit einem Benziner probieren :mrgreen:
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Re: Wirkungsgrad Elektroauto

Beitragvon Chris » Mo 17. Jun 2013, 19:30

@ZoePionierin: Bei Abfahrt 112km Reichweite, dann 30-40km gefahren und am Ziel eine Reichweite von 160km, Respekt.
Wenn man davon ausgeht, dass der Vorgänger nicht sehr sparsam gefahren ist finde ich diese Zahlen trotzdem sehr beeindruckend. Selbst wenn Zoe nach den 30km noch immer um die 112km angezeigt hätte wäre ich positiv überrascht.
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