Im Falle, daß was brennt - was tun ?

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Re: Im Falle, daß was brennt - was tun ?

Beitragvon Helfried » So 21. Aug 2016, 18:54

novalek hat geschrieben:
Na denn hab ich nen Bild, fehlt nur, daß man aus Verantwortung dem Feuerwehr-Einsatzleiter das Wissen noch ggf. verklickert.


Es kann sicherlich nicht schaden, wenn man der Feuerwehr sagt, wo man den Hochvoltteil der Mühle ganz abschaltet. In dem obigen Link steht, dass ein sichtbar gewordener Airbag ein gutes Zeichen dafür ist, dass sich das Auto bereits ausgeschaltet hat. :mrgreen:

In meinem Miet-BMW wüsste ich, ehrlich gesagt, im Moment nicht, wo da eine Art Not-Aus-Schalter ist.
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Beitragvon novalek » So 21. Aug 2016, 19:04

... beim ZOE wäre das ne Klappe unter den Füßen des Beifahrerteppichs (mit Schraubenzieher zu entriegeln).
... Versicherung: es gibt Versicherungs-AGBs, in denen die Regulierung von Umweltschäden und die Fahrzeug-Reste-Beseitigung, die durch E-/Hybrid-Fahrzeuge entstanden sind, ausdrücklich ablehnen. (Wer liest schon AGBs - das ist so einfach - AGB herunterladen und nach Elektro suchen und wieder und wieder suchen).
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Re: Im Falle, daß was brennt - was tun ?

Beitragvon Helfried » So 21. Aug 2016, 19:11

novalek hat geschrieben:
es gibt Versicherungs-AGBs, in denen die Regulierung von Umweltschäden und die Fahrzeug-Reste-Beseitigung, die durch E-/Hybrid-Fahrzeuge entstanden sind, ausdrücklich ablehnen.


Was kostet denn die Entsorgung eines E-Autos? Wohl mehr als die Neupreise gängiger Kleinwägen, oder?
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Re: Im Falle, daß was brennt - was tun ?

Beitragvon TeeKay » So 21. Aug 2016, 19:13

Wieso sollte das teuer sein? Da ist nichts giftiges drin. Auch Batterien sind nicht giftig. Die werden geshreddert und dann die Metalle aus dem Shreddergut ausgesiebt.
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Re: Im Falle, daß was brennt - was tun ?

Beitragvon Helfried » So 21. Aug 2016, 19:22

Hier steht ein Artikel zur Entsorgung alter Autobatterien. Aber das steckt angeblich noch alles in Kinderschuhen mit unbekannten Kosten.

http://www.zeit.de/mobilitaet/2015-08/e ... -recycling
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Re: Im Falle, daß was brennt - was tun ?

Beitragvon m.k » So 21. Aug 2016, 19:30

Das ist doch ein Selbstläufer, die Rohstoffe werden wieder benötigt, wenn sich das jetzt mit Notebookakkus schon auszahlt dann im großen Stil locker. "Unbekannte Kosten" - tjah die trägt derjenige der die Rohstoffe kauft, das interessiert den Ottonormalbürger nicht die Bohne...

Und im Gegensatz zu Blei- und NiCd Akkus ist die Wiedergewinnung sogar recht unbedenklich vom Umweltaspekt her...
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Re: Im Falle, daß was brennt - was tun ?

Beitragvon Helfried » So 21. Aug 2016, 19:31

Da stellen sich auch noch andere Fragen: Angenommen, das Auto beginnt einfach so zu brennen. Dann wäre es statt ohnedies vergeblicher Löschversuche oft sinnvoller, schnell noch ein paar Fotos zu machen, um der Versicherung, dem Vermieter etc. beweisen zu können, dass das Auto nicht verunfallt ist. Stellt euch vor, in den Leitplanken oder am Asphalt sind noch Unfallspuren von einem anderen Vorfall, und von eurem Auto bleibt nach dem Brand nichts übrig.

Dann viel Spaß mit der Beweisführung, wenn keine Fotos existieren! Mein Vermieter verlangt 750 Euro für einen Unfall, gegen 1 € Spende wären es nur 350 Euro Selbstbehalt.
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Re: Im Falle, daß was brennt - was tun ?

Beitragvon TeeKay » So 21. Aug 2016, 19:55

Helfried hat geschrieben:
Hier steht ein Artikel zur Entsorgung alter Autobatterien. Aber das steckt angeblich noch alles in Kinderschuhen mit unbekannten Kosten.

Ich lese den Artikel anders. Schon als ich vor 13 Jahren studierte, gab es Recyclingverfahren für LiIon: Schreddern, sieben und die Metalle einschmelzen. Das ist auch heute noch so und wenn Handy-Batterien bereits recyclet werden, sind auch die Kosten bekannt. Dass niemand eine riesige Anlage zum Recycling von 100.000 Autobatterien baut, ist klar. Die winzigen Mengen, die derzeit anfallen, können problemlos in den Stoffstrom der bestehenden Anlagen eingespeist werden. Da Schreddern und Aussieben nicht teuer ist, gibts am Ende auch keine Kostenüberraschungen.
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Re: Im Falle, daß was brennt - was tun ?

Beitragvon Alex1 » So 21. Aug 2016, 20:06

Warum unnötig die Pferde scheu machen?

Viel Wasser auf das brennende Auto, und gut ist. Oder abbrennen lassen.

Schon vergessen, dass eAutos wesentich seltener abbrennen als die sprichwörtlichen Verbrenner?

400 Volt sind übrigens Niederspannung. Und auch noch Gleichstrom, also noch weniger gefährlich. In jedem Haus sind 400 Volt, und das als Wechsel- bzw. Drehtrom.

Die Kaskoschäden werden also eher sinken als steigen.

Die Berufsgenossenschaften sehen auch keinen besonderen Grund zur Veranlassung: http://www.dguv.de/medien/inhalt/praeve ... ithium.pdf

und http://www.dguv.de/medien/inhalt/praeve ... elekro.pdf

Eine Zündanlage hat immerhin 15.000 Volt, die CEE-Dosen in der Werkstatt auch noch 400 Volt.

Fazit: Wäre heute der Zerknalltreibling eine neueTechnologie, er hätte keine Chance gegen die Bedenkenträger :lol:
Herzliche Grüße
Alex
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Re: Im Falle, daß was brennt - was tun ?

Beitragvon DiLeGreen » So 21. Aug 2016, 20:46

Die Fachleute sind sich bzgl. der Gefahren ziemlich einig:

Markus Egelhaaf et al.: Löschversuche an Lithium-Ionen-Traktionsbatterien
„Es kam zu keinen Explosionen. Verglichen mit dem Abbrand von Benzin/Diesel oder auch einem
Fahrzeugbrand war die Rauchbildung während des selbstständigen Brennens sehr gering. Das Gleiche
gilt für die Wärmestrahlung. Die Temperaturen lagen tendenziell unterhalb der brennenden
Kraftstoffe.“
BRANDSchutz / Deutsche Feuerwehr-Zeitung 2/2013 (Die Deutsche Feuerwehr-Zeitung (DFZ) ist das offizielle Organ des Deutschen Feuerwehrverbandes.)
Seite 109
http://www.kohlhammer-feuerwehr.de
Quelle: DAS BMW i3 RETTUNGSHANDBUCH
https://oss.bmw.de/rettungsleitfaden/IN ... uch_i3.pdf S. 26

oder auch:
"Es besteht für die Feuerwehr in den Gefahrenmomenten kein Unterschied in der Brandbekämpfung zwischen einem thermischen oder einem Elektrofahrzeug."
Vortrag
20.02.2014_Elektrofahrzeuge S. 20
Copyright http://www.bfb-is.de Th. Prein

auch interessant: DEKRA PI12-142 und AGBF Gefährdungsbeurteilung Brand von Fahrzeugen mit Elektroantrieb.
Generell hilft wohl viel Wasser zum kühlen des Akku-Packs (ZOE hat z.B. dafür bestimmte Öffnungen unter der Rücksitzbank hin zum Akku), auch von Feuerlöschern für Metallbrände hab ich schonmal was gelesen.
ZOE Q210 Intens.
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