Urteil: "Diesel-Fahrverbote sind unausweichlich"

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Re: Urteil: "Diesel-Fahrverbote sind unausweichlich"

Beitragvon Jarod » Fr 16. Sep 2016, 22:50

mustanse hat geschrieben:
Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben. Vor fünf Jahren keimten meine Zweifel am Diesel, vor 3.5 Jahren habe ich ihn abgeschafft. Mir hat keiner geglaubt. Schon letztes Jahr habe ich empfohlen: wenn Diesel, nicht schlechter EU6. Wollte keiner hören. Selbst schuld, wenn es bald kracht.


Diese Sicht ist mir zu einfach. Politik muss den Menschen auch eine gewisse Planugssicherheit geben. Und mal eben 50% der PKW Nutzern zu sagen "Ätsch, du in ein paar Monaten nicht mehr", das ist keine steuernde Politik, das ist kopfloser Aktionnismus.

Wir ich schon schrieb hatte man Jahre Zeit entsprechend zu steuern. Z.B. mit Ankündigung Diesel höher zu besteuern und dies dann progressiv über einen längeren Zeitraum.
Da hätte es bestimmt jede Menge Möglichkeiten gegeben, dann hätten die Bürger gewusst woran sie sind und was kommt. Damit kann man planen.

Was wurde gemacht: Nichts, im Gegenteil, dementiert "Mit uns keine blaue Plakette", "Dieselverbote ohne uns" usw usf.

Jetzt auf Klagen zu zeigen und mit den Schultern zu zucken "Wir wollen ja nicht, wir müssen aber"; das ist billig und feige. Da kann ich auch verstehen wenn Dieselfahrer sauer werden.

Versteht mich nicht falsch, ich habe nie einen Diesel besessen und werde dies auch nie tun, auch bin ich der Meinung Diesel müssen weg. Aber bitte in halbwegs gesteuerten Bahnen.
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Beitragvon Bernd_1967 » Sa 17. Sep 2016, 07:10

Diese Planungsunsicherheit ist überall so:
Bei meiner Direktversicherung habe ich erfahren, dass ich bei Auszahlung die Sozialversicherung nachzahlen muss, obwohl bei Abschluss schriftlich vorlag, dass dem nicht so sei.

Vor ca. 30 Jahren hatte sich mein Bruder einen Excort 1,6 Diesel gekauft.
Das Teil war erst mal steuerbefreit.
Dann wurde ein Grund gefunden (glaube Ruß) und dann mussten Strafsteuern gezahlt werden.

So geht das nicht!
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Re: Urteil: "Diesel-Fahrverbote sind unausweichlich"

Beitragvon 0cool1 » Sa 17. Sep 2016, 08:05

Diese Sicht ist mir zu einfach. Politik muss den Menschen auch eine gewisse Planugssicherheit geben. Und mal eben 50% der PKW Nutzern zu sagen "Ätsch, du in ein paar Monaten nicht mehr", das ist keine steuernde Politik, das ist kopfloser Aktionnismus.


Diesen blinden Aktionismus hatten wir am Anfang der Umweltzonen auch. Allen die keine (rote) Plakette bekommen haben wurde ein Fahrverbot in bestimmten Gebieten erteilt. Danach ging es stufenweise weiter und man konnte sich darauf einstellen sein Fahrzeug nur bis zu einem gewissen Zeitpunkt fahren zu können.
Nur leider wurde nicht zu Ende gedacht.
Was kommt nach der grünen Plakette (blaue Plakette, Elektroautos, usw)?
Da wurde einfach 3 Jahre geschlafen

Falls sich das Fahrverbot nur auf die Umweltzonen bezieht bin ich beruhigt, dann kann ich hier im Norden ungestört weiterfahren. Ein bisschen Angst um den höheren Wertverlust bzw der "Unverkäuflichkeit" habe ich aber trotzdem.
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Re: Urteil: "Diesel-Fahrverbote sind unausweichlich"

Beitragvon m.k » Sa 17. Sep 2016, 08:06

Normal hätten Abgasvorschriften für den geplanten Rückgang der Belastung sorgen sollen. Das ist nicht passiert, jetzt kommt die Notbremse.
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Re: Urteil: "Diesel-Fahrverbote sind unausweichlich"

Beitragvon Bernd_1967 » Sa 17. Sep 2016, 09:20

0cool1 hat geschrieben:
Diese Sicht ist mir zu einfach. Politik muss den Menschen auch eine gewisse Planugssicherheit geben. Und mal eben 50% der PKW Nutzern zu sagen "Ätsch, du in ein paar Monaten nicht mehr", das ist keine steuernde Politik, das ist kopfloser Aktionnismus.


Diesen blinden Aktionismus hatten wir am Anfang der Umweltzonen auch. Allen die keine (rote) Plakette bekommen haben wurde ein Fahrverbot in bestimmten Gebieten erteilt. Danach ging es stufenweise weiter und man konnte sich darauf einstellen sein Fahrzeug nur bis zu einem gewissen Zeitpunkt fahren zu können.
Nur leider wurde nicht zu Ende gedacht.
Was kommt nach der grünen Plakette (blaue Plakette, Elektroautos, usw)?
Da wurde einfach 3 Jahre geschlafen

Falls sich das Fahrverbot nur auf die Umweltzonen bezieht bin ich beruhigt, dann kann ich hier im Norden ungestört weiterfahren. Ein bisschen Angst um den höheren Wertverlust bzw der "Unverkäuflichkeit" habe ich aber trotzdem.


Finde nicht, dass das über die Umweltzonen vorhersagbar war.
Ich, zum Beispiel, habe gedacht, dass die Umweltzonen irgendwann wieder abgeschafft werden, weil es nichts gebracht hat.

Wenn man wirklich Nägel mit Köpfen machen wollte, müsste man meiner Ansicht nach so vorgehen:

Autos gehören grundsätzlich nicht in eine Stadt, zumindest nicht für Pendler, die nichts zu schleppen haben.
Um die Stadt rum Parkplätze schaffen und mit ÖPNV in die Stadt und der sollte dann elektr. fahren.

Und schon hat man mit wenig Mitteln viel erreicht!

Und die Einwohner werden sich dann fragen: "Warum kamen wir vor Jahrzehnten nicht schon auf diese Idee?"
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Re: Urteil: "Diesel-Fahrverbote sind unausweichlich"

Beitragvon Nordstromer » Sa 17. Sep 2016, 10:40

Ein Diesel Verbot und zwar ein komplettes wird es vor 2035 und eines für Benziner generell vor 2040 nicht geben.
Zum einen werden Hersteller und Zulieferer nicht sofort aufhören können. Wenn z.B. 2020 die letzten Diesel Neuwagen verkauft werden müssen die aber auch eine Perspektive haben. So wie ich die Politik einschätze wird man denen bis 2035 Zeit geben.

Die Arbeitsplätze sind ein Argument und die Lobby der Autohersteller ist mit die stärkste überhaupt, aber auch die vielen Millionen Autofahrer für die ein Auto 5.000 bis 20.000€ kostet könnten sich den Wechsel so kurzfristig nicht leisten und das sind alles Wähler. Ich kenne Leute die sonst nett und vernünftig sind, aber bei so einem Vorhaben den wählen der das abwendet egal wie radikal der sonst aufgestellt ist.

Andererseits sehe ich die Entwicklung bei den E-Autos positiv und mit viel Potenzial. Sollten sie schnell erschwinglich werden werden viele umschwenken. Und wenn die ersten Tankstellen schließen mangels Nachfrage kippt das alles womöglich deutlich vor 2035 bzw. 2040.
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Re: Urteil: "Diesel-Fahrverbote sind unausweichlich"

Beitragvon ATLAN » Sa 17. Sep 2016, 10:59

Eigentlich eine gute Gelegenheit für die Politik sich elegant aus der Affäre zu ziehen: Schuld an den Fahrverboten ist ja die böse DUH, die das erstritten hat,aber da ja Rechtsstaat müsse man ja .... :mrgreen:
Würde mich wundern, wenn das nicht so dargestellt wird, falls nicht mittels Anlassgesetzgebung ein weg gefunden wird, diese Sache zu "entschärfen" und den Urteilsspruch somit zahnlos zu machen.... :roll:

MfG Rudolf
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Re: Urteil: "Diesel-Fahrverbote sind unausweichlich"

Beitragvon climenole » Sa 12. Nov 2016, 14:40

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Re: Urteil: "Diesel-Fahrverbote sind unausweichlich"

Beitragvon eDEVIL » Sa 12. Nov 2016, 14:50

Nordstromer hat geschrieben:
...auch die vielen Millionen Autofahrer für die ein Auto 5.000 bis 20.000€ kostet könnten sich den Wechsel so kurzfristig nicht leisten und das sind alles Wähler. Ich kenne Leute die sonst nett und vernünftig sind, aber bei so einem Vorhaben den wählen der das abwendet egal wie radikal der sonst aufgestellt ist.

Deswegen muss man ja die neuwagen schnellstmöglich auf Elektro umstellen. Wer sich Elektro nicht leisen kann, fährt halt einen gebrauchtwagen-wo ist das Problem? Muss ja nicht immer neu sein.

Und da würde ich die CO2 Grenze lt. normawert, die eh "für Arsch" ist ab 2018 auf 150 g setzen ab 2019 auf 130g und 2020 110g
u.s.w.
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"Online" heißt es nicht, das ich auch hier im Forum bin, sondern nur das einer meiner PCs oder mobilgeräte online ist.
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Re: Urteil: "Diesel-Fahrverbote sind unausweichlich"

Beitragvon i300 » So 13. Nov 2016, 10:29

"Kölns Sozialdemokraten drücken aufs Gaspedal."
Die haben es nicht verstanden... :twisted:

"Auch Kölns CDU hält nichts von Fahrverboten. Sie alleine würden die Probleme mit Stickoxyd in der Stadt nicht lösen, heißt es."
Also macht man am Besten garnichts. Das hat sich bewährt. Et is noch immer jot jejange... :roll:
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