Die Elektromobilität ist zur Zeit ein teurer Flop!!!

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Re: Die Elektromobilität ist zur Zeit ein teurer Flop!!!

Beitragvon TeeKay » Do 17. Dez 2015, 21:58

twizyfan hat geschrieben:
Ein billiger Dacia für 8000€ erreicht auch die Tesla Reichweite und mehr und kostet zehnmal weniger, dazu kann man es gemütlich warm haben und hat überall Schnell-Säulen.

Ungelogen - ich sitz grad im Tesla und schwitze, weil der so schön heizt. Und den Dacia würd ich höchstens geschenkt nehmen, aber nur, wenn es kein Sofortverkaufsverbot gäbe.

Ich lebte von Oktober 2014 bis Mitte März 2015 nur mit dem C-Zero und dem Zoe. In der Zeit war ich in Dänemark und Polen im Kurzurlaub und fuhr mehr als 10.000km. So richtig vermisst habe ich einen Dacia oder irgendeinen anderen Verbrenner trotzdem nicht. Laden tu ich ausschließlich öffentlich, da ich keine Lademöglichkeit zuhause habe.

Jetzt hab ich den Tesla, der zwar teuer ist, aber sicher kein Flop. Gestern fuhr ich in 24h 1200km, schlief eine Nacht und machte für einen neuen Tesla-Fahrer die Ersteinführung. Dann war ich essen, jemanden in die Stadt fahren und unterwegs noch Kleidung shoppen, die ich schon lange kaufen wollte. Läuft doch perfekt, ist derzeit aber noch teuer. In 3 Jahren gehts auch mit dem halben Geldeinsatz. Und in 6 mit einem Viertel.
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Re: Die Elektromobilität ist zur Zeit ein teurer Flop!!!

Beitragvon Ernesto » Do 17. Dez 2015, 22:01

Gausi hat geschrieben:
E-Mobilität teuer? Ein Flop? ...... bin fahrtechnisch erst ab April dabei ......Grob zusammengefasst 1000€ Anschaffung, 1000€ gebrauchte Akkus, 1000€ 18KW(netto) Eigenbaudreiphasenlader + 3KW Bordlader = 21KWmax. Ladeleistung ....... viele Stunden ( eher Tage und Wochen ) gelötet, geschweisst, gefeilt , gebohrt und geplant ...... hab bis jetzt knapp 20.000km abgerissen..... Ladesäulen getestet ...... in Polen ( ein Land mit praktisch keiner Ladeinfrastruktur ) den Schwager in Gdynia besucht ..... mich intensiv um alle Arten des AC-Ladens gekümmert und neuerdings festgestellt, dass der Bauraum, in dem sich jetzt die 10-15Jahre alten NiCds befinden mit heutiger Zellchemie ohne weiteres knapp 400km Reichweite zulassen würde..... so what? Mache mir jetzt noch Gedanken, wann ich das große Akkupaket anschaffe und wie ich mein BMS plane und konfiguriere. Wenns es dann doch etwas neuerer sein sollte, kiek ik mol nach Norwegen nach einen gebrauchten Zoe mit 43KW Ladeleistung .... Batteriemiete kommt für mich nicht in Frage.

mfg

Gausi


Entschuldige aber für mich ließt sich das was du schreibst wie Bahnhof! Verstehe als normalsterblicher kein Wort. Bist du ein Bastler, welcher selbst ein Auto zusammenlötet oder?
Gruß Tino
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Re: Die Elektromobilität ist zur Zeit ein teurer Flop!!!

Beitragvon mustanse » Do 17. Dez 2015, 22:23

Uff, zuerst habe ich gedacht, ein Troll. Nach den verschieden Posts habe ich meine Meinung geändert: Da ist die Lagefeststellung wohl fundamental schief gelaufen. Ohne eigene Lademöglichkeit mit schlechter öffentlicher Versorgung und dem Wunsch nach Strecken (einfach) von mehr als 100 Kilometer ist wohl der will-haben-Effekt nach der Probefahrt durchgegangen. Mit den genannten Voraussetzungen war Zoe eine unglückliche Wahl. Die Fakten zum Auto lagen aber auch 2013 schon alle auf dem Tisch, das wäre vermeidbar gewesen.
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Re: Die Elektromobilität ist zur Zeit ein teurer Flop!!!

Beitragvon twizyfan » Do 17. Dez 2015, 22:42

Ich bin bisher ohne Probleme nach Berlin oder Leipzig gekommen, 800m ist eine RWE 22kW Säule, mich persönlich stört es auch nicht, der Faktor Zeit wird von der Familie beanstandet, reele 180-190km im Sommer und 150km im Winter schaffe ich Winter, auch mit Autobahn, wenn sich eine RWE Säule , nicht als 11kW Säule entpuppt oder Säulen die 3,7kW statt 11kW liefern und ich halt mit Jacke fahre statt mit Heizung sowie eher hinter LKW fahre mit Eco-Taste.
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Re: Die Elektromobilität ist zur Zeit ein teurer Flop!!!

Beitragvon Oeyn@ktiv » Do 17. Dez 2015, 23:05

Ich finde, twizyfan listet genau die Gründe auf, die einen Wechsel der breiten Autofahrerschar auf E-Mobilität erschweren, wenn nicht gar verhindern. Ladedauer, Preis und Zeit sind für die meisten Verbrennerfahrer einfach zu viele Hürden zum Umdenken. Für mich selbst gibt es keine Zweifel, da die E-Mobilität die logische Fortsetzung meiner persönlichen Energiewende ist. Ich habe mich sogar von meinem geliebten Motorrad getrennt und dieses in ein Pedelec getauscht. Dieses E-Fahrrad ersetzt bis jetzt bei diesen milden Temperaturen meinen letzten verbliebenen Verbrenner. Sollte dieser Verbrenner (mit aktuell 200000 km) die Segel streichen, kommt in meinen Haushalt nie wieder einer. Obwohl ich eher in der städtischen Peripherie wohne, habe ich mich arrangiert und eventuell fehlende Annehmlichkeiten der Verbrenner als Herausforderung angenommen. Meiner Meinung nach muss ein jeder bei sich selbst anfangen, wenn unsere Umwelt erhalten werden soll. Das versuche ich umzusetzen, weiss aber, dass nicht ein Jeder so tickt. Und wenn die Politik die Rahmenbedingungen nicht verbessert, in dem das Verursacherprinzip bei den Dreckschleudern angewandt würde, dann wird sich an der allgemeinen Skepsis und Bequemlichkeit der Masse nichts ändern. Und technischer Fortschritt wird auch nur dort forciert, wo die Masse als Kunde zu erreichen ist.
seit dem 31.07.2013: Zoe intens, Black-Pearl-Schwarz und seit dem 05.04.2014: Zoe intens, azurblau / Wallbox: ABL SURSUM eMH2 22 KW / drei PV-Anlagen: 1. aus 2004 = 7,6 kWp, 2. aus 2007 = 7,5 kWp und 3. aus 2012 = 4,4 kWp
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Re: Die Elektromobilität ist zur Zeit ein teurer Flop!!!

Beitragvon roberto » Do 17. Dez 2015, 23:07

Ich denke Marcels Frust über die unglücklich verlaufene/geplante Fahrt ist mit Ihm durchgegengen. So bald sich das gelegt hat, wird er wieder wissen, dass es völlig absurd ist, lieber einen Dacia als eine Zoe zu fahren.

Ich finde nicht, dass sich hier im Forum jemand etwas schönredet, es werden sowohl positive als auch negative Erlebnisse beschrieben und es gibt natürlich auch etliche überflüssige Posts. Alle "noch-Verbrenner-Fahrer(innen)" die mitlesen können sich ihr eigenes Bild daraus machen und für sich selbst entscheiden, ob ein E-Auto das richtige sein könnte.

Wenn man ein Stress- oder Zeitmanagementproblem hat oder zu bequem oder ungeschickt ist um eine Fahrt vernünftig zu planen, sollte man lieber die Finger von einem E-Auto lassen oder es eben nur für kurze Strecken einsetzen.
Man muß sich darüber im klaren sein, dass man etwas länger braucht aber das hält sich speziell mit Zoe in Grenzen und ist meiner Meinung nach genauso zumutbar wie beim Fahren mit öffentlichen Verkehrsmitteln.

Ich möchte nicht behaupten, dass das Fahren eines E-Autos immer problemlos ist und keine Nachteile hat, aber für mich überwiegen eindeutig die Vorteile und ich würde meine Zoe mit keinem Verbrenner mehr tauschen wollen.
Und ich finde, dass es nicht nur an der Zeit ist, sich von fossilen Brennstoffen zu verabschieden, sondern auch von der dummen Vorstellung, dass man durch schnelles Fahren ohne regelmäßige Pausen wertvolle Zeit gewinnt. (die man dann ohnehin wieder irgendwie sinnlos vergeudet)

Entschleunigung ist eine wirkliche Bereicherung des Lebens, aber man muss sich eben erst daran gewöhnen!
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Re: Die Elektromobilität ist zur Zeit ein teurer Flop!!!

Beitragvon Tho » Do 17. Dez 2015, 23:07

PowerTower hat geschrieben:
Jetzt möge mal bitte jeder das Stromtankstellenverzeichnis anwerfen und den Ort "Annaberg-Buchholz" eintippen. Denn da hattest du dein Vorstellungsgespräch. Was du nicht hattest war eine Ladesäule vor Ort (die bei Renault hast du ja erst gefunden). Genau die würde aber sehr helfen, um die Fahrt entspannter zu gestalten, denn die reine Wegstrecke liegt bei gerade mal 100 km (Landstraße) bzw. 120 km (Autobahn). Da du auf dem Hinweg aus Zeitgründen nicht geladen hast, musstest du dich auf dem Rückweg direkt zu einer 11 kW Station in Zschopau begeben, um die fehlenden Kilometer zu den gut gelegenen 22 kW Station in Frankenberg (Autobahn) oder Freiberg (Landstraße) nachzuladen.
Die Fahrt wäre also wesentlich entspannter gewesen, wenn:
- du vor Ort hättest laden können
- unterwegs mehr 22/43 kW Ladestationen verfügbar gewesen wären
Da ist viel Konjunktiv dabei und es ist eben deswegen nicht gut gelaufen. Die Reichweite von deinem Auto wird sich dadurch auch nicht verbessern, aber eine gute Ladeinfrastruktur die diese Bedingungen erfüllt, gestaltet das Leben mit dem Elektroauto eben wesentlich entspannter. Die von dir gewählte Strecke sollte eigentlich keine Herausforderung für deinen modernen Stromer darstellen.

Das Problem ist, dass wir genau das auch addressieren müssen.
Ich maile mittlerweile regelmäßig die Städte und Gemeinden an, wenn ich auf fehlende Infrastruktur stoße.
Es geht einfach nicht an, dass Städte mit eigenen Stadtwerken, wie z.B. Annaberg oder Marienberg, Touristikgemeinden wie Oberwiesenthal, Seiffen nicht in der Lage sind zumindest mal eine einzige 11 oder 22kW Lademöglichkeit bereitzustellen.
Und da braucht mir auch keiner zu sagen das ist zu teuer, einen 22kW TNM Ladepunkt bekommt man für max. 2000 EUR errichtet, wenn irgendwo ein Stromanschluss greifbar ist.
Wenn ich Verantwortliche anspreche, höre ich immer nur: Hat doch hier eh keiner.... Deshalb jeder Tropfen höhlt den Stein, immer wieder addressieren wenn es irgendwo fehlt und man deshalb Ziele oder Orte nicht erreichen kann.

Ich habe mich im Rahmen unserer Bürgerenergiegenossenschaft dafür eingesetzt, dass wir im Januar/Februar unserer erste Ladestation in Scharfenstein (bei der Burg) errichten. Dann haben wir zumindest mal eine 22kW hier in der Gegend, ich hoffe dass diese genutzt wird und wir somit noch weitere errichten können.

Die Elektromobilität ist zur Zeit noch anstregend, mir macht es aber auch Spaß diese Entwicklung aktiv mit voranzutreiben. Sei es nun durch Crowdfunding Ladeboxen, zur Verfügung stellen des eigenen Ladepunkts, Ansprechen von potenziellen Ladestandorten oder Teilnahme an den einschlägigen Eleltromobilitätsveranstaltungen.
Renault Zoe Zen, S-Pedelec Grace MX,Tesla Model ≡ reserviert
PV, Speicher + Bürger Energie Drebach eG http://www.buerger-energie-drebach.de
Wir müssen uns für unseren Wunsch nach Glück nicht rechtfertigen.(Dalai Lama)
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Re: Die Elektromobilität ist zur Zeit ein teurer Flop!!!

Beitragvon Alex1 » Do 17. Dez 2015, 23:15

Hi Marcel, ich hatte auch schon Flops, z.B. am frühen Abend in Erfurt: Stadtwerke gingen entweder nicht oder konnten - trotz vorheriger Zusage nicht freigeschaltet werden, da half mir eine vietnamesische Eisdiele(!) bis zum Brauhaus in Arnstadt, der hatte den Schlüssel nicht zur Säule, worauf der Nachtportier eine seiner Stehlampen im Foyer aussteckte und mich mit gaaanz langem Kabel ran ließ. War ganz schön gefrustet, als ich nach Mitternacht im Hotel Hainstein (damals 11, heute 22 kW!) eintrudelte. In der Zeit hätte ich fast laufen können, Fahrrad wäre definitiv schneller gewesen :roll:

Was tut man als eFahrer? Aufstehen, schütteln, weiter stromern :mrgreen: *)

Du hast ja offensichtlich schon Einiges eingesteckt. Schappo schonmal dafür. Auch bzw. gerade dafür, dass Deine "Heim"LadeStelle fast einen km weg von Dir wohnt. Also Kopf hoch (auch wenn der Hals dreckig ist, sagte man mir mal, und auch nicht so hoch, dass es zur Nase rein läuft)!

*) kann man dann nachher immer schön sagen am Lagerfeuer bei den Enkeln, jaja, damals...
Herzliche Grüße
Alex
Meine Zoe Intens: weiß 16/15" 04/14; Sommer 10,8/Winter 13,5 kWh/100 km, Reset 08/16: 129 km :D = SOH 98%
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Echten Ökostrom: http://www.ews-schoenau.de/ Fast Alternativlos.
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Re: Die Elektromobilität ist zur Zeit ein teurer Flop!!!

Beitragvon PowerTower » Do 17. Dez 2015, 23:31

So seh ich das auch Thomas. Erst gestern habe ich die Stadtwerke in Torgau angeschrieben, ob es nicht eine Möglichkeit gibt, das elektromobile Bermudadreieck verschwinden zu lassen. Man kommt zwar rein, aber nicht wieder raus. Und das für eine Stadt, die den Knotenpunkt von drei wichtigen Bundesstraßen abseits jeglicher Autobahnalternative bildet.

Dazu kommen die ganzen Kurorte. Dort würde ich eine Ladesäule als selbstverständlich erachten. Scheinbar teilen die Entscheidungsträger meine Ansicht nicht.

Und so zieht es sich durch viele Teile des Landes. Ein noch sehr mühsamer Weg, den wir aber sicher noch erfolgreich gehen werden.
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Re: Die Elektromobilität ist zur Zeit ein teurer Flop!!!

Beitragvon xado1 » Do 17. Dez 2015, 23:41

mir gehts mittlerweile wie dem threadöffner.
für mich wird wahrscheinlich mit leasingende auch das rein elektrische fahren zu ende sein.
mein ideales fahrzeug:
antrieb rein elektrisch,reichweite 80-100km,
range extender mit generator.
optimalster antrieb nach wie vor: ampera
Lebenskunst ist die Fähigkeit, auf etwas Notwendiges zu verzichten, um sich etwas Überflüssiges zu leisten.
Dieselfrei,d.h. frei ,weil ich wieder einen Diesel fahre
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