Fahrerverhalten bei Elektrofahrzeugen? Fährt man anders?

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Re: Fahrerverhalten bei Elektrofahrzeugen? Fährt man anders?

Beitragvon TeeKay » So 19. Okt 2014, 17:14

Wenn du wie der Benziner ausrollst und nur am Schluss bremst, fährst du noch sparsamer als mit Dauerstrom und 50km/h an die Ampel zu fahren und dann 20m vorher zu rekuperieren. Die digitale Fahrweise ist nicht die einzige, die Elektroautos können. Mit dem Strompedal kannst du dem Auto auch sagen, dass es weder rekuperieren noch die Geschwindigkeit halten soll, sondern einfach nur rollen.

@spark-ED: Ja, das nervte mich schon immer. Noch bescheuerter sind nur die, die dich mit 70 vor der roten Ampel überholen, auf 0 abbremsen und dann ewig überlegen, ob das grün der Ampel wirklich bedeuten soll, dass sie wieder losfahren dürfen. Statt mit 40km/h durchzurollen heißts dann für den Überholer und mich, auf 0 abzubremsen und neu zu beschleunigen.
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Beitragvon eDEVIL » So 19. Okt 2014, 17:56

Im Stop an go fahren viele auch sehr ruppig. Oft könnt eman sich da einfach fast mit "Standgas" durchrollen lassen.
Für Schlatgetriebfahrer ist das zwar nicht so easy, aber möglich, wenn man will.

Bremslichtaktivierung ab 20KW Reku würde ich begrüßen. manchmal kommen einem die "Hitnermänner" verdächtig nahe.
Beim 2013 Leaf sind das bis zu 30KW ohen Brmeslichter. Der 2012er hält sich etws mehr zurück, wenn man das Bremspedal nicht benutzt.

P:S.Habe mal das Zitat korrigiert. Das waren nicht meine Worte spark-ed
Verwendung korrekter physikalischer Einheiten
"Online" heißt nicht, das ich gerade hier im Forum aktiv bin.

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Re: Fahrerverhalten bei Elektrofahrzeugen? Fährt man anders?

Beitragvon graefe » Mo 20. Okt 2014, 09:38

spark-ed hat geschrieben:
Zusätzlich spart der "genötigte" Verbrennerfahrer noch Energie/ Sprit und evtl. ergibt sich dadurch sogar ein positiver erzieherischer Effekt.


Oha, ich glaube es entspricht nicht der Psyche eines erwachsenen Menschen, noch etwas verkehrstechnisch lernen zu wollen geschweige denn, sich von Mitmenschen erziehen zu lassen. Die Wut über den Elektro-Schleicher vor einem macht blind, die mögliche Sinnhaftigkeit des Fahrstils zu erkennen. Merke: 90% der Autofahrer sind der Ansicht, überdurchschnittlich gut zu fahren.
Ein Bremslicht beim Rekuperieren würde die Sache nur verschlimmern. Tlw. ist die E-Fahrweise für einen Verbrenner auch tatsächlich sinnlos.

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Fahrverhalten: Mentalitätswechsel erforderlich ?

Beitragvon PeterinDdorf » Fr 20. Mai 2016, 08:22

Wo das Thema Elektromobilität, dank der Zuschüsse, nun bei allen angekommen ist, möchte ich diesen abgehängten Thread aufgreifen. Meine Fragen: Ist ein Mentalitäswechsel bei den Autofahrern notwendig? Ist das Dogma "So schnell wie möglich von A nach B" noch sinnvoll? Ist der Energieverbrauch beim Otto-Normal-Autofahrer ein Thema? Werden die neuen E-Mobile mit PS und Reichweite von Linke-Spur-Profilneurotikern missbraucht werden?
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Re: Fahrerverhalten bei Elektrofahrzeugen? Fährt man anders?

Beitragvon Cavaron » Fr 20. Mai 2016, 10:16

Deine Frage ist, ob sich die Menschen ändern werden? Mit jeder neuen Technik ändern sie sich nur soweit als nötig.

Energieverbrauch ist für die Meisten erst ein Thema, wenn es ins Geld geht. Als Benzin bei 1,70 Euro war, sind einige langsamer gefahren, aber auch nicht alle. Ich hatte auch schon den Fall im Bekanntenkreis, dass manche langsam fahren mit "arm" sein verbinden, quasi: als Student bin ich maximal 100 gefahren, weil ich es mir wenig Benzin leisten konnte, jetzt hab ich nen Job und kann ordentlich drauf treten.

Energieverbrauch und Reisegeschwindigkeit ist beim E-Auto im Vergleich zum Verbrenner etwas anders zu denken, eben weil das Nachladen länger dauert. So ist man mit niedriger Geschwindigkeit (weniger Energieverbrauch) auf langen Strecken oft schneller, als wenn man mit hoher Geschwindigkeit fährt. Das wird imho aber nur dazu führen, dass Leute die rasen wollen das E-Auto weiterhin links liegen lassen werden. Zumindest bis ihre üblichen Strecken mit einer Akku-Ladung auch mit 160+ km/h zu bewältigen sind.

Bei deiner Frage schimmert so ein bisschen durch, dass Leute die zügig fahren das E-Auto mit dessen besserer Anfahrleistung für noch schnelleres heizen missbrauchen könnten? Wenn man ein schnelles Gefährt baut, dann werden es immer einige ausreizten. Das ist Fluch und Segen zugleich, denn bessere Leistung ist ein großes Argument für bisherige Spritköpfe auf ein E-Auto umzusteigen. Von daher kann ich nur davor warnen mit E-Autos unter Richtgeschwindigkeit dahin zu schleichen wenn es auch anders ginge - das befeuert nur das Klischee des "Verzichtsmobils". Gleichzeitig darf man aber auch nicht verkehrsgefährdend aggressiv fahren. Versucht einfach einen gesunden Mittelweg zu finden.
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Re: Fahrerverhalten bei Elektrofahrzeugen? Fährt man anders?

Beitragvon Tho » Fr 20. Mai 2016, 10:26

Cavaron hat geschrieben:
Von daher kann ich nur davor warnen mit E-Autos unter Richtgeschwindigkeit dahin zu schleichen wenn es auch anders ginge - das befeuert nur das Klischee des "Verzichtsmobils".

Ich bin mit dem Verbrenner meist auch unter Richtgeschwindigkeit gefahren, auch beim 3.2er V6. :lol: Ist nicht wirklich ein Argument. Jeder soll so fahren, wir er es selbst für richtig hält ohne andere zu gefährden.
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Re: Fahrerverhalten bei Elektrofahrzeugen? Fährt man anders?

Beitragvon Karlsson » Fr 20. Mai 2016, 10:36

Ich bin auch mit Diesel zuvor schon meist recht ökonomisch gefahren. Das war dann auf der BAB aber 115km/h, was für den Zoe schon eher schnell ist. Auf manchen Strecken, zwingt mich der kleine Akku da zu <100km/h, weil ich sonst zwischenladen müsste. Wenn der Akku groß genug wäre, würde ich da auch gern elektrisch wieder 115 fahren.

Bei Strecken >200km fahren wir deswegen nicht immer elektrisch. Insbesondere nicht für so Termine 250km hin und nach 23 Uhr wieder zurück.
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Re: Fahrerverhalten bei Elektrofahrzeugen? Fährt man anders?

Beitragvon Cavaron » Fr 20. Mai 2016, 12:53

Tho hat geschrieben:
Ich bin mit dem Verbrenner meist auch unter Richtgeschwindigkeit gefahren...

Hi, ja - ich meine auch nicht unbedingt die 130 km/h Richtgeschwindigkeit auf der AB, sondern nicht 40 km/h in der Stadt wenn man auch sicher 50 km/h fahren könnte, oder 70 km/h auf der Landstraße, wenn man sicher und ohne Reichweitenangst auch 100 fahren könnte. Mit Betonung auf sicher für sich selbst und andere ;)
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Re: Fahrerverhalten bei Elektrofahrzeugen? Fährt man anders?

Beitragvon m.k » Fr 20. Mai 2016, 13:30

In der Stadt finde ich es viel entspannter. Beim Verbrenner hat man für sich eine angenehme Fahrweise, man kommt zu einer roten Ampel, man schaltet zurück und bremst schließlich. An sich angenehm und funktioniert perfekt. Wenn aber einer vor dir jetzt schneller entschleunigt als du (aus welchem Grund auch immer) ist man beim Verbrenner gezwungen früher zu bremsen oder anders zu schalten und das nervt. Beim Elektroauto (zumindestens idealerweise) steuert man das alles mit dem Gasfuß bis zum Stillstand, kann auf alles reagieren ohne mechanisch zu bremsen oder seinen Schaltstil anzupassen.
Oder wenn du auf eine Kolone zukommst von hinten die gerade wegfährt. Eigentlich würde es sich bei dir ohne Schalten und Bremsen ausgehen aber dann pennt einer und du musst wieder reagieren. (Auch Automatik ist keine Lösung, die muss auch erstmal schalten und der Turbo muss sich zu drehen beginnen gleiches Spiel. Ausserdem muss man bei der Automatik dauernd bremsen was mich krank macht, genauso wie bei creependen EVs :x )
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Re: Fahrerverhalten bei Elektrofahrzeugen? Fährt man anders?

Beitragvon AUTOLOHRE-ZE » Fr 20. Mai 2016, 13:38

Wir haben eine ZOE als Fahrschulfahrzeug in der Kundschaft. Mittlerweile wird sie bei Schülern eingesetzt, die in einen regelrechten Stresszustand verfallen, sobald sie sich in ein Auto setzen. Es zeigt sich, dass diese "Stress-Schüler" deutlich entspannter an die Sache ran gehen, sobald sie in der ZOE sitzen und sich so erstmal darauf konzentrieren können, den Verkehr "kennenzulernen".
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