Bashing diverser Marken

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Bashing diverser Marken

Beitragvon Robert » So 8. Mai 2016, 22:28

Anlassbedingt ein paar Worte und Gedanken zum "Marken-bashing":

Kritisches zu VW/Audi entspringt bei mir nicht Neidgefühlen geschweige denn gekränktem Nationalstolz.
Fassungslosigkeit und Zukunftssorgen um Arbeitsplätze in Europa treffen es jedoch sehr gut. Wenn ein VW Werkstättenleiter mit meinem ZOE eine Probefahrt macht, mir sein Diesel und Partikelfilterleid klagt und den Kauf von TESLA Aktien empfiehlt kann nicht alles eitel Wonne sein.

Ich glaube schon, dass wir kritisch sein dürfen und ein provokantes Spässchen hält das Forum mitunter interessant. Sonst kann man doch gleich die Werbeprospekte der herkömmlichen Autohersteller durchblättern und deren vollmundigen Ankündigungen blind vertrauen.

Ich werde aber künftig besser abwägen wenn diese Ausdrucksform auf breitere Ablehnung stosst. Schließlich wollen wir die Emobilität weiter bringen.
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Re: Bashing diverser Marken

Beitragvon Zoelibat » So 8. Mai 2016, 22:42

Die Autobauer werden hoffentlich die Kurve kriegen um die vielen Jobs nicht zu gefährden. Hier hilft der Protektionismus der Regierungen nur temporär (z.B. PHEV Förderung).

Man sollte sich viel mehr nach den Bedürfnissen der Menschen richten. Und sich nicht immer an die bisherigen Strukturen klammern.
Innovation ist ein so schönes Modewort, das gerne verwendet wird. Aber wirklich innovativ sind im Endeffekt nur wenige.

Zum Thema Bashing: Wenn schon Bashing, dann bei allen Automarken, bloss keine Diskriminierung. ;-)
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Re: Bashing diverser Marken

Beitragvon HubertB » So 8. Mai 2016, 22:44

Ich sehe die Häme vor dem Hintergrund der Arroganz einiger Hersteller in der Vergangenheit. Da haben sich halt ein paar besonders hervorgetan und das rächt sich nun.
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Re: Bashing diverser Marken

Beitragvon ev4all » So 8. Mai 2016, 22:51

Ich finde, wenn man Bashing ablehnt, sollte man auch Fanboying gegenüber kritisch dastehen. ;-)
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Re: Bashing diverser Marken

Beitragvon Zoelibat » So 8. Mai 2016, 23:04

ev4all hat geschrieben:
Ich finde, wenn man Bashing ablehnt, sollte man auch Fanboying gegenüber kritisch dastehen. ;-)

Ja, das finde ich auch. Man kann natürlich von einer Automarke begeistert sein, jedoch muss man es auch objektiv sehen und nicht nur alles in den Himmel loben.

Und natürlich ist mein Fahrzeug das beste, egal ob ich VW, Maserati, Dacia oder den Aufsitzrasenmäher meines Nachbarn fahre. ;-)
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Re: Bashing diverser Marken

Beitragvon umberto » So 8. Mai 2016, 23:21

Das Problem ist, daß hier viele Urteile auf Basis von Fehlinterpretationen, Spekulation und -völlig verständlich - auf den eigenen Erlebnisbereich bezogener Erfahrung getroffen werden.

Die Wahrheit ist aber viel komplizierter.

Autos bauen ist heute ein globales Geschäft. Wer nur regional agiert hat Schwierigkeiten (z.B. PSA, Fiat früher) oder einen großen Binnenmarkt (USA, China).

Die Stückzahlen sind immens. 100 Millionen Fahrzeuge pro Jahr. VW baut alleine in Wolfsburg 400.000 Autos in 6 Monaten (ja, die Autos dort sind etwas billiger) .

Der Vergleich mit Nokia, der ständig kommt, hinkt auch auf beiden Beinen. Autos haben deutlich längere Entwicklungs- und Lebenszyklen und müssen, um erfolgreich zu sein, global viel mehr differenziert werden (siehe die diversen Ford-Pleiten mit dem sogenanten Weltauto).

Und: Verkehr ist auch eine polititsche Sache. Ohne das CARB wären die Autos heute noch viel schmutziger, ohne die CO2-Vorgaben würden sie mehr Sprit verbrauchen. Dadurch, daß Politik langsam mahlt, ändert sich der Kurs viel langsamer als bei einem Privatvergnügen a la Mobiles Telefonieren.

All das sollte man immer bedenken, bevor man hier das ultimative Bashing raushaut.

Gruss
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Re: Bashing diverser Marken

Beitragvon e-future » So 8. Mai 2016, 23:28

Ich find's eher einen Witz, dass Du dich genötigt fühlst diesen Thread zu eröffnen. Hey Dude, Deine Beiträge sind oft polemisch, aber einfach auf den Punkt und amüsant zu lesen.

Man darf auch nicht immer ALLES so ernst nehmen und kann's doch mal auch ein wenig mit Ironie tragen.
Viele kleine Menschen, die viele kleine Dinge tun, werden das Angesicht der Erde verändern.
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Re: Bashing diverser Marken

Beitragvon 300bar » So 8. Mai 2016, 23:34

Ich finde, dass dieser Thread einen Tiefpunkt des Niveau hier im Forum markiert.
Die Verniedlichung und Quasi-Legalisierung von Beiträgen, welche oft emotional, aus dem Zusammenhang gerissen und bestenfalls mit Halbwahrheiten garniert zur Stimmungsmache dienen, kann ich nicht gutheißen.
Das ist weit entfernt vom Sinn von GE so wie ich es bisher verstanden habe.
Gruß Reinhard
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Re: Bashing diverser Marken

Beitragvon umberto » So 8. Mai 2016, 23:40

300bar hat geschrieben:
Die Verniedlichung und Quasi-Legalisierung von Beiträgen,


Kannst Du das bitte konkretisieren? Ich kann Dir grad nicht folgen.

Gruss
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Re: Bashing diverser Marken

Beitragvon TeeKay » Mo 9. Mai 2016, 08:04

Ich kann Roberts Stimmung, die er mutmaßlich beim Schreiben seiner Beiträge hat, sehr gut nachempfinden und bin überzeugt, dass es nicht um Bashing geht, sondern um hochkritische Kommentare eines Markenfans, der von "seiner" Marke enttäuscht ist.

Nach dem Mauerfall kaufte mein Vater einen Audi, dann noch einen und noch einen und noch einen. Ich fuhr mein Leben fast nichts anderes als Audi und noch vor 4 Jahren war für mich klar, dass nur ein Audi in Frage kommt. Mangels entsprechenden Angebots und eines arroganten Verkäufers eines der wenigen Angebote, der nichtmal von Audi kam, wurde es dann ein BMW für 3 Jahre, bevor der Elektrovirus um sich griff.

Robert sagte es ganz gut, es ist Fassungslosigkeit. Ich glaubte an Vorsprung durch Technik. Dass Audi beim CO2-Wettrennen mitmachte, fand ich schon blöd. Die Normverbräuche sanken rapide, ohne dass in der Realität der Verbrauch runterging. Aber ok, machten alle so. Vorsprung durch Technik muss gelebt werden, es genügt nicht, dass jeder Mitarbeiter den Spruch alle 15min laut aufsagt. Nun kommt noch Dieselgate dazu, in das Audi-Personal tief verstrickt ist. Ich bin enttäuscht von der Marke, die mich 26 Jahre meines Lebens begleitete.

Dieser Marke ist offensichtlich nicht nur die Umwelt und die Gesundheit der Menschen völlig egal, sondern auch noch das eigene Markenbild.

Dass man enttäuscht ist, heißt aber nicht, dass man die Marke hasst. Man hat eher die Hoffnung, dass durch kritisches Begleiten des Unternehmens noch ein Umdenken bei den Mitarbeitern stattfindet, auf dass der Konzern wieder zurück zu alten Tugenden findet.

Derzeit ist Audi für mich so spannend wie eine Kaffeefahrt. Damit mag ich zu einer Minderheit gehören. Aber je länger Audi den Einsatz neuer Technik hinauszögert, umso mehr Menschen werden es ähnlich sehen.
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