Manchmal sagt Greenpeace auch was sinnvolles...

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Re: Manchmal sagt Greenpeace auch was sinnvolles...

Beitragvon meikel66 » Di 23. Aug 2016, 17:29

@ Helfried,

interessanter Punkt. Dann ist man im Modellflug viel weiter als im Individualverkehr. Respekt.
Und wie ist es bei Wettkämpfen? Treten da moderne E-Flugzeuge gegen alte Benziner an? Und hat der E-Antrieb nicht erhebliche Leistungsvorteile?
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Re: Manchmal sagt Greenpeace auch was sinnvolles...

Beitragvon Karlsson » Di 23. Aug 2016, 20:12

Helfried hat geschrieben:
Das erinnert mich an den Modellflug: Da wurde auch Jahrzehnte mit Stinkern geflogen, den ganz speziellen Sprit gab es an allen Ecken. Mittlerweile tut sich das kaum noch jemand an (unter den Hobby-Neulingen) und praktisch alle fliegen elektrisch (billiger, stärker, sauberer, leiser und so weiter). Mit der neuen Menschen-Generation sind im Modellflug die Stinker tot.

Die fliegen ja auch nur ein paar Minuten. Hatte neulich mit einem Kollegen drüber gesprochen, der Verbrenner Modelle fliegt.

Bei meinem Motorgleitschirm sind dann mit Glück vielleicht 45min drin, eher nur die Hälfte. Mit dem Benziner komme ich dagegen bis zu 4 Stunden weit - und das mit einem luftgekühlten Knalltakter mit Versager - also Ineffizienz³.
Aber in absoluten Zahlen trotzdem eines der sparsamsten manntragenden Fluggeräte bezogen auf die Zeit.

Ich freue mich da aber auch sehr auf E-Mobilität in der Luft...deutlich weniger Vibrationen und Geräusche wären schon nett.
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Re: Manchmal sagt Greenpeace auch was sinnvolles...

Beitragvon Helfried » Di 23. Aug 2016, 20:19

meikel66 hat geschrieben:
@ Helfried,

interessanter Punkt. Dann ist man im Modellflug viel weiter als im Individualverkehr. Respekt.


Modellflug ist ein High Tech Hobby. Da gegen sind manche Elektroautos oder besonders E-Bikes voriges Jahrhundert.

Treten da moderne E-Flugzeuge gegen alte Benziner an? Und hat der E-Antrieb nicht erhebliche Leistungsvorteile?


Es gibt zahlreiche Wettbewerbsklassen. Elektro gegen Stinker treten höchstens bezüglich Baukunst und Vorbildtreue gegeneinander an. E-Motoren sind deutlich leistungsstärker, zumindest bei den nicht sehr großen Modellen.
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Re: Manchmal sagt Greenpeace auch was sinnvolles...

Beitragvon meikel66 » Di 23. Aug 2016, 20:34

Dann bleibt ja nur zu hoffen, dass die Autoindustrie baldmöglichst ihren Rückschritt zum Modellflug wettmachen kann. Schade, dass es keine Querverbindungen zwischen den beiden gibt, dann wären wir eventuelle schon weiter mit der E-Mobilität.
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Re: Manchmal sagt Greenpeace auch was sinnvolles...

Beitragvon meikel66 » Di 23. Aug 2016, 20:35

ähh, Rückstand, nicht Rückschritt
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Re: Manchmal sagt Greenpeace auch was sinnvolles...

Beitragvon Helfried » Di 23. Aug 2016, 20:39

meikel66 hat geschrieben:
Schade, dass es keine Querverbindungen zwischen den beiden gibt, dann wären wir eventuelle schon weiter mit der E-Mobilität.


Die Modellflieger warten sehnsüchtig auf Elektroautos, denen man den Strom für die Flieger entnehmen kann. Denn die Flieger brauchen viiiiel Strom und die Flug-Plätze sind oft weit weg von Steckdosen. Nun geht das bei den wenigsten Autos. Beim Outlander in bestimmten Varianten geht es, dass man die Hochvolt-Batterie anzapfen kann.

Modellflug-"Piloten" bauen sich E-Fahrzeuge gerne selber, damit sie die Fahrbatterie auch für die Flieger als Kraftstation nutzen können. Beliebt sind aus Naturschutzgründen (damit man auch im Fahrverbot fahren darf) E-Bikes mit Lastenanhänger.
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Re: Manchmal sagt Greenpeace auch was sinnvolles...

Beitragvon meikel66 » Di 23. Aug 2016, 20:52

wirklich interessant, tolles und technisch äußerst anspruchsvolles Hobby, Respekt! ;)
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Re: Manchmal sagt Greenpeace auch was sinnvolles...

Beitragvon DonDonaldi » Di 23. Aug 2016, 21:11

Auch wenn ich das Ziel den Umstieg auf die E-Mobilität genauso ganz oben auf der Agenda habe sollte man nicht vergessen das Greenpeace am Ende des Tages auch nichts anderes als ein Lobbyist ist. So wie die OPEC, der ADAC, usw.

Norwegen ist als Beispiel zudem nur bedingt tauglich. Zum einen sind es verhältnismäßig wenig Einwohner und sie sind sehr wohlhabend. Wohlhabend weil Norwegen vom Export vom Gas und Öl sehr gut lebt. Andere verfeuern das in Norwegen gekaufte Gas und Öl und die Wikinger finanzieren damit ihren Wechsel aufs E-Auto. Das ist schon recht speziell.

Selbst wenn in Norwegen ab 20xx keine Verbrenner mehr fahren dürfen hätte das nicht zwangsläufig einen Effekt auf andere Staaten. Norwegen ist kein Transitland und auch als Reiseland nicht unersetzbar.

Zudem wird zwischen den Lobbyisten immer noch heftig gestritten wie groß der Einfluss des Menschen auf das Klima ist. Hier im Forum erst kürzlich wieder. Daher auch gleich an die "Wir haben immer Recht und nur unsere Daten und Studien sind valide"-Fraktion spart Euch den Schaum und die Mühe ich habe Ignore 3000 installiert :lol:
Selbst wenn man davon ausgeht das der Mensch den größten Anteil hat wäre der PKW Verkehr in Europa global betrachtet ein kleines Licht.

Flugreisen, Schiffsverkehr, LKW, Industrieanlagen, Landwirtschaft, Haushalte (Heizungen) usw. emittieren ebenfalls und müssten auch erheblich zur Reduktion mit beitragen um überhaupt etwas zu verändern.

Wenn man dann den europäischen Rahmen verlässt sollte jedem klar sein, dass unsere Einflussmöglichkeiten auf die div. Schwellenländer sehr gering ist. Die Menschen in Indien wollen auch mobil sein so wie wir.

Und schon hierzulande tun sich Politiker schwer mit Einschnitten. Die wollen wieder gewählt werden die leben davon. Wir sind als Wähler zumindest noch nicht attraktiv genug. Nicht mal Autohändler wollen uns als Kunden, weil die angeschlossene Werkstatt mit uns nichts verdient.

Das Menetekel Tesla bzw. Modell 3 immer wieder zu beachwören scheint auch nur bedingt zu verfangen. Um da genug Druck zu erreichen müsste es auch preislich massentauglich sein und das es das wird da habe ich zumindest Zweifel. Warten wir 2018 einfach mal ab.

Was ich tun kann ist im Umfeld werben für E-Autos, selbst mit einem zu fahren und mein Kreuzchen da machen wo ich diese Idee am besten verwirklicht sehe. Aber realpolitisch gebe ich zumindest mich keinen allzu großen Illusionen hin.
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Re: Manchmal sagt Greenpeace auch was sinnvolles...

Beitragvon meikel66 » Di 23. Aug 2016, 21:33

@ DonDonaldi

Also, wenn ich mir die Kurve der E-Fahrzeug-Neuzulassungen anschaue, dann sieht es aus wie eine e-Funktion. Und diese steigt bekanntlich steil nach oben an. Wenn ich den Bestand der letzten Jahre sehe (550.000 - 780.000 - 1.300.000), dann lässt das für die Zukunft mehr als nur hoffen.

Du sprichst natürlich ein heikles Thema an. Von den 2012 errechneten CO2-Ausstoß jedes Bundesbürgers beträgt der Anteil für Auto und Motorrad nur 12% (1,36 Tonnen CO2 von insgesamt 11,1 Tonnen CO2). Der Anteil für Konsumgüter ist mit 3,75 Tonnen (34 %) am höchsten. Und hier lauert ein problematischer Widerspruch. Einerseits sollen wir kräftig konsumieren, damit die Wirtschaft wächst, andererseits sollen wir CO2 einsparen. Wen die anderen Werte interessieren: Heizen 2,47 Tonnen, Strom 0,76 Tonnen, öffentlicher Nahverkehr 1,1 Tonnen, Fliegen 0,95 Tonnen, Ernährung 1,35 Tonnen, öffentliche Emissionen 1,1 Tonnen (siehe auch http://web.de/magazine/wissen/co2-verbr ... r-16730110).
Noch nicht mit eingerechnet sind die rund 1 Tonne CO2, die wir durch unser Atmung freisetzen. (siehe auch http://www.co2online.de/service/klima-o ... -aus-8518/)

Und obwohl der Verkehr nur einen kleinen Teil ausmacht, ist es sinnvoll, auch hier Einsparungen zu realisieren.
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Re: Manchmal sagt Greenpeace auch was sinnvolles...

Beitragvon DonDonaldi » Di 23. Aug 2016, 21:42

Bei den 1.300.000 Fahrzeugen sind das auch E-Roller mit dabei? Wo fahren die alle? Und wie viele Fahrzeuge mit Verbrenner Motor stehen dem gegenüber.
Wenn es zu einem Wandel v.a. zu einem schnellen kommen soll dann braucht es gewaltige Anreize und ein entsprechendes Angebot. Hier hakt es noch gewaltig. Seit vier Monaten suchen wir ein E-Auto. Wäre es ein Verbrenner gewesen hätten Suche und Kauf kaum zwei Wochen in Anspruch genommen.
Und vergiss nicht die große Masse gibt kaum mehr als 10.000€ für ein Auto aus und das auch nur alle paar Jahre.

Wenn wir 2024 eine Million E-Autos auf der Straße haben sollten würde ich das als sehr großen Erfolg verbuchen.
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