Gedanken zur Zukunft von Tesla

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Re: Gedanken zur Zukunft von Tesla

Beitragvon lamouette » Mo 4. Apr 2016, 10:11

Zukunft von Tesla? Find ich extrem spannend!
Wenn der Hype so weitergeht, dann wird der Erfolg zum Problem. So schnell kann man doch keine neuen eigenen Fabriken bauen. Muss sich Tesla also einen mächtigen Partner ins Boot holen? Wen? Und wo - in China? USA? Oder Osteuropa? In D bestimmt nicht (Lohnniveau, Gewerkschaten, Betriebsräte, Bürokratie, etc.)
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Re: Gedanken zur Zukunft von Tesla

Beitragvon mikrolinux » Mo 4. Apr 2016, 11:38

Moin!

ja natürlich steigt bei einem E-KFZ der (Eigen-)Verbrauch beim Strom. Nur wenn ich den Energiegehalt gegeneechne, fahre ich ein 1 - 1,5l Auto. Mit anderen Worten, was kosten 15-20kWh Strom (Praxiswert) auf 100km und was 4-5l Diesel (Prospekt-Mondwert) bei einem Verbrenner? An der Stelle verstehe ich die Rechnung nicht.
Eine Pendelstrecke von 40 km ist elektrisch ohne Probleme zu schaffen, Im Winter wie im Sommer und auch mit Autobahn. Das mache ich jetzt seit ich mein E-Auto habe.
Nur: mit 200 zur Arbeit ist nicht nötig. So wichtig kann kein Problem sein.
Nie - wenn man nicht gerade Notarzt ist.
Gerade die extremen Geschwindigkeitsunterschiede machen die BAB so gefährlich und forcieren das extrem aggressive Fahrklima auf den BAB. So gesehen, eine Stimme mehr für eine flächendeckende 130er Begrenzung.
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Re: Gedanken zur Zukunft von Tesla

Beitragvon Klebaer » Mo 4. Apr 2016, 13:12

Ich freue mich für Tesla sehr.
Aber es könnte dennoch zu Probleme kommen, die die Firma in Schwierigkeiten bringt.
Besonders, wenn jetzt so hohe Erwartungen vorliegen.

Ein Brand in der Superfaktorie, daraus folgende Lieferverzögerungen und schon könnte die Firma vor dem Ruin stehen.
Wenn gleichzeitig von den anderen Autohersteller ebenfalls vergleichbares kommt.
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Re: Gedanken zur Zukunft von Tesla

Beitragvon graefe » Mo 4. Apr 2016, 13:51

Andi_ hat geschrieben:
H2 ist nur eine "uneffektive Batterie", die extrem ineffizient ist, nicht von Privatanwendern "geladen" werden kann, wo die Tankstellen sehr teuer sind, die angeblichen Vorteile bei Tankgeschwindigkeit und Tankkapäzität sind zu dem heutigen Stand der Akkus und Schnellladen sind überschaubar, falls überhaupt noch vorhanden.
Aber zum Glück ist die H2-Vision immer 5-10 Jahre in der Zukunft, so dass die nie eintritt. Die E-Mobilität ist dagegen Realität.

Mit dieser Argumentation (Batterien ineffizient) vor zehn Jahren hätten wir heute noch kein einziges Elektroauto. Dieses ausschließende Lagerdenken (entweder Elektro oder H2) ist nur dumm.

Auf was die großen Hersteller im Moment eher setzten (mit der Hoffnung dass es gekauft wird, im Gegensatz zu dem H2-Quatsch, mit H2 würden auch Hersteller Verluste machen, nicht nur der Endkunde und die Umwelt), sind PHEV´s, damit man länger am Verbrenner (im PHEV) festhalten kann. Ob die Rechnung aufgeht wird man sehen.

PHEVs sind derzeit die einzige bezahlbare Möglichkeit, im Nahverkehr emissionsfrei unterwegs zu sein (und die besonders problematischen Innenstädte zu entlasten) und gleichzeitig Reichweite zu haben. Genau das wollen die Käufer, insofern eine völlig folgerichtige Logik, der die Hersteller da folgen.
Die Rechnung der etablierten Hersteller geht derzeit wunderbar auf. Ob Teslas Rechnung aufgeht, wird man sehen.

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Re: Gedanken zur Zukunft von Tesla

Beitragvon Tho » Mo 4. Apr 2016, 13:53

Werden die PHEVS (mal vom Marktführer "Prius" abgesehen) wirklich gekauft? Ich habe bisher weder einen eTron, noch einen GTE auf der Straße gesehen. Für mich sind die gefühlt noch seltener als BEV.
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Re: Gedanken zur Zukunft von Tesla

Beitragvon graefe » Mo 4. Apr 2016, 14:02

Würde wohl auch kaum auffallen. Ich verstehe nur nicht die Logik: wenn sich für PHEVs (relativ geringer Aufpreis, keine praktische Einschränkung) schon keine Käufer finden, warum sollte das für BEVs (hoher Aufpreis, große Einschränkung) anders sein?

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Re: Gedanken zur Zukunft von Tesla

Beitragvon Nodame » Mo 4. Apr 2016, 14:51

graefe hat geschrieben:
Würde wohl auch kaum auffallen. Ich verstehe nur nicht die Logik: wenn sich für PHEVs (relativ geringer Aufpreis, keine praktische Einschränkung) schon keine Käufer finden, warum sollte das für BEVs (hoher Aufpreis, große Einschränkung) anders sein?

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Weil ein PHEV weder das eine noch das andere ist. Ein PHEV-Käufer würde ich als einen Komfort-Mensch einstufen, der sicher nicht in der Stadt nach einer Ladesäule sucht. Entweder es wird zuhause geladen, oder gar nicht, da einfach praktischer. Schlussendlich läuft das Ding dann mehr mit Benzin als mit Strom. Zumal man den Stromanschluss in der Garage auch noch installieren muss. Man hat also für den Umbau zuhause sowieso Kosten, wieso dann nicht gleich richtig nutzen mit einem BEV? Oder in die andere Richtung: wieso denn nicht gleich ein Benzinauto? Kein Aufwand zuhause und ist ja schon 100 Jahre bewährt.

Die Menschen denken noch nicht um. Ein Kommentar aus meinem Freundeskreis: "ich finde das doof, dass ich dann nicht einfach losfahren, sondern immer laden muss". Auf meinen Einwand, dass das Auto mehr steht als fährt und es fast immer voll ist wenn er einsteigt, meinte er dann: "Was ist wenn du mal vergisst einzustöpseln? Vergisst doch sicher auch mal dein Auto abzuschliessen, oder?"

:( Das geht noch eine Weile bis die Menschen merken, dass ein BEV eigentlich nur auf Langstrecken Nachteile hat wegen mangelnder Infrastruktur, also auch nur was temporäres. Es braucht ein Hype wie das Model 3. Wie es den Hype um das iPhone geben musste um Smartphones massentauglich zu machen.

Nur ist meiner Meinung nach das iPhone nicht gerade das beste Beispiel. Ich hatte dazumal ein Qtec 9090, welches mehr konnte als das iPhone. Das einzige was es nicht hatte war ein Multitouchscreen und es war schwer, gross und hässlich. Aber rein von der Business-Applikation her war das aller erste iPhone unbrauchbar (dafür schön, leicht und herrlicherTouchscreen). Apropos: den durchbruch machten schlussendlich auch erst die Apps. Und Android mit den bezahlbareren Modellen.

Bei Tesla ist es anders. Tesla räpresentiert eine Marke, welches als einzige wirklich gute BEV's auf den Mark schmeisst während dem die anderen unnötige Kompromisse eingehen. Und Tesla ist kein Technologie-Gigant wie es Apple schon dazumal war. Auch wenn Apple so etwas wie das iPhone dringend brauchte, waren sie schon einigermassen gut positioniert mit ihren iPods und Macs. Tesla ist da schon mehr abhängig vom Erfolg des Model 3 als Apple es war vom iPhone.

Wenn diese tollen E-Fahrzeuge dann mal zuhauf auf den Strassen rollen werden die Menschen mehr über die Elektromobilität nachdenken und eventuell auch einlenken. Im Gleichen atemzug auch mehr Säulen verlangen und und und und ....

Wenn der Plan aufgeht, dann ist die Zukunft von Tesla sehr spannend. Wenn ich mir auch vorstellen könnte, dass sie irgendwann mehr Zulieferer sind als Autobauer. Wenn z.B. andere Hersteller die gleiche Software verbauen, die Motoren, Sensoren und Akkus bei Tesla kaufen und die Supercharger nutzbar sind für alle. Dann ist das Name Tesla wie Android. Es steckt zwar Tesla drinn aber eventuell hat die Hülle wer anderes gebaut mit Features, die eventuell in diesem Fahrzeug anders sind als bei einem anderen Fahrzeug mit Tesla-Kern.
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Re: Gedanken zur Zukunft von Tesla

Beitragvon Kalle » Mo 4. Apr 2016, 15:28

HubertB hat geschrieben:
Kalle hat geschrieben:
Wenn das E-Auto jetzt noch an mein Hausnetz angeschlossen werden könnte, würde mein Eigenverbrauch enorm steigen. Leider geht das z.B. mit dem Renault Zoe oder der Mercedes B-Klasse nicht.


Und warum geht das bei Dir nicht? Kein Stromanschluss am Stellplatz möglich?


Ich möchte im Sommer meinen Kühlschrank mit dem Akku des E-Fahrzeugs betreiben. Im Sommer fährt meine Frau nur Fahrrad. Da würde das Fahrzeug zu 90% in der Garage stehen.
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Re: Gedanken zur Zukunft von Tesla

Beitragvon Tho » Mo 4. Apr 2016, 15:30

BYD e6. ;)
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Re: Gedanken zur Zukunft von Tesla

Beitragvon Kalocube » Mo 4. Apr 2016, 15:38

Kalle hat geschrieben:
Eines ist klar, wenn ich möglichst günstig fahren möchte ist ein E-Auto nichts für mich.


Das liegt aber hauptsächlich am Anschaffungspreis! Von äußerst geringen Jahresfahrleistungen, bei denen ich generell kein eigenes Auto vorhalten würde, abgesehen, sind die laufenden Kosten (Wartung, Kfz-Steuer, Versicherung, Kraftstoffkosten) beim E-Auto eigentlich günstiger, in meinem Fall werden sie nicht einmal halb so hoch sein...

Aber inklusive der Erstanschaffung hast Du natürlich Recht! ;)
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Meine Frau fährt noch einen BMW Verbrenner (E87) ist aber am i3 (94Ah) bzw. am Opel Ampera-e interessiert!
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