Löst Renault mit dem 400 km ZOE den Tipping Point aus ?

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Löst Renault mit dem 400 km ZOE den Tipping Point aus ?

Beitragvon Robert » Do 29. Sep 2016, 20:31

visuel-ZOE_01.jpg.ximg.l_12_m.smart.jpg

Der ZOE war ja bei der Markteinführung schon eine Sensation und die 1. Wahl für Freaks und Spinner. :mrgreen:

Jetzt mit den sensationellen 400 !!! km Reichweite müsste doch der Tipping Point eingeleitet werden ?
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Beitragvon Karlsson » Do 29. Sep 2016, 20:54

Ja, aber nicht allein.
In Kürze werden sie noch den Leaf mit dem gleichen Akku vorstellen, das Golf Upgrade kommt, auch BMW spricht von deutlich mehr Nachfrage seit dem größeren Akku und einen richtigen Schub wird der 60kWh Ampera-E geben.

Ich denke, dass wir im nächsten Jahr mit deutlich mehr Dynamik am Markt rechnen dürfen.
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Re: Löst Renault mit dem 400 km ZOE den Tipping Point aus ?

Beitragvon midimal » Do 29. Sep 2016, 21:01

Erst ab Ampera E gehts los (aber nur, wenn der Preis für die Grundversion stimmt)
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Re: Löst Renault mit dem 400 km ZOE den Tipping Point aus ?

Beitragvon eReader » Do 29. Sep 2016, 21:07

Ich denke, mit den Reichweiten sind wir auf einem guten Weg die Voraussetzungen für den Tipping Point zu erfüllen. Leider bewegen sich die Preise aufgrund der größeren Akkus in die "falsche" Richtung. Daher fürchte ich, dass sich viele Leute eher für ein SUV a la Seat Ateca mit einem Straßenpreis von Mitte 20 TEURO entscheiden, als den Zoe für über 30 TEURO zu kaufen.


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Re: Löst Renault mit dem 400 km ZOE den Tipping Point aus ?

Beitragvon drilling » Do 29. Sep 2016, 21:17

Sehe ich auch so, Reichweite ist nur eine der Voraussetzungen für den Tipping Point, Preise ist mindestens genau so wichtig und die sind noch deutlich zu hoch im Vergleich zu Verbrennern.
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Re: Löst Renault mit dem 400 km ZOE den Tipping Point aus ?

Beitragvon BernhardLeopold » Do 29. Sep 2016, 21:20

Robert hat geschrieben:
visuel-ZOE_01.jpg.ximg.l_12_m.smart.jpg

Der ZOE war ja bei der Markteinführung schon eine Sensation und die 1. Wahl für Freaks und Spinner. :mrgreen:

Jetzt mit den sensationellen 400 !!! km Reichweite müsste doch der Tipping Point eingeleitet werden ?


Die Anzahl der Spinner (die jenseits von 30000 EUR für einen Kleinwagen ausgeben) ist eben begrenzt. Und der neue Akku im ZOÉ ist eben um 2500 EUR teurer als der alte und mit "Schnellladung" sogar 3200 EUR teurer als bisher.

25000 bis 30000 EUR für einen Kleinwagen OHNE Batterie sind einfach zu teuer! Es gibt keinen Grund, warum ein elektrischer Antriebsstrang ohne Batterie teurer sein soll, als ein Turbodiesel mit Abgasnachbehandlung und Automaticgetriebe (außer eben mangelnde Stückzahl = mangelndes Engagement der Hersteller).

Gleichzeitig sind viele kleine Schwächen des ZOÉ (ich nenne hier nur das Fernlicht...) die das Auto als Erstwagen für längere Strecken disqualifizieren NICHT gelöst worden (OK, das neue R-Link kenne ich noch nicht...).
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Re: Löst Renault mit dem 400 km ZOE den Tipping Point aus ?

Beitragvon ATLAN » Do 29. Sep 2016, 21:23

Diese Nutzbarkeitsverbesserungen sind jedenfalls ein schritt in die richtige Richtung, wenngleich auch bitter für manchen Pionier, der jetzt eventuell beim Wiederverkauf seines E-Mobiles durch die sprichwörtlichen Finger schaut. Ist halt ein Risiko das man als "early adopter" eingeht ...
Trotzdem gut, denn nur so kann der weg Richtung Tipping Point aussehen, mehr Reichweite, schneller laden und schließlich billiger als konventionelle Kfz ... 8-)

MfG Rudolf
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Re: Löst Renault mit dem 400 km ZOE den Tipping Point aus ?

Beitragvon Karlsson » Do 29. Sep 2016, 23:18

BernhardLeopold hat geschrieben:
25000 bis 30000 EUR für einen Kleinwagen OHNE Batterie sind einfach zu teuer!

Abwarten. Der Zoe wird ohne Akku in der 22kWh Variante ja seit 1,5 Jahren für 16,5 neu verkauft.
Möglicherweise kommt auch in einiger Zeit ein Strassenpreis 25k€ mit 41kWh Akku. Das ist zwar immer noch deutlich teurer als ein trendiger Benziner, aber man muss halt auch die Gesamtkosten sehen, da die Betriebs- und Wartungskosten niedriger sind.
Bisher hat die Akkumiete da fies reingehauen, mit dem Kaufakku könnte es auch besser aussehen.
Für mich ist das die Alternative zu einem Mini, der irgendwo auch ein Lifestyle Mobil ist und kostentechnisch liegen die dann nicht so groß auseinander, bzw den Luxus des erhabenen elektrischen Gleitens gibt es relativ günstig. Es käme jedenfalls teurer, einen 6-Zylinder zu nehmen, der an das elektrische Fahrgefühl nicht dran kommt.

Auf jeden Fall ist die Grundvorrausetzung einer passablen Reichweite dan langsam mal erfüllt und die weltweiten Verkäufe sind in den letzten Jahren ja mit kleineren Akkus schon angezogen.
Das befruchtet sich dann zukünftig zunehmend selbst, da die Kosten durch die Stückzahlen sinken und sich dadurch die Stückzahlen weiter erhöhen.
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Re: Löst Renault mit dem 400 km ZOE den Tipping Point aus ?

Beitragvon AbRiNgOi » Fr 30. Sep 2016, 08:49

Die Grundproblem der Elektromobilität:

.) Die Fahrzeuge sind zu teuer
.) Die Reichweite ist ein Witz
.) Die Ladeinfrastruktur zu schwach, nicht Barrierefrei und zu wenig

Aber es wird besser. Wann isz der "Tipping Point"?
Wenn die neue Technologie besser und billiger ist setzt diese sich durch

Es geht also beim so gefürchtetem Tipping Point nicht um einen Prozess, nicht um die Geschwindigkeit mit der etwas passiert, sondern um knallharte Fakten.

.) die Fahrzeuge sind noch immer zu teuer
.) Die Reichweite ist besser, und gerade mal aus der Witzecke herausen
.) Die Ladeinfrastrukur wächst, aber die Abrechnung geht in eine falsche Richtung

Erst wenn der kleine billige Benziner den gleichen Preis hat, erst wenn jedes Fahrzeug um diesen kleinen Preis (unter 15.000€) einen 100kWh Akku hat und wenn die 4C Ladung (=15min, 400kW) an jeder Tankstelle mehrfach möglich ist, dann ist die Prognose erfüllt, dann ist es besser und billiger.

So sehr ich meine ZOE liebe, so sehr ich mich auf das Batterieupgrate freue, aber es ist nur ein Popcorn das poppt, nich der Tipping Point.
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Re: Löst Renault mit dem 400 km ZOE den Tipping Point aus ?

Beitragvon Super-E » Fr 30. Sep 2016, 09:50

Ich gebe AbRiNgOi da vollkommen recht. Die erhöhte Reichweite reduziert für einige ein NoGo auf der Liste, aber viele der E-Interessenten in meinem Bekanntenkreis haben auch die bisherige Reichweite als "erträglich" empfunden. Bei nahezu allen war der Preis ausschlaggebend. Sprich ein Zoe mit 22kWh Akku für 15k€ (ohne Miete) würde viel eher einen Tipping point darstellen. Den eigentlich ist Renault eher ein günstiger Anbieter und keine Edelkleinwagenschmiede. Wäre das ein Mini, sähe das schon wieder anders aus.

Des Weiteren bin ich vom neuen Zoe eigentlich eher enttäuscht und kann die . Die 41kWh sind natürlich super, aber ansonsten kein Fortschritt. Im Vergleich zum Ampera sehe ich da keine Chance. (der kann seinen Siegeszug eigentlich nur noch dadurch vereiteln, dass er nur DC50kW hat, oder mehr als die 37k€ des Zoe kostet)

Renault hätte einiges machen können um den Zoe zu verbessern. Zum einen eine ordentliche Steigerung der Ladeleistung (CD >> 50kW) und von TESLA lernen und dem Zoe einenstarken Motor verpassen. Ich denke viele wären eher bereit für einen Kleinwagen 37k auszugeben, wenn der 200PS hat (ich schreibe extra PS, obwohl ich das bei EVs hasse, um die Zielgruppe zu markieren). Dafür fehlt dann aber auch wieder der Rest - stichwort Mini...

TESLA ist nicht so erfolgreich wegen seiner grossen Akkus, sondern wegen der krassen Performance (die im Alltang niemand nützt und daher auch keinem schadet).

Es fehlt da einfach das Preis-Leistungsverhältnis. Anmutung und Leistung wie ein günstiger Kleiunwagen, aber Preis eines Edelkleinwagens. Preisbewussten Käufern zu teuer, Edelkäufern zu "schäbig". Letztere wenden sich eher dem i3 zu und erstere - wie ich - vermutlich eher dem AmperaE.
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