Lieber minimale oder maximale Tank-Stopps auf langer Tour?

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Re: Lieber minimale oder maximale Tank-Stopps auf langer Tou

Beitragvon umberto » Fr 20. Mai 2016, 23:28

STEN hat geschrieben:
Die beste Reiseperformance erreichst Du, wenn Du zwischen 2 Ladesäulen die jeweilige
Höchstgeschwindigkeit fährst, die es dir erlaubt die Säule gerade noch zu erreiche


Das gilt nur, wenn Du durchgängig 43 kW laden kannst. Die beste Reiseperformance hängt von Deinem Verbrauch und der zu erwartenden Ladegeschwindigkeit ab.

So ist es bei einer Zoe bei 22 kW egal, ob Du 120 oder 80 fährst, einmal fährst Du länger, einmal lädst Du länger.

optimale_v_quer_je_nach_ladung.jpg


Wenn Du den ersten Ladehalt einsparen kannst, fährst Du insgesamt am schnellsten (Binsenweisheit). Bei 2-4 Ladehalten geht die Reisegeschwindigkeit nur noch gering zurück.

40kw_reise_ueber_ladehalt.jpg


Gruss
Umbi
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Beitragvon siggy » Fr 20. Mai 2016, 23:30

Weniger Ladestopps anfahren und dafür angepasste also eher niedrigere Geschwindigkeit heißt schneller und ausgeruhter ankommen. Erst "besser" bei noch mehr (dichteren)Ladesäulen. Navimeldungen "es reicht nicht" ausschalten das weiß ich meist besser. Klar gab es da eine Kernprozess. Außerdem gründliche Abklärung der Ladealternativen lässt mich und Beifahrer ausgeruht ankommen. Meine Erfahrung bisher nach 2 Jahren und 113.000km.
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Re: Lieber minimale oder maximale Tank-Stopps auf langer Tou

Beitragvon Nordlicht » Sa 21. Mai 2016, 06:41

Ich habe nur einen Vergleich auf Langstrecke (Seedorf-Köln; 540km).
HubertB mit seiner Q210 hat auf dieser Strecke glaube ich 5 Mal gestoppt (3×43kw) und immer nur so viel geladen, wie sein musste den nächsten Ladestop zu erreichen. Seine Reisegeschwindigkeit lag bei 110km/h oder etwas höher.
Ich mit meiner R240 habe auf dem Rückweg nur 3 gestoppt und bin nie über 92km/h gefahren.
Zeitlich war es kein Unterschied...
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Re: Lieber minimale oder maximale Tank-Stopps auf langer Tou

Beitragvon flow2702 » Sa 21. Mai 2016, 08:42

umberto hat geschrieben:
Das gilt nur, wenn Du durchgängig 43 kW laden kannst. Die beste Reiseperformance hängt von Deinem Verbrauch und der zu erwartenden Ladegeschwindigkeit ab.

So ist es bei einer Zoe bei 22 kW egal, ob Du 120 oder 80 fährst, einmal fährst Du länger, einmal lädst Du länger.

optimale_v_quer_je_nach_ladung.jpg



Sch..., wenn ich diese Grafik mal vor dem Kauf gesehen hätte - dann wäre es wohl doch der gebrauchte Q210 geworden.
Meine Praxiserfahrung mit dem R240 bestätigt nämlich exakt die 22kW-Kurve, im Sinne von: Es ist egal was ich mache, ich komme nicht schneller ans Ziel (oder: Altes Land-Hannover dauert 3 Stunden, egal wie).
Dass es im Geschwindigkeitsbereich des Q210 (Definitionsbereich) keine negative Steigung dieser Kurve gibt ist bemerkenswert.
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Re: Lieber minimale oder maximale Tank-Stopps auf langer Tou

Beitragvon iOnier » Sa 21. Mai 2016, 21:05

Man müsste mal die Sollfahrttheorie von Paul McCready https://de.m.wikipedia.org/wiki/Sollfahrttheorie auf E-Autos umsetzen :-)

Als E-Autofahrer hat man nämlich, wenn man eine maximale Durchschnittsgeschwindigkeit anstrebt, so ziemlich die gleiche Fragestellung wie der Segelflieger: wie schnell fahre ich (gleite ich Höhe ab) zwischen 2 Ladepunkten (Aufwinden) wenn ich mit welcher Ladeleistung (Aufwindstärke) rechnen kann?

Und gleichermaßen muss man energiebewusst (nicht immer -sparsam!) unterwegs sein: kann ich "aasen", weil der nächste starke Ladepunkt (Aufwind) nah genug ist oder muss ich haushalten, um ihn überhaupt zu erreichen - nichts ist schließlich langsamer, als gar nicht am Ziel anzukommen :-) / muss ich diesen "schwachen" Ladepunkt (Aufwind) nutzen oder stehen die Chancen gut genug, dass ich den nächsten "starken" erreiche und er auch funktioniert? - Und so weiter.
Gruß
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Re: Lieber minimale oder maximale Tank-Stopps auf langer Tou

Beitragvon umberto » Sa 21. Mai 2016, 21:57

Die Kurven oben basieren de facto auf dieser Überlegung

tges = tfahren + tladen

Zeit = Weg / Geschwindigkeit. Und der Weg kürzt sich raus, was die Formeln dann universell nutzbar macht.

Für den Anwender bleibt immer nur die Maxime "Geschwindigkeit maximal so wählen, daß Ladestelle erreichbar".

Gruss
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Re: Lieber minimale oder maximale Tank-Stopps auf langer Tou

Beitragvon umberto » Sa 21. Mai 2016, 22:00

flow2702 hat geschrieben:
Dass es im Geschwindigkeitsbereich des Q210 (Definitionsbereich) keine negative Steigung dieser Kurve gibt ist bemerkenswert.


Ja, was wäre das für ein Ding, wenn alle 30 km eine 43 kW-Station stünde...Quick hopping. :-)

Was meinst Du, wie cool die Kurve bei den 70 kW des Tesla (durchschnitliche Ladeleistung) aussieht? Oder gar bei 150 kW (irgendwann in ein paar Jahren).

Gruss
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Re: Lieber minimale oder maximale Tank-Stopps auf langer Tou

Beitragvon Alex1 » Sa 21. Mai 2016, 22:19

umberto hat geschrieben:
Ja, was wäre das für ein Ding, wenn alle 30 km eine 43 kW-Station stünde...Quick hopping. :-)

Gruss
Umbi
Alle 30 km von der BAB runter, Säule finden, verifizieren, anstecken, prüfen lassen, laden, wieder abstecken, Rüssel verräumen, wieder einsteigen, starten, ausparken, Raststätte verlassen, wieder auf BAB-Tempo beschleunigen?

Vielleicht, wenn die eZapfe direkt neben der BAB liegt, vorher freigeschaltet werden kann und induktiv oder über Tesla-Roboter sekundenschnell geladen werden kann :lol:

Oder meinst Du die prinzipielle Verfügbarkeit von Schnellladern alle 30 km, also auch auf jedem BAB-Parkplatz? Da bin ich voll dabei :mrgreen:
Herzliche Grüße
Alex
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Re: Lieber minimale oder maximale Tank-Stopps auf langer Tou

Beitragvon iOnier » Sa 21. Mai 2016, 22:57

umberto hat geschrieben:
Für den Anwender bleibt immer nur die Maxime "Geschwindigkeit maximal so wählen, daß Ladestelle erreichbar".

Jein. Wenn die Ladestelle, die Du mit "Heizen" gerade noch erreichst eine Schuko ist hast Du verspielt :-)
Wenn wir aber nur Schnellladestationen anfahren, mit denen die Ladegeschwindigkeit unseres Akkus ausgereizt werden kann, hast Du natürlich Recht. Nur die glückliche Situation haben wir ja nicht immer.
Gruß
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Re: Lieber minimale oder maximale Tank-Stopps auf langer Tou

Beitragvon Hanseat » So 22. Mai 2016, 00:55

Ich lade immer bis 80% und fahre dann zum nächsten Schnelllader. :lol:

Mal im Ernst, im Ausland geht das natürlich.
Hier in D muss man das halt so planen, dass es passt, und dann muss noch die CHAdeMO-Säule, die neben den SLAM-Säulen steht, funktionieren. :oops:

Aber meistens fährt man sowieso Umwege ohne Ende - ich komme da teilweise auf knapp 10% der Gesamtkilometerleistung nur um zur einem Lader hinzukommen.
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