Fahrerverhalten bei Elektrofahrzeugen? Fährt man anders?

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Re: Fahrerverhalten bei Elektrofahrzeugen? Fährt man anders?

Beitragvon Phil1988 » Do 16. Okt 2014, 09:49

Hallo,

ich habe mich in der zwischenzeit wirklich intensiv mit dem Thema Fahren beschäftigt. (Ich bin immnoch kein E-Auto gefahren ;))

Also ich bin auf ein Buch gestoßen in dem Autofahrertypen auf Basis von umfragen beschrieben werden können. Ihr seid höchstwarscheinlich "Der/Die Gelassene"

Kurzkarakterisierung:
Der Gelassene ist der Genießer unter den Fahrern: Frei von Angst, Aggression oder Risikogelüsten schwebt er am liebsten mit konstanter Geschwindigkeit über die Straßen und läßt Häuser und Landschaften an sich vorbeiziehen..Das Auto hat keine Bedeutung als Statussymbol oder Hobby und weder sportliches Aussehen noch Sicherheitseinrichtungen sind für ihn sonderlich wichtig. Überhaupt interessieren ihn die Verhaltensweisen anderer Verkehrsteilnehmer nicht im geringsten.

Fahrstil und Fahrmentalität:
Der gelassene bewegt sich souverän und sicher im Straßenverkehr und lässt sich nicht beeinflussen. Der Fahrertyp ist geprät von den Fahrstilen des "Gleitens" und des "Pilotierens". Er ist der ideale Autofahrer was die Sicherheit seiner Fahrweise angeht.
Bei Trödlern hält er Abstand und lässt sich höchstens einmal zum hupen hinreisen. Die Mehrzahl fährt auf Autobahnen zwischen 120 und 150, entscheidend ist jedoch dass er die Geschwindigkeit möglichst konstat hält. Geschwindigkeitsbegrenzunge beachtet ein Drittel der gelassenen, der Rest fährt bis zu 20km/h schneller als erlaubt, aber nur selten mehr.

Soziodemografische Merkmale
Verteilung Männer/Frauen ist fast exakt gleich. Altersmäßig sind die Gelassenen zwischen 40 und 60 Jahren wärend sie unter Der gelasse30 unterrepräsentiert sind.
Andere Soziodemografischen Merkmale kennzeichnen den gelassenen nicht, weder Einkommen, Bildung oder Berufstätigkeit sind deutlich überrepräsentiert.

Fahrzeugmerkmale:
Der gelassene kauft Autos aller PS-Klassen also durchaus auch im unteren Bereich. Die Ausstattung seines Wagens ist weder besonnders sportlich noch besonders Sicherheitsbetont. Interessant ist auch das sich 62 % der gelassenen vorstellen könnten eien Automatikwagen zu fahren.


Könnt ihr euch damit repräsentieren?? Ich dachte das müsste ganz gut passen nach den Berichten von euch. Die anderen Fahrstile (Ängstlche, Funktionalist, Raser, Der Vorsichtige) haben meiner Meinung gar nicht gepasst.
Phil1988
 
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Re: Fahrerverhalten bei Elektrofahrzeugen? Fährt man anders?

Beitragvon Deef » Do 16. Okt 2014, 10:00

Ich fahre grade wechselweise leaf oder dieselpassat. dabei merke ich, wie sehr ich früher meine fahrweise am optiomalen drehmoment und nach dem drehzahlbereich des wagens ausgelegt habe. ich habe mir früher immer ein sechsgangetriebe gewünscht. heute finde ich das nur noch nervig.
da ich sehr viel bergstrecken habe ist es für mich ein ganz besonders großer pluspunkt des e-wagens, dass er mit welchem tempo auch immer den berg nimmt - ganz unanbhängig davon wie hoch er in was für einem gang dreht. das ist herrlich. geschwindigkeiten in bergigem gelände werden nur mehr ausschließlich nach verkehrssituation, laune, wach/müde-zustand oder aktuell gespielter musik oder aktiviertem bzw. daktiviertem reifenmitleid gefahren.
und natürlich muss man ab und zu auch mal weg, wenn wieder einer meint es gehe ihn was an was ich im kofferraum hab. wusch.
Problem: Meine Frau hat ab jetzt die Stop- und Go Strecke zur Arbeit und beansprucht dafür den 1-Gang Wagen mindestens zwei mal die Woche... (Trauer)
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Re: Fahrerverhalten bei Elektrofahrzeugen? Fährt man anders?

Beitragvon eDEVIL » Do 16. Okt 2014, 10:13

welche Profile hast Du noch "im Angebot" Phil 1988?
Auch wenn ich mich zwangsweise in die RIchtugn "Der Gelassene" bewegt habe, entsprichte das nicht meinem naturell.
Würde mit nem P85D würde ich auf Fernstrecken ganz anders fahren. :mrgreen: Was aber nicht heißt, das ich anderen "auf die pelle rücke".

Wenn ich das mit dem letzten eher sportlichen Verbrenner vergleiche, den ich hatte (den galaxy klammere ich mal aus, das ich den schon wg, der heftigen Spritverbrauches eher zurückhaltend gefahren habe) ein Alfa, bin ich i.d.R. sehr vorauschauend gefahren und habe es vermieden zu bremsen. Bei 200 auf der BAB lies sich das natürlich nicht vermeiden, aber ich hatte einen schnitt über alles von 8,4l, wo dann auch recht häufig BAB-Strecken mit 200 km/h dabei waren.

Auch wenn ich eher sportlich fhare, gilt für mich der Grundsatz: lieber einmal "zu wenig" überholt, als "einmal zu viel".
Die spontane VErfügbarkeit der vollen Pwoer verleitet beim LEaf aber schon dazu, den Vorderman im Nahbereich mal shcnell zu überholen. Wo sonst eine lücke im dynm. Berliner Stadverkehr zu gewesen wäre, schnafft man da smit dem Leaf ganz locker 8-)
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Re: Fahrerverhalten bei Elektrofahrzeugen? Fährt man anders?

Beitragvon Cavaron » Do 16. Okt 2014, 10:29

Scheint mir, wie alle solche Klassifizierungen, grob vereinfacht zu sein. Ich schaue z.B. seltener auf die Landschaft, als auf die kW-Verbrauchsanzeige (wenn es die Fahrsituation zu lässt, die Augen von der Straße zu nehmen). 120 ist für mich schon die Obergrenze und ich bin unter 35 Jahre alt ;) Sicherheit finde ich nicht so nebensächlich (Zoe ist übrigens das sicherste Auto seiner Klasse).

Interessant scheint mir, das man mit der Art des Antriebs seinen Fahrtyp ändert, denn Verbrenner bin ich anders gefahren.
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Re: Fahrerverhalten bei Elektrofahrzeugen? Fährt man anders?

Beitragvon Kelomat » So 19. Okt 2014, 08:15

Ich muss für mich sagen das sich mein Fahrverhalten durch den Antrieb geändert hat.

Mit dem A4 TDI bin ich ganz anders gefahren...
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Re: Fahrerverhalten bei Elektrofahrzeugen? Fährt man anders?

Beitragvon TeeKay » So 19. Okt 2014, 08:23

eDEVIL hat geschrieben:
Was aber nicht heißt, das ich anderen "auf die pelle rücke".

Da erinnere ich mich aber an etwas ganz anderes. Als du fuhrst, waren wir so nah am LKW, dass aufgewirbelte Steinchen unter unserem Zoe hindurch flogen, weil zwischen uns und LKW nicht mehr genug Platz war, um bis zur Scheibe aufzusteigen. :)
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Re: Fahrerverhalten bei Elektrofahrzeugen? Fährt man anders?

Beitragvon Jack76 » So 19. Okt 2014, 08:48

TeeKay hat geschrieben:
eDEVIL hat geschrieben:
Was aber nicht heißt, das ich anderen "auf die pelle rücke".

Da erinnere ich mich aber an etwas ganz anderes. Als du fuhrst, waren wir so nah am LKW, dass aufgewirbelte Steinchen unter unserem Zoe hindurch flogen, weil zwischen uns und LKW nicht mehr genug Platz war, um bis zur Scheibe aufzusteigen. :)


Das nennt sich energiesparende Fahrweise mit Lackschutz... :lol:
Mindestens 2x 43/50KW Triple-Lader an jede Autobahntankstelle und jeden Rasthof, JETZT!
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Re: Fahrerverhalten bei Elektrofahrzeugen? Fährt man anders?

Beitragvon eDEVIL » So 19. Okt 2014, 10:09

Genau Lackschutz :mrgreen:
Naja, das bezog sich ja auch auf die shcnelle Fahrweise. Da ich vorher keien Zoe Langstreckenerfahrung hatte und wir ne lange Tour hatten, bin ich da schon sehr sparsam gefahren. ;) Die LKW-Fahrer juckt es auch nicht, ob ihm so ein Zwerg auf die Pelle rückt... :ugeek:
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Re: Fahrerverhalten bei Elektrofahrzeugen? Fährt man anders?

Beitragvon graefe » So 19. Okt 2014, 12:05

Natürlich hat jeder Elektromobilist das Thema SOC immer im Hinterkopf - und fährt eben energiebewusster.
Insbesondere das Rekuperieren führt zu einer anderen Fahrweise: nähert man sich mit einem Benziner einer roten Ampel, läßt man im besten Fall Ausrollen und tritt am Schluss auf die Bremse. Ganz anders beim Elektromobil: man versucht vor der roten Ampel auf jeden Fall die Bremse zu vermeiden und möglichst viel Energie durch Rekuperation zurückzugewinnen, dadurch bremst das Auto ungewöhnlich stark ab. Ich könnte mir vorstellen, dass das manchen Benziner hinter einem sehr nerven könnte, weil sie es einfach nicht nachvollziehen (können), was man da macht.

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Re: Fahrerverhalten bei Elektrofahrzeugen? Fährt man anders?

Beitragvon spark-ed » So 19. Okt 2014, 16:03

graefe hat geschrieben:
man versucht vor der roten Ampel auf jeden Fall die Bremse zu vermeiden und möglichst viel Energie durch Rekuperation zurückzugewinnen, dadurch bremst das Auto ungewöhnlich stark ab. Ich könnte mir vorstellen, dass das manchen Benziner hinter einem sehr nerven könnte, weil sie es einfach nicht nachvollziehen (können), was man da macht.

Ich glaube das eher nicht.
Durch die besonders vorausschauende Fahrweise wird der Hintermann zwar zum verzögern gezwungen, aber sehr oft kommt man dadurch erst gar nicht zum Stillstand, bis die Ampel wieder Grün wird.
Dadurch ergibt sich insgesamt ein flüssigeres Fahren mit ggf. auch weniger Schaltvorgängen.
Zusätzlich spart der "genötigte" Verbrennerfahrer noch Energie/ Sprit und evtl. ergibt sich dadurch sogar ein positiver erzieherischer Effekt.
Mir fällt das mittlerweile besonders auf wenn ich jemanden eine Probefahrt machen lasse, wie bekloppt die meisten fahren. Immer schön auf die rote Ampel zuballern, um im letzten Moment vor der Umschaltung auf Grün gerade noch zum Stillstand zu kommen :evil:
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