Plug-In Hybride - Gefahr fuer die Elektromobilitaet?

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Re: Plug-In Hybride - Gefahr fuer die Elektromobilitaet?

Beitragvon Toumal » Di 2. Aug 2016, 20:38

Solarmobil Verein hat geschrieben:
Telefonnummer ins Auto legen? Habe ich anfangs auch gemacht. Dann gab's ein paar unschöne Erlebnisse, seitdem lege ich die Telefonnummer nur noch in ganz besonderen und seltenen unabdingbaren Ausnahmefällen rein. Es ist nämlich unglaublich, wieviele offenbar hirnamputierte und lobotomisierte Leute durch die Gegend laufen. Daß die überhaupt 10m am Stück geradeaus laufen können und nicht ständig gegen Laternenmasten rennen, ist manchmal schon erstaunlich ...


Ist zwar ein bisschen OT, aber darf ich fragen was die gemacht haben? Telefonterror? :shock:
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Re: Plug-In Hybride - Gefahr fuer die Elektromobilitaet?

Beitragvon Solarmobil Verein » Di 2. Aug 2016, 20:58

Toumal hat geschrieben:
Ist zwar ein bisschen OT, aber darf ich fragen was die gemacht haben? Telefonterror? :shock:
Ja.
Und zwar auch so, da stand das Fahrzeug schon längst nicht mehr an der Ladesäule - die haben zum Teil mitten in der Nacht angerufen und Dummgeschwätz abgeliefert ("Nonsense-Diarrhoe").
Beim ersten Mal war ich zu perplex, bei den meisten weiteren habe ich dann behauptet, sie hätten vergessen (der eine und andere hat es tatsächlich), ihre Telefonnummer zu unterdrücken ... :lol:

An den meisten Orten, an denen ich lade, ist es ohnehin egal, da die üblichen "Verdächtigen", die dort auch laden, wissen, wem das Fahrzeug gehört. Umgekehrt natürlich auch ...
Allen anderen kann's egal sein, gibt genug Alternativen, nur mit den kurzen Wegen hapert's dann etwas (bis zu 1.5km anstatt 500m).
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Re: Plug-In Hybride - Gefahr fuer die Elektromobilitaet?

Beitragvon Toumal » Di 2. Aug 2016, 21:19

Im Android 6 gibts eine Funktion zum Unterbinden von Anrufen und SMS von unterdrueckten Rufnummern. Seit meine Rufnummer vom Job her leider sehr oeffentlich ist, hatte ich mal einen Rekord von 4 Quaelgeistern in einer Nacht. Seit dem ich die Funktion verwende gab es keine einzige Stoerung mehr. Kann ich wirklich nur empfehlen, und bisher hat mir noch kein Partner oder Kunde gesagt dass er mich nicht erreicht haette.
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Re: Plug-In Hybride - Gefahr fuer die Elektromobilitaet?

Beitragvon AndiH » Di 2. Aug 2016, 21:24

Toumal hat geschrieben:
@Karlsson, Solarmobil et al: Ihr postet hoffentlich nie im Ladesaeulenpranger-thread. Eurer Einstellung nach ist es ja egal ob eine Ladesaeule von jemanden genutzt wird der sie braucht oder von jemanden, der sie nicht braucht.


wie dringend "brauchen" gilt denn als Nachweis für die Ladeberechtigung? Fakt ist das die Säulen zum nachladen von PKW mit elektrischem Antrieb da sind. Es sind keine "Notrufsäulen" die nur bei extremer Akkuschwäche benutzt werden dürfen. Deshalb hat jeder mit elektrischem Antrieb bzw. Akku das Recht die Station zu nutzen solange er die dafür abgerufene Gebühr zahlt. Nach deiner Logik dürfte sich jeder beim Bäcker vordrängeln wenn der Hunger entsprechend groß ist und die anderen eh nur Brot für das Abendessen holen.

Gruß

Andi
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Re: Plug-In Hybride - Gefahr fuer die Elektromobilitaet?

Beitragvon Toumal » Di 2. Aug 2016, 21:59

AndiH hat geschrieben:
wie dringend "brauchen" gilt denn als Nachweis für die Ladeberechtigung? Fakt ist das die Säulen zum nachladen von PKW mit elektrischem Antrieb da sind. Es sind keine "Notrufsäulen" die nur bei extremer Akkuschwäche benutzt werden dürfen. Deshalb hat jeder mit elektrischem Antrieb bzw. Akku das Recht die Station zu nutzen solange er die dafür abgerufene Gebühr zahlt. Nach deiner Logik dürfte sich jeder beim Bäcker vordrängeln wenn der Hunger entsprechend groß ist und die anderen eh nur Brot für das Abendessen holen.


Um bei deinem Bild zu bleiben: Stell dir einfach mal vor es gaebe Leute die koennen nur glutenfreies Brot essen, und es gibt einige wenige Baecker die das herstellen. Normales Brot bekommst du an jeder Ecke. Jetzt kommen aber alle zu den Baeckern mit dem glutenfreien Brot weil dieses brot ein paar cent billiger ist und kaufen den ganzen Bestand auf, da sie sich dadurch unterm Strick einen halben Euro einsparen.

Duerfen die das? Ja, das duerfen sie! Macht das Sinn? Wohl kaum.

Klar wird die Situation auch schwierig wenn es einfach mehr Leute gibt die nur glutenfreies Brot vertragen. Aber braucht es dazu noch diejenigen die sich einfach die paar Cent ersparen wollen obwohl sie normales Brot genauso essen koennen?


Was bei dem Vergleich noch fehlt ist dass der Normalbrotesser fuer seine Kauleiste eine Menge Kohle extra hinlegt weil die beide Brotsorten vertraegt - Geld das er durch sein Pfennigfuchsen niemals reinbekommt, aber Geiz ist halt geil und fuer die erschwerend wirkenden Faktoren gibt es in der Brotwelt keine guten Vergleiche ;)

Nochmal: Ja die duerfen das, zumindest in D und AT. Andere Laender haben hier anscheinend wohlweislich einen Riegel vorgeschoben, da die E-Mobilitaet ein Pflaenzchen ist dass in dieser fruehen Wachstumsphase nicht unbedingt den Stiefel der Mildhybrid-Lobby vertraegt.
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Re: Plug-In Hybride - Gefahr fuer die Elektromobilitaet?

Beitragvon Karlsson » Di 2. Aug 2016, 23:11

Toumal hat geschrieben:
@Karlsson, Solarmobil et al: Ihr postet hoffentlich nie im Ladesaeulenpranger-thread. Eurer Einstellung nach ist es ja egal ob eine Ladesaeule von jemanden genutzt wird der sie braucht oder von jemanden, der sie nicht braucht.

Findest Du nicht, dass Du da jetzt etwas anmaßend wirst?
Ich habe nur festgestellt, dass viele ladende E-Autos ebenfalls nicht auf die Ladung angewiesen sind und das dann keinen Unterschied macht, ob Dir jetzt ein BEV oder PHEV den Stecker streitig macht.
Auch ist ein BEV, das schon vollgeladen genug ist, um an sein Ziel zu kommen, in derselben Kategorie. Wo willst Du da denn jetzt die Grenze ziehen?
Ich möchte, dass möglichst viel elektrisch gefahren wird. Das bedeutet, dass möglichst viel geladen werden muss. Auch damit die Infrastruktur eine echte Nachfrage erfährt und ausgebaut wird.

Toumal hat geschrieben:
Jetzt kommen aber alle zu den Baeckern mit dem glutenfreien Brot weil dieses brot ein paar cent billiger ist und kaufen den ganzen Bestand auf, da sie sich dadurch unterm Strick einen halben Euro einsparen.
Duerfen die das? Ja, das duerfen sie! Macht das Sinn? Wohl kaum.

Das schöne ist ja, dass die Wirtschaft das selbst regelt. Durch die enorme Nachfrage nach glutenfreiem Brot steigt dessen Preis, während der des normalen durch die geringere Nachfrage sinkt. Dazu werden durch die hohe Nachfrage immer mehr glutenfreie Brote gebacken werden.
Und hier hinkt Dein Vergleich, da der normale Konsument keinen Vorteil vom glutenfreien Brot hat. Der PHEV Fahrer fährt aber durch die Auswärtsladung länger mit Strom, verbraucht weniger Benzin und das ist doch eigentlich das Ziel, um das es uns allen hier geht.

Deine Gedanken mal weiter gesponnen sollte ich Langstrecken wohl mit dem Benziner meiner Frau fahren, weil ich dann keine auswärtigen Ladesäulen belege. Da ich zwei Autos vor der Tür habe, bin ich eigentlich überhaupt nie auf auswärtige Ladungen mit dem Zoe angewiesen, da mir im Alltag die Heimladung komplett reicht und ich Fernstrecken ja mit Benzin fahren kann.
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Re: Plug-In Hybride - Gefahr fuer die Elektromobilitaet?

Beitragvon mustanse » Mi 3. Aug 2016, 06:58

Bei den vorgebrachten Argumenten würde ich Vorschlagen den Faden umzubenennen:
Schnarchlader - Gefahr für die Elektromobilität?
Mit 3,6KW sollte nicht auswärts geladen werden, egal ob BEV oder PHEV. Nur da laden, wo man über Nacht steht.
Sozialverhaltensunterversorgte - Gefahr für die Elektromobilität?
Öffentliche Ladesäule blockieren ohne zu laden ist immer falsch, egal welches Fahrzeug.

Teure Fahrzeuge scheinen die zweite Kategorie anzuziehen. Habe in Kopenhagen zuletzt einige Teslas gesehen, die ohne Kabel an Ladesäulen standen.
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Re: Plug-In Hybride - Gefahr fuer die Elektromobilitaet?

Beitragvon Toumal » Mi 3. Aug 2016, 08:12

Karlsson hat geschrieben:
Toumal hat geschrieben:
@Karlsson, Solarmobil et al: Ihr postet hoffentlich nie im Ladesaeulenpranger-thread. Eurer Einstellung nach ist es ja egal ob eine Ladesaeule von jemanden genutzt wird der sie braucht oder von jemanden, der sie nicht braucht.

Findest Du nicht, dass Du da jetzt etwas anmaßend wirst?
Ich habe nur festgestellt, dass viele ladende E-Autos ebenfalls nicht auf die Ladung angewiesen sind und das dann keinen Unterschied macht, ob Dir jetzt ein BEV oder PHEV den Stecker streitig macht.
Auch ist ein BEV, das schon vollgeladen genug ist, um an sein Ziel zu kommen, in derselben Kategorie. Wo willst Du da denn jetzt die Grenze ziehen?
Ich möchte, dass möglichst viel elektrisch gefahren wird. Das bedeutet, dass möglichst viel geladen werden muss. Auch damit die Infrastruktur eine echte Nachfrage erfährt und ausgebaut wird.


Zugegeben, es war etwas ueberspitzt formuliert. Aber das ist ja gerade die Frage, wo zieht man denn die Grenze?

Beim BEV das voll genug ist, der aber trotzdem noch am schnelllader etwas nachlaedt? (Kaum)
Beim BEV das voll genug ist, der aber am schnarchlader etwas nachlaedt? (Glaube auch nicht)
Beim PHEV mit > 50km elektrischer Reichweite, der evtl sogar 90% der Zeit elektrisch unterwegs ist?
Beim mild-PHEV mit < 30km elektrischer Reichweite, der damit lediglich seinenen Benzinverbrauch senkt?
Beim mild-PHEV SUV mit <10km elektrischer Reichweite, der eh schon mehr kostet als so manches Model S, und der damit ein paar cent pro 100km "guenstiger" faehrt, aber dennoch mehr Benzin verbraucht als ein normales Auto?
Beim Verbrenner der dort einfach nur parkt anstatt zu laden, der aber weniger Benzin saeuft als manches PHEV SUV?

Ich sehe da schon einen Gradienten. Gerade die letzten zwei, drei Punkte finde ich interessant. Dieses "Ich hab nen Stecker, ich reiz alles aus was geht" halte ich gerade bei den Mildhybriden fuer Schwachsinn. Und ich stehe zu meiner Meinung: Der Typ mit dem fetten BMW, der damit ab und zu eine Bierkiste transportiert und ansonsten trotz Hybrid fast 7l braucht, sollte sich zuhause anstecken. Ich haette lieber einen reinen BEV-Fahrer dafuer, der in der gleichen Zeit wesentlich mehr in seinen Fahrakku reinlaedt und damit auch wesentlich weiter kommt.

Und gerade beim den Mildhybriden frage ich, welche Leistungsklasse von Infrastruktur wir denn da forcieren? 3.6kW einphasig? Ist dir bewusst dass die Effizienz damit in den Keller geht? (nicht nur beim Zoe)

Karlsson hat geschrieben:
Deine Gedanken mal weiter gesponnen sollte ich Langstrecken wohl mit dem Benziner meiner Frau fahren, weil ich dann keine auswärtigen Ladesäulen belege.


Wenn dein Benziner sparsamer als ein Mildhybrides SUV ist, dann bist du damit u.U. tatsaechlich umweltfreundlicher unterwegs ;)

mustanse hat geschrieben:
Teure Fahrzeuge scheinen die zweite Kategorie anzuziehen. Habe in Kopenhagen zuletzt einige Teslas gesehen, die ohne Kabel an Ladesäulen standen.


Das kann ich bestaetigen. Der klassische weisse Tesla der in der Ladebucht parkt. *facepalm*
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Re: Plug-In Hybride - Gefahr fuer die Elektromobilitaet?

Beitragvon Greenhorn » Mi 3. Aug 2016, 09:07

@Toumal
Ich glaube Du steigerst Dich da ganz schön rein.
Wie Du merkst, können viele, mich eingeschlossen, das nicht ganz nachvollziehen.
Ich kenne aus Hamburg und von meinen Touren das Problem auch nicht.
Hier gibt es verparkte Ladesäulen von Verbrennen, welches man über die Rennleitung lösen kann. Manchmal verparkte Ladesäulen durch EV die nicht laden, was leider mit E Kennzeichen erlaubt ist.
Auf meinen Touren musste ich bisher zwei Mal, bei bestimmt fast 100 Ladungen, warten. Vor dem E-stammtisch in Sehnde, was verständlich ist und einmal Grundbergsee auf einer Tour (Gruß nach Kaiserslautern :-)).
Alles was an Typ2 Säulen in der Stadt steht ist, mit entsprechender zeitlicher Begrenzung, Destination Charging und darf von jedem Fahrzeug mit Stecker genutzt werden.
Jemandem vorzuschreiben, wie er sein Fahrzeug zu nutzen hat, weil es dir nicht in den Kram passt finde ich sehr anmaßend.
Einzig bei Tripplelader bin ich bei Dir. Da hat ein Einphasenlader nichts zu suchen. Wobei es da aber Durchaus auch Ausnahmen geben kann, weil halt geladen werden muss, wenn man sich unterwegs vertan hat.
Diese Lader haben umgehend nach Ladeende freigemacht zu werden.
Aber sich über Ladende Fahrzeuge in einem Parkhaus aufzuregen, nein, geht aus meiner Sicht nicht.

Und noch zu den Anmerkungen mit den Kosten. Stellt euch vor es gibt Gegenden, da lädt man öffentlich nicht umsonst. Es ist sogar teurer als zu Hause. Ich nehme trotzdem jede Säule, und ist es nur für 15 Minuten, um Nutzung zu erzeugen. Dabei ist es egal, ob ich Strom benötige oder nicht.


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Gruß Bernd

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Re: Plug-In Hybride - Gefahr fuer die Elektromobilitaet?

Beitragvon hardy/ampera » Mi 3. Aug 2016, 11:08

Bin ja auch ein sogenannter "Schnarchlader" und werde natürlich weiterhin meinen Stecker in die Ladesäule stecken. :lol:
Versuche nämlich so viel wie möglich elektrisch zu fahren. Durchschnittlicher Benzinverbrauch 1,6 l. :) Das heißt also auch Schnarchlader können umweltfreundlich fahren. Vielleicht sogar Umweltfreundlicher als mancher E-Fahrer, der für Langstrecken sein Benziner noch in der Garage stehen hat.
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