Kaufberatung Zoe vs. Yaris Hybrid

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Re: Kaufberatung Zoe vs. Yaris Hybrid

Beitragvon Karlsson » Do 28. Jan 2016, 19:36

Das mit dem weiter nutzen wegen der Ökologie oder dem Kapitalismus ist doch Mumpitz, sofern das Auto nicht in die Presse geschoben statt verkauft und weiter genutzt wird. Meinen 11 jährigen Opel hab ich auch bewusst an ein junges Mädel statt einen Afrika Autoschieber verkauft. Der wird noch sicher einige Jahren in unseren Landen unterwegs sein.

Wenn man dem entsagen will, muss man sich halt ganz vom Auto trennen.
Das will ich nicht, hab mich aber immerhin schon zu 3/4 von den Ölgesellschaften getrennt :D
Das letzte Viertel kommt spätestens in den frühen 2020er Jahren.
Und ich hoffe, dass wir beim Haus (Heizung, Warmwasser) dieses Jahr auch weg von den fossilen kommen.
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Re: Kaufberatung Zoe vs. Yaris Hybrid

Beitragvon eMarkus » Do 28. Jan 2016, 19:42

Hallo campr, selbst wenn wir kein Wirtschaftswachstum haben (z.B. Japan seit über 30 Jahren) , ist das doch trotzdem keine Indikation für Umweltschutz, oder schützt Japan die Umwelt besser als wir ?
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Re: Kaufberatung Zoe vs. Yaris Hybrid

Beitragvon eMarkus » Do 28. Jan 2016, 19:48

Karlsson hat geschrieben:
Meinen 11 jährigen Opel hab ich auch bewusst an ein junges Mädel statt einen Afrika Autoschieber verkauft. Der wird noch sicher einige Jahren in unseren Landen unterwegs sein.


Was ist hier der Punkt mit Afrika Karlsson ? Weil in Afrika wahrscheinlich noch bleihaltiger Sprit verfahren wird ? Oder weil ihn die vielleicht zerlegt hätten ? Oder sich das Mädel sonst für einen Neuwagen entschieden hätte ?
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Re: Kaufberatung Zoe vs. Yaris Hybrid

Beitragvon ChrisZero » Do 28. Jan 2016, 20:02

@campr: ich finde deinen Denkansatz sehr gut und bin mir sicher, dass wenn du noch etwas Zeit zum Nachdenken hast, erkennen wirst, dass ausser Fahrrad oder per pedes das EV die einzige Möglichkeit ist, nachhaltig und ressourcenschonend unterwegs zu sein.

Gruss Chris

PS: Diese deine midlife crisis haben wir schon etliche Jahre vor dir gehabt :lol:
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Re: Kaufberatung Zoe vs. Yaris Hybrid

Beitragvon mustanse » Do 28. Jan 2016, 22:15

Also kurze Zusammenfassung: Vor einem halben Jahr rüttelt Dich Pispers aus dem Konsumschlaf auf und Du beginnst Dich für Kapitalismuskritik zu interessieren. Du startest vor wenigen Tagen einen Faden im Forum und fragst recht bestimmt und sehr konkret nach einer Kaufberatung neuer Zoe oder Yaris HSD und beginnst jetzt ein Buch zu lesen und schon bist Du antikapitalistischer Aktivist?
Eine Schwalbe macht keinen Sommer und ein Buch zu lesen bildet keine fundierte Meinung, dafür ist ein längerer Prozess notwendig. Klingt eher nach einem kleinen Wichtigtuer, gymnasiale Oberstufe. Zeitverschwendung.
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Re: Kaufberatung Zoe vs. Yaris Hybrid

Beitragvon eDEVIL » Do 28. Jan 2016, 23:19

Wäre ein eAuto verteufelt, muss dann alles mit dem Radl fahren...
303,8km Q210 ZOE ohne Nachladen oder schieben 8-)
Verwendung korrekter physikalischer Einheiten
"Online" heißt es nicht, das ich auch hier im Forum bin, sondern nur das einer meiner PCs oder mobilgeräte online ist.
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Re: Kaufberatung Zoe vs. Yaris Hybrid

Beitragvon Twizyflu » Do 28. Jan 2016, 23:20

Lasst es doch sein. Soll er tun was er für richtig hält :)
Kannst ja das Thema ansonsten gerne schließen.
Blog auf http://www.we-drive.at und http://www.elektroautor.com
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Re: Kaufberatung Zoe vs. Yaris Hybrid

Beitragvon Torquemada » Fr 29. Jan 2016, 01:03

Er gibt aber auch Vorschläge, wie man aus dieser mehr-stärker-höher-schneller-weiter-Spirale rauskommen kann: in dem man seine Ansprüche zurückschraubt. Weniger ist manchmal mehr. Low-tech manchmal besser als high-tech.


Ich bin da ganz bei Dir:
Deswegen fahre ich ja auch ne Zoe mit knistrigem Plastik, blechernen Türen, Fahrraddynamolicht und ungeheizter Batterie und das mit weniger als 100km/h.

Gruß,
T.
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Re: Kaufberatung Zoe vs. Yaris Hybrid

Beitragvon Karlsson » Fr 29. Jan 2016, 01:15

campr hat geschrieben:
Der Autor beschreibt das Hauptproblem des Kapitalismus darin, dass er immerwährend wachsen muss (Stichwort: Wirtschaftswachstum). Ohne oder mit negativem Wirtschaftswachstum gilt ein Staat oder Unternehmen als gescheitert.

Ist halt eine Unterstellung, die man nicht teilen muss.

campr hat geschrieben:
Auch die Akkus und die Permanentmagnete in Elektrofahrzeugen brauchen viele besondere Rohstoffe, die in anderen Erdteilen mühsam aus der Erde gebuddelt werden müssen,

Und die man recyceln kann. Dafür brauchen diese Autos auch keine fossilen Treibstoffe - Du erwähntest es ja vorher in dem Zusammenhang auch.

campr hat geschrieben:
Der Kapitalismus interessiert sich per se nur für Gewinn - Umweltschutz oder staatliche Regulierungen sind da nur hinderlich.

Auch das ist kein Naturgesetz. Und selbst wenn - nur weil Autofirmen dicke Schleudern mit V8 bauen, muss die keiner kaufen. Es gibt auch nachhaltige Produkte und auch mit denen werden Gewinne erwirtschaftet. Zb Solaranlagen.

campr hat geschrieben:
Der Autor kritisiert nicht direkt den Kapitalismus, sondern den durch ihn erzeugten irrwitzigen Konsumwahn.

Wenn ich nach 8 Jahren meinen 11-jährigen Corsa durch einen gebrauchten elektrischen Kleinwagen ersetze, kann man das glaube ich nicht unbedingt als Konsumwahn bezeichnen.
Ich gebe aber mehr Geld als früher für Bioprodukte aus - ist das der Konsumwahn des bösen Kapitalismus, weil da auch Bauern von leben, was ihnen bei konventionellen Produkten immer schwerer gelingt?

campr hat geschrieben:
Er gibt aber auch Vorschläge, wie man aus dieser mehr-stärker-höher-schneller-weiter-Spirale rauskommen kann: in dem man seine Ansprüche zurückschraubt.

Ja, mein jetziges Auto ist schwächer und viel langsamer. Dafür aber erheblich sparsamer, leiser und sauberer.

campr hat geschrieben:
Weniger ist manchmal mehr. Low-tech manchmal besser als high-tech.

Genau. Und jetzt vergleiche mal, wie komplex ein EU6 Diesel ist und wie komplex ein Auto mit Elektroantrieb.
Wenn Dir das zu sehr Hightech ist, musst Du Rad fahren.

campr hat geschrieben:
Ich bin nur in meiner midlife crisis und fange an, Dinge zu hinterfragen, die mir lange als normal galten. ;)

Der relativ flotte Wandel lässt halt ein wenig die Glaubwürdigkeit vermissen.
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Re: Kaufberatung Zoe vs. Yaris Hybrid

Beitragvon Klebaer » Fr 29. Jan 2016, 11:18

campr hat geschrieben:
Auch die Akkus und die Permanentmagnete in Elektrofahrzeugen brauchen viele besondere Rohstoffe, die in anderen Erdteilen mühsam aus der Erde gebuddelt werden müssen, während wir hier damit in unserer schönen, sauberen Umgebung rumfahren, weil die schmutzige Industrie outgesourct wurde


Das mag schon stimmen. Aber glaubst du das Öl für dein Motor wird von glücklichen Kühen produziert?

Ein Akku braucht natürlich auch Rohstoffe. Aber diese sind lang nicht so exotisch.
Lithiums gibt es wie "Sand am Meer" :lol:.
Und selbst wenn der Akku nach 8 Jahren wirklich nur noch 50-60% Leistung hat und dafür für Elektro-Autos unattracktiv. Dann wird er einfach als Hausspeicher (Second Life) weiterverwendet. Nach weiteren 10 Jahren dürfte dann der Akku entgültig schlapp machen. Dann wird er zerlegt und recycling. Also sind die Rohstoffe aufjedenfall nicht verloren.

Dagegen ist jeder Tropfen Sprit für immer weg.

Bezüglich den Elektromotoren. Die halten ewig!
Kein/Kaum verschleiß und einfacher Aufbau sorgen dafür.
Heutige Verbrennungsmotoren (Benzin mit Turbo) können froh sein wenn sie 100k schaffen.
Nissan Leaf Acenta Baujahr 2014 :!:
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