Dt. Hersteller legen Entwicklung von Elektromotoren auf Eis

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Re: Dt. Hersteller legen Entwicklung von Elektromotoren auf

Beitragvon JoySpell » Do 20. Nov 2014, 23:11

Ich möchte die Leistung von Tesla nicht schmälern. Elon Musk hat wirklich etwas erreicht und er ist noch längst nicht fertig.
Tesla ist ja fast auf dem nichts erstanden.

Dennoch sollte man objektiv bleiben. Es werden sich mehr Chinesen einen e-Golf, oder einen i3 leisten können, so viel steht fest.
Insofern kann ich das Rumgekacke auf die deutschen Autombilhersteller nicht ganz verstehen.

Vor Jahren hättet ihr das machen können, aber jetzt hat fast jede bedeutende deutsche Marke ein E-Mobil, mit dem man was anfangen kann. Und das ist doch ein absoluter Fortschritt!
Nicht für jeden, aber für einige genug.

Der Tesla ist weit aus der finanziellen Reichweite der meisten EU-Bürger, insofern kann das Auto schon nicht das Allheilmittel der Mobilität sein!

Und als nächster Tesla kommt der X, ein SUV über 2 Tonnen schwer, welcher vermutlich noch teurer wird. Der Tesla E wurde auf 2016 verschoben und das heisst noch lange nicht, dass dieser dann erhältlich sein wird.
Tesla bleibt erst mal eine Firma, die Automobile im Hochpreissegment anbietet. Und so wie es aussieht kurz bis vor Ende 2020.

Ich denke Tesla hat hier eine so hohe Stellung, weil sie mit Begeisterung dabei sind. Der coole Underdog, der mal den Automobilmarkt auf den Kopf stellen wird und die Großen ärgert.
Dagegen ist auch nichts zu sagen, auch von so etwas gibt es Fangemeinden.

Aber wenn immer geschrieben wird, nur der Tesla taugt für große Stecken, sollte auch darauf hingewiesen werden warum das so ist und welcher Aufwand dahinter steckt, der viele Nachteile mit sich bringt.
Zuletzt geändert von JoySpell am Do 20. Nov 2014, 23:51, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon eDEVIL » Do 20. Nov 2014, 23:43

Naja, soviel schwerer als andere vergleichbare Fahrzeug sind Model S und X ja nicht ;)
und das Thema Effizienz sollte man da wohl besser nicht ansprechen :lol:

Und selbst wenn man so große Akkus nun gar nicht einbauen möchte, könnte BMW doch einen 7er nehmen, da 50kwh Akku rein und dazu den REX vom i3 etwas besser dämmen und etwas mehr Leistung, so das da 30KWel raus kommen können.

Der Hybrid-Pseudeo-Öko-7er, mit dem die Regierungsvertreter dann zu Tankstelleneinweihnung kutschiert werden, ist doch nur green-Washing.
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Re: Dt. Hersteller legen Entwicklung von Elektromotoren auf

Beitragvon ATLAN » Do 20. Nov 2014, 23:45

JoySpell hat geschrieben:
BMW und VW sind mindestens genauso gut aufgestellt wie Tesla, mit Ausnahme auf das schnelle Laden unterwegs.


Bloß ist das eine der Kernkompetenzen im E-Fahrzeugbau, solange man hier MIT ABSICHT nicht kompatibel zu den in der Mehrzahl vorhandenen Versorgungsmöglichkeiten (AC 3~) ist, wird jeder vergleich hier immer zugunsten des kompatibleren ausfallen, weil letztlich zählt beim Auto das ich überhaupt ankomme. Ist das nicht gewährleistet, treten alle anderen Parameter in den Hintergrund. Was nützt mir Leichtbau, Effizienz oder ein toller Baukasten, wenn ich damit zB. nicht mal die Strecke Wien-Graz in einer sinnvollen Zeitspanne zurücklegen kann? Wo hinzu kommt, das in DE die Entfernungen flächenbedingt ja teilweise wesentlich größer sind als in AT, hier kommt dieser Effekt noch viel mehr zum tragen.

Solange man nur Commuter-Fahrzeuge baut, ist der Vergleich dieser Klein- & Kleinstwägen mit einem der Oberklasse sowieso Humbug, oder vergleicht wer ernsthaft einen Lupo mit einem Phaeton oder den Mini mit einem 5er ?

MfG Rudolf
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Re: Dt. Hersteller legen Entwicklung von Elektromotoren auf

Beitragvon JoySpell » Do 20. Nov 2014, 23:56

eDEVIL hat geschrieben:
Naja, soviel schwerer als andere vergleichbare Fahrzeug sind Model S und X ja nicht ;)
und das Thema Effizienz sollte man da wohl besser nicht ansprechen :lol:

Und selbst wenn man so große Akkus nun gar nicht einbauen möchte, könnte BMW doch einen 7er nehmen, da 50kwh Akku rein und dazu den REX vom i3 etwas besser dämmen und etwas mehr Leistung, so das da 30KWel raus kommen können.

Der Hybrid-Pseudeo-Öko-7er, mit dem die Regierungsvertreter dann zu Tankstelleneinweihnung kutschiert werden, ist doch nur green-Washing.


Wieso sollte man das Thema mit der Effizienz nicht ansprechen?

Nein, man kann keinen 7er nehmen und da einen 50kwh Akku einbauen. Wo soll der denn hin?
Die Baugruppe ist dafür nicht ausgelegt, Punkt.
Zumal ein BMW auch noch über Heckantrieb verfügt und die Kardanwelle längs durch den Unterboden verläuft.
BMW müsste für deinen gewünschten 50kwh Akku eine neue Grundplattform entwerfen. Die aber dann wohlmöglich nicht für Diesel/Benzin-Fahrzeuge optimal ausgelegt ist.

Ich glaube nicht das ein REX in einem 7er gewünscht wird. :D

@ ATLAN

Dazu braucht man nichts weiter zu schreiben, du hast absolut Recht.

Und das habe ich auch schon kritisiert. Diese ganze Fummelei mit den verschieden Ladetechniken nervt. Nicht einheitliche Bezahlssysteme, unterschiedliche Stecker und dann auch noch extrem unterschiedliche Ladezeiten. Wirklich stressig.

Nun besteht aber Hoffnung, das EV von BMW künftig an Tesla-Stationen geladen werden können, wenn man den Gerüchten Glauben schenken möchte, man wird sehen. Ich hoffe es wirklich!

Auf jeden Fall wird sich dann BMW beim Aufbau aber finanziell beteiligen müssen, weil nur aus guten Wille wird das Tesla auch nicht machen wollen.
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Re: Dt. Hersteller legen Entwicklung von Elektromotoren auf

Beitragvon eDEVIL » Fr 21. Nov 2014, 00:08

JoySpell hat geschrieben:
Wieso sollte man das Thema mit der Effizienz nicht ansprechen?

Das bezog sich darauf:
Deswegen finde ich auch das Konzept des Model S nicht sonderlich wirtschaftlich, effizient und ökologisch.

Welches andere Farhzeug in der Kalsse eine Model S ist effizienter und ökologischer. Bei der wirtschaftlichkeit mag es da Grnezfälle geben, wo das Model S noch nicht gewinnt, aber ansoinsten sind anderen Hersteller derart weit weg, das es eigentlich schon weh tun muß :roll: :roll: :roll:

Nein, man kann keinen 7er nehmen und da einen 50kwh Akku einbauen. Wo soll der denn hin?
Die Baugruppe ist dafür nicht ausgelegt, Punkt.
Zumal ein BMW auch noch über Heckantrieb verfügt und die Kardanwelle längs durch den Unterboden verläuft.

Merkst Du was? Kardanwelle??? Der Motor kommt natürlich direkt ins Heck. Vorn Frunk rein. Ist nicht perfekt, aber man ist erstmal dabei und dann komplett neue Plattform.
BMW müsste für deinen gewünschten 50kwh Akku eine neue Grundplattform entwerfen. Die aber dann wohlmöglich nicht für Diesel/Benzin-Fahrzeuge optimal ausgelegt ist.

Wenne s vernünftige Elektroautos in der Oberklasse gibt, will eh keiner mehr benzin oder Diesel. Für die, die das möchten, kann da slate maodell ja noch ne wiele weiter gebaut werden... :twisted:
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Re: Dt. Hersteller legen Entwicklung von Elektromotoren auf

Beitragvon meta96 » Fr 21. Nov 2014, 00:24

JoySpell hat geschrieben:

Insofern kann ich das Rumgekacke auf die deutschen Autombilhersteller nicht ganz verstehen.

Vor Jahren hättet ihr das machen können, aber jetzt hat fast jede bedeutende deutsche Marke ein E-Mobil, mit dem man was anfangen kann. Und das ist doch ein absoluter Fortschritt!



Ich glaub Du misinterpretierst hier ein paar Dinge. Ich glaube viele von uns würden gerne deutsche Hersteller in diesen Bereichen einfach weiter vorne stehen sehen. Wir würden gerne andere Dinge lesen, als Akkufabrik wird geschlossen, Entwickung der Elektromotoren wird auf Eis gelegt ... Deutschland hat einen Ruf zu verlieren, nämlich #1 im Autobau zu sein ... tesla hat inzwischen den Ruf, der zur Zeit innovativste Fahrzeughersteller zu sein ... sie bedienen außerhalb von Deutschland vermehrt Opinionleader. Und da ist es vollkommen egal, ob das Modell X 2 Tonnen hat, oder ob er ein paar Monate später auf den Markt kommt ... er wird einfach das Image von Tesla festigen ... abgesehen von der Karbon-Karosserie wurde bis dato nix neues, bahnbrechendes in ein deutsches Elektroauto verbaut ... solide Handwerksarbeit, mehr aber nicht. BMW war knapp dran, wenn sie in den i3 eine 32kW Akku verbaut hätten, oder dem i8 min. 50km reine Elektroreichweite gegönnt hätten ...

... wenn der Volt 2.0 gut wird, und der bis dato bekannte Antriebsstrang (inkl. der Elektroreichweite) ist eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Volt 1.0, dann gibt es (unabhängig von den Verkaufszahlen) ein zweites Plug-In Referenzfahrzeug in und aus Amerika ...

... man darf auch nicht vergessen, das Elektromobilität (noch) den Stempel des neuen, modernen trägt und diese daher auch in den allgemeinen US-zentrierten Medien überrepräsentiert vor kommt (Foto-shootings, Filme, Fernsehserien z.B. South Park, etc.), auch dafür haben die deutschen (Ausnahme i3, i8) derzeit nix zu bieten.

... das alles führt dazu, dass Deutschland gerade dabei ist den Titel des Innovators im Autobau aus der Hand zu geben (auch wenn sie 2015 mehr Elektroautos verkaufen würden, als Tesla).
Zuletzt geändert von meta96 am Fr 21. Nov 2014, 00:41, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Dt. Hersteller legen Entwicklung von Elektromotoren auf

Beitragvon eDEVIL » Fr 21. Nov 2014, 00:37

meta96 hat geschrieben:
... das alles führt dazu, dass Deutschland gerade dabei ist den Titel des Innovators im Autobau gerade aus der Hand gibt (auch wenn sie mehr Elektroautos verkaufen würden, als Tesla).

Das ist aj fast noch eine positive Annahme. Bei Tesla geht es Stückzahlmäßig bisher noch recht behäbig zu, aber wenne s da Akkumäßig einen Booster gibt, kann es auch mal "schnell" passieren, das die 2025 >10 Mio Autos im Jahr produzieren, weil das noch ne dicke Akkubude mit eingestiegen ist und richtig Gas gibt.
Die Chinesen machen nochmal 20 Mio im Jahr und was bleibt dann für "Made in GErmany" übrig.
VW kollabert doch schon bei deutlich geringeren Verkaufseinbrüchen.
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Re: Dt. Hersteller legen Entwicklung von Elektromotoren auf

Beitragvon lingley » Fr 21. Nov 2014, 00:46

Ja, genau ... lasst uns weiter Dampflokomotiven bauen, das E-Zeugs ist doch nur was für Phantasten und Ökospinner, setzt sich nie durch !
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Re: Dt. Hersteller legen Entwicklung von Elektromotoren auf

Beitragvon Rudi L. » Fr 21. Nov 2014, 06:58

eDEVIL hat geschrieben:
Naja, soviel schwerer als andere vergleichbare Fahrzeug sind Model S und X ja nicht ;)
und das Thema Effizienz sollte man da wohl besser nicht ansprechen :lol:

Und selbst wenn man so große Akkus nun gar nicht einbauen möchte, könnte BMW doch einen 7er nehmen, da 50kwh Akku rein und dazu den REX vom i3 etwas besser dämmen und etwas mehr Leistung, so das da 30KWel raus kommen können.

Der Hybrid-Pseudeo-Öko-7er, mit dem die Regierungsvertreter dann zu Tankstelleneinweihnung kutschiert werden, ist doch nur green-Washing.


+1
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Re: Dt. Hersteller legen Entwicklung von Elektromotoren auf

Beitragvon Hasi16 » Fr 21. Nov 2014, 11:00

JoySpell hat geschrieben:
Und das habe ich auch schon kritisiert. Diese ganze Fummelei mit den verschieden Ladetechniken nervt. Nicht einheitliche Bezahlssysteme, unterschiedliche Stecker und dann auch noch extrem unterschiedliche Ladezeiten. Wirklich stressig.

"Wirklich stressig" - sagt ein Verbrenner Fahrer! You made my day! :lol: :lol: :lol: :lol:

JoySpell hat geschrieben:
Nun besteht aber Hoffnung, das EV von BMW künftig an Tesla-Stationen geladen werden können, wenn man den Gerüchten Glauben schenken möchte, man wird sehen. Ich hoffe es wirklich!

Hätte, hätte, Fahrradkette... Also wenn ich das so sehe, dann ist die Zeit für EV einfach noch nicht reif! Aber das ist ja eh deine Meinung... :lol:

Viele Grüße
Hasi16
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