Plug-In Hybride - Gefahr fuer die Elektromobilitaet?

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Re: Plug-In Hybride - Gefahr fuer die Elektromobilitaet?

Beitragvon mstaudi » So 31. Jul 2016, 23:20

@Toumal
Wenn er statt nem fettem BMW PHEV ein Tesla hätte, dann stünde halt ein Tesla an der Ladesäule... Deine Argumentation ist so gut wie wenn ich sagen würde kauf dir halt nen Verbrenner... Man, man man
Gruß, Mstaudi
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Re: Plug-In Hybride - Gefahr fuer die Elektromobilitaet?

Beitragvon ATLAN » So 31. Jul 2016, 23:21

Im konkreten fall dürfte es sich bei den PHEV um Firmenfahrzeuge handeln, die hier die Ladestation im Millennium-Tower exzessiv verwenden, somit sind die Zeitbasierenden E-Tankkosten von 2,4€/Std auch Banane, da es eh wer anderer zahlt...
:( Vom garantierten Parkplatz und dem von dort kurzem Weg zu den Liften mal ganz zu schweigen ...
Ganz unschuldig ist Wienstrom / Schrack aber auch nicht an der unglücklichen Situation, das die Ladestation dort kein Lastmanagement kann und Alibi-Schokodosen für jeden 2. Parkplatz montiert sind statt einem weiteren Typ2. 2014 war schon klar, das die 5 "Echten" Ladeanschlüsse bald zuwenig sein werden, und "bald" ist offenbar bereits jetzt ... :roll:

Grundproblem wie immer: Zu wenige Lademöglichkeiten mit adäquater Leistung ... trotz vermeintlicher 10 Zapfstellen...

MfG Rudolf
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Re: Plug-In Hybride - Gefahr fuer die Elektromobilitaet?

Beitragvon Toumal » So 31. Jul 2016, 23:25

mstaudi hat geschrieben:
@Toumal
Wenn er statt nem fettem BMW PHEV ein Tesla hätte, dann stünde halt ein Tesla an der Ladesäule...


Witzigerweise sind es meist Teslas die dort stehen ohne anzustecken, weil sie's offensichtlich eh nicht brauchen...

mstaudi hat geschrieben:
@Toumal
Deine Argumentation ist so gut wie wenn ich sagen würde kauf dir halt nen Verbrenner... Man, man man


Idiotisches Argument, mir mit meinem 17kEUR Zoe zu sagen, ich haette mir doch einen 40.000 oder gar 80.000 Euro Hybriden kaufen sollen, gelle? Aber keine Sorge, dir ist schon jemand zuvorgekommen ;)

Aber ein 80.000 Euro BMW? Stimmt, der haette sich ruhig einen Tesla kaufen koennen. Und wer sich Ende 2016 einen Q7 bestellt, der muss wirklich Audi Fan sein. Mit Logik hat das nix mehr zu tun.

ATLAN hat geschrieben:
Im konkreten fall dürfte es sich bei den PHEV um Firmenfahrzeuge handeln, die hier die Ladestation im Millennium-Tower exzessiv verwenden, somit sind die Zeitbasierenden E-Tankkosten von 2,4€/Std auch Banane, da es eh wer anderer zahlt...


Das befuerchte ich auch.

ATLAN hat geschrieben:
Vom garantierten Parkplatz und dem von dort kurzem Weg zu den Liften mal ganz zu schweigen ...


Das witzige ist, dass die Lifte ja auf der anderen Seite sind, bzw es gibt jede Menge Parkplaetze mit kuerzerem Weg zum Lift. Aber da die Herren auch noch scheisse Parken habe ich den Verdacht, die bevorzugen das weil die Ladebuchten breiter sind als ein normaler Parkplatz.

Aber ist wie gesagt wohl einfach nur mein Fehler. Haette ich doch 23.000 Euro mehr ausgegeben fuer einen Hybriden, ich Depp... :roll:
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Re: Plug-In Hybride - Gefahr fuer die Elektromobilitaet?

Beitragvon palim_palim » Mo 1. Aug 2016, 09:13

Plug-In Hybride können bald die Totengräber der BEV sein, wenn es nicht klare Regeln zum Verhalten an Ladesäulen gibt.
Gestern hat ein A3 etron 6 stunden lang den Trippellader vor der Uniklinik blockiert. Und laut Display an der Ladesäule in der Zeit gerade mal 2,3kWh über Typ2 geladen.
Sowas geht einfach nicht, und es ist verständlich wenn man sich als BEV Fahrer darüber sehr aufregt; das hat nichts mit "der üblichen Zoe Abwehrhaltung" zu tun.
Klar, warum der Audi-Fahrer da parkte: der Trippellader steht direkt am Haupteingang, die Wege sind kurz, der Strom ist kostenlos.
Ich hatte jedoch Reichweitennot mit meinem schnellladefähigen BEV, und musste dann leider auf einen Schnarchlader ausweichen. :roll:
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Re: Plug-In Hybride - Gefahr fuer die Elektromobilitaet?

Beitragvon AndiH » Mo 1. Aug 2016, 09:47

Der Aufschrei ist sicher aber das ist genau der Grund warum öffentliche Ladestellen nur über Zeittarife funktionieren. Kostenlos oder pauschal oder kWh Abrechnung führt genau zu dem Problem das der Parkanteil an der Ladestelle überhand nimmt. Die Ausnahme wäre Ladung am Ziel, dort sind es normalerweise eh schon die Parkkosten die überwiegen und dort sollte dann der Betreiber mit großer Anzahl/kleiner Leistung dafür sorgen das jeder der laden will und kann auch dazu kommt.
Also nicht die Hybriden sind das Problem sondern die Abrechnung.

Gruß

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Re: Plug-In Hybride - Gefahr fuer die Elektromobilitaet?

Beitragvon fbitc » Mo 1. Aug 2016, 10:17

Soso jetzt wird also wieder der PHEV abgewatscht.
Sommerloch?
egal, wenn es passt steck ich den Outi an und meine Frau die den derzeit fährt auch. Für was ist es denn ein Plugin.
Und ja auch an chademo laden wir auf. Aber keine Sorge, so schön sind die Tankstellen auch nicht, das ich dort stundenlang bleibe. Einzig vielleicht der Triple in Österreich (Gasthof Laudersbach), aber da ist die Ladestation in Sichtweite des Biergartens.
Und wenn ich in die Therme gehe und da ist eine Lademöglichkeit, dann stecke ich da an.
So einfach ist das.
Und ja, ich kenne das Problem von belegten Ladestationen... Und? einfach zu wenig, zu störungsanfällig etc.
Grüße Frank
--
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Re: Plug-In Hybride - Gefahr fuer die Elektromobilitaet?

Beitragvon Schneemann » Mo 1. Aug 2016, 10:33

Das Problem am Plugin-Hybriden ist doch, dass er der Weg und nicht das Ziel ist. Und ein zwingend kritisch zu hintergfragender Weg noch dazu. Der Hybrid bedient sich doch weiterhin der fossilen Ressourcen, die sein elektrischer Antrieb eigentlich ad absudrum führen soll.

Daher halte ich es für ebenso wenig zielführend, für diese vor dem Hintergrund der technischen Entwicklung ganz sicher nur begrenzt lebensfähigen Spezies eine eigene LadeInfrastruktur zu erstellen. Was machen wir dann anders als bei den Atomkraftwerken. Wir erschaffen und investieren in eine Totgeburt. Vor dem Hintergrund der steigenden Akku-Kapazitäten machen derartige Hybride für mich keinen Sinn. Entweder, man kommt mit der Akkukapazität aus, oder man soll sich nochmal einen Verbrenner kaufen und beim nächsten Mal komplett umsteigen. Mit dem Hybrid wird der Gedanke des Umweltschutzes auf falsche Weise bedient, da man hier die Mögichkeit gibt, die alten Verhaltensweisen beizubehalten, anstatt sich an ein neues Fortbewegungskonzept anzupassen.
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Re: Plug-In Hybride - Gefahr fuer die Elektromobilitaet?

Beitragvon Toumal » Mo 1. Aug 2016, 10:51

fbitc hat geschrieben:
Soso jetzt wird also wieder der PHEV abgewatscht.
Sommerloch?


Nein, begruendete Sorgen. Aber wozu lesen.

fbitc hat geschrieben:
Und wenn ich in die Therme gehe und da ist eine Lademöglichkeit, dann stecke ich da an.
So einfach ist das.


Und genau das ist das Problem, denn diese Denke haben die Herren Porschefahrer auch. Ist ein PHEV also darf ich anstecken, was jucken mich diese Oekodeppen, sollen sie doch kuchen essen^H^H^H^H^H^H sich um ein vielfaches einen Outi oder um noch ein bisschen mehr gleich einen Panamera kaufen. Was juckt mich ob die fahren koennen, ich habe einen leichten Vorteil durch mein Verhalten. Schliesslich habe ich fuer eine tempoaere Brueckentechnologie extra gezahlt, da will ich auch was davon haben.

Mahlzeit.

Wenn ich genauso denken wuerde wie du, dann haette ich mir 2015 ganz sicher keinen Zoe gekauft sondern einen reinen Verbrenner. Die sind naemlich immer noch billiger. Da brauch ich nicht das Feigenblatt von einem Mini-Akku, einfach Benzin rein und fertig. Und bei entsprechender Fahrzeugwahl und Fahrstil verbraucht das Ding auch noch recht wenig, fuer die Preisdifferenz kann ich mir sehr lange Benzin kaufen.

Schneemann hat geschrieben:
Das Problem am Plugin-Hybriden ist doch, dass er der Weg und nicht das Ziel ist. Und ein zwingend kritisch zu hintergfragender Weg noch dazu. Der Hybrid bedient sich doch weiterhin der fossilen Ressourcen, die sein elektrischer Antrieb eigentlich ad absudrum führen soll.


So ist es. Und keine Frage, wer 800km am stueck fahren will/muss, der hat die Wahl Verbrenner oder Hybrid. Selbst mit dem groessten Tesla muss er zwischenladen.
Aber, um hier mal die Egoisten-masche mancher Zeitgenossen selber zu verwenden: Was juckt mich das? Warum soll ich auf der Strasse liegenbleiben oder massiven Zeitverlust erleiden nur damit jemand ein bisschen Benzin spart. Beim Outlander mag das ja noch sinnvoll sein, aber bei einem fetten BMW der damit trotzdem ueber dem Verbrauch eines sparsameren Autos liegt sehe ich das nicht ein.

Schneemann hat geschrieben:
Vor dem Hintergrund der steigenden Akku-Kapazitäten machen derartige Hybride für mich keinen Sinn. Entweder, man kommt mit der Akkukapazität aus, oder man soll sich nochmal einen Verbrenner kaufen und beim nächsten Mal komplett umsteigen. Mit dem Hybrid wird der Gedanke des Umweltschutzes auf falsche Weise bedient, da man hier die Mögichkeit gibt, die alten Verhaltensweisen beizubehalten, anstatt sich an ein neues Fortbewegungskonzept anzupassen.


Sehr richtig. Auf Dauer hilft wirklich nur dass das Angebot an langstreckentauglichen BEVs die Hybriden aussterben laesst. Meine Sorge ist, dass die gleiche Traegheit die einer Kaufentscheidung fuer einen Q7 innewohnt dazu fuehrt, dass BEVs zusaetzlich ausgebremst werden.

Und mal ehrlich: Die meisten fahren keine 500km, schon gar nicht am Stueck.
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Re: Plug-In Hybride - Gefahr fuer die Elektromobilitaet?

Beitragvon AbRiNgOi » Mo 1. Aug 2016, 11:10

Jetzt hört doch mit diesen sinnlosen Rundumschlägen auf, keiner hat etwas verwerfliches gesagt, sondern sich vorsichtig an das Sinnvolle angenähert.

Wenn ein Outi an Chademo steht und ladet wie ein schnellladefähiger EV ist mir der lieber als ein i3 an Typ2 43kW. Wenn dieser dann in Sichtweite einer österreichischen Schnellladesäule im Biergarten länger verweilt, ist das auch das "sinnvolle annähern an die Grenze".
Wenn der Outi an einem Destinatien Lader steckt, steckt dieser genauso lange wie er in der Therme Eintritt bezahlt hat. Destination Lader = Parken bis die Destination verlassen wird. Auch ein ZOE würde nicht nach einer Stunde wegfahren. Wer einen Destinationlader für unterwegs unter Zeitdruck einplant ist zwar Opfer der fehlenden Infrastruktur (oder einfach nur ein Schnorrer) aber bedient sich für seine Zwecke einer falschen Ladestelle, solange das akzeptiert wird ist es ja ok, aber ein Recht darauf oder eine Bevorzugung gegenüber der zahlenden Gäste kann man wohl nicht verlangen.
Ich habe an dem Beschriebenen Verhalten fbitc nix falsches erkannt. Aber vielleicht deshalb weil der Outi wohl der einzige schnellladefähige PHEV ist, und daher, zumindest kurz auch das Recht auf die Schnellladestelle hat, genauso bis der Tank voll ist, wie jeder EV. Der Outi ist wohl schneller voll, weil die Batterie so klein ist, aber solange er zumindest die halbe Ladeleistung zieht wie die Säule maximal hergibt, darf er ohne Anwesenheit oder Ladeuhr dort stehen, danach sollte der Blick aus dem Biergarten wohl reichen. Meine Erfahrung ist, zwischen erreichen der halben Ladeleistung und Vollmachen kommt eh niemand, nur für den Fall bin ich dann schon dort oder habe die Ladeuhr ausgelegt. Und das gilt für alle schnellladefähigen Fahrzeuge egal was noch kommen möge, mit Chademo, Tesla DC, China DC, CCs, AC43...
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Re: Plug-In Hybride - Gefahr fuer die Elektromobilitaet?

Beitragvon ATLAN » Mo 1. Aug 2016, 11:21

AndiH hat geschrieben:
Der Aufschrei ist sicher aber das ist genau der Grund warum öffentliche Ladestellen nur über Zeittarife funktionieren. Kostenlos oder pauschal oder kWh Abrechnung führt genau zu dem Problem das der Parkanteil an der Ladestelle überhand nimmt.


Das genau das im konkreten anlassfall ohnehin so ist, hast du aber schon gelesen, oder? Es hilft also genauso NICHT, wenn nach zeit abgerechnet wird !! Es werden nur die Schnarchlader damit daran erinnert, das sie ein unterdimensioniertes AC-Ladegerät haben...

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