Löst Renault mit dem 400 km ZOE den Tipping Point aus ?

Alle Themen über Elektroautos, zu denen es kein eigenes Forum gibt

Re: Löst Renault mit dem 400 km ZOE den Tipping Point aus ?

Beitragvon iOnier » Do 6. Okt 2016, 20:28

Karlsson hat geschrieben:
Ach so....ok, dann viele glückliche Kilometer!
Ich glaube Du warst ja der Pendler-Kilometerfresser, ne? Billig eingekauft und 8 Jahre Akkugarantie ist da so gesehen ja auch ein nachvollziehbarer Plan.

Sieht bei mir ja ähnlich aus, obwohl "Kilometerfresser" etwas übertrieben wäre. Aber hochgerechnet werde ich auf 17,5 Mm pro Jahr kommen, was für das Wägelchen sicher nicht wenig ist.
Fahrkomfort ist mit Sicherheit eine Nummer unter der Zoe (kürzerer Radstand, schmalere Reifen), mir reicht sie aber völlig aus, ist für einen Kleinstwagen mehr als akzeptabel und sticht einen Smart noch um Längen aus. Und dafür kommt die Wendigkeit fast an ein Go-Kart, obwohl der Wendekreis mit 9 m gut einen m größer ist als der eines Smart (6,95 m) :-)
In der Beschleunigung liegen Zoe und Drillinge von der Papierform her sehr nah beieinander. Insgesamt sehe ich nicht, warum die Zoe vom reinen Fahrspaß her mehr bringen sollte als ein Drilling (ich rede jetzt nicht vom Komfort, sondern von der Fahrdynamik).
Die Zoe habe ich noch nie gefahren - reagiert sie prompter auf's Fahrpedal als ein Drilling? Der fährt die Motorleistung ja über eine leichte "Rampe" hoch / 'runter, wenn man mit dem Pedal eigentlich ein Rechtecksignal vorgibt ;-) - ist mir aber noch direkt genug - von modernen Verbrennern mit Automatik kenne ich da weitaus schlimmeres ...
Wenn sie den Ersatzakku für 4k offerieren würden, hätte ich wohl auch einen gekauft.

Ich hoffe ja noch. Also dass sie bis dahin soweit sind. Wenn ich mit der Garantie durch bin. Zumal ich ja auch noch etwas mehr geblecht habe ohne Kaufprämie.

Wie auch immer; back to topic: für mich war der persönliche tipping point erreicht, als im letzten Jahr der PSA-Konzern die Preise für das französische Drillingspaar so deutlich gesenkt hat. Die Zoe dagegen wäre mir noch jetzt zu teuer. Zumal ich von ihren Vorzügen persönlich nicht oder kaum profitieren würde. Dennoch hat sie die E-Mobilität insgesamt etwas näher an die Alltagstauglichkeit "für Jedermann" herangebracht.
Gruß
Werner
Benutzeravatar
iOnier
 
Beiträge: 651
Registriert: Mi 23. Dez 2015, 00:53

Anzeige

Re: Löst Renault mit dem 400 km ZOE den Tipping Point aus ?

Beitragvon TeeKay » Fr 7. Okt 2016, 16:15

Ich bin 2 Jahre Drilling und 2 Jahre Zoe gefahren und finde den Drilling im Fahrspaß überlegen. All deine Punkte bzgl. Wendigkeit etcpp. kann ich so bestätigen.
Projekt Stromspeicher im Selbstbau mit BMW i3 & Passat GTE Batterien: http://www.stromspeicher.blog/
kW ≠ kWh ≠ kW/h
Benutzeravatar
TeeKay
 
Beiträge: 9697
Registriert: Di 15. Okt 2013, 10:40
Wohnort: Berlin und Frankfurt

Re: Löst Renault mit dem 400 km ZOE den Tipping Point aus ?

Beitragvon stefan72 » Sa 8. Okt 2016, 11:35

Ich glaube nicht dass es einen mehr oder weniger klar definierten Tipping Point gibt. Meiner Ansicht nach wird das eher eine schleichende Umstellung sein...Die aktuelle Fahrzeuge sind punkto Reichweite sicher ein Meilenstein, aber dies wird zum Tipping Point kaum reichen wie hier im Forum ja auch schon von vielen gut umschrieben dargelegt wurde.

Es bleibt vor allem Tesla welche die Elektromobilität attraktiv erscheinen lässt. Bei allen etablierten Herstellern tut man sich doch arg schwer mit der Umstellung. Entweder werden die Fahrzeuge mit Schnarchladern ausgerüstet oder sie sind preislich zu hoch angesetzt. Auch wenn mir der neue ZOE mit 300km Reichweite gut gefällt, so wird der Preis nicht dazu beitragen um neue Käuferschichten zu gewinnen. Für meinen Geschmack hat der Wagen zu viele Extras die ich nicht brauche und die das Fahrzeug verteuern. Irgend etwas zwischen Twizy und ZOE und unter 20'000 Euro mit Batterie wäre so meine Vorstellung.

Ein weiteres Problem dass in der Elektroauto-Szene oft gern übersehen wird: Das Elektroauto ist zwar, gewisse Bedingungen vorausgesetzt, betreffend Ökobilanz schnell mal im Vorteil gegenüber einem Verbrenner. Aber es sind eben diese Voraussetzungen die oft das Problem sind um Menschen zum Wechsel zu bewegen. Das E-Auto wird dabei sehr oft als "zuwenig grün" angesehen als dass sich der Umstieg lohnt. Damit sind dann vor allem der Ressourcen -Verbrauch, die Stromherkunft und die weiterhin benötigte Strasseninfrastruktur gemeint. Auch Stauprobleme, Rebound-Effekte, und Platzverbrauch können Hindernisse sein um sich für E-Mobilität zu begeistern. Diese Bedenken sind auch berechtigt. Um wirklich einen starken Nachhaltigkeitsausweis erbringen zu können braucht es: bessere Effizienz (soweit recht gut gelöst), Konsistenz (Einsatz regenerativer Energien) und Suffizienz. Die beiden letzteren können vom Nutzer massgeblich beeinflusst werden...

Trotz all den aufgeführten Problematiken bin ich der Meinung dass der Umstieg schon jetzt eine positive Bilanz hat (das E-Auto ist ja nicht nur effizienter sondern hat noch viele andere Vorteile), selbst wenn Konistenz und Suffizienz nicht umgesetzt werden und ich werde mich weiterhin gerne für einen Umstieg stark machen. Vor allem auch weil die E-Mobilität im Bereich Nutzung erneuerbarer Energiequellen viel Potential bietet. Betreffend Suffizienz erwünschte ich mir manchmal etwas mehr Bewusstsein. Aber der Begriff ist ja auch noch etwas neu und wurde erst 1993 eingeführt. :)
Elektroautos Neu & Occasion https://www.evzone.ch/elektroautos.html
Aktion Mobile Lader (NRGkick) http://tinyurl.com/mobile-lader
evzone.ch - der e-mobility marktplatz
stefan72
 
Beiträge: 14
Registriert: Di 26. Jan 2016, 18:02
Wohnort: Region Bremgarten, CH

Re: Löst Renault mit dem 400 km ZOE den Tipping Point aus ?

Beitragvon Schneemann » Sa 8. Okt 2016, 11:55

Ich würde mal sagen, die Suffizienz muss mehr in einem Generationenmodell gesehen werden. Die technische, wirtschaftliche und persönliche Entwicklung im Freizeitbereich verändert die Menschheit in immer schnellerer Weise. So wird es die Generation der jetzt unter 25-Jährigen sein, die sich am ehesten an ein neues Modell der Mobilität gewöhnt und nicht versucht, die jetzigen Möglichkeiten ungeachtet des dafür notwendigen Einsatzes von Ressourcen auf das neue Modell zu übertragen.

Stichwort: Die sauberste Energie ist die, die nicht gebraucht und somit auch nicht vorgehalten/gespeichert werden muss. Das soll natürlich nicht in Askese enden, wie einige hier gleich befürchten, sondern muss in einem sinnvollen Maße zu den Erzeugungsmöglichkeiten von sauberere Energie geschehen.
Meine Erfahrungen mit der E-Mobilität auf Kennzeichen E

In the year 5555
Your arms hanging limp at your sides
Your legs got nothing to do
Some machine’s doing that for you
Benutzeravatar
Schneemann
 
Beiträge: 301
Registriert: Di 31. Mai 2016, 17:49
Wohnort: Quickborn-Heide

Re: Löst Renault mit dem 400 km ZOE den Tipping Point aus ?

Beitragvon iOnier » Sa 8. Okt 2016, 12:08

+1

Ein sehr vernünftiges Statement!
Gruß
Werner
Benutzeravatar
iOnier
 
Beiträge: 651
Registriert: Mi 23. Dez 2015, 00:53

Re: Löst Renault mit dem 400 km ZOE den Tipping Point aus ?

Beitragvon DonDonaldi » Mo 10. Okt 2016, 16:07

stefan72 hat geschrieben:
Es bleibt vor allem Tesla welche die Elektromobilität attraktiv erscheinen lässt. Bei allen etablierten Herstellern tut man sich doch arg schwer mit der Umstellung. Entweder werden die Fahrzeuge mit Schnarchladern ausgerüstet oder sie sind preislich zu hoch angesetzt. Auch wenn mir der neue ZOE mit 300km Reichweite gut gefällt, so wird der Preis nicht dazu beitragen um neue Käuferschichten zu gewinnen. Für meinen Geschmack hat der Wagen zu viele Extras die ich nicht brauche und die das Fahrzeug verteuern. Irgend etwas zwischen Twizy und ZOE und unter 20'000 Euro mit Batterie wäre so meine Vorstellung.


Erklär mir das bitte mal. Tesla ist attraktiv, aber Dir schwebt eine Mischung aus ZOE und Twizy für unter 20k€ vor. Da könnte man einen Drilling evt. sogar zwei Gebrauchte fast finden (falls einer geladen wird).
Und die neue ZOE mit 41kWh ist schon nicht schlecht für den Preis zumindest im Vergleich zum "attraktiven" Tesla, der wenn überhaupt nur die doppelte Reichweite (dafür kostet die ZOE vergleichbar nur einen Bruchteil), aber dafür in dt. Städten ein wesentlich größeres Parkplatzproblem haben dürfte.
DonDonaldi
 
Beiträge: 844
Registriert: Fr 1. Apr 2016, 07:39

Re: Löst Renault mit dem 400 km ZOE den Tipping Point aus ?

Beitragvon Karlsson » Mo 10. Okt 2016, 16:19

stefan72 hat geschrieben:
Irgend etwas zwischen Twizy und ZOE und unter 20'000 Euro mit Batterie wäre so meine Vorstellung.

Falls der Twingo ZE noch kommt, wäre er wohl das gesuchte. Das Schwestermodell Smart Forfour hat nur leider arg wenig Akku und lädt auch nicht über 22kW (wobei das schon >1C bedeutet wegen dem kleinen Akku).

Schneemann hat geschrieben:
Stichwort: Die sauberste Energie ist die, die nicht gebraucht und somit auch nicht vorgehalten/gespeichert werden muss.

Jo - ich fahre 60% weniger als noch vor ein paar Jahren und mein Auto braucht für den Kilometer 70% weniger Energie als das vorherige. Und selbst wenn da jetzt noch 100kg Akku drauf kämen, würde das an den Zahlen kaum was verändern, mir aber kräftig helfen, den Eigenverbrauch meiner hoffentlich baldigen PV Anlage deutlich zu erhöhen - so what!?!

Dein Ansatz ist doch sinngemäß "95% reichen nicht, lasst uns massive Einschränkungen in Kauf nehmen, dann erreichen wir 96%".
---------------------
Zoe Intens Q210
Pedelec Eigenbau
Benutzeravatar
Karlsson
 
Beiträge: 9187
Registriert: Fr 15. Mär 2013, 12:41

Re: Löst Renault mit dem 400 km ZOE den Tipping Point aus ?

Beitragvon Hachtl » Mo 10. Okt 2016, 18:17

Twingo ZE wird schon kommen. Wird voraussichtlich zusammen mit dem Smart ED (zweite Generation) im selben Werk hergestellt.

http://ecomento.tv/2016/10/06/elektromobilitaet-daimler-beraet-mit-renault-nissan-ueber-engere-zusammenarbeit/
Renault Zoe Intens R240 Arktis Weiß Bild MeineZoe auf YouTube
Benutzeravatar
Hachtl
 
Beiträge: 1467
Registriert: Sa 19. Sep 2015, 21:02
Wohnort: Eggolsheim

Re: Löst Renault mit dem 400 km ZOE den Tipping Point aus ?

Beitragvon Schneemann » Mo 10. Okt 2016, 19:30

Karlsson hat geschrieben:
Jo - ich fahre 60% weniger als noch vor ein paar Jahren und mein Auto braucht für den Kilometer 70% weniger Energie als das vorherige. Und selbst wenn da jetzt noch 100kg Akku drauf kämen, würde das an den Zahlen kaum was verändern, mir aber kräftig helfen, den Eigenverbrauch meiner hoffentlich baldigen PV Anlage deutlich zu erhöhen - so what!?!

Dein Ansatz ist doch sinngemäß "95% reichen nicht, lasst uns massive Einschränkungen in Kauf nehmen, dann erreichen wir 96%".


Es ist müßig. Du siehst deine Bedürfnisse, ich sehe die Bedürfnisse aller gemessen an den Möglichkeiten und dem Aufwand dafür. Wir werden so nie zusammen kommen.

Aber vielleicht missverstehen wir uns auch nur. Definiere mal "massive Einschränkungen".
Meine Erfahrungen mit der E-Mobilität auf Kennzeichen E

In the year 5555
Your arms hanging limp at your sides
Your legs got nothing to do
Some machine’s doing that for you
Benutzeravatar
Schneemann
 
Beiträge: 301
Registriert: Di 31. Mai 2016, 17:49
Wohnort: Quickborn-Heide

Anzeige

Vorherige

Zurück zu Allgemeine Themen

 
  • Ähnliche Themen
    Antworten
    Zugriffe
    Letzter Beitrag
  • Ähnliche Artikel im Blog

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 7 Gäste