Elektroautos sind zu teuer?

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Re: Elektroautos sind zu teuer?

Beitragvon Tho » Di 13. Okt 2015, 12:22

Die Zoe lade ich auch schon lange aus einem 1.4t Bleiklotz. (50kWh).
Allerdings auch nur 4.6 von den 11kW, mehr geht ja mit dem einphasigen Sunny Island nicht.
Man muss sich aber bewusst sein, dass der Speicherstrom so günstig (preislich) nicht ist.
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Re: Elektroautos sind zu teuer?

Beitragvon Nik » Di 13. Okt 2015, 14:15

Wo liegt denn mittlerweile der Preis für 1kWh lithiumbasierter Speicher?
Und was bezahlen Großkunden dafür? Also Automobilhersteller?
Ich habe meine Batterien für den Keller für ca. 1000 € pro kWh bezahlt. Netto hat mein Solarteur etwa 40% dran verdient. Und da wird der Hersteller auch noch ordentlich was draufgeschlagen haben.
Den Akku meiner Zoe habe ich mit ca. 6000 € versichert. Da nagelt mich nicht auf die Summe fest. Und auch da ist ganz viel Puffer in der Summe, weil Renault und die Versicherung keine Risiken eingehen wollen.
Was ich also sagen will:
Die Elektroautos sind so teuer, weil sie so teuer sein sollen. Allein der Akku kann den Preisunterschied nicht rechtfertigen.
Meine Meinung
Gruß Nik
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Re: Elektroautos sind zu teuer?

Beitragvon me68 » Di 13. Okt 2015, 17:32

Hallo!

Mich beschäftigt das Thema schon sehr und versuche wo möglich die Leute auf die Gesamtkosten aufmerksam zu machen.

Ein paar aktuelle Beispiele:

Audi, BMW, Mercedes vs. Tesla Model S ... es kommt immer das gleiche raus:

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Re: Elektroautos sind zu teuer?

Beitragvon Berndte » Di 13. Okt 2015, 18:22

Auch wenn es vielleicht Offtopic ist:
Ich kaufe mir definitiv keinen Verbrenner mehr!
Und wenn das Elektroauto doppelt so teuer ist.
Ja, selbst wenn es im Unterhalt teurer ist.


Ich will auch keine Pferdekutsche mehr fahren, nur weil die mit selbst angebautem Hafer fast kostenlos fährt...

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Re: Elektroautos sind zu teuer?

Beitragvon umberto » Di 13. Okt 2015, 18:24

Nik hat geschrieben:
Wo liegt denn mittlerweile der Preis für 1kWh lithiumbasierter Speicher?


200$ pro kWh auf dem Weg zu 100$ in den nächsten paar Jahren.

Die Elektroautos sind so teuer, weil sie so teuer sein sollen. Allein der Akku kann den Preisunterschied nicht rechtfertigen.
Meine Meinung


Nein. E-Autos sind so teuer, weil die Stückzahlen so marginal sind.

Nur mal ein Beispiel für ein einfaches Bauteil, über das ich neulich gestolpert bin.

1000 St/a = 50 Euro/St
10000 St/a = 20 Euro/St
100000 St/a = 8 Euro/St.

E-Auto-Komponenten sind bei den oberen beiden Zeilen...wieviele Golf baut VW im Jahr? 500000?

Das wird in den nächsten Jahren mit steigenden Stückzahlen sicher besser.

Gruss
Umbi
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Re: Elektroautos sind zu teuer?

Beitragvon eDEVIL » Di 13. Okt 2015, 18:36

Jep,ich halte es wurd berndte.
Wobei die Pferdekutsche eher reitzen würde als ein Stinker
303,8km Q210 ZOE ohne Nachladen oder schieben 8-)
Verwendung korrekter physikalischer Einheiten
"Online" heißt es nicht, das ich auch hier im Forum bin, sondern nur das einer meiner PCs oder mobilgeräte online ist.
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Re: Elektroautos sind zu teuer?

Beitragvon Karlsson » Di 13. Okt 2015, 19:45

eDEVIL hat geschrieben:
Jep,ich halte es wurd berndte.
Wobei die Pferdekutsche eher reitzen würde als ein Stinker

Nö, die Funktion muss schon erfüllt werden. Und das tut ein Nicht-Tesla für uns noch nicht.

@ME68
Du hast da sehr hohe Steuern angenommen, die es in Deutschland so nicht gibt. Auch rechnest Du mit 19Cent/kWh. Zuhause habe ich aber 29 Cent/kWh.
Bei der Auflistung Deines Drilling scheinen mir auch einige Posten zu fehlen, die ich einrechne. Also Autowäsche, Zubehör, Reifen und Ersatzteile wie Wischenblätter etc. Das scheint in Deinen Werkstattkosten nicht drin zu sein, weil zu niedrig.
Du kannst so natürlich rechnen, ich kann es nur so nicht mit meiner Rechnung vergleichen, weil ich halt wirklich alles berücksichtige.

Ich denke auch, dass der Tesla besonder wirtschaftlich ist - relativ zu seinen vergleichbaren Verbrennern. Aber das nützt mir halt wenig, wenn diese Klasse Auto einfach das >3-fache von dem kostet, was ich auszugeben bereit bin.

Nik hat geschrieben:
Die Elektroautos sind so teuer, weil sie so teuer sein sollen. Allein der Akku kann den Preisunterschied nicht rechtfertigen.
Meine Meinung

Ich denke da ist Umbertos Hinweis relevant. Das ist das Henne-Ei-Problem. Kosten hoch weil Stückzahlen niedrig und Stückzahlen niedrig weil Kosten hoch.
Würden E-Autos in den gleichen Mengen produziert werden, gehe ich davon aus, dass sie unterm Strich billiger wären. Einmal von den Betriebskosten und zum anderen durch die geringe Wartung und hohe Langlebigkeit.

soho hat geschrieben:
Wieviel qm2 braucht man um ein E-Auto in 4h voll zu kriegen?

Im Winter ein paar Hektar - weil der Mondschein muss ausreichen, wenn man morgens im dunkeln wegfährt und abends im dunkeln zurück kommt :lol:

@ChrisZero
Das fällt mir schwer zu glauben, weil das hieße in meinem Beispiel eine Kostenersparnis von ca 50%, bzw das E-Auto müsste mit 10 Cent/km fahren. Aber die erreiche ich schon allein durch Akkumiete und Wertverlust locker. Also da ist dann noch nichts versichert, gewartet, repariert, gewaschen, geparkt... ich rechne wie gesagt alles rein. Da waren bei meinem Corsa zb auch 1500€ durch Dienstahl und Fahrerflucht bei (und da hab ich das neue Fenster noch selbst eingebaut).
Allein Reifen liegen ja schon mal bei 1 Cent/km.
Also mir scheint, dass Deine Verbrenner wohl sehr teuer gewesen sein müssen.
Momentan liegt mein Zoe noch günstig durch überwiegend gratis Strom. Aber sooo groß ist der Vorteil auch nicht - hab vielleicht dadurch jetzt rund 135€ Strom in 4 Monaten gespart - und das schon bezogen auf meinen relativ teuren Hausstrom.

Bislang waren E-Autos halt durch die teure Anschaffung nicht wirtschaftlich. Das wird jetzt langsam besser, auch wenn man für einen Leaf noch immer so 16k aufwärts anlegen muss, wenn der nicht gerade richtig Kilometer vorher gefressen hat.
Aber die Richtung stimmt... wenn das so weiter geht, kann man damit tatsächlich bald was sparen.
Für meinen Zoe hoffe ich da nur auf eine geringere Miete oder einen vertretbar teuren Kaufakku.
Zoe Q210 / Corsa 1.0 / Pedelec Eigenbau / Fresh Breeze Sportix
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Re: Elektroautos sind zu teuer?

Beitragvon Linksflieger » Di 13. Okt 2015, 20:17

Berndte hat geschrieben:
Auch wenn es vielleicht Offtopic ist:
Ich kaufe mir definitiv keinen Verbrenner mehr!
Und wenn das Elektroauto doppelt so teuer ist.
Ja, selbst wenn es im Unterhalt teurer ist.


Ich will auch keine Pferdekutsche mehr fahren, nur weil die mit selbst angebautem Hafer fast kostenlos fährt...

my2cents Bernd


Dem schließe ich mich an, auch wenn die Monatskosten um 600,- Euro höher liegen werden, wird der kleine Fuhrpark (8 Autos) im Frühjahr elektrifiziert !

Grüße,

Lifli
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Re: Elektroautos sind zu teuer?

Beitragvon Berndte » Di 13. Okt 2015, 20:40

Oder aus einer Werbung vom Vertreiber von Pressspan Inventar abgekupfert:

Rechnest du noch, oder fährst du schon (elektrisch)?
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Re: Elektroautos sind zu teuer?

Beitragvon AlexDD » Mi 14. Okt 2015, 02:58

me68 hat geschrieben:
Audi, BMW, Mercedes vs. Tesla Model S ... es kommt immer das gleiche raus:

Hallo Martin, gibt's das Excel Sheet irgendwo zum selber rechnen?
Alex.
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