Gedanken zur Zukunft von Tesla

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Gedanken zur Zukunft von Tesla

Beitragvon Kalle » Mo 4. Apr 2016, 01:34

Ich habe mich jetzt mit dem Thema Elektroauto auseinander gesetzt. Eines ist klar, wenn ich möglichst günstig fahren möchte ist ein E-Auto nichts für mich. Auf die genauen Details gehe ich hier nicht ein. Hier sind meine Gedanken zu den Fragen die sich mir stellen?

Warum schafft Tesla was andere nicht schaffen?
Ich habe 10 Jahre bei einem großen Automobilhersteller im Bereich After Sales gearbeitet. Um es kurz zu machen, die Marsche die bei Ersatzteilen, etc. gemacht wird ist enorm. Da wird ein Turbolader für ca.300€ eingekauft und für 1200€ verkauft. Hinzu kommen noch Kosten für den Einbau etc. An einem „Extra“ wie Navigationsystem wird mehr verdient als an einem kompletten e-Fahrzeug. Eine Firma wie VW, Daimler, BMW, etc. muss in erster Line Gewinn erwirtschaften. Das geht mit E-Fahrzeugen noch nicht. Teslas Aktionäre investieren Langfristig in der Hoffnung, dass Tesla es irgendwann schafft ordentlich Gewinne einzufahren. Ähnlich wie Pharmakonzerne die Jahrelang forschen bis ein Medikament die Zulassung erhält und dann wird Geld gescheffelt.

Was machen die großen gegen Tesla?
Ich denke alle haben Tesla unterschätzt. Die Marktanteile im Premiumbereich die das Model S abknüpft schmerzen den Großen mittlerweile. Jetzt kommt sicher die Angst vor dem Model 3. Wenn die Versprechungen von Tesla eintreffen, dann hat der Wagen das Zeug dazu Marktanteile bei den Volumenmodelle wie A4, 3er, C-Klasse abzuknöpfen. Nochmal werden die großen Tesla nicht unterschätzen. Ich glaube, dass die ganz schnell eine andere Technik ins Spiel bringen das ist dann die Brennstoffzelle. Tesla ist den anderen einfach zu sehr voraus. Das ist schwer einzuholen. Einfacher ist es mit der Brennstoffzelle eine alternative auf den Markt zu bringen. Langfristig wollen die Tesla kaputt machen, auch wenn es schwer fallen wird.

Was bringt uns Tesla?
Selbst wenn Tesla in 10 Jahren pleite ist, so haben sie es geschafft die Entwicklung von E-Autos voran zu bringen. Ein paar Aktionäre werden bluten, aber für die „Menschheit“ war es dann eine gute Sache. Ich hoffe aber, dass Tesla überlebt und irgendwann zu den 10 größten der Welt gehören.

Was vermisse ich bei E-Autos?
Ich habe eine 10 Kwp Anlage auf meinem Dach. Ein Elektroauto würde bei uns nur im Winter von meiner Frau genutzt werden wenn es zu kalt oder nass ist um mit dem Fahrrad zu fahren. Wenn das E-Auto jetzt noch an mein Hausnetz angeschlossen werden könnte, würde mein Eigenverbrauch enorm steigen. Leider geht das z.B. mit dem Renault Zoe oder der Mercedes B-Klasse nicht. Andere Fahrzeuge kommen aus diversen Gründen für mich nicht in Frage. Ich fahre ca. 40km zur Arbeit davon 80% auf Autobahnen. Wenn es mal schnell gehen muss auch mit 200 Km/h. Das ist bisher nur mit dem Tesla möglich welcher einfach zu teuer ist. Aufladen kann ich in der Firma leider nicht.

Das ist nur meine bescheidene Meinung würde mich mal interessieren was die „Freaks“ davon halten…
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Beitragvon Robert » Mo 4. Apr 2016, 05:40

Aktuell geht es teilweise nur mit Kompromissen.

Aber salopp formuliert: Der Verbrenner ist jetzt schon tot, nur weiß er es noch nicht.

Beim Elektroauto beginnt immer das große Nachdenken. Per se ja nichts Schlechtes. Ich vermisse bei den Verpennern nur folgende Bedenken:

- wo und wie nachhaltig wird der Treibstoff produziert ?
- wie kann ich den Benziner bei meinem Haus zur Strom-Wärmegewinnung einbinden ?
- wieso ist es mir schei*piep*ssegal, dass ich meine Umwelt mit Abgasen vergifte?
- woher soll der ganze Treibstoff kommen wenn plötzlich alle Verpenner fahren ?
- was passiert mit den Milliarden Litern an Altöl?
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Re: Gedanken zur Zukunft von Tesla

Beitragvon Robert » Mo 4. Apr 2016, 05:46

Die Brennstoffzelle habe ich persönlich auch noch nicht abgeschrieben. Wird in speziellen Bereichen sicher seinen Weg finden.

Für die Massenmobilität ist das Elektroautto schon zu stark und präsent. Zum Glück !

Auch die Ankündigungsweltmeister werden es nicht schaffen die Brennstoffzelle binnen 5 Jahren zu etablieren. Und da ist das Elektroauto Schneebrett dank TESLA zu einer ordentlichen Lawine angewachsen.....
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Re: Gedanken zur Zukunft von Tesla

Beitragvon Nordlicht » Mo 4. Apr 2016, 06:50

Robert hat geschrieben:
- was passiert mit den Milliarden Litern an Altöl?


...hast Du schon mal in die strenge deutsche Futtermittelverordnung reingeschaut? Altöl wird als "Bindemittel" mit benutztem Frittenfett der Pommesbude und anderen Fetten gemischt - Problem erkannt, Problem gebannt...
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Re: Gedanken zur Zukunft von Tesla

Beitragvon Nordlicht » Mo 4. Apr 2016, 07:09

E-Autos für die "gemeinen" Bürger ist mittlerweile keine Zukunftsmusik mehr, die Brennstoffzelle allerdings Ja.
Ich persönlich denke, die "Zelle" ist die Technologie für den Schwerlastverkehr in der Zukunft und die BEV für uns andere.
Hierzu muss dann allerdings erst einmal jede Tankstelle per Gesetz verpflichtet werden, Wasserstoff anzubieten. Dies geschieht, nachdem die 10 jährige Erprobungsphase 2035 abgeschlossen ist und die Bundesregierung zu einer Ausgleichszahlung in Form von Subventionen an die Mineralölindustrie gerichtlich gezwungen wurde...

...so lange wird schon nicht sooooo viel auf dem Markt passieren... :ironie:
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Re: Gedanken zur Zukunft von Tesla

Beitragvon Turbothomas » Mo 4. Apr 2016, 09:31

Kalle hat geschrieben:
...

Was vermisse ich bei E-Autos?
...Leider geht das z.B. mit dem Renault Zoe oder der Mercedes B-Klasse nicht. Andere Fahrzeuge kommen aus diversen Gründen für mich nicht in Frage. Ich fahre ca. 40km zur Arbeit davon 80% auf Autobahnen. Wenn es mal schnell gehen muss auch mit 200 Km/h. Das ist bisher nur mit dem Tesla möglich welcher einfach zu teuer ist. Aufladen kann ich in der Firma leider nicht.

Das ist nur meine bescheidene Meinung würde mich mal interessieren was die „Freaks“ davon halten…


Ich hab mehr wie 10kWp auf dem Dach und Zoe-laden funktioniert. Warum funktioniert das bei Dir nicht? Was sind Deine Anforderungen?

Mit dem eingesparten Spritgeld kann man locker ein Model S finanzieren - wenn man will. Vor allem bei 200km/h säuft ein Verbrenner wie Loch (BMW 530d Bj 2000. locker über 22l/100km, dann hört die Anzeige auf :-) )
Ciao
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Re: Gedanken zur Zukunft von Tesla

Beitragvon xado1 » Mo 4. Apr 2016, 09:37

wenn man will reicht eine 5kw anlage und ein imiev.
wenn man nicht will ist ein model S P90D und alle 100km ein SUC zuwenig
Lebenskunst ist die Fähigkeit, auf etwas Notwendiges zu verzichten, um sich etwas Überflüssiges zu leisten.
Dieselfrei,d.h. frei ,weil ich wieder einen Diesel fahre
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Re: Gedanken zur Zukunft von Tesla

Beitragvon HubertB » Mo 4. Apr 2016, 10:28

Kalle hat geschrieben:
Wenn das E-Auto jetzt noch an mein Hausnetz angeschlossen werden könnte, würde mein Eigenverbrauch enorm steigen. Leider geht das z.B. mit dem Renault Zoe oder der Mercedes B-Klasse nicht.


Und warum geht das bei Dir nicht? Kein Stromanschluss am Stellplatz möglich?
Zoe Zen / Twizy
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PV 8,25 kWp / 10m² Solarthermie
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Re: Gedanken zur Zukunft von Tesla

Beitragvon Andi_ » Mo 4. Apr 2016, 10:58

Kalle hat geschrieben:
Ich glaube, dass die ganz schnell eine andere Technik ins Spiel bringen das ist dann die Brennstoffzelle. Tesla ist den anderen einfach zu sehr voraus. Das ist schwer einzuholen. Einfacher ist es mit der Brennstoffzelle eine alternative auf den Markt zu bringen.

Die Physik lässt sich nicht überlisten, der H2-Quatsch war von Anfang an ein Ablenkungsmanöver von manchen bzw. vielen großen Herstellern. Siehe z.B. hier:
https://www.tatup-journal.de/tatup061_boss06a.php

H2 ist nur eine "uneffektive Batterie", die extrem ineffizient ist, nicht von Privatanwendern "geladen" werden kann, wo die Tankstellen sehr teuer sind, die angeblichen Vorteile bei Tankgeschwindigkeit und Tankkapäzität sind zu dem heutigen Stand der Akkus und Schnellladen sind überschaubar, falls überhaupt noch vorhanden.
Aber zum Glück ist die H2-Vision immer 5-10 Jahre in der Zukunft, so dass die nie eintritt. Die E-Mobilität ist dagegen Realität.


Auf was die großen Hersteller im Moment eher setzten (mit der Hoffnung dass es gekauft wird, im Gegensatz zu dem H2-Quatsch, mit H2 würden auch Hersteller Verluste machen, nicht nur der Endkunde und die Umwelt), sind PHEV´s, damit man länger am Verbrenner (im PHEV) festhalten kann. Ob die Rechnung aufgeht wird man sehen.
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Re: Gedanken zur Zukunft von Tesla

Beitragvon Tho » Mo 4. Apr 2016, 11:02

PHEVs haben doch für den Kunden garkeinen Vorteil, die kann man nur erzwingen. (z.B. Diesel Modelle im Angebot zurückfahren)
Renault Zoe Zen, S-Pedelec Grace MX,Tesla Model ≡ reserviert
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Wir müssen uns für unseren Wunsch nach Glück nicht rechtfertigen.(Dalai Lama)
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