Größerer Akku - wozu eigentlich?

Alle Themen über Elektroautos, zu denen es kein eigenes Forum gibt

Wenn mein E-Auto heute einen doppelt so großen Akku hätte, so würde ich ...

Umfrage endete am Sa 12. Mär 2016, 19:44

die zusätzliche Kapazität nutzen um meine Reichweite zu verdoppeln.
107
43%
endlich normalere Geschwindigkeiten auf der Autobahn fahren können (bis zu 120km/h ..140km/h).
64
26%
mich freuen, dass das Laden im Winter nicht mehr so zeitraubend ist.
14
6%
endlich entspannt elektrisch unterwegs sein.
32
13%
.. nie mehr die "Lebenserhaltung in den Antrieb umleiten" müssen :) (Frieren)
31
13%
 
Abstimmungen insgesamt : 248

Re: Größerer Akku - wozu eigentlich?

Beitragvon 2moose » Mo 15. Feb 2016, 14:46

@Super-E

Die nächste u-Bahn ist hier 80km entfernt ... wie auch der Schwerpunkt meiner Arbeit. Ich hab aber in den 4 Wochen Heidelberg zum Jahreswechsel eine ungefähre Ahnung bekommen, wie sich die Mobilität in der Stadt zu uns Landeiern unterscheidet. Und die Stadt ist schlau, hab ich bemerkt ... da stehen über die Stadt verteilt die Carsharing Autos mitten in den Wohngebieten rum ... vor der Haustür ein neuwertiges, gewartetes und korrekt bereiftes Auto. Sogar für mich, aufgewachsen in einer Gegend mit >1 Auto auf 1 Führerschein, ein verlockendes Angebot. Zudem sieht man dort - im Vergleich zu Wien - sehr viel mehr Klein- und Kleinstwägen, Lupos wohin das Auge blickt. Und es stehn wohl noch einige Verbrenner rum, die nach Ihrem Ableben nicht mehr ersetzt werden.

Was ich aber nicht verstehe, ist, wieviel Zeit in Foren mit der Darlegung und Verteidigung von Ausschließungsgründen investiert wird ... bzw. fehlt mir eine Rubrik "Darum fahr ich nicht elektrisch" ... die ich nicht lesen muss ;-)
(... und iwe ich die lesen würde *fg*)

Es wird den Zeiptunkt, wo die Reichweite der E-Mobilität soweit ist, dass es "passt", nie geben. Schaffte man 150km, wurden 200 gefordert. Gehen 200km, will man 400. Mittlererweile wünscht man sich 60kWh im Kleinwagen. Und auch das reicht nicht, denn alle paar Jahre fordert man ja die gewohnten 1200km Reichweite vom Diesel.

Ich hab vor 4 Jahren ein gebrauchtes Erdgasauto gekauft ... weil ich auch beim Abwarten war. Bei mir "mussten" es 180km Winterreichweite im Lastesel sein. Sowas wird serienmäßig heute immer noch nicht gebaut. Wollte wieder Erdgas bestellen ... und im Endeffekte hab ich mich nun geärgert weil ich nicht schon seit Jahren im e-nv200 sitze. Ich frag mich, warum ich gewartet habe. Nicht zuletzt weil ich mich vom Erdölanteil im Hirn verunsichern hab lassen ... und kurz bevor ich den e-nv200 bestellt habe, haben mir sogar eingefleischte E-Mobilisten davon abgeraten. Weil der Akku gefühlsmäßig zu klein sei. Ablehnungsgrund für ein 300 Tage im Jahr genutztes Auto sind dann 2 entlegene Baustellen oder zwei Urlaubsfahrten im Jahr. ich hab mir irgendwann Mut gefasst und für mich festgestellt: Ich heirate dieses Auto nicht ... is bloss ne Beziehung auf Zeit, falls ich draufkomme, das geht gar nicht. Diese Verunsicherung ist leider erheblich virulenter als die Neugier verursacht durch Erfahrungsberichte tatsächlich elektrisch Fahrender.

Aber ich kenn das vom Hausbau- und Energiesparforum ... da schreiben auch immer ganz viele, was sie vom Energiesparenden Bauen abhält. In der Zeit würde ich dann laufen gehen ;-)
2moose
 
Beiträge: 186
Registriert: So 14. Feb 2016, 16:07

Anzeige

Re: Größerer Akku - wozu eigentlich?

Beitragvon 2moose » Mo 15. Feb 2016, 14:57

@Karlsson

Des muss ich in meinem Anti-E-Wiki ergänzen: "Die Elektromobilität ist schuld daran, dass ich meine Verwandten nicht mehr besuchen kann."

Keine Hobbies, kein Urlaub, kein Sport ... die E-Mobililisten müssten die am meisten gefrustete Spezies sein. Ich kenn bloss keinen einzigen von der gefrusteten Sorte ... und da sind welche ohne Verbrenner-Backup dabei.

Ein Teil unserer Verwandtschaft wohnt in Heidelberg, ein Teil in Bosnien, ein Teil in Krotatien. Wir selber dazwischen. Größere Akkus in E-Autos würden an der Besuchsfrequenz nix ändern.
2moose
 
Beiträge: 186
Registriert: So 14. Feb 2016, 16:07

Re: Größerer Akku - wozu eigentlich?

Beitragvon xado1 » Mo 15. Feb 2016, 15:36

2moose hat geschrieben:
@Karlsson

Des muss ich in meinem Anti-E-Wiki ergänzen: "Die Elektromobilität ist schuld daran, dass ich meine Verwandten nicht mehr besuchen kann."

Keine Hobbies, kein Urlaub, kein Sport ... die E-Mobililisten müssten die am meisten gefrustete Spezies sein. Ich kenn bloss keinen einzigen von der gefrusteten Sorte ... und da sind welche ohne Verbrenner-Backup dabei.

Ein Teil unserer Verwandtschaft wohnt in Heidelberg, ein Teil in Bosnien, ein Teil in Krotatien. Wir selber dazwischen. Größere Akkus in E-Autos würden an der Besuchsfrequenz nix ändern.

wie wärs damit:
auto anstecken,und eine stunde joggen gehen.zum erdgas:
gibts eigentlich einen cng-elektro hybrid?
Lebenskunst ist die Fähigkeit, auf etwas Notwendiges zu verzichten, um sich etwas Überflüssiges zu leisten

derzeit kein E-auto
Ex-Nissan Leaf Tekna,Bj.10/2013 ,verkauft 27/2/2017
Benutzeravatar
xado1
 
Beiträge: 3871
Registriert: Fr 8. Feb 2013, 20:38
Wohnort: Münchendorf,Österreich

Re: Größerer Akku - wozu eigentlich?

Beitragvon 2moose » Mo 15. Feb 2016, 15:52

xado1 hat geschrieben:
wie wärs damit: auto anstecken,und eine stunde joggen gehen.
zum erdgas: gibts eigentlich einen cng-elektro hybrid?


Guter Ansatz ... man spart sich eine Stunde mit der Verwandtschaft.

CNG-E-Hybrid ... nicht übers Versuchsstadium hinausgekommen http://www.autobild.de/artikel/opel-ast ... 74039.html
2moose
 
Beiträge: 186
Registriert: So 14. Feb 2016, 16:07

Re: Größerer Akku - wozu eigentlich?

Beitragvon Super-E » Mo 15. Feb 2016, 18:04

Un ich werde es nie verstehen, wie oft in diesem Forum behauptet wird, wer mit der heutigen Reichweite nicht zufrieden ist, wird es nie sein?!? Und gleichzeitig schreibt das halbe Forum, dass sie sich sehnlichst mehr reichweite wünschen, nur um dann wieder zu schimpfen, wenn man deswegen noch nicht zugeschlagen hat... Wie bereits erwähnt, hat meine Frau bereits gesagt, dass der Ampera-E die nötige und von Ihr geforderte Mobilität bietet, damit ist diese Aussage als falsch widerlegt!

2. Im Sinne der EV Fahrer mit Verbrennerbackup fahre ich bereits elektrisch, da ich den Verbrenner nur zum Backup des ÖPNV hernehme. Ich verstehe, dass ein EV für jemanden mit 80km Pendelstrecke nahezu perfekt ist, aber derjenige sollte mir nicht den Klimawandel vorwerfen.
Benutzeravatar
Super-E
 
Beiträge: 950
Registriert: Fr 27. Sep 2013, 15:06

Re: Größerer Akku - wozu eigentlich?

Beitragvon Berndte » Mo 15. Feb 2016, 19:21

Wie schon in den einzelnen Antworten der Umfrage steht.
Mehr Reichweite ist durch nichts zu ersetzen außer noch mehr Reichweite.... ok, oder alternativ Ladeleistung ;)

- Schneller fahren, also auf Langstrecke dauerhaft 120 über die Bahn anstatt mit 92 hinter den LKW.
- Mehr Heizung, ok, da spare ich zur Zeit nicht... frieren geht gar nicht!
- Weniger Ladepausen... sehr angenehm, wenn man mal 300km mit der Familie auf Langstrecke geht.

Ich habe dazu aktuell das passende "Trägerfahrzeug" nahmens Kangoo.
Platz in Masse und mit mindestens 22kW Lader (optional 43kW zum zusätzlichen anstecken) und nochmal 30kWh Zusatzakku wo jetzt das Reserverad sitzt. Im "Kardantunnel" ist auch noch viel Platz. Das zusätzliche Gewicht ist kein Problem. Die Federn gingen bei 590kg Zuladung hinten gerade mal 4cm runter.
Damit wäre dann 45kWh nutzbar und reichen somit für mindestens 250-300km Reichweite.
Mit 43kW über Typ2 auch wieder in gut einer Stunde geladen.
Kostenpunkt als LowBudget Ausführung 15.000€ ohne Grundfahrzeug.
Komplett mit allem wäre das für 25.000€ zu machen.

Mal sehen, was die Zeit so bringen mag ;)
Aktuell: Verkauf 11kW Ladebox

Sep 2014: Renault Zoe
Nov 2014: Eigene 43kW Ladesäule
Okt 2015: 2x 43kW und 1x 14kW am Arbeitsplatz
Dez 2015: Kangoo Maxi
Mär 2016: Reservierung Tesla Modell = mit Nummer 11 in Hamburg
Benutzeravatar
Berndte
 
Beiträge: 4970
Registriert: Sa 30. Aug 2014, 18:46
Wohnort: Oyten (bei Bremen)

Re: Größerer Akku - wozu eigentlich?

Beitragvon Turbothomas » Mo 15. Feb 2016, 21:30

Noch mehr fahren, da Verbrennerverparkte-Ladesäulen nicht mehr so kritisch sind. Fahre jetzt schon mehr wie mit Verbrenner.
Ciao
Thomas
- Standard AC43kW-Normalladung für alle!
- Wer DC-Lader (CCS) kauft unterstützt die Abzocke zukünftiger E-Mobilisten (wie bei Benzin und Diesel)

SMART... = Spionage => zurück zu "Finger weg von meine Daten!"
Turbothomas
 
Beiträge: 1460
Registriert: Di 18. Dez 2012, 11:17
Wohnort: Stuttgart

Re: Größerer Akku - wozu eigentlich?

Beitragvon Twizyflu » Mo 15. Feb 2016, 22:56

Heute bei unserem E-Meeting wurde absolut richtig gesagt:

Kapazität ist durch nichts zu ersetzen, außer noch mehr Kapazität.
Kapazität ist das neue Hubraum :D

Natürlich im scherz aber ich sage mal 100 km im Winter und 150 km im Sommer sind definitiv zu wenig.
Das finde ich auch, aber es kommt halt drauf an wozu man das Auto braucht und angeschafft hat.

Ich denke, für mich sind 300 ehrliche Sommer Kilometer und 250 im Winter absolut in Ordnung.

Denn denkt mal nur wenn man wirklich mal 400 km fahren will.

1 mal nachladen ist da in Ordnung.
Aber 2 Mal nachladen oder 3 Mal... das summiert sich brutal :/

Ich brauche auf eine Strecke wo man so 1:20 fährt, 2:30 Std. mit dem Leaf weil ich langsamer fahren muss und dann noch 30 min CHAdeMO lade.
Blog auf http://www.we-drive.at und http://www.elektroautor.com
01/14 bis 08/15 - Renault ZOE Intens Q210 | 08/15 bis 01/17 - Nissan Leaf | 01/17 bis 04/17: Renault ZOE Intens Q90 | 04/17: Hyundai Sangl - IONIQ Style Phoenix Orange
Benutzeravatar
Twizyflu
 
Beiträge: 14233
Registriert: Mi 8. Mai 2013, 21:11

Re: Größerer Akku - wozu eigentlich?

Beitragvon midimal » Mo 15. Feb 2016, 23:09

Twizyflu hat geschrieben:
Heute bei unserem E-Meeting wurde absolut richtig gesagt:

Kapazität ist durch nichts zu ersetzen, außer noch mehr Kapazität.
Kapazität ist das neue Hubraum :D

Natürlich im scherz aber ich sage mal 100 km im Winter und 150 km im Sommer sind definitiv zu wenig.
Das finde ich auch, aber es kommt halt drauf an wozu man das Auto braucht und angeschafft hat.

Ich denke, für mich sind 300 ehrliche Sommer Kilometer und 250 im Winter absolut in Ordnung.

Denn denkt mal nur wenn man wirklich mal 400 km fahren will.

1 mal nachladen ist da in Ordnung.
Aber 2 Mal nachladen oder 3 Mal... das summiert sich brutal :/

Ich brauche auf eine Strecke wo man so 1:20 fährt, 2:30 Std. mit dem Leaf weil ich langsamer fahren muss und dann noch 30 min CHAdeMO lade.


Erst ab Bolt/Model3 wird das richtig Spass machen
Bild
CANC≡L≡D , I3(60Ah)+REX Leasing bis Nov18
Benutzeravatar
midimal
 
Beiträge: 5218
Registriert: Sa 8. Sep 2012, 21:49
Wohnort: Hamburgo

Re: Größerer Akku - wozu eigentlich?

Beitragvon Twizyflu » Mo 15. Feb 2016, 23:11

Genau das war heute die Hauptdiskussion.
Ich will eigentlich das Model 3 aber ich hoffe, es kommt zeitnah zum Ampera E sonst halt ich das nicht aus.
Und bei meinem Arbeitgeber wäre das fatal einen Ampera zu bestellen :P
Blog auf http://www.we-drive.at und http://www.elektroautor.com
01/14 bis 08/15 - Renault ZOE Intens Q210 | 08/15 bis 01/17 - Nissan Leaf | 01/17 bis 04/17: Renault ZOE Intens Q90 | 04/17: Hyundai Sangl - IONIQ Style Phoenix Orange
Benutzeravatar
Twizyflu
 
Beiträge: 14233
Registriert: Mi 8. Mai 2013, 21:11

Anzeige

VorherigeNächste

Zurück zu Allgemeine Themen

 
  • Ähnliche Themen
    Antworten
    Zugriffe
    Letzter Beitrag
  • Ähnliche Artikel im Blog

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 3 Gäste