Elektromobilitätsgegner in Stadt & Ländle

Alle Themen über Elektroautos, zu denen es kein eigenes Forum gibt

Re: Elektromobilitätsgegner in Stadt & Land

Beitragvon Major Tom » Mi 8. Jul 2015, 12:55

Hier das Ergebnis der Sitzung:
Ökobilanz umweltfreundlicher Fahrzeuge

Mit dem Programm „Umweltfreundlich mobil“ fördert die Stadt Heidelberg die Anschaffung und das Leasing von Elektro-, Hybrid- und Erdgasfahrzeugen. Sie punkten durch niedrigen Kraftstoffverbrauch und CO²-Ausstoß sowie durch wenig Schadstoffemissionen und Lärm. Der Bau- und Umweltausschuss ist in seiner Sitzung am 30. Juni 2015 über die Ökobilanz dieser Fahrzeuge informiert worden. Diese bezieht die direkten und indirekten Gesundheitsschäden und den Ressourcenverbrauch bei der Fahrzeugproduktion, der Nutzung und der Entsorgung mit ein. Hierbei schneiden Elektro- und Hybridfahrzeuge teilweise schlechter ab. Grund dafür ist etwa ein höherer Ressourcenverbrauch bei Lithium-Ionen-Batterien und Elektromotoren. Da die verschiedenen Aspekte der Ökobilanz nicht miteinander vergleichbar sind, ist eine Priorisierung nötig. Die Verwaltung empfiehlt daher, die Förderkriterien beizubehalten.


http://www.heidelberg.de/hd,Lde/210422.html#bau-und-umweltausschuss-vom-30-juni-2015

Wie sinnfrei *kopfschüttel*
ciao
Tom
http://www.aich.de BMW i3 11/2013 bis 8/2016 (60Ah), ab 8/2016 (94 Ah)
Benutzeravatar
Major Tom
 
Beiträge: 944
Registriert: So 26. Jan 2014, 19:29

Anzeige

Re: Elektromobilitätsgegner in Stadt & Land

Beitragvon Alex1 » Mi 8. Jul 2015, 13:01

Kennen die die EMPA-Studie nicht?
Herzliche Grüße
Alex
Neue Zoe R90 Intens 15" 06/17
So gelingt die Energiewende. Alternativlos.
Echten Ökostrom: http://www.ews-schoenau.de/ Fast Alternativlos.
Benutzeravatar
Alex1
 
Beiträge: 8030
Registriert: Sa 28. Dez 2013, 17:59
Wohnort: Unterfranken

Re: Elektromobilitätsgegner in Stadt & Land

Beitragvon Spürmeise » Mi 8. Jul 2015, 13:40

graefe hat geschrieben:
Wie soll ein Benziner bei gleicher niedriger Geschwindigkeit ruhiger als ein Elektroauto sein können??

Das kann sein, bei konstanter, nicht beschleunigender Fahrweise, wenn man verschiedene Fahrzeugtypen betrachtet:
https://www.uni-due.de/~hk0378/publikationen/2013/201301_HZwei.pdf

Sobald ein Verbrenner beschleunigen muss (was im Stadtverkehr öfter mal vorkommt), wird er natürlich deutlich lauter, als das Elektroauto, das unabhängig vom Betriebszustand praktisch immer gleich leise - aber nicht lautlos - ist.

Warum ich das ausgeführt hatte: der nette UPI-Mann präsentiert dutzende Argumente gegen Elektroautos, gerne indem er Sätze aus dem Zusammenhang reist. Hätte ich (in Unkenntnis der Untersuchung oben) geschrieben, ein Elektroauto wäre in jeder Situation immer leiser als jedes Verbrennerfahrzeug, würde das seinem Argument "Elektroautos sind gefährliche Fahrzeuge" zuarbeiten.
Spürmeise
 

Re: Elektromobilitätsgegner in Stadt & Land

Beitragvon Tho » Mi 8. Jul 2015, 13:51

Wie mans dreht und wendet, wird er sich immer im Recht sehen.
Er könnte auch einfach sagen, er will keine Elektroautos.
Renault Zoe Zen, S-Pedelec Grace MX,Tesla Model ≡ reserviert
PV, Speicher + Bürger Energie Drebach eG http://www.buerger-energie-drebach.de
Wir müssen uns für unseren Wunsch nach Glück nicht rechtfertigen.(Dalai Lama)
Benutzeravatar
Tho
 
Beiträge: 5275
Registriert: Di 28. Okt 2014, 00:26
Wohnort: Drebach/Erzgebirge

Re: Elektromobilitätsgegner in Stadt & Land

Beitragvon Super-E » Mi 8. Jul 2015, 15:43

Nach seinen Tabellen erzeugt das Fahrradfahren im Betrieb kein CO2?
Ich habe mal kurz nachgerechnet:

Rechnung basierend auf Kalorienrechnerangabe von 832 Kilokalorien pro Stunde bei 20km/h im Internet:
ca. 3400kJ/h bei 20km/h; 80kg männlich -> 100km in 5h -> 17MJ (4,7kWh)
bei 0,05 Liter C02 pro kJ (kalorisches Äquivalent von 20 kJ/L und CO2 / O2 =1) ergeben sich 850 Liter Co2 (44 g/mol; 22,4L/mol)-> 1,67kg C02 -> 17g CO2/km -> SKANDALÖS ;-)

Und das die Nahrungsmittelproduktion recht CO2 intensiv ist und man dies natürlich in der Well to wheel Bilanz mitberücksichtigen müsste, ist da jetzt nicht drin. Frei nach der strengen Argumentation sind Sekundäreffekte (wie Fitness) nicht zu betrachten.

Hab ich mich verrechnet?
Benutzeravatar
Super-E
 
Beiträge: 1185
Registriert: Fr 27. Sep 2013, 16:06

Re: Elektromobilitätsgegner in Stadt & Land

Beitragvon Spürmeise » Mi 8. Jul 2015, 17:01

Super-E hat geschrieben:
Und das die Nahrungsmittelproduktion recht CO2 intensiv ist und man dies natürlich in der Well to wheel Bilanz mitberücksichtigen müsste, ist da jetzt nicht drin.

Obwohl genau das der Herr Diplom-Biologe sicher hätte ausrechnen können :roll:

Ich muss jedenfalls definitiv mehr Nahrung aufnehmen, wenn ich mehr als 10 km Fahrrad am Tag fahre. Und dann noch der Standbyverbrauch der Oberschenkelmuskulatur!
Spürmeise
 

Re: Elektromobilitätsgegner in Stadt & Land

Beitragvon Alex1 » Mi 8. Jul 2015, 21:29

Dann ist Fußball spielen oder gar ein Marathon noch viel schlimmer: Da kommt ja noch nicht einmal eine relevante Ortsveränderung statt, alles im Kreis herum!

SKANDAL! :lol:

Hat jemand mal die Methanemissionen der Radler berechnet? Da tun sich Abgründe auf... :twisted:

Und was ist mit der Geruchsbelästigung durch eben diese Emissionen bzw. den mit emittierten Mercaptanen?!?

Und der allfällige Schweiß?!?!? Menschenverachtend!

Und seit wann sind Radler leise? Quietschende Reifen, rasselnde Schaltungen, schleifende Bremsen, schlagende Ketten, keuchende Fahrer, ohrenbetäubende Klingeln? Da muss man was unternehmen!
Herzliche Grüße
Alex
Neue Zoe R90 Intens 15" 06/17
So gelingt die Energiewende. Alternativlos.
Echten Ökostrom: http://www.ews-schoenau.de/ Fast Alternativlos.
Benutzeravatar
Alex1
 
Beiträge: 8030
Registriert: Sa 28. Dez 2013, 17:59
Wohnort: Unterfranken

Re: Elektromobilitätsgegner in Stadt & Land

Beitragvon Spürmeise » Mi 8. Jul 2015, 22:04

ok, das mag jetzt genügen (bitte).

Die Sitzungsergebnisse sind jetzt ausführlicher zu lesen (S. 4). Da die beiden Institute sich widersprechen, sollen jetzt die Stadtwerke die richtigen Werte herausfinden :?

Mich würde ja interessieren, wer von den Damen und Herren folgendes zu Protokoll gebracht hat:

Aufgrund der Umweltbelastungen, die bei der Herstellung und der Entsorgung der Batterien und der Elektromotoren entstehen, stellt sich die Frage, ob eine Förderung von E-Fahrzeugen überhaupt sinnhaft ist, zumal offensichtlich die Industrie die Problematik nicht in den Griff bekommt. Die Förderung von Erdgas- und Hybridfahrzeugen solle hingegen beibehalten werden. Zukünftig solle auch eine etwaige Förderung der Wasserstoff-Technologie in Betracht gezogen werden.
Spürmeise
 

Re: Elektromobilitätsgegner in Stadt & Land

Beitragvon Alex1 » Mi 8. Jul 2015, 22:18

OMG, was für einen Unsinn Manche da verzapfen!

Die EMPA hatte doch definitiv herausgefunden, dass der "Rucksack" des Akkus spätestens nach 30.000 km gegenüber einem Stinker wieder ausgeglichen ist. Also nach 2 Jahren oder 10% seiner Lebenszeit.

Da sind wirklich ein paar unverbesserliche Ideologen am Start. Wenn Heidelberg wenigstens den Radverkehr einigermaßen gescheit fördern würde :roll:
Herzliche Grüße
Alex
Neue Zoe R90 Intens 15" 06/17
So gelingt die Energiewende. Alternativlos.
Echten Ökostrom: http://www.ews-schoenau.de/ Fast Alternativlos.
Benutzeravatar
Alex1
 
Beiträge: 8030
Registriert: Sa 28. Dez 2013, 17:59
Wohnort: Unterfranken


Anzeige

VorherigeNächste

Zurück zu Allgemeine Themen

 
  • Ähnliche Themen
    Antworten
    Zugriffe
    Letzter Beitrag
  • Ähnliche Artikel im Blog

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 9 Gäste