Pendeln mit dem Elektroauto

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Re: Pendeln mit dem Elektroauto

Beitragvon paulektro » Mi 10. Aug 2016, 12:24

Danke schon mal für die Antworten!

Du wirst doch überaus gut verdienen, dass sich so ein weit abgelegener Job überhaupt rentiert.
Und dann gewährt man dir kein Steckdöschen bei der Arbeit?

oder deinen AG wegen Lademöglichkeit ansprechen, da ein Laden während der Arbeitszeit passt wie die Faust auf's Auge.

überaus ist leider weit übertrieben :twisted: Ich glaube nicht, dass das unmöglich wäre. Aber mein Chef und Vorgesetzter (wir sind beide Ingenieure) ist ein erklärter Gegner von allem was entfernt nach Energiewende klingt. Auch wenn ich es durchsetzen könnte, habe ich da ehrlich gesagt keine Lust zu, da es quasi den Beweis liefern würde, dass die Elektromobilität noch "ein Hobby für Spinner" ist. Deswegen ist bei mir im Moment hin&rück am Stück ein Kriterium aber wer weiß, vielleicht kann ich meinen Stolz irgendwann überwinden :P

gibt es keine Lademöglichkeit in der Nähe?

Ich könnte zB auf dem Rückweg einen kleinen Umweg machen, in der nächsten Kleinstadt etwas nachladen und dabei Besorgungen machen. Gute Idee.

Das ist Grundlegend verkehrt. 12,8kwh auf der Autobahn schaffst du nicht, außer mit 80 im Windschatten vom LKW. Rechne mal eher mit 14-16 bei gutem Wetter.

Das halte ich für sehr ambitioniert, ich würde eher mit 15kWh/100km rechnen.

Statt akademisch rumzurechnen bietet es sich auch eher an z.B. einen 30kWh-Leaf auf genau dieser Strecke probezufahren um zu erkennen, dass für diese Strecke ohne laden spätestens im Winter diese Akkugröße notwendig ist.

Von deinen theoretischen 28kWh sind wahrscheinlich rund 24 nutzbar, d.h. du würdest im Winter mit einer Restladung von ca. 6%...10% ankommen...

es sei denn du investierst
in einen der neueren Elektrofahrzeuge mit 30KWh Akku. (Leaf, I3)

Das ist der Grund aus dem ich mich im Moment mit dem Ioniq beschäftige. Er soll eine netto 28 kWh Batterie haben, also müsste ich die (zumindest im Neuzustand) auch herausbekommen. Außerdem hat er scheinbar einen der niedrigsten c_W Werte. Ich würde ihn also als den geeignetsten Vertreter der "30 kWh" Klasse für Autobahnfahrten bezeichnen. Ansonsten wäre definitiv der i3 mein Favorit (tolles Auto!) aber der hat eben nur brutto einen 33 kWh Akku und eine deutlich schlechtere Aerodynamik. Nebenbei bin ich ein sparsamer Fahrer ;)

Statt akademisch rumzurechnen bietet es sich auch eher an z.B. einen 30kWh-Leaf auf genau dieser Strecke probezufahren um zu erkennen, dass für diese Strecke ohne laden spätestens im Winter diese Akkugröße notwendig ist.

Das wäre wohl der nächste sinnvolle Schritt. Aber ich wollte gerne mal sehen ob es von den Zahlen her hinkommt. Insbesondere den Mehrverbrauch im Winter kann ich ja momentan auch gar nicht testen.

Machbar ist das also schon, die Frage ist ob man das ganze so "auf Kante nähen" sollte.

Genau, das möchte ich vermeiden. Es soll schon Alltagstauglich sein, wobei ich flexibel bin, was die Fahrgeschwindigkeit usw. angeht.
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Re: Pendeln mit dem Elektroauto

Beitragvon e-mike » Mi 10. Aug 2016, 12:28

Ich gebe meinen Vorschreibern 100% Recht. Rechne nicht zu viel, Du kannst nicht alle Variablen sinnvoll einbeziehen. Schau dass Du bei einem Händler in Deiner Gegend ein Auto probefahren kannst (Leaf 30kwh, Zoe R240 aber auch alternativ ein Plug In) und teste ob es überhaupt in Frage kommt.

Wenn Du nur das Thema Wirtschaftlichkeit betrachtest, kann es sogar sinnvoller sein Du nimmst einen Diesel mit wenig Verbrauch und ballerst da Deine 30-35 tkm im Jahr drauf. Kauf Dir z.B einen VW mit dem Schummeldiesel (gibt's zurzeit als Discount beim GW-Händler), 3 Jahre alt, 100-130 tkm gelaufen, für günstiges Geld. In 2-3 Jahren ist das Thema in den meisten Köpfen vergessen und dann kannst Du den Diesel immer noch zu einem annehmbaren Preis verkaufen und kaufst Dir ein E-Auto oder Plugin (z.B. Ampera, I3Rex etc.) mit entsprechender Reichweite.

Falls jetzt der Kommentar kommt, dass Diesel bald nicht mehr verkaufbar sind, muss ich dem widersprechen. Solange eine Wirtschaft eine große volkswirtschaftliche Relevanz hat, wird diese nicht vom Staat massakriert. Von daher sehe ich in D noch recht lange Verbrenner fahren. Was den Wertverlust bei E-Autos angeht, bin ich mir nicht sicher ob dieser in Zukunft so gering ausfällt wie zurzeit. Die Hauptgründe könnten hier folgende sein:

- Schnelle Entwicklungszyklen (also schnelle Technikalterung - wie in der Elektronikbranche üblich)
- Viele Hersteller bringen neue E-Autos auf den Markt, der aber diese Mengen nicht zügig aufnehmen kann (Überangebot)
- Weiterhin keine stabilen Rahmenbedingungen seitens des Staates (Förderung ja/nein wie hoch, Ausbau Ladeinfra etc)

Ich bin übrigens 100% für E-Mobilität und denke dass ist unsere Zukunft in Europa ;)
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Re: Pendeln mit dem Elektroauto

Beitragvon paulektro » Mi 10. Aug 2016, 12:30

Danke, Greenhorn!

Die Strecke liegt im Nordosten und ist ziemlich flach. Einen Schnellader gibt es an der Autobahn, allerdings einen Tesla Supercharger. Vermute mal, da gibt es noch keinen Adapterstecker :mrgreen:
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Re: Pendeln mit dem Elektroauto

Beitragvon SL4E » Mi 10. Aug 2016, 12:31

Schau doch einfach mal hier: http://www.jurassictest.ch/GR/
Dort kannst du dir den Verbrauch auf der Route relativ genau ausrechnen lassen wenn die korrekten Fahrzeugwerte eingegeben sind.
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Re: Pendeln mit dem Elektroauto

Beitragvon paulektro » Mi 10. Aug 2016, 12:42

Hallo Mike,

das wirtschaftlichste Auto auf meiner Strecke wird immer ein abgeschriebener Diesel sein. Wiederverkauf ist dann quasi auch egal, weil der nach 2 Jahren und gut 100tkm mehr auf der Uhr ohnehin einen stabil niedrigen Restwert im Sättigungsbereich hat.

Meine Motivation ist schon eine Ökologische. Ich war bislang immer Dieselfan, nur muss ich tatsächlich zugeben, dass die Erkenntnisse der letzten Monate über das Schummeln (vor allem das legale) bei den Tests da bei mir zu einem gewissen Geisteswandel geführt hat. Auch die politische Komponente finde ich nicht zu verachten, dass ich derzeit jedes mal an der Tankstelle Despoten und Terrorfinanzierer ein kleines bisschen unterstütze. Abgesehen davon finde ich als Technikfan die Elektromobilität einfach cool und in so vielen Aspekten den Verbrennern überlegen.

Mit der Entwicklung hast du auf jeden Fall recht. Ich habe auch das Gefühl, dass wir einfach noch in einer Phase des rasanten Fortschritts bei der EM sind und das führt natürlich zu Wertverlust und Kaufreue, wenn Monate nach dem kauf fürs gleiche Geld ein größerer Akku zu haben ist. Das muss man wohl einfach hinnehmen.

Es könnte also darauf hinauslaufen, dass ich einfach noch ein-zwei Jahre warte. Aber das würde schon schwer fallen ;-)

@SL4E Danke ja, das kannte ich schon. Ich vermute mal, dass dort die gleichen Formeln hinterlegt sind, die ich auch verwende. Die Topographie, die dort mit einbezogen wird, ist bei mir in der Gegend aber nicht so relevant und die anderen Einflüsse haben sie dort nicht berücksichtigt. Deswegen wollte ich selber rechnen :ugeek:
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Re: Pendeln mit dem Elektroauto

Beitragvon e-mike » Mi 10. Aug 2016, 13:07

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Re: Pendeln mit dem Elektroauto

Beitragvon AndiH » Mi 10. Aug 2016, 13:09

paulektro hat geschrieben:
Danke schon mal für die Antworten!

Das ist der Grund aus dem ich mich im Moment mit dem Ioniq beschäftige. Er soll eine netto 28 kWh Batterie haben, also müsste ich die (zumindest im Neuzustand) auch herausbekommen. Außerdem hat er scheinbar einen der niedrigsten c_W Werte. Ich würde ihn also als den geeignetsten Vertreter der "30 kWh" Klasse für Autobahnfahrten bezeichnen. Ansonsten wäre definitiv der i3 mein Favorit (tolles Auto!) aber der hat eben nur brutto einen 33 kWh Akku und eine deutlich schlechtere Aerodynamik. Nebenbei bin ich ein sparsamer Fahrer ;)


Laut Hyundai : "Der leistungsfähige Lithium-Polymer-Akku besitzt ein maximales Volumen von 28 kWh."
Hört sich für mich nach Gesamtkapazität an, nicht nach nutzbar. Der i3 dürfte trotz schlechterer Aerodynamik im Alltag kaum mehr verbrauchen, da die Aerodynamik erst ab ca. 80 km/h den Verbrauch deutlich beeinflusst und der i3 als sehr effizient gilt.
Aber wie gesagt ist es auch eine persönliche Entscheidung wieviel Reserve (im Akku) sein muss. Daraus und aus dem Preis ergibt sich dann das "ideale" Fahrzeug.

Gruß und viel Spass

Andi
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Re: Pendeln mit dem Elektroauto

Beitragvon Helfried » Mi 10. Aug 2016, 13:10

paulektro hat geschrieben:
vielleicht kann ich meinen Stolz irgendwann überwinden :P


Du musst bei Elektroautos so viele Probleme überwinden, da wird der Stolz das geringste Problem sein (damit du in der Arbeit laden kannst). :)

Zudem ist es besser, häufig und langsam und ein bisschen zu laden und die Karre nicht immer voll und leer zu machen.

Aber vielleicht kannst du als Vorübung zur Chef-Überzeugung auch einen schattigen Parkplatz erreichen, das wäre ja auch schon mal was.
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Re: Pendeln mit dem Elektroauto

Beitragvon Noritz » Mi 10. Aug 2016, 13:26

Ich pendel zur Zeit mit einer Zoe R210 90 km / Strecke, also 180 insgesamt. Die Zoe habe ich seit 14 Tagen :).
Mein Arbeitgeber wird nächstes Jahr eine Lademöglichkeit einrichten. Zur Zeit lade ich bei einem Händler in der Nähe des Arbeitsplatzes. Um nicht die ganze Zeit im Auto zu sitzen, habe ich mein Klapprad im Kofferraum dabei. Damit bin ich in 5 Minuten am Arbeitsplatz.
Meine Lösung ist natürlich sehr individuell, aber genau so funktioniert es. Man muss schauen, welche Möglichkeiten man in seinem Fall hat und die nutzen.
Und wenn die Bahn ihre Sommerferien-Arbeiten beendet hat, pendel ich auch wieder mit ihr.
seit Juli 16: Zoe Q210. Fahren, als wennste schwebst ;)
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Re: Pendeln mit dem Elektroauto

Beitragvon twiker01 » Mi 10. Aug 2016, 13:30

Nur Mut paulelektro :)

Die Gesinnung, ohne lärmenden und stinkenden Verbrenner auszukommen, und den Stolz ohne Aufladung auszukommen kann ich gut nachvollziehen :-)

Mir reichten einige Jahre 7 kwh im TWIKE für täglich 100 km. Dann wurde es an kalten Tagen im Winter knapp und Zwischenladen irgendwann lästig. Also habe ich nach 5 Jahren den Akku vergrößert. Ist beim TWIKE problemlos möglich und wie man sieht kommen auch die Massenhersteller langsam auf den Gedanken variabler Batteriegrössen

Das Twike wird mich bei der Batteriegrösse von gut 10 kwh wohl bis zur Rente begleiten. Sofern die Batterie wirklich 20 Jahre hält und mich das Twiken dann immer noch begeistert.

Ab und zu fahre ich zur Abwechslung den eSmart meiner Frau. Die 17,7 kwh reichen nach nun 4 Jahren auch im Winter für die 100 kmh - zumindest bei meinem TWIKE-gewohnten Fahrstil.

Dir würde ich durch den großen Autobahnanteil zu mindestens 30 kwh raten. Schon eine B-Klasse mit 28 kwh ist wohl an kalten Tagen zu knapp, wäre aber für die Autobahn sicher angenehm. Absolute Untergrenze wäre für mich an Deiner Stelle ein 30 kwh Leaf.
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