Die Zukunft des Elektroautos aus steuerlicher Sicht

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Die Zukunft des Elektroautos aus steuerlicher Sicht

Beitragvon electricity » So 4. Sep 2016, 10:00

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da können wohl alle Fahrer eines Elektroautos in Zukunft darauf gespannt sein, auf welche Ideen der Staat kommt,
um die vielen Milliarden (16,1 Milliarden Euro für Benzin, 20,4 Milliarden Euro für Diesel, Stand 2015 ) wieder zu bekommen,
wenn einmal kein "Sprit" mehr getankt werden sollte.
Vielleicht gibt es dann ja verplombte Zähler an allen Ladesäulen - oder am Fahrzeug ?
Oder eine KFZ-Steuer von mehreren Tausend Euro im Jahr ?
Oder Maut ???
Ich denke, sicher ist, das der Staat nicht auf Dauer auf dieses Geld verzichtet.
Dann wird auch das fahren mit einem E-Auto wieder teuer... :o

Andererseits hat der Staat ja kein Interesse am hohen Preis und damit auch an den Einnahmen :D
http://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Standardartikel/Themen/Zoll/Energiebesteuerung/Hoehe_der_Benzinpreise/2011-05-25-hoehe-der-benzinpreise.html

Quelle: https://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten/GesellschaftStaat/OeffentlicheFinanzenSteuern/Steuern/Verbrauchsteuern/Aktuell_Energiesteuer.html
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Beitragvon Hachtl » So 4. Sep 2016, 10:26

Naja bedenke, wieviel steuern und Abgaben du jetzt schon für den Strom bezahlst ... und bei PV-Anlagen >10kW muß man für den Eigenverbrauch auch EEG-Steuer (nennt sich zwar Umlage ist aber in meinen Augen eine d
Steuer) zahlen.
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Re: Die Zukunft des Elektroautos aus steuerlicher Sicht

Beitragvon 0cool1 » So 4. Sep 2016, 11:02

Sehe ich auch so, auf dem Strom sind doch genauso wie beim Sprit auch Steuern.
In wie weit die Einnahmen abweichen würden wenn alle nur noch mit E-Autos statt mit Verbrennern fahren würden kann man sich mal ausrechnen.
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Re: Die Zukunft des Elektroautos aus steuerlicher Sicht

Beitragvon AndiH » So 4. Sep 2016, 13:39

- Wir sprechen hier über eine Zeitraum von mindestens 10 Jahren bis nennenswert Benzin/Dieselsteuer wegfällt

- Auch im Strompreis und dessen Bereitstellung ist ordentlich Steuer enthalten

- Der Austausch der Fahrzeuge, der Aufbau der Infrastruktur etc. erzeugen auch positive Effekte im Staatshaushalt

Natürlich wird der Staat immer wieder an diversen Steuerschrauben drehen um geänderte Vorraussetzungen auszugleichen, aber deshalb gleich das Kind mit dem Bade ausschütten wollen???
Bei der Tabaksteuer hat es ja auch funktioniert ohne das die BRD Pleite gegangen ist ;-)

Gruß

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Re: Die Zukunft des Elektroautos aus steuerlicher Sicht

Beitragvon campr » So 4. Sep 2016, 15:07

Nun ja, viele Firmen nutzen Firmenwagen, deren Kosten auf die Gewinne drücken. Wenn dann sparsame Elektroautos genommen werden, freut sich auch der Staat.
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Re: Die Zukunft des Elektroautos aus steuerlicher Sicht

Beitragvon Jarod » So 4. Sep 2016, 16:13

Wenn es um den Verlgeich geht ob dem Fiskus beim Elektroauto Geld entgeht oder er sogar mehr einnimmt, ist erstmal nicht wichtig ob schon viele Steuern auf dem Strom Preis addiert sind. Sondern m.M. nach wie viel Steuern pro 100KM bei Benzin eingenommen wird und wieviel Steuern dem bei Strom entgegensteht (als Beispiel, eigentlich ist ja nur die Gesamtsteuersumme interessant, die ist abe wohl noch schwieriger zu berechnen).

Wenn ich für den Benziner einfach mal 8L/100KM, 1.3 Euro/Liter und 55% Steuern zugrunde lege, dann komme ich auf:
8 L * 1.30 Euro/L * 0.55 = 5.72 Euro nur an Steuereinnahmen. In der Praxis schwankt das natürlich mit dem Verbrauch, Benzinpreis und Sorte. Auf jeden Fall kommt da aber einiges zusammen.

Schön wäre es, wenn jemand dem den Verbrauch * Preis und Steueranteil seines BEV auf 100 KM gegenüberstellen würde.
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Re: Die Zukunft des Elektroautos aus steuerlicher Sicht

Beitragvon Jogi » So 4. Sep 2016, 16:53

Die verminderten Steuereinnahmen des Fiskus sind nur eine Seite der Medaille, gegenüber stehen geringere Importausgaben für's Öl.

Volkswirtschaftlich dürfte also ein dickes Plus dabei rumkommen, sofern der Strom nicht aus Importkohle, Importuran, Importgas o. Ä. generiert wird.
Wenn früher alles besser war,
hätte man's ja auch so lassen können.
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Re: Die Zukunft des Elektroautos aus steuerlicher Sicht

Beitragvon bm3 » So 4. Sep 2016, 19:29

Hallo,
fest steht jedenfalls heute dass die Kilowattstunde in der deutschen Produktion zur Zeit für etwa 3 Cent im Durchschnitt (EEX) verkauft wird .Ihr Preis liegt dann am Ende für die kleinen Gewerbe- und die Haushaltskunden bei etwa 25 Cent einschließlich aller Steuern und Abgaben. Wo bleiben jetzt die gut 700% Wertschöpfung daraus unterwegs ? Das Meiste davon wohl beim Staat und indirekt nach Bezahlung von Personal und Investitionen auch noch ein großer Teil wieder vom Rest.
Der Staat braucht sich also wenig Gedanken zu machen, hier liegt auch die Wertschöpfung im Inland, die nimmt noch zu mit steigendem EE-Anteil, im Gegensatz zum Import von Öl und Gas.

VG:

Klaus
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Re: Die Zukunft des Elektroautos aus steuerlicher Sicht

Beitragvon Jarod » Mo 5. Sep 2016, 00:05

Der Finanzminister/Staat is wie ein Drogensüchtiger, wenn die Dosis einmal erhöht wurde, dann gibt es ohne starke Entzugserscheinungen kein zurück.

Von daher ist es unerheblich wie hoch Strom besteuert wird, oder wie die Wertschöpfung ist. Wir reden hier von 40 Milliarden Euro Einnahmen nur durch die Mineralölsteuer. Und alles konjunktiv, was wäre wenn: Wenn davon 20 Milliarden wegbrechen, womit bekommt der Staat die wieder rein?

Ich glaube nich, dass die jetzigen Abgaben auch Strom die Mineralölsteuer ausgleichen würden. Ich weiss es aber nicht. Ich halte es aber schlicht für utpoisch, dass unser Staatsapparat im Falle weniger Steuern mit weniger Einnahmen auskommen kann.

Wenn man übrigens mit den Daten von Wikipedia rechet (https://de.wikipedia.org/wiki/Stromprei ... _Haushalte)
28,69 Cent kwh, davon 54% Abgaben, Steuern uws und grosszügig 18 kwh/100 km annimmt, dann kommt man auf 2,79 Euro Steuern pro 100 km.

Da sind wir schon sehr nah dran and den 20 Milliarden weniger.

In der Tat stimme ich aber auch euch anderen zu, dass man erstmal sehen muss wohin die Reise geht und was die Zukunft bringt.
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Re: Die Zukunft des Elektroautos aus steuerlicher Sicht

Beitragvon Ruhr_Atoll » Mo 5. Sep 2016, 06:17

Jarod hat geschrieben:
Wenn man übrigens mit den Daten von Wikipedia rechet (https://de.wikipedia.org/wiki/Stromprei ... _Haushalte)
28,69 Cent kwh, davon 54% Abgaben, Steuern uws und grosszügig 18 kwh/100 km annimmt, dann kommt man auf 2,79 Euro Steuern pro 100 km.


Steuern sind allerdings nur 6,63 cent/kwh nach deinem Wiki-Link. Die anderen Umlagen und Abgaben gehen ja nicht in den Bundeshaushalt.
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