Elektroauto ohne Niedrigspannungsbatterie

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Re: Elektroauto ohne Niedrigspannungsbatterie

Beitragvon novalek » Mi 28. Sep 2016, 12:53

harlem24 hat geschrieben:
Dass es einem Bleiakku nicht gut tut
Na ja, Lithium-Akkus, so muß sich jeder E-Fahrer anlesen wollen, sind wie ein zierliches Etwas. Die vertragen keine Temperatur, keine Überladung, keineTiefstentladung und sind nach winterlicher Nacht unbrauchbar.
Also bräuchte man eine Klimakammer zur Kühlung bzw. Vorwärmung auf 22°C. Im Motorraum wird's im Sommer 60-80°C warm (Sonne & Eigenwärme) und im Winter ggf. -15°C.
Eine Überwachungs- Notfall funktion kann nicht funktionieren, wenn der zu überwachende sich selber die Energie liefert. (Siehe das RechteSystem der BRD).
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Re: Elektroauto ohne Niedrigspannungsbatterie

Beitragvon Greg68 » Mi 28. Sep 2016, 13:26

Dass es technisch auch ohne geht, beweist das Twike. Hier ist der DC/DC immer in Betrieb (Nachteil natürlich dessen Standby-Strom entleert den Akku neben der Selbstentladung zusätzlich ein wenig).

Erst als ich mir eine Standheizung habe einbauen lassen, die kurzzeitig mehr zieht als der DC/DC hergibt, hat man mir eine kleine 12V Motorradbatterie (ws. auf Blei-Basis) eingebaut. Warum die Zulassung ohne 12V-Batterie möglich war, keine Ahnung, vielleicht wegen der Leichtbau-Fahrzeugklasse...?
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Re: Elektroauto ohne Niedrigspannungsbatterie

Beitragvon EVduck » Mi 28. Sep 2016, 13:35

Welche Spannung hat die Fahrbatterie vom Twike? Oder Vectrix Roller? Es ist schon ein kleiner Unterschied, ob die Fahrbatterie 75V, 120V oder 400V hat.
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Re: Elektroauto ohne Niedrigspannungsbatterie

Beitragvon jo.gi » Mi 28. Sep 2016, 14:02

Das 12V-Bordnetz wird sicherlich noch längere Zeit bei allen Fahrzeugen verbaut bleiben, dafür spricht die Verbreitung/ Verfügbarkeit etwa von Leuchtmittel oder Zubehör für den Zigarettenanzünder.
Auch können die Hersteller bei elektr. Lenkunterstützung, Unterdruckpumpen oder auch der Hupe einfach ins 12V-Regal greifen

Und für den Pannenfall z.B. sagt das „ VdTÜV-Merkblatt Kraftfahrwesen 764 Elektrofahrzeuge, Stand 01/2012“:
3.8 Grundfunktion der elektrischen Systeme
Die Grundfunktion von z.B. Warnblinkanlage und Standlicht müssen bei nicht mehr
hinreichender Energieversorgung für das Antriebssystem erhalten bleiben. Dies kann z.B.
geschehen durch einen separaten Bordnetz-Energiespeicher.

Da steht natürlich nicht das dies durch eine Bleibatterie erfolgen muß, aber die Dinger sind eben auch (für den Hersteller) günstig, massenhaft verfügbar und bewährt.
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Re: Elektroauto ohne Niedrigspannungsbatterie

Beitragvon Greg68 » Mi 28. Sep 2016, 18:47

EVduck hat geschrieben:
Welche Spannung hat die Fahrbatterie vom Twike? Oder Vectrix Roller? Es ist schon ein kleiner Unterschied, ob die Fahrbatterie 75V, 120V oder 400V hat.


Nennspannung beim Twike sind 353V (98 Zellen in Serie).
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Re: Elektroauto ohne Niedrigspannungsbatterie

Beitragvon bm3 » Mi 28. Sep 2016, 18:56

Spüli hat geschrieben:
Moin!
Die zweite kleine Batterie ist vorgeschrieben, um auch bei einem Unfall die Warnblinker und so etwas nutzen zu können.


Da ist nichts vorgeschrieben !
Könnte genauso Alles aus dem Fahrakku über DC/DC-Wandler gespeist werden.
Ein Verbrenner-Fahrzeug hat auch nur einen Akku und wenn der ausfällt geht auch nichts mehr.Wo soll jetzt der Unterschied sein ?
Akku bleibt Akku und eine Warnblinkanlage läuft mit dem Fahrakku mindestens zehnmal so lange.

Viele Grüße:

Klaus
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Re: Elektroauto ohne Niedrigspannungsbatterie

Beitragvon twiker01 » Mi 28. Sep 2016, 19:33

Das TWIKE ist auch in diesem Punkt seiner Zeit voraus :)

Das wird sich nur ändern, wenn Käufer danach verlangen. Von sich aus ändert die Verbrennerlobby dieses einträgliche After-Sales-Geschäft nicht. Die Zeit der 12V Bleibatterien neigt sich aber davon unabhängig dem Ende zu.
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