EV, Berge, Effizienz

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Re: EV, Berge, Effizienz

Beitragvon Elektrolurch » Do 10. Jul 2014, 05:22

MarkusD hat geschrieben:
Bergauf ist ein E-Motor bei gemäßigter Fahrweise effizienter als ein Verbrenner.

Ah, Moment, ein E-Motor ist IMMER effizienter als ein Verbrennungsmotor, wenn wir den Wirkungsgrad zu Grunde legen, also das Verhältnis von eingesetzter zu genutzter Energie.
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Re: EV, Berge, Effizienz

Beitragvon Elektrolurch » Do 10. Jul 2014, 15:22

Mir ist nochwas eingefallen:

Einen Verbrenner musst du berghoch ja meistens runterschalten. Wenn's richtig steil wird, bis in den 2. Gang oder sogar in den ersten. Dann müssen pro zurückgelegter Streckeneinheit des Fahrzeugs auf der Straße die Kolben in ihren Zylindern viel öfter rödeln (in Summe eine viel längere Strecke in den Kolben zurücklegen) als im 5. oder 6. Gang im Flachland. Ergo: mehr Verbrauch.

Der Elektromotor in einem EV zieht zwar berghoch auch mehr Leistung, aber die Verbrauchskurve dürfte deutlich flacher sein als die eines Verbrennungsmotors. Gibt's da irgendwo ein Vergleichsdiagramm?
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Re: EV, Berge, Effizienz

Beitragvon Hasi16 » Fr 11. Jul 2014, 14:35

Elektrolurch hat geschrieben:
Dann müssen pro zurückgelegter Streckeneinheit des Fahrzeugs auf der Straße die Kolben in ihren Zylindern viel öfter rödeln (in Summe eine viel längere Strecke in den Kolben zurücklegen) als im 5. oder 6. Gang im Flachland. Ergo: mehr Verbrauch.

Ne, daran liegt's nicht...
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Re: EV, Berge, Effizienz

Beitragvon smart_ninja » Fr 11. Jul 2014, 14:41

weniger theoretisieren, mehr praktizieren... ;-)
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Re: EV, Berge, Effizienz

Beitragvon Kelomat » Fr 11. Jul 2014, 18:41

LX84 hat geschrieben:
Die Frage ist - wohl ab welchem Geschwindigkeitsunteschied wird das Ausrollen durch den steigenden Luftwiderstand ineffizienter als das Rekuperieren?
Dazu müsste man wissen, um wieviel km/h das Auto durch den Luftwiderstand abgebremst wird....


Der Luftwiderstand wird ab ca. 80kmh schlagend.

Bild

Hängt jedoch auch sehr stark vom Auto ab ;)
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Re: EV, Berge, Effizienz

Beitragvon LX84 » Fr 11. Jul 2014, 21:28

Kelomat hat geschrieben:
LX84 hat geschrieben:
Die Frage ist - wohl ab welchem Geschwindigkeitsunteschied wird das Ausrollen durch den steigenden Luftwiderstand ineffizienter als das Rekuperieren?
Dazu müsste man wissen, um wieviel km/h das Auto durch den Luftwiderstand abgebremst wird....


Der Luftwiderstand wird ab ca. 80kmh schlagend.

Bild

Hängt jedoch auch sehr stark vom Auto ab ;)

Ah super Grafik!
Dann wär noch interessant, wie hoch der Energieberlust beim Rekuperieren ist - und dies den Luftwiderstand überschreitet..
Schätzomativ vermutlich irgendwo zwischen 90 und 100km/h - dH Segeln auf der Autobahn nur im Windschatten...
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Re: EV, Berge, Effizienz

Beitragvon TJ0705 » So 13. Jul 2014, 13:17

Hi,

frei Rollen ist also dann effizienter als Rekuperieren, wenn Tempo/Windwiderstand und Gefälle so zusammen passen, daß man dabei nicht unnötig schnell wird. Sonst verliert man die Energie an den Windwiderstand und könnte sie stattdessen lieber mit geringen Verlusten in den Akku packen.

Habe hier zwei längere Abfahrten, eine Autobahn, wo man das wunderbar verifizieren kann. Fahre ich dort 120, muß der Tempomat sogar bergab noch leicht Strom geben. Fahre ich LKW Tempo, kann ich segeln und halte hier zufällig genau die Geschwindigkeit. Muß ich verkehrsbedingt 60-70 Sachen fahren, gibt es Strom zurück.

Grüße Dirk
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Re: EV, Berge, Effizienz

Beitragvon TeeKay » Do 17. Jul 2014, 10:34

Da zeigt sich mal wieder, dass essentielle Daten zum sparsamen Fahren von den Herstellern vorenthalten werden. Wir wissen nicht, wie der Ladewirkungsgrad beim Rekuperieren bei verschiedenen Leistungen ist. Beim Zoe kann ich nur mutmaßen, dass die Rekuperation mit 1-3kW Leistung grauenhafte Wirkungsgrade hat (Schuko-Ladung). Am Berg lasse ich daher lieber Rollen als mit dieser Leistung zu rekuperieren.
Projekt Stromspeicher im Selbstbau mit BMW i3 & Passat GTE Batterien: http://www.stromspeicher.blog/
kW ≠ kWh ≠ kW/h
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Re: EV, Berge, Effizienz

Beitragvon eDEVIL » Do 17. Jul 2014, 11:00

TJ0705 hat geschrieben:
Fahre ich dort 120, muß der Tempomat sogar bergab noch leicht Strom geben. Fahre ich LKW Tempo, kann ich segeln und halte hier zufällig genau die Geschwindigkeit. Muß ich verkehrsbedingt 60-70 Sachen fahren, gibt es Strom zurück.

Da der Leaf ja leider recht umständlich auf 0 Reku = N zu schalten ist, fahre ich bei leichtem Gefälle häufig mit Tempomat und erhöhe dann leicht die Geschwindigkeit, bis kein Reku mehr nötig sit, um konstant zu fahren. Ständig den Fuß auf dem Strompedal zu halten mag ich nicht so...
303,8km Q210 ZOE ohne Nachladen oder schieben 8-)
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Re: EV, Berge, Effizienz

Beitragvon TJ0705 » Do 17. Jul 2014, 11:53

Also ich praktiziere beides, Segeln mit Strompedalstellung und über Schalten auf N. Find da nichts kompliziert dran auf N zu schalten bei den wenigen Gelegenheiten, wo man länger segeln kann, und im Eco-Mode geht das Segeln über Strompedal rcht einfach.

Grüße Dirk
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