Interview mit UPI-Leiter Dieter Teufel

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Interview mit UPI-Leiter Dieter Teufel

Beitragvon Erich2405 » Fr 5. Aug 2016, 08:59

Hallo Freunde der Stromer,

hier ist ein Interview von Hr. Teufel zum "wissenschaftlichen" Ansatz des Elektroauto zur Produktion von Co2

http://www.t-online.de/auto/alternative ... enner.html

Fazit daraus: Jeder von uns ist nicht besser als ein Stinkerfahrer :twisted:

Warum wird hier wissenschaftlich immer davon ausgegangen, dass E-Auto Fahrer Strom aus nicht regenerativen Energien verwenden? - Das ist doch irgendwie Hirn... ähem nicht verständlich!!

Mit solchen Beiträgen wird das nie was mit der E-Mobiltät in Deutschland.....

Wie kann man dieses verdrehte Bild in der Öffentlichkeit gerade rücken? (Ich meine, das mit der Energie aus regenerativen Quellen)? Wie kann hier das Bild von den Ladesäulen besser dargestellt werden dass grüne Energie verwendet wird? Bsp.:
T&R, N-ergie etc....?

Hat jemand Ideen dazu?
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Re: Interview mit UPI-Leiter Dieter Teufel

Beitragvon eve » Fr 5. Aug 2016, 09:13

Auch würde ich gern mal wissen: Wie ist das mit dem Gas-/Kohlekraftwerk und den Schadstoffen bzw. der Effizienz im Vergleich zum Otto-/Dieselmotor. Dachte irgendwie die seien effizienter - wenngleich Kohle wahrscheinlich in jedem Fall dreckiger ist?!

Und dann noch dieses

Und auch bei der Herstellung des Autos und der Batterien entsteht CO2.


Ja, ist das bei einer ICE, Turbolader, Schaltgetriebe, Abgasreinigung, AdBlueHarnstoffproduktion, Hassenichgesehen nicht auch der Fall? Wird nicht auch beim Warten dieser ganzen mechanischen Komponenten durch die zusätzlichen Fahrten zur Werkstatt und durch die dabei teils verwendeten Elektrowerkzeuge und das Werkstattlicht Energie verbraucht??

Wo bleibt der ganzheitliche Vergleich?
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Re: Interview mit UPI-Leiter Dieter Teufel

Beitragvon Jochen2003 » Fr 5. Aug 2016, 09:17

eve hat geschrieben:
Ja, ist das bei einer ICE, Turbolader, Schaltgetriebe, Abgasreinigung, AdBlueHarnstoffproduktion, Hassenichgesehen nicht auch der Fall? Wird nicht auch beim Warten dieser ganzen mechanischen Komponenten durch die zusätzlichen Fahrten zur Werkstatt und durch die dabei teils verwendeten Elektrowerkzeuge und das Werkstattlicht Energie verbraucht??

Wo bleibt der ganzheitliche Vergleich?


Volle Zustimmung und auch ein Verbrenner muss hergestellt werden.
Und ist Abgsreinigung an einer Stelle nicht einfacher als an 40 Millionen Stellen.
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Re: Interview mit UPI-Leiter Dieter Teufel

Beitragvon mweisEl » Fr 5. Aug 2016, 09:24

Erich2405 hat geschrieben:
Hat jemand Ideen dazu?

Hier gab's mal was zu dem. Aber das war wohl noch vorm Dieselskandal:
http://www.goingelectric.de/forum/allgemeine-themen/elektromobilitaetsgegner-in-stadt-land-t11263-30.html#p231454

Jochen2003 hat geschrieben:
und auch ein Verbrenner muss hergestellt werden.


Dazu ist zu finden:

Ohne Berücksichtigung eines bereits realisierten "Second Life" der ausrangierten Akkus als Stromnetzpuffer finden die Union of Concerned Scientists, (Nov. 2015) bei einem dem Nissan Leaf ähnlichem Kompaktklasse-PKW-Modelfahrzeug mit 28 kWh Batteriekapazität:

Under the average U.S. electricity grid mix, we found that producing a midsize, midrange (84 miles per charge) BEV typically adds a little over 1 ton of emissions to the total manufacturing emissions, resulting in 15 percent greater emissions than in manufacturing a similar gasoline vehicle.

D.h. 8 to. statt 7 to. CO2-Aquivalent. Die 1 Tonne Unterschied enspricht gerade einmal das "Umsetzen" von ca. 300 Litern Dieselkraftstoff, oder vielleicht 7.000 km Fahrstrecke insgesamt.
1 smart fortwo electric drive, 3 Fahrräder und 0,0 Verbrenner.
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Re: Interview mit UPI-Leiter Dieter Teufel

Beitragvon Elektrolurch » Fr 5. Aug 2016, 10:14

Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) weist in einer aktuellen Analyse „Wie klimafreundlich sind Elektroautos?” nach

„… dass E-Fahrzeuge selbst unter Berücksichtigung des derzeitigen deutschen Strommix klimafreundlicher sind als vergleichbare verbrennungsmotorische Fahrzeuge, auch solche mit Spritspartechniken.”

und kommt zu dem Fazit:

„Die Analyse der Klimabilanz eines Elektroautos, genauer gesagt der spezifischen klimarelevanten Emissionen pro Fahrzeugkilometer über die Fahrzeuglebensdauer, zeigt, dass die Treibhausgasemissionen eines batterieelektrischen Fahrzeugs (kurz: Elektroauto) selbst unter Berücksichtigung des deutschen Strommix geringer ausfallen als bei vergleichbaren Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren (verbrennungsmotorisches Fahrzeug), und das schon heute.”

(Quelle)
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Re: Interview mit UPI-Leiter Dieter Teufel

Beitragvon AndiH » Fr 5. Aug 2016, 11:20

Ich nehme stark an da steht irgend eine Absicht dahinter das sowas der Leiter dieses Institutes ist, die wissenschaftliche Kompetenz kann es nicht sein...

Es wird wie so häufig beim Elektroauto die Stromerzeugung in die CO2 Bilanz eingerechnet, wo sind für den Verbrenner die Angaben für die Suche, die Förderung, den Transport und die Aufbereitung von Erdöl?

Ein Strom-Mehrverbrauch von 20% bei Elektroautos? Von was bitteschön, bei einer Umrechnung von sämtlichen PKW Fahrkilometern der BRD komme ich auf ca. 3% Erhöhung bezogen auf den aktuellen Gesamtverbrauch der BRD. Nicht berücksichtigt ist dabei der Wegfall von Strom der für die Erzeugung und Verteilung von Benzin/Diesel benötigt wird.

Als einziger Punkt wird CO2 berücksichtigt, die restlichen Schadstoffe scheinen für ein "ökologisches" Institut keine Rolle zu spielen

Gruß

Andi
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Re: zum Teufel damit ;-)

Beitragvon eDiver » Fr 5. Aug 2016, 11:56

Der Forscher ist hinlngl. bekannt ... von ihm kommt jedes Jahr was zum Thema (man muss ja present bleiben) ...

siehe z.B. letztes Jahr:

http://tff-forum.de/viewtopic.php?f=22& ... rg#p154356

http://tff-forum.de/viewtopic.php?f=4&t ... heidelberg
http://tff-forum.de/viewtopic.php?f=22& ... rg#p171203

allgemeine-themen/elektromobilitaetsgegner-in-stadt-land-t11263-40.html#p251345
... ggf. mal Spuermeise fragen ;-)
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Re: Interview mit UPI-Leiter Dieter Teufel

Beitragvon Up-Up-Baby » Fr 5. Aug 2016, 12:15

@novalek
Die reißerische Überschrift soll auf die t-online-Seiten locken - dafür wird der Redakteur bezahlt - jeder Klick gibt für den eine Erfolgs-Provision.

bloss nicht auf den link drücken!!!
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Re: Interview mit UPI-Leiter Dieter Teufel

Beitragvon Vanellus » Fr 5. Aug 2016, 12:15

Zustimmung zu eDiver
Herr Teufel ist in Sachen E-Mobilität ein Geisterfahrer, der aber der Ansicht ist, alle anderen seien Geisterfahrer, nur er nicht ... na ja. Wenn man sich in diese Situation hineinversetzt, kann man seinen Eifer verstehen. Leider lassen sich immer noch einige von ihm beeindrucken.

Er polemisiert mit großem Eifer gegen die aus seiner Sicht angebliche Umweltfreundlichkeit von E-Autos. In seiner Studie schreibt er u.a., dass der zusätzliche Stromverbrauch durch E-Autos ausschließlich durch Kohlekraftwerke abgedeckt wird, weil nur diese den hohen zusätzlichen Bedarf durch hochfahren decken können. Wind oder Sonne sind eben da oder auch nicht und richten sich leider nicht nach dem Strombedarf der E-Autos :roll:
Dass selbst eine Million E-Autos den deutschen Strommarkt mit nur zusätzlichen 0,3% "belasten" würden, kümmert ihn so nicht sehr.
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Re: Interview mit UPI-Leiter Dieter Teufel

Beitragvon Jochen2003 » Fr 5. Aug 2016, 12:31

Solche Menschen kenne ich als E-Raucher auch genug und sie sind dabei unermüdlich und es gibt immer wieder Presseheinis die da gerne hinhören und den Mist niederschreiben.
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