EV, Berge, Effizienz

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Re: EV, Berge, Effizienz

Beitragvon Cavaron » Di 22. Jul 2014, 12:40

Mal ne doofe Frage - ist da eine Sperre in den Schaltungen, falls man im Fahrbetrieb von N aus Versehen auf R schalten will?
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Re: EV, Berge, Effizienz

Beitragvon energieingenieur » Di 22. Jul 2014, 13:06

Beim ZOE musst du für den Rückwärtsgang einen Durckknopf betätigen. Aber ich wüßte vom Prinzip erstmal nichts, was technisch dagegen spricht von N auf R zu schalten, wenn die Fahrzeugsteuerung damit klarkommt im Rückwärtsgang zu rekuperieren. Es gibt ja keine mechanische Verbindung mehr, wie früher bei den Verbrennungsfahrzeugen.
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Re: AW: EV, Berge, Effizienz

Beitragvon Karlsson » Di 22. Jul 2014, 13:36

energieingenieur hat geschrieben:
Es gibt ja keine mechanische Verbindung mehr, wie früher bei den Verbrennungsfahrzeugen.

Doch, gibt es. Und hier ist sie sogar permanent im Gegensatz zu früher.
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Re: EV, Berge, Effizienz

Beitragvon energieingenieur » Di 22. Jul 2014, 14:29

Wenn ich darüber nachdenke... Ja Karlsson, du hast recht. Aber im Gegensatz zum Hubkolbenmotor ist es dem Elektromotor tendenziell erst einmal egal, wieherum er dreht. Der Hubkolbenmotor würde sich dabei spontan eher in seine Einzelteile zerlegen. Insofern halte ich ein schalten von N auf R bei vorwärtsgerichteter Fahrt beim Elektromotor für weniger dramatisch, als bei einem Verbrennungsfahrzeug. Bei letzterem kracht es.
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Re: AW: EV, Berge, Effizienz

Beitragvon Karlsson » Di 22. Jul 2014, 15:14

Der Verbrenner würde nicht durch das rückwärts drehen kaputt gehen, sondern weil man ihn 3000 u/min vorwärts drehend an einen 3000 u/min rückwärts drehenden Getriebeeingang koppelt. Da knallts natürlich und das würde mit einem E-Motor genauso sein, wenn er denn an so einem Antriebsstrang säße.
Tut er aber nicht, sondern ist permanent mit dem Getriebe verbunden. Insofern wird auch kein Rückwärtsgang "eingelegt", sondern nur dem Controller die Freigabe gegeben, den Motor rückwärts drehen zu lassen.
Wenn der Controller nicht völlig blöd ist, passiert da nichts.
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Re: EV, Berge, Effizienz

Beitragvon energieingenieur » Di 22. Jul 2014, 15:27

Danke Karlsson, so finde ich es am besten erklärt!
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Re: EV, Berge, Effizienz

Beitragvon BernhardLeopold » So 28. Aug 2016, 21:29

In der letzten Woche habe ich den ultimativen Bergtest mit meiner ZOÉ 210 gemacht:

http://www.goingelectric.de/stromtankst ... er/781345/

Das Höhenprofil sagt ja schon einiges aus:
Höhenprofil.png

(auf dieser Strecke gab es keine nennenswerten Tunnels)

Wirklich überraschend war das Ergebnis: Nach 115 km und 3700 Höhenmetern bergauf / 4063 bergab war die Batterieanzeige bei 51 % !!!

Allerdings habe ich auch einen sehr sparsamen Fahrstil gepflegt, schon damit Frau und Kind nicht übel wird bei den über 100 Kehren. Beschleunigen bergab praktisch immer im Leerlauf und Rekuperieren was geht.

Die Reichweitenanzeige nach dem Volladen kann sich auch sehen lassen:
IMG_20160824_183140.jpg


Ach ja, auf der Gesamttour (etwa 1600 km) hab ich etwa 180 kWh ab Batterie verbraucht und 64 kWh zurückgewonnen. Da waren aber auch ein paar "flache" Autobahnstrecken zwischen Graz und Villach und retour dabei.
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