Lieber minimale oder maximale Tank-Stopps auf langer Tour?

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Re: Lieber minimale oder maximale Tank-Stopps auf langer Tou

Beitragvon TeeKay » So 22. Mai 2016, 12:48

Solange es
- nur einen Schnellladepunkt je Standort gibt
- keine Beschilderung und keine effektive Kontrolle der Parkregeleinhaltung gibt
- keine annähernde ABB-Zuverlässigkeit bei den Ladepunkten gibt,
solange sind alle diese Rechnereien schöne Theorie. Aber wenn ich zur besten Mittagszeit die Zoe mit 120km/h über die Bahn fliegen lasse, dann in der Erwartung maximaler Schnellladung am Ladepunkt ankomme und feststelle, dass dort
- Karl Arsch und Erna Gleichgültig vor dem Ladepunkt parken,
- vor mir schon eine andere Zoe auf das Freimachen der Parkplätze wartet und
- selbiger Fahrer dann feststellt, dass der tolle EBG-Ladepunkt mal wieder nicht funktioniert,
dann besteht die Theorie den Praxistest nicht.

Daher fahre ich doch lieber maximal energiesparend und lade möglichst selten.
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Beitragvon Herr Fröhlich » So 22. Mai 2016, 13:18

Wie schön man Dinge auf den Punkt bringen kann.
Zitat TeeKay: "Daher fahre ich doch lieber maximal energiesparend und lade möglichst selten"

Die Praxis ist oft in der Theorie leichter, als in der Praxis. :idea:
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Re: Lieber minimale oder maximale Tank-Stopps auf langer Tou

Beitragvon Zoe1114 » Mo 23. Mai 2016, 11:20

Da zwar die Ladegeschwindigkeit bis ca. 82% linear ist, der Verbrauch wegen Luft- und Rollwiderstand jedoch nicht, habe ich für mich (Zoe Q210) die optimale Reisegeschwindigkeit je nach Ladeleistung der nächsten erreichbaren Ladestation ermittelt:
Nächste Ladestation 43kW: Geschwindigkeit 110 km/h
nächste Ladestation 22kW: Geschwindigkeit 90 km/h
nächste Ladestation 11kW: Geschwindigkeit 70 km/h
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Re: Lieber minimale oder maximale Tank-Stopps auf langer Tou

Beitragvon prophyta » Mo 23. Mai 2016, 11:58

Zoe1114 hat geschrieben:
.... die optimale Reisegeschwindigkeit je nach Ladeleistung der nächsten erreichbaren Ladestation ermittelt:
Nächste Ladestation 43kW: Geschwindigkeit 110 km/h
nächste Ladestation 22kW: Geschwindigkeit 90 km/h
nächste Ladestation 11kW: Geschwindigkeit 70 km/h

Genau so mache ich das auch.

nächste Ladestation 50 kW: Geschwindigkeit 120 km/h
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Re: Lieber minimale oder maximale Tank-Stopps auf langer Tou

Beitragvon wp-qwertz » Mo 23. Mai 2016, 12:06


krasse liste. danke dafür. ist mal interessant.

und allgemein: hätte ich mir fast gedacht, dass bei diesem thema die meinungen nicht konform sind :D spannende sichtweisen.

da ist die öko-geschwindigkeit beim zoe mit 96km/h ja ein wirklich guter wert für die reisen.
denn auch wenn ich fast nur 43kW lader habe, ist die zeitersparnis marginal und dadurch, dass ich mit der geschewindigkeit weniger verbrauch, auch wieder etwas weniger ladezeit nötig....
werde naturstrom.de kunde: http://links.naturstrom.de/lm4j und tu gutes: die "Andheri-Hilfe Bonn e.V." bekommt den wechselbonus.
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Re: Lieber minimale oder maximale Tank-Stopps auf langer Tou

Beitragvon Alex1 » Mo 23. Mai 2016, 15:02

Zoe1114 hat geschrieben:
Da zwar die Ladegeschwindigkeit bis ca. 82% linear ist, der Verbrauch wegen Luft- und Rollwiderstand jedoch nicht, habe ich für mich (Zoe Q210) die optimale Reisegeschwindigkeit je nach Ladeleistung der nächsten erreichbaren Ladestation ermittelt:
Nächste Ladestation 43kW: Geschwindigkeit 110 km/h
nächste Ladestation 22kW: Geschwindigkeit 90 km/h
nächste Ladestation 11kW: Geschwindigkeit 70 km/h
siehe: http://cdn.goingelectric.de/forum/resources/image/27295
Nette Liste, danke!

Mangels flachen Geländes kann ich die Verbräuche bei konstantem Tempo leider nicht verifizieren. Die Größenordnung stimmt wohl Wo hast Du die Werte für Roll- und Luftwiderstand her :?:

Wie verändern sich wohl die Werte, wenn Du für jeden Zapfvorgang ein paar Minuten Rüstzeit einbaust :?: Man muss ja schließlich von der BAB runter, Säule suchen, ein- und ausstecken, verifizieren etc. Das sind vielleicht jedes Mal 2 oder 3 oder 5 Minuten. Könnte ich natürlich jetzt auch machen, immer 0,08 oder 0,05 Stunden dazu addieren. Bin aber grad zu faul dazu... :lol:
Herzliche Grüße
Alex
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Re: Lieber minimale oder maximale Tank-Stopps auf langer Tou

Beitragvon Majaleia » Mo 23. Mai 2016, 17:14

In Norwegen und Schweden habe ich den Leaf auf längeren Strecken immer voll geladen oder halt bis 80%, denn oftmals durfte man nur bis zu 80% vollladen, damit die wartenden E-Autos auch mal dran kamen. ;) Ist ja nicht so wie in D, wo es weit und breit keine E-Autos gibt.
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Re: Lieber minimale oder maximale Tank-Stopps auf langer Tou

Beitragvon TeeKay » Di 24. Mai 2016, 15:52

Heute haben wir gleich mal die Probe aufs Exempel gemacht: Weil ich es eilig hatte, fuhr ich nicht verbrauchsoptimiert gen Garbsen. Die letzten 10km sogar mit 135km/h. Und was stelle ich fest, als ich dort ankomme? Ein Golf GTE hat sich das 43kW-Kabel geschnappt und lädt nicht. Wer sich auf deutsche Emobilitäts-Spielzeug-Infrastruktur verlässt, ist verlassen. Aber gut, dass die Uni Hannover mal das angeschlossene Nichtladen am Schnelllader so richtig intensiv mit ihrem Golf GTE erforscht.
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Re: Lieber minimale oder maximale Tank-Stopps auf langer Tou

Beitragvon Taxi-Stromer » Di 24. Mai 2016, 16:55

Foto machen, und dieses mit gerade noch höflichem Text (der deutlich den Unmut erkennen lässt) an den Rektor schicken.... 8-)
Seit 11.11.2015 Leaf Tekna (EZ 3/2015), bisher 31.000 selbst gefahrene (und jeden Einzelnen davon genossenen!) Kilometer! 8-)
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Re: Lieber minimale oder maximale Tank-Stopps auf langer Tou

Beitragvon SchluckWasser » Mi 25. Mai 2016, 15:21

Ganz klar: lieber maximale Tank-Stopps :ugeek:
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