Unmut über EV-Förderung

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Re: Unmut über EV-Förderung

Beitragvon Karlsson » Fr 20. Mai 2016, 10:06

War das jetzt Ironie?
Dann war der Strom halt kostenlos. Unterm Strich ists trotzdem teurer. Ob das Geld jetzt in der linken oder rechten Tasche fehlt, ändert da nichts.
Finanziellen Neid kann ich nur gegenüber denen empfinden, die ihre alte Karre weiter fahren.
Aber das hat mir halt keinen Spass mehr gemacht.
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Re: Unmut über EV-Förderung

Beitragvon ziltoid81 » Fr 20. Mai 2016, 11:23

Alex1 hat geschrieben:
Sinnlose Worthülsen.


Offenbar wahre, so wie du abgehst. ;)


Alex1 hat geschrieben:
Teilst Du eigentlich in Bahn-Foren auch so grimmig aus? Schließlich ist gerade die Bahn mit ihren vielen Kohlekraftwerken nicht unbedingt ein Vorreiter. Da bist Du mit dem eAutos ökologisch günstiger.

Und was ist mit dem Flugverkehr? Polterst Du auf entsprechenden Foren auch?


Sorry, ich habe weder die Zeit, noch die Motivation einen Post Zeile für Zeile zu verdrehn.
Du widersprichst dir ja teilweise selber.

Der Thread hiess nicht "Ich sage ja und jubel zu allem".

Und grimmig ist hier nur einer...... :lol:

Es ist immer das selbe Gezicke bei gewissen Leuten, wenn man ihre Meinung mal nicht teilt.........ach in Kreuzfahrtforen schreibe ich übrigens auch nicht. ;)

Ich sage nur das E Auto in der jetzigen Form bringt nicht viel und man meint es nicht ernst.
Es geht nur darum CO2 Bilanzen der Flotten zu drücken.
Natürlich wieder auf Kosten der Steuerzahler, der Pott ist ja immer voll.
Tempolimit, drastische Gewichtsbesteuerung bei PKW etc. müssten parallel dazu auch kommen.
Aber es geht halt nicht um die Umwelt.

Aktuell ist das E-Auto ein Zweit oder Drittwagen von Eigenheimbesitzern, oder das Hippsterspielzeug der Zahnarztgattin.
Bedauerliche Einzelfälle mal aussen vor.

Die Leute sitzen wieder allein in 1.5 Tonnen Panzern, halt jetzt mit Akku drin.
Was wiegt der E Golf? Reichen 1.5 Tonnen überhaupt noch?

Mit Sicherheit jedenfalls kein ökologisches Fortbewegungsmittel für die breite Masse.
Man kann fast froh sein, das sich nicht jeder ein E-Auto leisten kann.

Achso, falls mir die Liebe zum Verbrenner auch noch in die Schuhe geschoben wird, Holzweg.

Man sollte leichte, kleine E Fahrzeuge fördern.
Nicht pauschal alles.
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Re: Unmut über EV-Förderung

Beitragvon bernd55 » Fr 20. Mai 2016, 11:38

Hallo zusammen,

also bei grün oder nicht gibt es einfach einen breiten Interpretationsspielraum.
Wir leben nun mal nicht mehr in Hölen und ernähren uns vom selbst gesammelten, was wohl mit der aktuellen Bevölkerungszahl auch nicht ginge.
Doch worum geht es eigentlich den meisten hier, zu erkennen was ist ein Problem, wo ist mein Beitrag zu dem Problem und wie kann ich meinen Beitrag minimieren oder verbessern.
Also mal konkret:
Die letzten 6 Jahre fahre ich mit einem aktuellen X3 3,0l Diesel zur Arbeit und privat durch die Landen. Dieser braucht zwischen 7-8l Diesel auf 100km. Nun bekommt man in den letzten Jahren mit, Dieseln ist doch nicht so sauber wie man uns beim Kauf erzählt hat und die 7-8 Liter sind gemessen am Nutzwert des Fahrzeugs zwar gar nicht schlecht, aber tragen troz allem am CO2,Nox und fossielem Energieverbrauch nicht unerheblich bei.
Nun erkennt man für sich, eigentlich könnte man dass besser machen, kostet zwar aber man ist gewillt im Sinne der Problemreduktion durchaus einen Beitrag zu leisten.
Dieser Beitrag ist nun nicht ausschliesslich finanzieller Natur, sondern bedeutet halt auch von einem gut ausgestatteten Mittelklasse Wagen auf einen Kleinwagen umzusteigen mit den ganzen Einschränkungen die das EV so mit sich bringt, selbst wenn ich noch den REX gewählt habe.
Meine Reduktion ist also X3 -> i3. Nun landet natürlich mein alter X3 nicht in der Presse, sondern hat noch das Potenzial einen vielleicht noch durstigeren und älteren Verbrenner in die Presse zu verbannen, bzw die Herstellung eines neuen Verbrenners zu verhindern.
Was hab ich davon? Ich fahr ein kleineres Auto zu ähnlichen Kosten, Komfort und Mobilitätseinschränkungen sind vorhanden, werden aber von mir und meiner Familie akzeptiert.
Nun gibt es so etwas wie die EV-Förderung, die ich mir erlaube nun mitzunehmen.
Nun sehe ich mich der Stimmungsmache ausgesetzt wie assozial die EV Käufer mit den Steuergeldern der armen Krankenschwester umgehen.
Es wäre wohl besser gewesen ich hätte mir den nächsten SUV bestellt mit noch mehr PS + geschummeltem Euro6 Umweltgewissen.
Hätte der Krankenschwester zwar auch nix gebracht, aber ich hätte mir auch diese Diskussion hier ersparen können.

Ohne Leidensfähigkeit und dem Willen hier etwas zu verändern wird nix passieren. Aber alles hat Grenzen, wir sind noch sooooo weit weg vom Ziel, dass wir aktuell jede Verbesserung wohlwollend mitnehmen sollten als diese sofort mies zu quatschen weil es mit mehr Einsatz und Leidensfähigkeit noch besser ginge.
Ich sage es geht noch viel schlechter und der Umstieg auf ein EV ist doch schon mal besser als nix. Und das ein Fahrad besser wäre oder die Bahn, mag sein aber ist zu weit weg von meinem persönlichem Weg und für mich keine Option.
Die kleineren und leichteren Schritte (Ökostrom, Solaranlage, Biomassenheizung) bin ich alle schon auf eigene Kosten gegangen.
Also immer schön hier beschweren und schimpfen, dass bringt uns sicher ganz weit...

Und nun lasset den Zeriss beginnen. Viel Spass dabei.

Gruß
Bernd
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Re: Unmut über EV-Förderung

Beitragvon Vanellus » Fr 20. Mai 2016, 11:43

Karlsson hat geschrieben:
Der Verbrauch liegt bei <5% eines Elektroautos. Ist gegenüber anderen Fahrzeugen mit Motor extremst Ressourcen schonend.
Das Rad steht halt noch besser da. Wobei sich das wieder umdreht, wenn man nach dem Weg mit dem Rad einmal zusätzlich duscht.


Ich hatte bewusst den Umstieg von Fahrrad auf e-bike verglichen. Es scheint ja bei vielen in den Köpfen zu sein, dass das umweltfreundlich sei und gefördert werden müsse (nicht bei Dir).
Zuletzt geändert von TeeKay am So 22. Mai 2016, 12:12, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Bitte die Zitatregeln beachten, keine Triplequotes
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Re: Unmut über EV-Förderung

Beitragvon Poolcrack » Fr 20. Mai 2016, 11:57

ziltoid81 hat geschrieben:
Ich sage nur das E Auto in der jetzigen Form bringt nicht viel und man meint es nicht ernst.
Es geht nur darum CO2 Bilanzen der Flotten zu drücken.

Vorsicht mit solchen pauschalen Aussagen, dann bist Du nur mit einem Gegenbeispiel zu widerlegen. 2 Gegenbeispiele:
1.) Welche CO2 Bilanz muss denn Tesla schönen?
2.) BMW produziert den i3 mit 50% weniger Energie und 70% weniger Wasserverbrauch als die konventionellen Modelle. Der Strom wird selber per Windkraftanlagen auf den Werksgeländen erzeugt. Der hohe Strombedarf für die Carbonfasern stammt aus dem Wasserkraftwerk in Moses Lake.

Somit ist Deine These schon widerlegt. Ich würde sie höchstens für Compliance Cars gelten lassen. Das ist aber dann kein Nissan Leaf, keine Renault Zoe, keine Teslas, kein BMW i-Modell, usw.

Die Reduktion des Umweltproblems auf CO2 hilft nur der Argumentation der Verbrennerherstellern aber nicht der Umwelt und damit auch nicht den Menschen. Die Sonne strahlt jedes Jahr ca. 1,5 Mlrd. TWh auf die Erde. Grob etwa 5000 mal mehr als der Energiebedarf der gesamten Menschheit. Dann erkläre mir mal bitte wieso wir weiterhin so blöd sein sollen um nach Erdöl, Erdgas und Kohle zu buddeln nur um das Zeug mit einem schlechten Wirkungsgrad zu Verbrennen? Und dafür auch noch auf der ganzen Welt Kriege anzuzetteln, ganze Gegenden unbewohnbar zu machen und unsere eigene Nahrungsquelle und die Luft, die wir atmen, zu verpesten? Elektromobilität ist keine Lösung für das Umweltproblem, aber ein Teil davon.
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Re: Unmut über EV-Förderung

Beitragvon bastel42 » Fr 20. Mai 2016, 11:57

na toll, vorhin die Zeitung von gestern aufgeschlagen und was zeigt die Karrikatur auf Seite 2?

Ein Typ "fetter Bonze" in einem Elektroauto, hinten an der Ladebuchse geht ein Stecker raus der einem kleineren Menschlein, anscheinend der "deutsche Michel", weil mit Zipfelmütze dargestellt hinten Richtung Gesäßtasche gemalt ist.
Dort ist eine Steckdose vorhanden und oben schaut ein Geldbeutel raus.

Klar - Elektroautofahrer sind alle Abzocker und Bonzen und durch die unsinnige Förderung wird natürlich der Normalbürger geschröpft. Saubere Lobby-Arbeit. :evil:
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Re: Unmut über EV-Förderung

Beitragvon EVduck » Fr 20. Mai 2016, 11:58

Ich frage mich immer wieder ob von denjenigen, die einen Umstieg vom PKW auf das Fahrrad (oder auch die Öffies) verlangen oder propagieren auch jemand auf dem Land wohnt? In der Großstadt und in dem Speckgürtel rundherum mag das ja alles funktionieren, aber auf dem Land? Da wird es für eine Familie mit einem PKW schon knapp bis fast unmöglich. Oft werden zwei benötigt.

Morgens um 7:00 pünktlich auf der Arbeit sein? Vergiss es, da fährt kein Bus in die Stadt. Und erst recht nicht weiter in den Stadtteil, in dem man arbeitet.

Du musst ein wenig länger auf der Arbeit bleiben, ganz spontan, jetzt? Vergiss es, dann kommst du nicht mehr nach hause.

Klar, wenn man Zeit hat kann man das vielleicht mit dem Fahrrad erledigen, dann sollte man sich aber darauf einstellen, keinerlei Freizeitaktivitäten mehr zu haben, mangels Zeit. BTDTNT
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Re: Unmut über EV-Förderung

Beitragvon Poolcrack » Fr 20. Mai 2016, 12:14

bernd55 hat geschrieben:
Nun gibt es so etwas wie die EV-Förderung, die ich mir erlaube nun mitzunehmen.
Nun sehe ich mich der Stimmungsmache ausgesetzt wie assozial die EV Käufer mit den Steuergeldern der armen Krankenschwester umgehen.

Ich zerreise das nicht, im Gegenteil ich stütze das. Denn wenn ich mal von einem Nettopreis von 35.000€ ausgehe, wirst Du allein 6.650€ MwSt bezahlt haben. Da hat der Staat doch deutlich mehr kassiert als die 1.500€ Förderung. (Die anderen 1.500€ muss ja der Hersteller aufwenden)
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Re: Unmut über EV-Förderung

Beitragvon chef » Fr 20. Mai 2016, 12:18

bernd55 hat geschrieben:
...

Nun gibt es so etwas wie die EV-Förderung, die ich mir erlaube nun mitzunehmen.
Nun sehe ich mich der Stimmungsmache ausgesetzt wie assozial die EV Käufer mit den Steuergeldern der armen Krankenschwester umgehen.
....


Deswegen klebt auf meinem e-Golf seit kurzem ... :mrgreen:

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Re: Unmut über EV-Förderung

Beitragvon bernd55 » Fr 20. Mai 2016, 12:41

Nur mal als Nachtrag,

wo sollen denn in 2-3 Jahren die guten Gebrauchten herkommen wo der Vorbesitzer die 40 - 50 % Neuwagen-Wertverlust geschluckt hat. Wegen mir gerne das 3. Auto der Zahnarztgattin mit wenig km, dass dann auch von den nicht Bonzen den 15 Jahre alten stinker ersetzen könnte. Da ist der 2k Beitrag aus dem Steuersäckel dann vielleicht doch noch bei der Krankenschwester angekommen, wenn auch Zeitversetzt.

Gruß
Bernd
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