Elektromobilitätsgegner in Stadt & Ländle

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Re: Elektromobilitätsgegner in Stadt & Ländle

Beitragvon Alex1 » Sa 16. Jan 2016, 23:01

Nana, wo gibt es denn ein Fahrverbot für eAutos in Städten?

ÖPNV könnte sehr wohl sämtliche Verkehrsleistungen in Städten erbringen, für Mobilitätseingeschränkte dann mit einer Art Taxi oder einem ähnlichen System. Oder eben Ausnahmen, dass Rollifahrer (natürlich nur mit eAuto...) selbst fahren dürfen.

Auf dem Land sieht es natürlich anders aus. Aber auch da breiten sich Bürgerautos und Dorfbus aus.
Herzliche Grüße
Alex
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Re: Elektromobilitätsgegner in Stadt & Ländle

Beitragvon ATLAN » Sa 16. Jan 2016, 23:42

Spürmeise hat hier leider recht, die Grünlackierte Generation die jetzt in diversen Gremien sitzt hat IMHO eine gewaltige Sinnkrise, denn Ökologie ist mittlerweile in jedem Parteiprogramm zu finden und auch der verbohrteste Technokrat hat die Notwendigkeit einer Intakten Umwelt nun einigermaßen begriffen. Der Erzfeind Nr. 1, der MIV droht nun auch zum Saubermann zu werden, daher muss der MIV als solches unbedingt weiter Dämonisiert werden, koste es was es wolle -> dh. auch am Rücken der Stadtbevölkerung, die ja als erste von einem lokal emissionsfreien MIV profitieren würde. Dieser Emissionsfreie MIV wird aber de facto durch die Totalblockade der nötigen Infrastrukturellen Maßnahmen fast verhindert, stattdessen bleiben fast alle beim Verbrenner-PKW und die "Verkehrsexperten" haben weiter eine Daseinsberechtigung der hohen NOx-Werte usw. wegen. Erschwerend kommt noch hinzu, das sich hier teilweise unheilige Allianzen bilden aus Grünen und gewissen Wirtschaftssparten, die an einem vorankommen der E-Mobilität auch kein großes Interesse haben und somit gleich ziehen und die Sache kongenial bekämpfen. :roll:

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Re: Elektromobilitätsgegner in Stadt & Ländle

Beitragvon Spürmeise » Di 26. Jan 2016, 21:03

Alex1 hat geschrieben:
ÖPNV könnte sehr wohl sämtliche Verkehrsleistungen in Städten erbringen, für Mobilitätseingeschränkte dann mit einer Art Taxi oder einem ähnlichen System. Oder eben Ausnahmen, dass Rollifahrer (natürlich nur mit eAuto...) selbst fahren dürfen.


Dass der ÖPNV das theoretisch leisten könnte, mag durchaus sein, aber ein nicht kleiner Teil der Menschen will das einfach nicht, ob die Gründe jetzt gut und nachvollziehbar sind oder nicht, und es braucht gemessen an Einkommen in unseren Industrienationen ja nicht besonders viel Geld für ein eigenes (Verbrenner-)Auto.

Ich war auch ich mal (gläubiges) VCD-Mitglied (im Avatar-Bild könnte man das VCD-Logo in der unteren Ecke der Windschutzschreibe erahnen) und habe mir das nicht vorstellen können. Je nach Umfeld bekommt man solche Lebenseinstellungen nicht mit (z.B. im Umweltreferat oder am Öko-Institut kommt jeder mit ÖPNV oder Fahrrad, da denkt man vielleicht, dass das doch immer so sein muss). Aber wenn man mal in der "freien Wirtschaft" arbeitet, oder in eine städtische "Gehobene" Neubauwohnungs-Siedlung mit eigentlich recht guter ÖPNV-Anbindung zieht, erkennt man, dass ein Großteil der Kollegen/Nachbarn nicht im Traum daran denkt, mit ÖPNV oder Fahrrad zu Arbeit/sonstwo zu kommen/fahren wie man selbst.

Da die (meisten, kommunalen!) Grünen meist in so einem eingangs erwähnten Biotop leben, kriegen sie die abweichenden Lebenseinstellungen nicht so mit, so dass es für sie nur folgerichtig ist, Elektroautos wie alle anderen Autos in der Stadt abzulehnen, was (wie beschrieben) leider bedeutet, dass 99,9% der Leute in der Stadt (die meinen, auf ihr Auto nicht verzichten zu können) bei ihren Verbrennerautos bleiben.

Was ich mit "Fahrverbot für Elektroautos in der Stadt" gemeint habe, hast Du glaube ich aber schon verstanden (tief im Inneren...)
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Re: Elektromobilitätsgegner in Stadt & Ländle

Beitragvon Alex1 » Di 26. Jan 2016, 23:06

Sehr schön aufgeschlüsselt, Spürmeise!

Ich bin leider noch nicht dazu gekommen (hab mich noch nicht aufraffen können), den VCD anzusprechen. Mit Grünen hab ich praktisch keinen Kontakt.
Herzliche Grüße
Alex
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Re: Elektromobilitätsgegner in Stadt & Ländle

Beitragvon Turbothomas » Mi 27. Jan 2016, 07:41

Alex1 hat geschrieben:
Nana, wo gibt es denn ein Fahrverbot für eAutos in Städten?

ÖPNV könnte sehr wohl sämtliche Verkehrsleistungen in Städten erbringen, für Mobilitätseingeschränkte dann mit einer Art Taxi oder einem ähnlichen System. Oder eben Ausnahmen, dass Rollifahrer (natürlich nur mit eAuto...) selbst fahren dürfen.

Auf dem Land sieht es natürlich anders aus. Aber auch da breiten sich Bürgerautos und Dorfbus aus.


In Stuttgart garantiert nicht. S-Bahn fällt laufend aus und/oder hat Verspätung, SSB genauso, da stehen laufend Verbrenner auf den Gleisen (unerlaubtes Wenden) oder zu den Hauptverkehrszeiten einfach zu voll (in einer Sardinendose ist mehr Platz). Dazu kommt noch das Gesundheitsrisiko durch Bazillenmutterschiffe (Kranke die unbedingt noch zur Arbeit wollen oder zum Arzt müssen).
Noch dazu ist der VVS für die gebotene Leistung zu teuer.

All diese Dinge haben mich dazu bewogen vollelektrisch zur Arbeit zu fahren. Dazu kommt noch, dass manche Ziele mit dem VVS nicht erreichbar sind, mit dem EV schon.
Ciao
Thomas
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Re: Elektromobilitätsgegner in Stadt & Ländle

Beitragvon Leaf-2015-03 » So 13. Mär 2016, 13:10

Die UPI Studie ist nun auch in Bocholt (NRW) angekommen.

Titel in der aktuellen WattExtra Ausgabe "E-Autos doch keine Umweltstars ?" mit dem Fazit: "Alternative ist Erdgasfahrzeug".
WattExtra ist ein Magazin der BEW Bocholter Energie und Wasserversorgungs GmbH und wird an > 80.000 Haushalte kostenlos verteilt (Postwurfsendung).

Ich habe eine Mail an die Redaktion gesendet und um eine Korrektur des Artikel gebeten - mit Verweis auf die Gegendarstellung - jedoch mit wenig Hoffnung (http://www.fr-online.de/auto/e-mobilita ... 60774.html)

Bocholt ist eine Stadt, bei der Elektromobilität auf generelle Ablehnung stößt - es gibt keine Stromtankstelle, und die Umweltreferentin der Stadt meinte, E-Mobilsten könnten ja bei den Wohnmobilstellplätzen per Schuko aufladen.

Es ist echt frustrierend, in so einem Umfeld zu wohnen :shock:
Dummheit wird hier großgeschrieben.
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Re: Elektromobilitätsgegner in Stadt & Ländle

Beitragvon ederl65 » Mo 21. Mär 2016, 21:54

Keine Ahnung ob dieses "Argument" schon gepostet wurde:

Benzin benötigt bei der Verbrennung (im Motor) ca. 11.000 Liter Luft pro Liter.
Beim Diesel ist es ähnlich.
Ein Mensch braucht auch ca. 11.000 Liter Luft pro Tag.
Wenn ein Verbrenner die benötigte Luft mitführen müsste, bräuchte er (bei 4 Liter/100km) einen 220 Liter Tank mit 200 bar Luft.
Allein die Luft hätte ca. 55 kg. Eine 50 Liter Pressluftflasche hat leer ca. 80 kg.
Da können alle Batterien locker mithalten.
Zuviel ist nicht genug. ;)
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