Wie hoch ist der Wirkungsgrad eines Elektroautos?

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Wie hoch ist der Wirkungsgrad eines Elektroautos?

Beitragvon Partyratte » Mo 21. Okt 2013, 17:14

Wie hoch ist der Wirkungsgrad eines Elektroautos im Vergleich zu einem Benzinauto? Beim Elektromotor wird gern vergessen, daß auch bei der Stromerzeugung, Übertragung und Speicherung Verluste auftreten. Entpuppt sich der hohe Wirkungsgrad des E-Autos damit als Rot-Grüne-Propagandaente?
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Beitragvon eDEVIL » Mo 21. Okt 2013, 17:55

Eine pauschale Antwort auf diese Provokation kann es kaum geben.
Wo möchte man da mit dem Wirkunsgrgad beginnen? Beim DC-Strom meiner PV-Module?
Wirkungsgrad 97%, AC die paar Meter bis zum Auto ist wohl auch mit 99% machbar (5x16 bis zur Unterverteilung).
Ladegerät und Akku (90% ?) Motor und Entlasung 90% gesamt ~80 % :idea:

Dagegen Verbrenner: basis Öl aus der Quelle... ...Motorwirkunsgrad 30% gesamt ~10 % :?:
303,8km Q210 ZOE ohne Nachladen oder schieben 8-)
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Re: Wie hoch ist der Wirkungsgrad eines Elektroautos?

Beitragvon smigel1 » Mo 21. Okt 2013, 18:02

Bei mir sind es 72% Wirkungsgrad. :lol:
Verbrennungsmotor ist sowas von Steinzeit!
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Re: Wie hoch ist der Wirkungsgrad eines Elektroautos?

Beitragvon eDEVIL » Mo 21. Okt 2013, 18:14

0,97 * 0,99 * 0,90 * 0,90 =0,777843 :mrgreen:
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Re: Wie hoch ist der Wirkungsgrad eines Elektroautos?

Beitragvon agentsmith1612 » Mo 21. Okt 2013, 18:37

Die Frage ist was zählst du mit dazu?

Im Prinzip müsstest du wenn du die Stromproduktion mit einbeziehst auch die Förderung der entsprechenden Energieträger die die Kraftwerke brauchen mit einbeziehen.

Beim Benziner müsste man dann eben auch die Förderung mit berücksichtigen.
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Re: Wie hoch ist der Wirkungsgrad eines Elektroautos?

Beitragvon meta96 » Mo 21. Okt 2013, 18:54

eDEVIL hat geschrieben:
Eine pauschale Antwort auf diese Provokation kann es kaum geben.
Wo möchte man da mit dem Wirkunsgrgad beginnen? Beim DC-Strom meiner PV-Module?
Wirkungsgrad 97%, AC die paar Meter bis zum Auto ist wohl auch mit 99% machbar (5x16 bis zur Unterverteilung).
Ladegerät und Akku (90% ?) Motor und Entlasung 90% gesamt ~80 % :idea:

Dagegen Verbrenner: basis Öl aus der Quelle... ...Motorwirkunsgrad 30% gesamt ~10 % :?:


Könnten wir nicht als zweite Variante den Wirkungsgrad "ab Kraftwerk" auftröseln?

Kraftwerk - Verteilerkasten:
Verteilerkasten - Ladebox:
Ladebox selbst:
Ladevorgang (Lader/Akku):
Motor und Entlad(?)ung:
Summe:
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Re: Wie hoch ist der Wirkungsgrad eines Elektroautos?

Beitragvon bm3 » Mo 21. Okt 2013, 18:59

Hallo Partyratte,
eigentlich zielt deine Frage doch auf die bereits vorhandenen "well-to-wheel" Effizienz-Betrachtungen ab bei denen das E-Auto gut abschneidet ? :D
http://www.forschungsinformationssystem ... is/332825/

Viele Grüße:

Klaus
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Re: Wie hoch ist der Wirkungsgrad eines Elektroautos?

Beitragvon kai » Mo 21. Okt 2013, 20:13

Hi Leute,

der ADAC und spritmonitor nehmen immer den deutschen Strommix zum Berechnen des CO2 Wertes aus kwh. Wie verbessert sich das denn mit Ökostrom ? Gibt es dazu aussagekräfte Studien/Meinunegn evtl vom Bundesumweltamt etc. ? Ich wollte mal Spritmonitor dazu "updaten", so daß die es wählbar machen ob man dt. Strommix oder Ökostrom verwendet.

Danke für Tipps

Kai
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Re: Wie hoch ist der Wirkungsgrad eines Elektroautos?

Beitragvon lingley » Mo 21. Okt 2013, 20:24

kai hat geschrieben:
...der ADAC und spritmonitor nehmen immer den deutschen Strommix zum Berechnen des CO2 Wertes aus kwh...

Der deutsche Strommix ist Käse !
Alle mir bekannten E-Autofahrer und angesteuerten Ladesäulen fahren mit Ökostrom, oder werden mit Ökostrom beworben und versorgt ! Der deutsche Strommix zum Berechnen des CO2 Wertes der E-Mobilität wird gerne als "Totschlagargument" in den Verbruzzlermedien missbraucht, wenn es von der Fraktion keine Argumente mehr dagegen gibt !!!
lingley
 

Re: Wie hoch ist der Wirkungsgrad eines Elektroautos?

Beitragvon Jogi » Mo 21. Okt 2013, 21:03

Aber selbst der verbrennerfreundliche ADAC muß dem Tesla ein sehr gutes CO2-Zeugnis ausstellen:

ADAC hat geschrieben:
Beim ADAC EcoTest kann der Tesla Model S ein hervorragendes Ergebnis einfahren. Der durchschnittlich gemessene Energieverbrauch liegt bei lediglich 24,2 kWh. Das ist für eine 2,1 t schwere Limousine der oberen Mittelklasse mit einer Antriebsleistung von 310 kW ein erstaunlich geringer Wert. Im Stadtzyklus liegt der Energieverbrauch bei 21,7 kWh, außerorts sind es 21,1 kWh und auf der Autobahn 31,7 kWh pro 100 km. Die Erzeugung der ermittelten durchs
chnittlichen Strommenge von 24,2 kWh pro 100 km entspricht nach dem durchschnittlichen Stromerzeugungsmix in Deutschland einem CO2- Ausstoß von 136 g/km. Damit erreicht der Model S in diesem Kapitel des EcoTest sehr gute 48 Punkte.
Dem ADAC EcoTest liegt die „Well-to-Wheel“-Betrachtung zugrunde. Das bedeutet, dass nicht nur die verbrauchte
Antriebsenergie ermittelt wird, sondern auch die benötigte Energie, um die Fahrzeugbatterie zu laden. Der Ladevorgang ist allerdings u.a. durch Temperierung der Batterie mit Verlusten behaftet, so dass mehr Ladeenergie notwendig ist, als die Nennkapazität der Batterie aufweist.

Schadstoffe
Da der Model S beim Fahren selbst keine Schadstoffe ausstößt, erhält er in diesem Kapitel volle 50 Punkte. Zusammen mit den CO2-Punkten erreicht der Tesla klar fünf Sterne im EcoTest und kann mit 98 Punkten das bisher beste EcoTest-Ergebnis der oberen Mittelklasse aufweisen.


Wobei der vom ADAC ermittelte Verbrauch von 24,2kWh/100km von Tesla-Fahrern heftig als viel zu hoch kritisiert wird.
Wahrscheinlich haben die das Ding ordentlich getreten...

Und bei ihren CO2 -Berechnungen für Verbrenner wird die Erzeugung und der Transport des Kraftstoffes nicht berücksichtigt!

Das Handelsblatt schrieb schon letztes Jahr unter Bezugnahme auf eine Studie von 2007(!):
Handelsblatt hat geschrieben:
Die große CO2-Lüge nimmt ihren Anfang in der irrigen Annahme, dass Benzin und Diesel nach dem "Prinzip Heinzelmännchen" in den Tank gelangen. Vollkommen unberücksichtigt bleibt der Energieaufwand und damit der CO2-Ausstoß für die Förderung des Rohöls, den Transport in die Raffinerien, die Herstellung der Kraftstoffe und den Weitertransport zur Zapfsäule. Eine Studie der EU von 2007 belegt, dass sich die CO2-Bilanz für jeden Liter Kraftstoff somit um 19 Prozent erhöht. Damit bläst der Musterknabe Toyota Auris Hybrid eben nicht 89 Gramm, sondern 106 Gramm CO2 pro Kilometer in die Luft.

Wie irreführend der gelistete Normverbrauch gegenüber der Praxis sein kann, illustriert ein aktuelles Beispiel aus Heft 24/2012 der Fachzeitschrift "auto, motor und Sport". In einem Vergleichstest trat die jüngste Ausgabe von Deutschlands Lieblingsauto VW Golf an. Er wird als 2.0 TDI mit 150 PS in der Ausstattungsvariante "Highline" zum Grundpreis von 28.150 Euro angeboten. Die offizielle Angabe des Herstellers zum Verbrauch und CO2-Ausstoß beträgt 4,1 Liter Diesel und 109 Gramm CO2 pro Kilometer. Mit dem reellen 19-Prozent-Zuschlag für die Kraftstoffgewinnung wären es bereits 130 Gramm CO2 pro Kilometer. Als praxisgerechten Testverbrauch ermittelten die Fachleute durchaus ehrenwerte 6,1 Liter Diesel für den Golf. Dabei gelangen aber schon 162 Gramm CO2 pro Kilometer in die Umwelt. Plus 19 Prozent Erzeuger-Zuschlag für den Diesel sind das dann echte 193 Gramm CO2 pro Kilometer.


Mit zunehmendem Aufwand für Erschließung, Förderung und Aufbereitung des Öls (Ölschiefer und -sande müssen "ausgekocht", Offshorebohrungen in immer größere Tiefen getrieben werden) steigt der zusätzliche CO2-Abdruck für jeden Liter Sprit immer weiter an.


Auch die Beimischung von "Bio"-Öl verschlimmert das Ganze nur noch:
Das Palmöl wird in Plantagen gewonnen, für deren Anpflanzung riesige Regenwaldflächen gerodet werden.
Lebensräume bedrohter Arten werden vernichtet, der Wald ist weg, eine Katastrophe für das Klima.
Wenn früher alles besser war,
hätte man's ja auch so lassen können.
Jogi
 
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