Manchmal sagt Greenpeace auch was sinnvolles...

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Re: Manchmal sagt Greenpeace auch was sinnvolles...

Beitragvon mweisEl » Mi 24. Aug 2016, 09:59

Alex1 hat geschrieben:
- Warmwasser wird so und so gebraucht und ist - da gleichbleibend - ein umso größerer Anteil, je weniger Heizenergie, es sei denn, WW kommt aus dem Kollektor. Oder habt Ihr stattdessen Fotovoltaik? Ist auch energetisch günstiger.
- Merkmal eines "richtigen" Passivhauses ist ja eigentlich, dass es gar keine Zentralheizung mehr braucht. Das ist im Nachhinein schlecht zu realisieren.

Das Haus ist je nach Stockwerk aufgrund des urbanen Umfelds im Winter nicht frei von Abschattungen. Daher wurden winzige Heizkörper in den Wohnräumen drapiert (die Wohnungsgrundrisse wurden beim Umbau geändert und der Innenausbau komplett neu). Mit den erfordlerichen "passiven" solaren Gewinnen wie beim Einzel-Passivhaus kann man aber nicht rechnen, da die Nachbarn die Jalousien während des Winterurlaubs dann doch wochenlang untenlassen. Das Warmwasser wird nicht zentral aufbereitet, sondern via Frischwasserstationen (Einbauort ehem. Gas-Etagenbrenner) in jeder Wohneinheit, die per Fernwärme versorgt werden. Vorteil dieses Konzepts ist zumindest, dass im Winter kein erhöhter Stromverbrauch durch die Erwärmung der Frischluft per elektrischem Heizregister o.ä. auftritt (höchstens bei Vereisung der dezentralen Luftwärmetauscher). Wegen der Fernwärmeversorgung gibt es auch keine Solarkollektoren, und PV hat der Bauherr auch nicht auf das hochgedämmte vollverzinkte Dach.
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Beitragvon Alex1 » Mi 24. Aug 2016, 10:57

Danke für die Rückmeldungen aus der Praxis! :mrgreen:
Herzliche Grüße
Alex
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Re: Manchmal sagt Greenpeace auch was sinnvolles...

Beitragvon Karlsson » Mi 24. Aug 2016, 20:10

Alex1 hat geschrieben:
- Merkmal eines "richtigen" Passivhauses ist ja eigentlich, dass es gar keine Zentralheizung mehr braucht.

Auf der Suche nach Firmen in meiner Region, die so etwas bauen, bin ich nicht fündig geworden. Es gibt zwar einige Passivhäuser, weil es in manchen Siedlungen Auflage war (Zero E Park, Kronsberg), aber da sind das dann eher Häuser mit vollwertiger Heizung und zusätzlich noch etwas besserer Dämmung. In der Tat ist der Unterschied von KfW 40 zum Passivhaus dann auch nicht mehr wirklich groß.
Mir scheint es finanziell dann interessanter, die Solaranlage etwas größer auszuführen, dann hat man den Mehrverbrauch günstiger behoben als durch noch mehr Dämmung.
Ich verstehe auch nicht, warum es besser sein soll, viel Sonne über Südfenster ins Haus zu lassen als Strom über PV ins Haus zu holen. In beiden fällen nutze ich die Sonne, nur mit der PV kann ich noch was ins Auto, in den Hausspeicher oder ins Netz speisen wenn ich die Wärme gerade gar nicht brauche.
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Re: Manchmal sagt Greenpeace auch was sinnvolles...

Beitragvon Alex1 » Mi 24. Aug 2016, 20:57

Ja, Forovoltaik ist inzwischen günstiger als Solarthermie, jetzt wohl auch preislich, umweltmäßig schon länger. Gerade dann, wenn die Sonne scheint, brauche ich Warmwasser am unnötigsten. Und mit einer Wärmepumpe holst Du noch mehr Warmwasserwärme raus als mit der besten Solarthermie.

Ich denke ja immer noch, dass der eigentliche Gag eines Passivhauses ist (sein sollte...), dass es eben keine Heizung für 20.000 Euro braucht. Noch nicht einmal ein teures Heizregister in der mechanischen Lüftung, sondern nur einen Baumarktheizer für 15 Euro, wenn es doch mal unter minus 30 Grad wird.

Die Dämmung ein paar cm dicker zu machen fällt nicht mehr groß auf im Vergleich zu dem Installationsaufwand an sich. So war das jedenfalls bei unserer Dämmung: Die Materialkosten für die Dämmung waren noch der kleinste Posten ;)
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Re: Manchmal sagt Greenpeace auch was sinnvolles...

Beitragvon Karlsson » Mi 24. Aug 2016, 23:31

Ich hab jetzt öfter gehört, dass es eben bestimmte Komponenten sind, die den Aufwand vergrößern. Zum Beispiel ein besserer Kreuzwärmetauscher, der gegenüber der Version fürs KfW40 allein 6000€ teurer kommt.

Alex1 hat geschrieben:
Ich denke ja immer noch, dass der eigentliche Gag eines Passivhauses ist (sein sollte...), dass es eben keine Heizung für 20.000 Euro braucht. Noch nicht einmal ein teures Heizregister in der mechanischen Lüftung, sondern nur einen Baumarktheizer für 15 Euro, wenn es doch mal unter minus 30 Grad wird.

Nö, warm duschen willst Du ja wahrscheinlich ganzjährig und da wäre ein Durchlauferhitzer ja wohl Schwachsinn - auf der einen Seite in 110%iger Perfektion dämmen, um auf der anderen mit Energie rumzuprassen.
Es läuft dann also genauso auf die Abluftwärmepumpe in Kombi mit der KWL raus, einzig die Größe könnte noch etwas kleiner ausfallen. Das wird aber auch nicht den wesentlichen Unterschied machen.

Das Grundstück für die unverschatteten Südfenster muss man halt auch erst haben. Ausrichtung und Zuwegung kann man sich halt nicht immer aussuchen.
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Re: Manchmal sagt Greenpeace auch was sinnvolles...

Beitragvon Alex1 » Do 25. Aug 2016, 08:50

Karlsson hat geschrieben:
Ich hab jetzt öfter gehört, dass es eben bestimmte Komponenten sind, die den Aufwand vergrößern. Zum Beispiel ein besserer Kreuzwärmetauscher, der gegenüber der Version fürs KfW40 allein 6000€ teurer kommt.
Autsch!

Alex1 hat geschrieben:
Ich denke ja immer noch, dass der eigentliche Gag eines Passivhauses ist (sein sollte...), dass es eben keine Heizung für 20.000 Euro braucht. Noch nicht einmal ein teures Heizregister in der mechanischen Lüftung, sondern nur einen Baumarktheizer für 15 Euro, wenn es doch mal unter minus 30 Grad wird.
Nö, warm duschen willst Du ja wahrscheinlich ganzjährig und da wäre ein Durchlauferhitzer ja wohl Schwachsinn - auf der einen Seite in 110%iger Perfektion dämmen, um auf der anderen mit Energie rumzuprassen.
Ich meinte einen Luftheizer/Heizlüfter, den man an diesen wenigen Tagen in das Zimmer stellt, wo man gerade ist. Ein paar Liegestütze und Kniebeugen würden auch helfen...

Ich persönlich bin ja schon lange kein Warmduscher mehr, aber ich bin ja nicht allein auf der Welt :mrgreen: :D :lol:
Es läuft dann also genauso auf die Abluftwärmepumpe in Kombi mit der KWL raus, einzig die Größe könnte noch etwas kleiner ausfallen. Das wird aber auch nicht den wesentlichen Unterschied machen.
Ja, exakt so. Und diese Abluft-WP kann das Warmwasser gleich mit machen.
Das Grundstück für die unverschatteten Südfenster muss man halt auch erst haben. Ausrichtung und Zuwegung kann man sich halt nicht immer aussuchen.
Wohl wahr... ;)
Herzliche Grüße
Alex
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Re: Manchmal sagt Greenpeace auch was sinnvolles...

Beitragvon Jarod » Do 25. Aug 2016, 15:46

Karlsson hat geschrieben:
Ich verstehe auch nicht, warum es besser sein soll, viel Sonne über Südfenster ins Haus zu lassen als Strom über PV ins Haus zu holen. In beiden fällen nutze ich die Sonne, nur mit der PV kann ich noch was ins Auto, in den Hausspeicher oder ins Netz speisen wenn ich die Wärme gerade gar nicht brauche.


Weil der Mensch Sonne liebt und Sonne braucht (Vitamin D). Ich will damit nicht sagen, dass riesige Fenster supoer sinnvoll sind, immerhin geht durch dien Fensterflächen ordentlich Energie verloren.
Wie auch immer mögen die meisten Menschen gerne in helle Räumen wohnen, da wird die (zumindest Unterbewusste) Tendenz daher eben zu mehr Sonneneinfall statt zu weniger tendieren.
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Re: Manchmal sagt Greenpeace auch was sinnvolles...

Beitragvon DonDonaldi » Do 25. Aug 2016, 17:44

meikel66 hat geschrieben:
@ DonDonaldi

die Zahlen steigen doch enorm an. Und das ist doch ein toller Erfolg. Bei den Zahlen handelt es sich ausschließlich um reine E-Autos, keine Roller, keine Fahrräder, keine Motorräder.

Wo ist denn das Problem bei Eurem Autokauf? An einer zu großen Auswahl an Modelle kann es ja kaum liegen. Mehr als rund 1 Dutzend Neuwagen stehen ja nicht bereit.


Uuups übersehen. Sorry!
OK trotzdem die Frage wo die sich alle herum treiben? Nein ernsthaft es liegt daran das wohl auf ein E-Auto immer noch Hunderte Verbrenner kommen und die verkaufen sich leider immer noch um ein vielfaches besser.

Das Problem ist die geringe Auswahl. Jeder Kandidat hat was was uns gefällt und dann etwas was wir nicht wollen.

ZOE: Positiv 22Kw laden, rel. günstiger Preis Negativ Akkumiete und sehr hoch dazu => Schwierigkeiten beim Verkauf wenn Schell Lader Standard sind (wer braucht dann noch 22kw?), Verabeitung hat uns nicht zugesagt.
i3: Positiv Mit REX, gute Abmessungen für die Stadt und trotzdem für Reisen geeignet Negativ sehr teuer, alles extra sogar Schnell Lader, Interieur sagen wir mal vorsichtig nicht so unser Stil/Geschmack, Wartungen rel. teuer
Smart: Positiv niedriger Preis für Gebrauchte, Akku Flat, super für die Stadt Negativ: Was ist nach 10 Jahren mit den Akkus, eben nur für die Stadt zu gebrauchen, Sitze für uns extrem unbequem
Drillinge: Wie der Smart, aber mit eigenem Akku. Gefallen uns als möglicher Übergang nicht schlecht. Aber man muss für den Preis eben Kompromisse machen.
Leaf bisher unser absoluter Favorit, aber der Kofferraum hat uns nie gefallen und das die Akkus nur passiv gekühlt werden überzeugt uns auch nicht und unterm Strich auch schon etwas hochpreisig.
usw. usf.

ergo
Wir suchen und wenn uns eines mal wirklich gefällt, gefällt uns der Preis nicht. :lol:
Sind immer noch in der Findungsphase. Das Einzige was sicher ist, ist das es ein E-Auto wird. Aber ist vielleicht auch ok es nicht zu überstürzen. So ein halbes Jahr können wir uns sicher noch geben.
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Re: Manchmal sagt Greenpeace auch was sinnvolles...

Beitragvon Karlsson » Do 25. Aug 2016, 19:52

Jarod hat geschrieben:
Weil der Mensch Sonne liebt und Sonne braucht (Vitamin D)

Absolut, die meisten Menschen haben da großen Mangel. Den können sie aber nicht hinter 3-fach Glasfenstern beheben, dafür muss man schon nach draußen.

Jarod hat geschrieben:
, immerhin geht durch dien Fensterflächen ordentlich Energie verloren.

Stimmt nicht pauschal. Durch Nordfenster geht was verloren, Ost- und Westfenster sind neutral und Südfenster gewinnen Energie.

Jarod hat geschrieben:
Wie auch immer mögen die meisten Menschen gerne in helle Räumen wohnen, da wird die (zumindest Unterbewusste) Tendenz daher eben zu mehr Sonneneinfall statt zu weniger tendieren.

Da gehöre ich auch zu und weiß die großen Nordfenster in meinem Arbeitszimmer zu schätzen, die den Raum hell und freundlich machen. In einem Passivhaus sollte man da aber keine Fenster hin setzen.
Sollten wir bauen, würde ich auch noch 2 Nordräumen Dachfenster geben, weil es einfach heller und freundlicher wird als nur ein Fenster im Giebel.

Alex1 hat geschrieben:
Ja, exakt so. Und diese Abluft-WP kann das Warmwasser gleich mit machen.

EBEN! Und wenn ich die Heizung also schon drin habe, warum soll ich sie dann nicht nutzen statt auf Behelfsheizungen mit schlechtem Wirkungsgrad zurück zu greifen? Die Wärmepumpe brauche ich doch eh zur Warmwasseraufbereitung.

Alex1 hat geschrieben:
Ich persönlich bin ja schon lange kein Warmduscher mehr, aber ich bin ja nicht allein auf der Welt :mrgreen: :D :lol:

Wenn mich im Winter ne fiese Erkältung packt, ist so eine heiße Badewanne eine richtig schöne Sache.
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Re: Manchmal sagt Greenpeace auch was sinnvolles...

Beitragvon Schneemann » Fr 26. Aug 2016, 09:10

Karlsson hat geschrieben:
Mir scheint es finanziell dann interessanter, die Solaranlage etwas größer auszuführen, dann hat man den Mehrverbrauch günstiger behoben als durch noch mehr Dämmung.
Ich verstehe auch nicht, warum es besser sein soll, viel Sonne über Südfenster ins Haus zu lassen als Strom über PV ins Haus zu holen. In beiden fällen nutze ich die Sonne, nur mit der PV kann ich noch was ins Auto, in den Hausspeicher oder ins Netz speisen wenn ich die Wärme gerade gar nicht brauche.


Das sehe ich ähnlich. Warum soll ich mir neue Fenster holen für 20-30TSD Euro (Wir haben sehr viele große Fenster aus den 80ern in Ost/West/Südrichtung), wenn ich dafür 15-20 kWp aufs Dach packen kann. Die 20-30 kWh, die ich im E-Auto nicht brauche, weil ich mit 200 km Reichweite in einer gut ausgebauten Ladeinfrastruktur auskomme :D , packe ich in den Keller und kann dann auch im Winter mal über einen Zeitraum mit WP heizen. Die Zahlen bitte nicht auf die Goldwaage legen, sind nur ein Gedankenansatz.
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In the year 5555
Your arms hanging limp at your sides
Your legs got nothing to do
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