Unmut über EV-Förderung

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Re: Unmut über EV-Förderung

Beitragvon novalek » Do 28. Apr 2016, 07:54

Neben dem, mit einer Halbwertszeit von 8 Stunden abgegebenem TV-Geplapper,
hat der 1seitige Beitrag in Der Welt vom 28.4.2016 den Vorzug, daß er (sauber) informiert und keine Laienpropaganda verbreitet.
Chapeau!
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Re: Unmut über EV-Förderung

Beitragvon André » Do 28. Apr 2016, 09:48

...da wo es Renault sein soll, sind die 5000 Euronen Rabatt immer noch mehr Argument, als der verspätete Murks aus Berlin.
Bundesweit: http://www.ews-schoenau.de weil atomstromlos. klimafreundlich. bürgereigen. Genossenschaft.
Niemand sollte mit eigenen Initiativen warten, bis andere zum Mitgehen bereit sind.
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Re: Unmut über EV-Förderung

Beitragvon moxl » Do 28. Apr 2016, 10:01

Ich bin im wesentlichen aus zwei Gründen gegen eine Förderung.

- Wegen der Förderung von Hybriden. Sind wirklich alle Hybride gefördert oder nur PHEV?
- Weil die Autoindustrie wirklich genug verdient und es sich eigentlich leisten kann selber was auf die Beine zu stellen. Wenn ein Neuling im Autogeschäft und eine franzöische Firma die nicht dafür bekannt ist qualitativ hochwertige Autos zu bauen es schaffen die zwei besten Autos am Markt zu produzieren, dann muss ich mich doch fragen was schiefläuft und nicht nach Förderung, Förderung schreien...
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Re: Unmut über EV-Förderung

Beitragvon TeeKay » Do 28. Apr 2016, 10:24

moxl hat geschrieben:
- Wegen der Förderung von Hybriden. Sind wirklich alle Hybride gefördert oder nur PHEV?

Ist doch nun wirklich noch und nöcher durchgekaut: 30km elektrische Mindestreichweite oder <50g/km CO2. Ersteres sind PHEV, letzteres schaffen keine reinen Hybride und erst recht keine reinen ICE.
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Re: Unmut über EV-Förderung

Beitragvon TeeKay » Do 28. Apr 2016, 10:26

twizyfan hat geschrieben:
dazu kommen nochmal Steuern beim Material Einkauf und Umsatzsteuer

Umsatzsteuer zahlen ausschließlich Verbraucher. Kein Stahlwerk, kein Autohersteller, kein Zulieferer zahlt auch nur einen Cent Umsatzsteuer. Die wird zwar in Rechnungen ausgewiesen und auch dem Verkäufer bezahlt, kommt aber am Monatsende vom Finanzamt zurück.
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Re: Unmut über EV-Förderung

Beitragvon Michael4711 » Do 28. Apr 2016, 13:48

moxl hat geschrieben:
Ich bin im wesentlichen aus zwei Gründen gegen eine Förderung.

- Wegen der Förderung von Hybriden. Sind wirklich alle Hybride gefördert oder nur PHEV?
- Weil die Autoindustrie wirklich genug verdient und es sich eigentlich leisten kann selber was auf die Beine zu stellen. Wenn ein Neuling im Autogeschäft und eine franzöische Firma die nicht dafür bekannt ist qualitativ hochwertige Autos zu bauen es schaffen die zwei besten Autos am Markt zu produzieren, dann muss ich mich doch fragen was schiefläuft und nicht nach Förderung, Förderung schreien...


Dem kann ich nur zustimmen.
Außerdem kalkulieren die Autobauer ihre eigene Förderung vorab eh schon in den VK mit ein. Also defakto 2.000 EUR Förderung...
Aber wo bleibt der Ausbau und die Vereinheitlichung der Ladeinfrastruktur? Da möchte die Regierung ein paar hundert tausend E-Fahrzeuge auf den Markt bekommen, und die Infrastruktur ist immer noch "grottig". Unterschiedliche Abrechnungssysteme bis hin zu Apothekenpreisen, Ladekarten, Apps, ...
Ich glaube noch nicht wirklich dran, dass das den großen Schub geben wird.

VlG

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Re: Unmut über EV-Förderung

Beitragvon TeeKay » Do 28. Apr 2016, 14:42

Je mehr Nutzer es gibt, umso eher lohnt es sich für die Anbieter auch, sich einem Roamingverbund anzuschließen. Bei 5000 Euro einmalig und 99 Euro pro Monat für Hubject ist es schwer verargumentierbar, warum man als kleine Stadtwerk seine 3 Säulen da einbinden sollte, wenn eh nur 20 Mann pro Jahr dort laden kommen. Selbst in Berlin gibt es noch Säulen, an denen die Zahl unterschiedlicher Nutzer im Jahr an zwei Händen abzählbar ist.
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Re: Unmut über EV-Förderung

Beitragvon moxl » Do 28. Apr 2016, 16:57

Ja ist schon richtig, hätten wir 10% Marktanteil an EVs, würden sich auch die Säulen lohnen. Insofern bringen mehr Evs auf der Straße auch etwas um die Ladewüste zu verbessern.
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Re: Unmut über EV-Förderung

Beitragvon mig » Do 28. Apr 2016, 17:17

twizyfan hat geschrieben:
Eigentlich ist es gar keine Föderung, denn der Staat kassiert mit jedem Fahrzeug mehr Steuern, als die Förderung. Bei einem E-Golf der 35.000€ kostet sind doch 19% Mwst, also knapp 7000€ Steuern,


in 35000€ brutto, sind 35000€ - 35000€/1,19 = 5588,24€ USt enthalten :roll:
e-Golf, Verbrauch Bild ab Zähler
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Re: Unmut über EV-Förderung

Beitragvon Greenhorn » Do 28. Apr 2016, 17:24

Pendlerpauschale für EV auf 0,75 € je Kilometer.
Ganz viele Tripplelader in Mehrfachausführung an Fernstraßen bauen.
Dazu die Vorschrift, dass künftig jeder Parkplatz/Parkhaus mit 25% der Plätze Steckdosen haben muss.
Kostenloses P+R mit Ladenschluss für EV.
Steuern auf den Energiegehalt des Antriebs Medium ohne Subvention für bestimmte Medien.
Und alles nur für reinen Elektroantrieb.
Da gibt es einiges an Ideen die besser sind als eine Quersubventionierung der Autoindustrie.
Gruß Bernd

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