Der Erfolg des E-Autos lässt sich nicht mehr aufhalten

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Re: Der Erfolg des E-Autos lässt sich nicht mehr aufhalten

Beitragvon Karlsson » Fr 9. Sep 2016, 17:15

Jarod hat geschrieben:
Ich weiss ja nicht in welchen Preisregionen ihr euch komfortabel bewegt,

15.000€ für einen 2-jährigen Kombi als Erstwagen und <10.000€ für den Zweitwagen als ebenfalls jungen Gebrauchten.

Der Zoe lag mit 12.500€ + Akkumiete da schon deutlich drüber, ich wollte es halt.
Beim Erstwagen derzeit no chance! Also passen würde da ein Outlander PHEV, weil großer Kofferraum, Langstreckentauglichkeit und AHK beim Erstwagen für mich Pflicht sind (obwohl SUFF eigentlich unerwüscht). Da gehen gebrauchte ohne viele Kilometer derzeit bei 29.000€ los, der Aufpreis ist mir noch zu heftig.
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Beitragvon umberto » Fr 9. Sep 2016, 18:05

Jarod hat geschrieben:
Ich weiss ja nicht in welchen Preisregionen ihr euch komfortabel bewegt, aber ich finde die Preise der E-Karren sind schon eine ordentlich Hausnummer die man bereit sein muss zu stemmen.


Wenn nicht in Deutschland, wo dann? Eines der reichsten Länder der Erde. Klar, gibt's hier auch Leute, die knapsen, aber eben auch genug andere.

Ich hatte neulich auch mit einem Leitenden Angestellten diskutiert, sicher sechsstelliges Netto im Jahr, die Frau fährt 10 km einfach zur Arbeit. Natürlich mit Verbrenner. Auf meinen Einwand, daß das heute locker und ohne jede Einschränkung mit dem E-Auto zu machen wäre, kam: "Die sind aber noch so teuer."
Darauf sagte ich nur noch: "Wenn nicht Du, wer denn dann?" und habe die Diskussion beendet.

Hier im Forum gibt's einige, die nicht den letzten Euro umdrehen müssen und sich für die E-Mobilität stark engagieren, sei es mit Ladestationen, Crowdfunding, Elektrifizierung ihrer Firmenflotte oder von TG-Stellplätzen. Das finde ich toll und wünschte, ich könnte da auch mitmachen. Nur so gibt's den Multiplikationseffekt.

Unser Staat ist offensichtlich nicht handlungsfähig und es ist auch nicht immer gut, aber in D verbreitet, auf den Staat zu warten, daß "der da schon was macht."

Nur: auf diesem Weg dauert's halt etwas länger.

Gruss
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Re: Der Erfolg des E-Autos lässt sich nicht mehr aufhalten

Beitragvon Jarod » Fr 9. Sep 2016, 18:47

Man darf aber nicht vergessen, dass grade hier in DE das Vermögen sehr ungleichmässig verteilt ist.
Ich bin mir dir vollkommen d'accord, dass es sicher genug Menschen gibt die sich ein BEV leisten können. Die 2te Frage ist aber, ob man sich den Aufschlag leisten will.

Ich persönlich empfinde ein Auto generell als eher lästiges Übel. Ein Werkzeug um mich von A nach B zu bringen. Diese Werkzeug muss einen Spagat aus komfortabel genug (zur Perspektive: das schafft mein 16 Jahre alter Golf. Und der hat so gut wie keine Extra) und preislich akzeptabel schaffen.

Dennoch kann und will ich die Augen nicht vor den Auswirkungen meines Werkzeuges verschliessen. Ein Diesel käme für mich daher niemals in Frage, Elektro finde ich wünschenwert. Aber wie oben geschrieben muss man sich dieses grüne Gewissen auch leisten können und wollen. Einen anderen Vorteil, ausser meine Umwelt deutlich weniger zu belasten, sehe ich daher beim BEV momentan nicht.

Ich will diesen Vorteil auf keinen Teil kleinreden, meiner Meinung nach ist der Vorteil schon da schon sehr gross. Der Preisaufschlag dafür aber auch.
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Re: Der Erfolg des E-Autos lässt sich nicht mehr aufhalten

Beitragvon umberto » Fr 9. Sep 2016, 19:08

Jarod hat geschrieben:
Aber wie oben geschrieben muss man sich dieses grüne Gewissen auch leisten können und wollen. Einen anderen Vorteil, ausser meine Umwelt deutlich weniger zu belasten, sehe ich daher beim BEV momentan nicht.


Kann man so sehen...für mich kam der Spaß am Autofahren durchs Lautlose Gleiten wieder zurück und der Umweltaspekt ist eher ein Nebenthema. Habe mit der Zoe damals meinen finaziellen Spielraum auch komplett ausgereizt, weil es mir das wert war.

Aber: in D gibt es alleine ca. 8 Millionen Zweitwagen (lt. statista, aus dem Kopf). Zweitwagen ist in HartzIV-nahen Haushalten eher unüblich.
Ich behaupte, alleine in dieser Zweitwagen-Gruppe wäre das Potenzial von einer Millionen E-Autos zu heben.

Ich will diesen Vorteil auf keinen Teil kleinreden, meiner Meinung nach ist der Vorteil schon da schon sehr gross. Der Preisaufschlag dafür aber auch.


Es sollen ja auch erstmal die anfangen, die es sich leisten können. Aber wie sagte ein Freund von mir immer: "Von den Reichen kannst Du das sparen lernen."

Da unterscheiden wir uns hier ein wenig von den USA. Dort engagieren sich Leute mit Geld gefühlt eher für allgemeine Themen wie hier (z.B. die Ehemaligen von Unis oder die Fund Raiser Parties, hoffe, daß das nicht nur PR ist).

Gruss
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Re: Der Erfolg des E-Autos lässt sich nicht mehr aufhalten

Beitragvon meikel66 » Fr 9. Sep 2016, 20:20

In Deutschland dürfte auch das Thema "Prestige" eng mit dem Auto verbunden sein. Und welche E-Prestigefahrzeuge gibt es denn für die Reichen im Lande? Allenfalls Tesla mit dem Modell S spielt in der Liga der Oberklasse mit. Ein BMW i3 kann mit gehobenen Mittelklasse- oder Oberklassen-Prestige nicht mithalten. Also brauchen wir schon einen Besserverdienenden, der technikinnovativ ist und sich nicht vom Prestigegedanken leiten lässt. Ich vermute mal, dass in den USA diese Käuferklientel häufiger anzutreffen ist.
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Re: Der Erfolg des E-Autos lässt sich nicht mehr aufhalten

Beitragvon Schneemann » Fr 9. Sep 2016, 21:19

Seit die Ladesäule bei unserer Famila in Quickborn aktiv ist und ich zwei Tesla da laden gesehen habe, bin ich angefixt. Ich sage es frei heraus: Ich bin geil auf Laden!!! :lol:

Gestern bin ich sogar abends spät noch hin und habe 20 Minuten meiner Sucht gefrönt. Ok, zugegeben, ich hatte es tagsüber schlicht vergessen und musste heute ins Büro.

Für mich ist der Zoe ein absolutes Prestige-Objekt. Keiner hat sowas in meinem Bekannten-, Arbeits- oder Nachbarschaftskreis. Ich bin der Erste. Ich habe etwas vollkommen neues. Alle wollen wissen, wie es funktioniert. Mein Auto ist bei jeder Party Gesprächsthema.

Neulich auf einer Hochzeit: Der Cayenne des Trauzeugen parkte unbeachtet in der Ecke, während um meinen Zoe alle herum standen. Keiner wollte den Luxus im Porsche sehen, alle waren an der neuen Technik des Zoe interessiert.

Der wunderbare Nebeneffekt an der Tatsache, dass es mir aus ökologischer Sicht absolut wichtig ist.
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Re: Der Erfolg des E-Autos lässt sich nicht mehr aufhalten

Beitragvon meikel66 » Fr 9. Sep 2016, 23:24

@ Schneemann
Deine Zoe (ich glaube, Zoe ist ein weiblicher Vorname, es müsste also eigentlich die Zoe heißen) ist sicher ein Hingucker für alle Verbrennertypen. Aber ein Prestige-Fahrzeug kann die Zoe mit Sicherheit nicht ersetzen. Die Anmutung - gerade im Innenraum - dürfte mit der Oberklasse kaum mithalten können. Und dennoch sind Deine Motive lobenswert, die Umwelt beim Fahren zu schonen.
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Re: Der Erfolg des E-Autos lässt sich nicht mehr aufhalten

Beitragvon Ruhr_Atoll » Sa 10. Sep 2016, 07:28

meikel66 hat geschrieben:
In Deutschland dürfte auch das Thema "Prestige" eng mit dem Auto verbunden sein.


Ich weiß nicht, ob das mittlerweile veraltet ist. Die meisten jungen besserverdienenden Kollegen, die ich im Arbeitsalltag treffe, haben nicht gerade prestigeträchtige Autos.

Auch wenn ich immer noch der einzige mit E-Auto in meinem Arbeitsalltag bin, meine ich doch gemerkt zu haben, dass bei einigen ein Denkprozess angestoßen wurde, indem sie gesehen haben, dass E-Autos anscheinend schon bezahlbar sind und ohne Probleme funktionieren. Vorher galt es als sowas Abstraktes aus dem Schaufenster, zumal der Tesla Model S ja der bekannteste und für viele unbezahlbar ist.

Bei ein paar würde ich wetten, dass die beim nächsten Autokauf zumindest mit dem Gedanken spielen werden, ein E-Auto zu holen.

Jarod hat geschrieben:
Ich persönlich empfinde ein Auto generell als eher lästiges Übel. Ein Werkzeug um mich von A nach B zu bringen. Diese Werkzeug muss einen Spagat aus komfortabel genug (zur Perspektive: das schafft mein 16 Jahre alter Golf. Und der hat so gut wie keine Extra) und preislich akzeptabel schaffen.

Habe das vor meinem E-Auto ähnlich gesehen.. Ich mochte nicht wirklich Auto fahren. Fand es stressig... bin lieber ÖPNV gefahren. Nun ist es aber so, dass ich beruflich häufig zu einem Kunden musste, bei dem die ÖPNV-Anbindung nicht gegeben war und ein Auto hermusste.
Meine erste Idee war ja ein möglichst günstiges notwendiges Übel, ein gebrauchter Smart. Da ich Autofahren aber eh stressig finde, wollte ich wenigstens komfortabel fahren. Dazu gehörte für mich eine vernünftige Automatik... Dann ging es preislich immer höher bis ich beim Yaris Hybrid HSD ankam und mir dachte, für den Preis findest du auch E-Autos... meine Einstellung hat sich seitdem echt geändert. Ich empfinde es nicht mehr als nervend, sondern fahre sehr entspannt und daher auch gerne. Automatik + Vibrations- und Geräuscharmut hat mir echt viel gebracht. Sogar das Aufladen hat sehr entspanntes: leer parken, vollgeladen weiterfahren... oder bei der Parkplatzsuche, wenn ich die Eltern meiner Freundin besuche: alles zugeparkt, aber die Ladesäule ist immer frei...
Dadurch bin ich mittlerweile doch emotional verknüpft mit meinem Auto. Hätte nicht gedacht, dass ein Auto mehr al ein notwendiges Übel sein kann.
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Re: Der Erfolg des E-Autos lässt sich nicht mehr aufhalten

Beitragvon Karlsson » Sa 10. Sep 2016, 09:50

Ruhr_Atoll hat geschrieben:
. Die meisten jungen besserverdienenden Kollegen, die ich im Arbeitsalltag treffe, haben nicht gerade prestigeträchtige Autos.

Was ist besser verdienend?

Die jungen haben neuer noch kein Haus und schaut Euch mal an, wo da in den letzten Jahren die Preise hin explodiert sind. Abgesehen davon baut man heute viel Energieeffizienter. Allein dadurch kommt schnell ein gut ausgestatteter i3 zusammen.

meikel66 hat geschrieben:
Und welche E-Prestigefahrzeuge gibt es denn für die Reichen im Lande?

Denke der Zoe hat nicht weniger Prestige als ein Mini Cooper S. Der i3 ist noch mal besonders exklusiv, taugt voll als hipper Lifestyle.

Ruhr_Atoll hat geschrieben:
Habe das vor meinem E-Auto ähnlich gesehen.. Ich mochte nicht wirklich Auto fahren. Fand es stressig... bin lieber ÖPNV gefahren

Öpnv finde ich dagegen stressig, bzw nervig. Ich schätze mein Auto sehr, weil ich damit wann ich will wohin ich will fahren kann. Das war vorher mit Diesel genauso, elektrisch fährt es sich nur noch entspannter.
Teuer und exklusiv muss das Auto für mich aber gar nicht sein, auch wenn ich kein hässliches Auto (zb Mulipla) kaufen würde.

umberto hat geschrieben:
Aber wie sagte ein Freund von mir immer: "Von den Reichen kannst Du das sparen lernen."

Reich wirst Du von dem Geld, dass Du nicht ausgibst.
Drum landet ja ein nicht geringer Anteil der Lottomillionäre nach ein paar Jahren in der Sozialhilfe. Die selbst erarbeiteten Euros sitzen viel tiefer in der Tasche.

Ich kenne aber auch welche, die trotz ordentlichem Einkommen immer blank sind. Und wenn sie noch 1000 mehr netto im Monat hätten, wären sie es immer noch.
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Re: Der Erfolg des E-Autos lässt sich nicht mehr aufhalten

Beitragvon Karlsson » Sa 10. Sep 2016, 10:48

Ach ja, da ist noch eine Belastung für die jungen Arbeitnehmer - der Schröder hat uns die Rente verbockt. Da wird auf jeden Fall noch mal ein 3-stelliger Betrag monatlich für Rücklagen fällig.
Schönen Dank an die SPD - die Partei des kleinen Mannes, blabla...
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