Größerer Akku - wozu eigentlich?

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Wenn mein E-Auto heute einen doppelt so großen Akku hätte, so würde ich ...

Umfrage endete am Sa 12. Mär 2016, 20:44

die zusätzliche Kapazität nutzen um meine Reichweite zu verdoppeln.
107
43%
endlich normalere Geschwindigkeiten auf der Autobahn fahren können (bis zu 120km/h ..140km/h).
64
26%
mich freuen, dass das Laden im Winter nicht mehr so zeitraubend ist.
14
6%
endlich entspannt elektrisch unterwegs sein.
32
13%
.. nie mehr die "Lebenserhaltung in den Antrieb umleiten" müssen :) (Frieren)
31
13%
 
Abstimmungen insgesamt : 248

Re: Größerer Akku - wozu eigentlich?

Beitragvon Karlsson » Fr 19. Feb 2016, 21:02

Wie passt denn das...
AbRiNgOi hat geschrieben:
Wenn jemand fragt, wie groß seine Batterie sein soll, antworte ich, so groß wie Du an einem normalen Tag (95% Deiner Tage im Jahr) benötigst. Alles größere ist Geld und Ressourcen Verschwendung.


mit dem...
AbRiNgOi hat geschrieben:
Na ja, und mit realen 300km kommen einfach viele neue Kunden dazu, die bis jetzt ein solches Fahrzeug für ihren persönlich notwendigen "single-spin" nicht gefunden haben.

zusammen?

Wenn es für 95% aller Tage im Jahr reichen soll, komme ich mehr so auf 80km Reichweite. Wenn auch 80% genügen, sogar nur 40km.
Auch bei 14 Tagen Urlaub brauche ich den großen Akku ja nu an 2 Tagen. 95% der Tage heiß. dass man an 18 Tagen im Jahr weiter als 300km fährt. In 2015 fallen mir auf Anhieb aber nur 3 Tage ein, wo ich mehr als 300km gefahren bin.

95% sind für mich auch zu wenig. An 18 Tagen im Jahr auf Ersatzfahrzeuge zugreifen geht gar nicht. Nervig, unflexibel, teuer.
Es soll schon eine 100% Lösung sein. Das heißt nicht 1000km am Stück. 300km Winterreichweite könnten schon für 100% langen, wenn die Lademöglichkeiten in Infrastruktur passen. Dann dauern Langstrecken zwar etwas länger, aber solange das noch im Rahmen bleibt, geht es ok.

Super-E hat geschrieben:
sowas überlasse ich Karlsson, der hat dazu die nötige Energie ;-).

:lol:
...ne, irgendwann hab ich auch keinen Bock mehr.

Turbothomas hat geschrieben:
überzeugen mit:
1. der kurzen Ladezeit (30-60 Minuten)

Hab einer Kollegin neulich erzählt, dass mein Zoe in unter 30min auf 80% lädt....die hat nur doof geguckt und gefragt, was man denn dann immer machen soll, wenn man alle Nase lang soooo lange warten muss.
30min nach 350km bei Tesla wären ja vielleicht noch zu vermitteln. Alles darunter nicht.

Turbothomas hat geschrieben:
3. den niedrigen Betriebskosten bei AC (30 Cent statt 1 € je kWh)

Dann rechne mal Aktuell Strom gegen Diesel. Und da ist die Akkumiete noch gar nicht drin.

Turbothomas hat geschrieben:
4. preisgünstiges Schnelladesystem für zu Hause (NRGKICK für 800,- €

Hat mein Vater gerade gekauft. Mit den Kosten für den Elektriker und die CEE32 eher das doppelte.

Turbothomas hat geschrieben:
5. Reichweite zwischen 130-180km (Winter/Sommer).

Sind bei mir 110-170 und meine Kollegen lächeln mich da nur mitleidig an - "mein Diesel kommt 1500km weit"

2moose hat geschrieben:
es bleiben die laufenden Kosten und der Instandhaltungsaufwand vom Verbrenner, es macht das Leben nicht einfacher.

DOCH!
So einen i3 Mopedmotor hätte ich auch richig gerne an Bord. Der Instandhaltungsaufwand ist doch lächerlich. Insbesondere für dieses kleine Aggregat, das auf kaum Betriebsstunden kommt. Aber der Nutzen kann enorm sein.

2moose hat geschrieben:
Reichweite war bei mir eine reine Kopfsache, hab ich schon beim Umstieg von Diesel auf Erdgas bemerkt (450 statt 900km) Reichweite.

Dar Arhument geht voll ins leere - weil sich CNG sehr schnell nachtanken lässt und die Fahrzeuge auch alle noch im Notfall mit Benzin fahren können. Und da findet sich an jeder zweiten Ecke Sprit.
Im Gegensatz zu einem Typ1 + Chademo Fahrzeug, das in der Pampa auf großer Tour ohne DC ganz alt aussieht.

2moose hat geschrieben:
Ab 2013 mit dem iOn als Zweitwagen bewusst auf 80km reduziert. Mit dem e-nv200 steigt sie nun wieder leicht.

Solange es nicht das einzige Fahrzeug im Haushalt ist, ist das auch überhaupt kein Problem.

2moose hat geschrieben:
Übergangsphase, in der wir uns befinden, in der die Elektromobilität sich mittels Benzingeneratoren, Dieselstandheizungen und übergroßen Batterien versucht, sich an die Verbrennerwelt anzubiedern.

Also Deine Überzeugung ist, dass die Zukunft darin liegt, einfach weniger zu fahren und die Reichweite von Deinem Ion reicht aus und das ist auch die Zukunft?
Meine jedenfalls nicht.
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Re: Größerer Akku - wozu eigentlich?

Beitragvon campr » Sa 20. Feb 2016, 12:54

Karlsson hat geschrieben:
Sind bei mir 110-170 und meine Kollegen lächeln mich da nur mitleidig an - "mein Diesel kommt 1500km weit"

Welcher soll das denn sein, der 1500km weit kommt? Und wer kann noch so weit fahren ohne Rückenprobleme zu bekommen? Bei mir (Anfang 40) ist bereits nach 1,5-2h Schluss, dann brauch ich Pause, um den stechenden Schmerz im Lendenwirbelbereich auch richtig genießen zu können.

Für mich wäre trotzdem ein E-Auto in erster Linie als Kurzstreckenauto für >= 3 Leute zu gebrauchen. Da ist einfach das fehlende Angebot und der Preis das KO-Kriterium. Bei Verbrennern würde ich ab ca. 10k€ für einen Neuwagen fündig werden, bei Elektro knapp das doppelte (Drilling) - wäre allerdings zu unsicher und winzig. Beim Zoe kann ich schon mit 20k€ (Preis plus Miete) rechnen. Ich finde Elektromobilität sinn- und reizvoll, aber ich fürchte, dass ich wohl noch auf größeres Angebot warten müsste.
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Re: Größerer Akku - wozu eigentlich?

Beitragvon Twizyflu » Sa 20. Feb 2016, 15:21

Die Zellen von LG 2013 (Zoe) liegen bei 126 Wh/Liter, die neuen sind schon bei über 400 Wh/Liter ! (ab Ende 2016 Bolt, Ioniq, Zoe2)

LG Zellen Zoe 2013: 36 Ah 3,75 V, 135 Wh : 373 mm x 204 mm x 14mm (0,86 kg)
LG Zellen ab Ende 2016: 56 Ah 3,75 V, 210 Wh: 352 mm x 100,2 mm x 14,4 mm (1,065kg)
Shop auf http://www.charge-shop.com - YouTube-Kanal unter https://www.youtube.com/channel/UC7uzeZzsjUvhpjX1cN4L5ig
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Re: Größerer Akku - wozu eigentlich?

Beitragvon Karlsson » Sa 20. Feb 2016, 15:43

campr hat geschrieben:
Welcher soll das denn sein, der 1500km weit kommt?

Irgendwelche großen Kombis mit großen Tanks. Wird reell weniger sein, aber 1000km sind trotzdem kein Problem.

campr hat geschrieben:
Und wer kann noch so weit fahren ohne Rückenprobleme zu bekommen?

Du kannst auch anhalten, ohne dass der Tank leer ist. Zb an einer grünen Wiese ohne Tankstelle.

campr hat geschrieben:
Bei mir (Anfang 40) ist bereits nach 1,5-2h Schluss, dann brauch ich Pause, um den stechenden Schmerz im Lendenwirbelbereich auch richtig genießen zu können.

Das tut mir leid, gute Besserung!
Ich hab kein echtes Problem damit, >1000km am Tag zu fahren und dier erste Etappe kann da gern 400km sein.
Beim letzten Mal in Frankreich hat mich der kleine Corsa Tank gestört, da haben wir schon nach 800km etwas nachtanken müssen. Teuer an der Autobahn. Hat nicht ganz bis ins billige Luxemburg gereicht.

campr hat geschrieben:
Beim Zoe kann ich schon mit 20k€ (Preis plus Miete) rechnen.

Ne, sei so ehrlich - es geht bei 16,5 los. Tageszulassungen sind billiger. Junge gebrauchte sind noch mal billiger.
Das ist schon noch teurer als ein Verbrenner, aber so teuer, wie es beim Erscheinen des Zoe noch war, ist es lang nicht mehr.
Den ehemaligen Neupreis meines Zoe hätte ich ich nie im Leben gezahlt, das ist der nicht wert.
Da meiner vom frz Staat 6000€ Förderung bekommen hat, war der eigentlich immer noch zu teuer, obwohl er damals der billigste Intens in Deutschland war.
Wird Renault geholfen haben und der frz Steuerzahler musste es blechen.
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Re: Größerer Akku - wozu eigentlich?

Beitragvon campr » Sa 20. Feb 2016, 20:09

Karlsson hat geschrieben:
campr hat geschrieben:
Beim Zoe kann ich schon mit 20k€ (Preis plus Miete) rechnen.

Ne, sei so ehrlich - es geht bei 16,5 los. Tageszulassungen sind billiger. Junge gebrauchte sind noch mal billiger.

Ich weiß, dass die Holzklasse bei 16,5 losgeht. Wenn die Gebrauchten auch in dem Zustand wie der Vorführer sein werden, dann gute Nacht. Ich hab einfach mal 3 Jahre Akkumiete drauf geschlagen. Damit erhält man schon einen realistischeren Vergleichspreis. Es wird ja auch niemand prahlen, dass sein Smartphone nur 1 EUR gekostet hat, zumindest kein vernünftig Denkender.
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Re: Größerer Akku - wozu eigentlich?

Beitragvon m.k » Sa 20. Feb 2016, 20:39

campr hat geschrieben:
Karlsson hat geschrieben:
Sind bei mir 110-170 und meine Kollegen lächeln mich da nur mitleidig an - "mein Diesel kommt 1500km weit"

Welcher soll das denn sein, der 1500km weit kommt?

Mein Auto kann das, mit "Hypermilen" zumindest. Autobahn mit 140 Tacho ca. 1200km. Weniger würde mich bei nem Verbrenner aber auch stören. Im Kurzstreckenverkehr sind das dann 800-900km ich will ja nicht ständig zur Tanke, kann man ja nicht zuhause Laden ärgerlicherweise...
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Re: Größerer Akku - wozu eigentlich?

Beitragvon campr » Sa 20. Feb 2016, 20:47

Wer einen Diesel 1200-1500km ohne Tanken schafft, schafft mit einer Zoe auch 200km. Vielleicht bei anderen Geschwindigkeiten, aber es benötigt definitiv vorausschauende, gelassene Fahrweise auf längerer Strecke - wozu gefühlt mind. 95% aller deutschen AutofahrerInnen nicht fähig sind.
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Re: Größerer Akku - wozu eigentlich?

Beitragvon m.k » Sa 20. Feb 2016, 20:52

Heute 350km hauptsächlich Autobahn mit 140km/h (Ö halt) ein bisschen Überland und Stadt dabei mit 5,8l/100km. Die Zoe hätte über 20kWh/100km gebraucht.

Bei dem 70l Tank müsste ich für 1500km Reichweite nen Verbrauch von 4,6-4,7l hinbekommen. Überland kein Problem solange man nicht viel überholt und sinnlos draufhält. Das wär aber mal ne lustige Idee, mit dem Verbrenner Hypermilen. Mit meinem alten Auto hab ich das mal gemacht, mit dem jetzigen noch nicht :D
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Re: Größerer Akku - wozu eigentlich?

Beitragvon Hanseat » Sa 20. Feb 2016, 22:18

Irgendwie komisch, dass es hier immer um Diesel geht. :lol:
Schon als ich noch gar nicht an ein Elektroauto gedacht habe, waren mir die immer zu rumpelig.
Und ob ich damit nun 1000 oder 1500km am Stück schaffen würde, wäre mir auch relativ egal. Essen muss man ja auch mal und ungefilterte Luft atmen für ein paar Minuten.

Ansonsten bleibt nur festzuhalten, dass ich für den Leaf nur deswegen einen größeren Akku brauchen könnte, weil ich mir keinen Tesla leisten kann, der meine Langstrecken, die dann meist 800 - 1100km einfache Strecke sind, in einer annehmbaren Zeit schaffen würde.

Dafür habe ich ja noch einen Benziner. Schönes Auto, wirklich. Aber der ist so träge. Und von den Emissionen müssen wir ja nicht reden.
Sehr schade, dass man das Teil nicht "mal eben" auf E umrüsten kann. Platz für die eine oder andere Akkuzelle würde sich sicher finden.
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Re: Größerer Akku - wozu eigentlich?

Beitragvon Karlsson » Sa 20. Feb 2016, 23:21

campr hat geschrieben:
Ich weiß, dass die Holzklasse bei 16,5 losgeht.

Na, so weit auseinander liegen die jetzt auch nicht.

campr hat geschrieben:
Wenn die Gebrauchten auch in dem Zustand wie der Vorführer sein werden, dann gute Nacht.

Meiner sah nach etwas über 2 Jahren eigentlich aus wie neu. Keine Ahnung, was mit Deinem Vorführer war.
Der, den ich zuerst gefahren bin, war aber auch irgendwie laut. Meiner ist leiser.

campr hat geschrieben:
Ich hab einfach mal 3 Jahre Akkumiete drauf geschlagen.

Passt ja nicht, da die Akkumiete immer weiter läuft. Da ist schon als regelmäßige Belastung zu sehen.

campr hat geschrieben:
Es wird ja auch niemand prahlen, dass sein Smartphone nur 1 EUR gekostet hat, zumindest kein vernünftig Denkender.

Dann nennt er aber auch nicht nur die Summe für einen Teil der Vertragsdauer, sondern für die gesamte Laufzeit.

campr hat geschrieben:
Wer einen Diesel 1200-1500km ohne Tanken schafft, schafft mit einer Zoe auch 200km.

Quatsch. Unsere C-Klasse liegt im Urlaubsbetrieb spielerisch bei 4,5 Litern und hat 59 Liter Tank. Kannst ja nachrechnen.
Dafür muss man aber nicht nur 70km/h fahren.

Hanseat hat geschrieben:
Irgendwie komisch, dass es hier immer um Diesel geht. :lol:
Schon als ich noch gar nicht an ein Elektroauto gedacht habe, waren mir die immer zu rumpelig.

Die Alternative heißt drehmomentlos und durstig. Finde ich schlimmer.
Wobei wir mittlerweile so wenig fahren, dass der Diesel auch wirtschaftlich fragwürdig sein dürfte.

Hanseat hat geschrieben:
Dafür habe ich ja noch einen Benziner. Schönes Auto, wirklich. Aber der ist so träge. Und von den Emissionen müssen wir ja nicht reden.

Geht mir auch immer so vom Eindruck. Ist für wirklich weite Strecken aber halt unproblematischer.

Vom Wohlfühlfaktor ist das E-Auto klar eine andere Welt.
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