DHL und das Elektroauto

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Re: DHL und das Elektroauto

Beitragvon TeeKay » Mi 7. Sep 2016, 07:03

flieger_flo hat geschrieben:
20kWh für sichere 50km? Das klingt entweder arg ineffizient oder sehr, sehr sicher gerechnet.

Merkmal der Berechnung für eine Mindestreichweite unter ungünstigsten Umständen kann aber nicht die Effizienz sein, sondern die sehr, sehr sichere Berechnung mit Sicherheitsabschlägen an allen Ecken. Ansonsten wäre es ja keine Berechnung für ungünstigste Umstände. Voll beladen bergauf mit maximaler Heizung, 20cm Neuschnee, voller Beladung und Halten alle 10m würden auch mit 20kWh/500km nicht zu schaffen sein. Es gibt also noch widrigere Umstände, als sie die Post in ihren Berechnungen annahm. Und das hat nichts mit Ineffizienz zu tun.

Mit dem Tesla hatten wir auf Langstrecke mit 6 Personen, 90km/h bei -20°C und 1cm Neuschnee mit vorgeheizter Batterie im Flachland schon einen Verbrauch von 29,2kWh/100km. Der ist aber nur halb so hoch wie ein Streetscooter, es fand kein permanenter Luftaustausch durch Aussteigen statt und es wurde über 230km nicht angehalten und wieder angefahren, sondern das Auto immer in konstanter Bewegung gehalten.
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Beitragvon TeeKay » Mi 7. Sep 2016, 07:08

umberto hat geschrieben:
Bauern keine überlebensfähigen Preise für ihre Milch zahlt

Zahlt jeder sofort, nachdem die Bauern mit der Überproduktion aufhörten. Bis dahin kriegen die Bauern einen Marktpreis, der sich bildet aus Angebot (zuviel) und Nachfrage (weniger als Angebot). Rumheulen und Demonstrieren und die Politik anrufen können sie Venezuela, aber nicht in einer Marktwirtschaft.

Und auf meinen Hinweis, dass die Hersteller alle Subventionen in enormer Höhe für Emobilität erhielten, gehst du gar nicht ein. Bis 2014 wurden 1,5 Milliarden Euro Subventionen verteilt. Da es keine Kaufförderung gab und die Infrastruktur bis 2014 höchstens 50 Millionen gekostet haben kann, floss der Rest der 1.500 Millionen in die Taschen der Industrie. Da bekam jeder etwas ab. Im Gegensatz zum Streetscooter, den die Post in der gesamten Flotten einsetzen will und die davon begeistert zu sein scheint, haben die anderen Hersteller das Geld aber nur für Compliance Cars ausgegeben, die sie selbst nicht wirklich verkaufen wollen. Ich wüsste also nicht, was schlimm daran sein soll, dass die Post eines der wenigen Erfolge der 1,5 Mrd Euro Subvention herstellt und sogar selbst nutzt.
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Re: DHL und das Elektroauto

Beitragvon Blue shadow » Mi 7. Sep 2016, 08:09

Mich ärgert , das immer wieder das rad 2 mal erfunden wird...ccs chademo

Für den stadtverkehr hätte es bestimmt auch der aixam mega truck gepimpt getan...die 20 kwh batterie rein ...reichweite länger als mann lust hat damit zu fahren...

Wie ist service organisiert...bosch dienst?

Welche nutzlast?
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Re: DHL und das Elektroauto

Beitragvon EVduck » Mi 7. Sep 2016, 08:19

Blue shadow hat geschrieben:
Mich ärgert , das immer wieder das rad 2 mal erfunden wird

OT: Das ist eine Folge unserer Wirtschaftsform. Man kann das natürlich durch gute Planung in einer Planwirtschaft verhindern. Moment mal, dar war doch was... Planung... Planwirtschaft...
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Re: DHL und das Elektroauto

Beitragvon SL4E » Mi 7. Sep 2016, 08:22

Die Post testet jetzt wohl auch die Fahrzeuge hier im ländlichen Raum. Westlich von Nürnberg fahren 3 Stück auf dem Land rum (soviel sehe ich zumindest jeden Tag). An der größeren Postfiliale, hier am REWE Markt, wurde eigens dafür eine Ladestation angebaut, wo eines der Fahrzeuge scheinbar über Nacht lädt.
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Re: DHL und das Elektroauto

Beitragvon mweisEl » Mi 7. Sep 2016, 09:31

So wird die Post auch in Herzogenaurach ausgeliefert:

Foto0139k.jpg
1 smart fortwo electric drive, 3 Fahrräder und 0,0 Verbrenner.
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Re: DHL und das Elektroauto

Beitragvon mlie » Mi 7. Sep 2016, 15:22

flieger_flo hat geschrieben:

20kWh für sichere 50km? Das klingt entweder arg ineffizient oder sehr, sehr sicher gerechnet.


Das ist eben keine NEFZ-Wunschtraumangabe, sondern derjenige, der die Pakete ausliefert, muss damit arbeiten und Geld verdienen. Da zählt kein "Heizung aus, auf Rückenwind warten und mit 20km/h hinterm Trecker fahren", damit die Reichweite passt. Die Reichweite muss stehen, egal, was für Bedingungen herrschen. Bleibt so ein Fahrzeug liegen, ist das Projekt gestorben.
Wobei die Postis hierzulande schon morgens die ersten 36km verfahren haben, wenn Sie die Pakete aus dem Nachbarort abgeholt haben, dann muss ja auch noch was für die eigentliche Auslieferung übrig bleiben. In der Stadt erscheint mir das einfacher, da sollten die Wege ja deutlich kürzer sein.

Mir gefällt dieses Projekt. Ich bin gespannt, wie schnell die Fahrzeuge der Flotte ausgetauscht werden. Ich denke, wenn ein Leasing ausläuft, wird entschieden, ob die Strecke für den Streetscooter ausreicht oder ob's doch wieder ein Dieselcaddy wird...
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War schön mit euch.
Lasst euch nicht mit überteuerten DC-Lademöglichkeiten verarschen und abzocken, 22kW Boardlader muss als Zulassungsvoraussetzung kommen.
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Re: DHL und das Elektroauto

Beitragvon smart_ninja » Mi 7. Sep 2016, 16:58

Ein Freund ist DHL Zusteller in Hechingen (Kreisstadt ca. 19.000 Einwohner). Er fährt die Kernstadt mit 100...300 Zustellungen am Tag. Fahrtstrecke max. 33km. (inkl. Beladung). Zur Zeit noch mit Stinkediesel.
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Re: DHL und das Elektroauto

Beitragvon Z0P0 » Mi 7. Sep 2016, 19:02

Ich hoffe ich erzeuge keinen doppel Eintrag...

Das http://www.golem.de/news/vision-van-daimler-entwickelt-lieferwagen-mit-drohnenlandeplatz-1609-123151.html ist das Lieferauto wie es sich Mercedes vorstellt (wahrscheinlich 2025), klingt aber interessant:

Einsatzzweck 80 bis 270 Kilometer + 2 Drohnen für das Dach die je 1kg Packete 20km weit verteilen können.
BED Fahrer seit 06/2015 - aus Dresden
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Re: DHL und das Elektroauto

Beitragvon umberto » Mi 7. Sep 2016, 20:12

TeeKay hat geschrieben:
, aber nicht in einer Marktwirtschaft.


Die wir in der Landwirtschaft nicht haben.

Und auf meinen Hinweis, dass die Hersteller alle Subventionen in enormer Höhe für Emobilität erhielten, gehst du gar nicht ein. Bis 2014 wurden 1,5 Milliarden Euro Subventionen verteilt.


Ja, weil das auch schon wieder so ne versteckte Polemik ist.
Was machen denn die Hersteller mit dem Geld? Ihre Taschen vollstopfen denkt hier jeder.

Da kann man zehnmal schreiben, daß das meiste dieser Fördergelder an Institute von Universitäten und Forschungseinrichtungen abfließt, die damit Studien betreiben, die sonst niemand finanzieren würde, weil er sie nicht betreuen könnte. Klar bleibt auch was in den Forschungsabteilungen der Hersteller hängen, aber das ist halt nunmal so.

das Geld aber nur für Compliance Cars ausgegeben, die sie selbst nicht wirklich verkaufen wollen.


Was würdest Du machen? Es gibt drei Möglichkeiten: einen kleinen Verlust mit einem Compliance Car oder einen Riesenverlust mit einem Auto, das der Markt (noch) nicht annimmt oder einen Riesenverlust durch ein Marktzutrittsverbot. Es gibt da nur eine wirtschaftliche Lösung

Ich wüsste also nicht, was schlimm daran sein soll, dass die Post eines der wenigen Erfolge der 1,5 Mrd Euro Subvention herstellt und sogar selbst nutzt.


Du verstehst mich schon wieder falsch. Ich finde den Street Scooter und das was die Post da macht klasse.
Aber mich regt es auf, wenn hier daraus Stammtischparolen a la "Jetzt hat's die Post den Herstellern aber gezeigt" generiert werden. Der Streetscooter ist auf die Post zugeschnitten, wieviel zusätzlichen Markt der bei Dritten generieren kann ist völlig offen.
Hätte ein Hersteller so ein Compliance Car (das ist es nämlich für die Post :-) ) entwickelt, wäre es schweineteuer geworden, entweder wegen dem begrenzten Kundenkreis und der kleinen Stückzahl oder weil er es viel variabler hätte machen müssen, um einen größeren Kundenkreis anzusprechen.
Dazu ist der megaspitz kalulierende Zustellermarkt aber noch nicht reif (und wenn die Politik da keine Verbote für Verbrenner-Lieferwagen in den Innenstädten anschiebt, dauert das auch noch ganz lange).

Gruss
Umbi
Du fragst nach meiner Reichweite? Reden wir doch mal über das, was bei Dir hinten rauskommt.
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