Bashing diverser Marken

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Re: Bashing diverser Marken

Beitragvon ammersee-wolf » Do 12. Mai 2016, 13:42

4 E-Gölfe stehen beim VW Autohaus in Weilheim.
2 davon abgemeldet. Werden als Gebrauchtwagen verkauft.
2 neue angeledet aufs Autohaus.

i3 fahren hier einige rum. ZOE auch.
Gefühlt sind die Tesla in der Überzahl. Alleine 5 mit WM Kennzeichen, von denen ich weiß.

LG
Frank
10. Juli 2015, ZOE Intens Vorführer mit 700km auf der Uhr. Bis jetzt sind 67000 km dazu gekommen. :lol:
+23.09 Tesla MS 70D 94.000km bis jetzt.
+10.02.2016 Outlander PHEV TOP, Vorführer, Model 2015 akt: 27.000 km
+April 2016 Opel Ampera (gebr.)
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Re: Bashing diverser Marken

Beitragvon Jarod » Do 12. Mai 2016, 13:53

Ich finde es ein wenig kurz gedacht nur auf die PKW Hersteller einzuschlagen. Sicher haben diese sich alles andere mit Ruhm bekleckert, aber auch andere machen fleissig mit; bei dem was für mich als interessierten, aber noch aussenstehenden, fast wie Beamtenmikado aussieht.

Zum Hintegrund: Für mich steht in nächster Zeit ein Auto Kauf an, da mein aktueller PKW einfach alt ist und anfängt weh zu tun. Ich fahre circa 20-25 KM (eine Strecke) zur Arbeit; daher wäre m.M. nach ein Elektroauto eigentlich perfekt für mich geeignet.
Mein Favorit momentan wäre ein Zoe; aber mit der Batteriemiete geht es eigentlich schon los. Ich halte diese grundsätzlich für positiv. Wirtschaftlich betrachtet kostet aber bereits diese Miete mehr wie ich im Monat tanke. Wenn ich mir 1,50 pro Liter rechne wohlgemerkt. Das ist einfach ein Punkt, bei dem viele die ich kenne aufs Geld achten und das E-Auto gleich unten durch ist.

Die Miete ist aber gar nicht was mich stört, es ist das, wie es mir erscheint, in DE doch sehr löchrige Ladenetz. Am Arbeitsplatz laden ist momentan nicht erlaubt. Zu Hause geht nicht. Nun könnte ich mir evtl eine Garage mieten, aber dann muss ich immer noch einen Vermieter finden der mir eine Wallbox installiert, oder er muss es zumindest erlauben und ich müsste das dann finanzieren. Ich kenne hier in der Umgebung kein Geschäft an welchem man während des Tankens laden kann und die nächsten 2 Tankstellen sind circa 15 KM entfernt und liegen auf keinem Weg den ich normal befahre.

Wenn ich mir vorstelle das ein Elektromobil häufiger und länger betankt werden muss und dann ein Hersteller mal so richtig Bock auf E-Auto verkaufen hätte, wo denkt sich unsere Regierung sollen die alle Tanken? Nach meiner Überschlagsrechnung muss ich mit einem Zoe circa 2,5 mal pro Woche für 30 Minuten tanken. Meine alte Karre schafft 1 mal in Monat für max 10 Minuten.
Nicht falsch verstehen, mir geht es nicht darum das es langsamer ist, sondern das sich bei vielen Tausenend E-Autos auf unseren Strassen einfach die Frequenz und Dauer, die jeder Tanken muss deutlich erhöht. Und dafür einfach die Infrastruktur mal her muss. Und da pennt unsere Regierung schon seit Jahren.

Ich glaube allerdings auch, dass es den Herstellern ziemlich egal ist ob sie Elektro oder Verbrenner verkaufen (hier glaube ich an das Gute im Menschen), dem Finanzminster aber heimlich nicht. Der hängt ja nun auch wie ein süchtiger an der Mineralölsteuer. Wenn die auch einmal richtig einbricht, dann muss das Geld woanders herkommen.
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Re: Bashing diverser Marken

Beitragvon Turbothomas » Do 12. Mai 2016, 14:08

Mineralölsteuer ist nur ein Teil. Du brauchst keine Entwickler mehr für Motoren und Getriebesteuerung, Akustik, Geräuschdämmung, ... . Ebenso wenig Menschen, die das alles zusammenbauen und instand halten. Sind ca. 30% der Arbeitsplätze im Automobilbau. D.h. 30% weniger Einnahmen in den Sozialkassen (Rente, Krankenkasse, Soziales).

Neues Handy mit neuer Technik ist ein Klax gegen diese Umstellung.

Die Boschler, die hydraulische Lenkpumpen herstellen können ein Lied davon singen. Statt Hydraulik arbeite jetzt ein Elektromotor: besser, billiger (Betrieb und Wartung), einfacher zu Parametrieren (SW, statt Leitungen und Pumpen), ... und sparsamer (braucht nur im Betrieb Strom, eine Pumpe läuft - meistens - immer mit). Die ersten Streiks deswegen gab es schon.
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Re: Bashing diverser Marken

Beitragvon Robert » Do 12. Mai 2016, 14:35

...und es wird nicht der letzte Streik gewesen sein. :?
Wie viel Spass macht dein Auto ?
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Re: Bashing diverser Marken

Beitragvon umberto » Do 12. Mai 2016, 19:07

Turbothomas hat geschrieben:
Akustik, Geräuschdämmung, ... .


Du meinst, weil Renault diese Entwickler schon eingespart hat, hast Du hier fürs Forum einige Zoes nachgedämmt? :-)

Nene, Akustik ist im E-Auto genauso wichtig wie im Verbrenner...nur anders.

Die Boschler, die hydraulische Lenkpumpen herstellen können ein Lied davon singen. Statt Hydraulik arbeite jetzt ein Elektromotor: besser, billiger (Betrieb und Wartung), einfacher zu Parametrieren (SW, statt Leitungen und Pumpen), ... und sparsamer (braucht nur im Betrieb Strom, eine Pumpe läuft - meistens - immer mit). Die ersten Streiks deswegen gab es schon.


Joo, dafür braucht es effiziente Wechselrichter, Batteriezellen, Akkupacks und Ladestationen. Aber in Summe sicherlich ein Minus.

Das trifft aber für andere industrielle Neuerungen (gerne medial mit 4.0 bezeichnet) zu, weswegen über Dinge wie das BGE diskutiert wird. Das ist aber kein originäres Problem des E-Autos, sondern des 21. Jahrhunderts und der Digitalisierung an sich.

Gruss
Umbi
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Re: Bashing diverser Marken

Beitragvon Hachtl » Fr 13. Mai 2016, 00:30

ammersee-wolf hat geschrieben:
4 E-Gölfe stehen beim VW Autohaus in Weilheim.
2 davon abgemeldet. Werden als Gebrauchtwagen verkauft.
2 neue angeledet aufs Autohaus.

i3 fahren hier einige rum. ZOE auch.
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Na, da ist dem Horst seiner auch dabei ... Einen aus WM hab ich kürzlich in BA gesehen....

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Re: Bashing diverser Marken

Beitragvon energieingenieur » Fr 13. Mai 2016, 01:21

bm3 hat geschrieben:
Zum Thema,
kann es sein dass einige Leute hier bezüglich gewisser Marken ziemlich überempfindlich reagieren ?


Ja, das ist auch mein Eindruck. Und nicht nur hier. Es gibt scheinbar Menschen, die sich extrem mit einer Marke identifizieren. Einmal Marke x... immer Marke x... Treue ein leben lang. Für diese Menschen ist auch die eigene Marke immer die beste. Da wird nicht akzeptiert, dass mal der eine oder mal der andere bei der Technologie für einen bestimmten Zeitraum die Nase vorne hat. Gibt auch Leute, die sich erst mit Marke x identifizieren, dann einmal ein schlechtes Erlebnis haben und dann sagen: NIE WIEDER Marke x... Marke y ist sowieso viel besser... bis dann auch da mal irgendwas passiert, was nicht im Sinne des Kunden ist. Auch wenn der Fehler oder die schlechte Erfahrung vll. gar nichts mit der Marke, sondern mit dem Vertragshändler vor Ort zu tun hat. DIe Trennung zwischen Hersteller und Händler fällt ja vielen auch sehr schwer.

Ich war viele Jahre mit meinem Audi A2 (erstes Auto) sehr zufrieden. Ich hätte damals niemals gedacht, dass ich jemals einen Renault fahren werde. Nun, dann wollte ich elektrisch. Alles nachfragen und jammern bei Audi hat nix gebracht: "Ham wa nich. Wollen wa auch nich." Tja, dann wurde es ein Renault ZOE. Aber ich bin mit dem inzwischen auch äußerst zufrieden und habe gelernt, dass die Marke für mich inzwischen weniger eine Rolle spielt. Mehr spielt eine Rolle, wie das Verhältnis zum Händler bzw. den Angestellten vor Ort ist. Wenn das gut ist, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass ich auch das nächste Auto dort kaufe - unabhängig von der Marke. - Wobei Renault sich diesbzgl. anstrengen muss. Tesla Model 3 ist reserviert. Mal sehen, wie groß die Batterien bis dahin im ZOE werden ;-)
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Re: Bashing diverser Marken

Beitragvon Jarod » Fr 13. Mai 2016, 12:22

Die Marketreue und überhaupt das Auto als Status scheint allerdings nachzulassen.
Für uns (bin unter 40) war damals das erste Auto 'das Ding' was man haben wollte, wenn ich mir unsere Azubis so ansehe, dann gehen die viel entspannter mit dem Thema um. Auch war damals von vor allem Älteren z.B. zu höhren 'Alle Asiaten taugen nix, keine Ersatzteile zu bekommen usw usf.'
Heute ist es doch ganz normal und akzeptiert das z.B. auch Japaner sehr gute Autos bauen. Auch schauen die meisten die ich kenne mittlerweile sehr viel mehr auf den Preis statt auf die Marke und gekauft wird dann das, was das beste Preis/Leistunsverhältnis hat.
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Re: Bashing diverser Marken

Beitragvon Solarstromer » Fr 13. Mai 2016, 13:18

Jarod hat geschrieben:
Die Marketreue und überhaupt das Auto als Status scheint allerdings nachzulassen.
Für uns (bin unter 40) war damals das erste Auto 'das Ding' was man haben wollte, wenn ich mir unsere Azubis so ansehe, dann gehen die viel entspannter mit dem Thema um.


Das hatte ich (ü50) auch immer gedacht und als bestes Beispiel unseren damaligen Azubi gesehen. Damals 22 Jahre alt, abgebrochenes Studium, immer das aktuelle iPhone, keine eigenes Auto und Bahnfahrer. Jetzt mit 25 Jahren hat er sich das erste Auto gekauft und gleich ein Premiumauto (Volvo).

Mir war damals als 18jähriger die Marke vollkommen egal. Musste 4 Räder haben und niedrige Betriebskosten für mich als Azubi und später Student. Ich denke viele junge Leute steigen heute deutlich später ins Berufsleben ein und sie haben einfach nicht das Geld für ein Auto. Wenn sie das Geld haben, lassen sie aber sogar eher ein Premiumfahrzeug raus, als irgendwas anderes. Sieht man auch am Aufstieg von Audi/BMW und dem Niedergang von Opel/Ford/Fiat/Renault/PSA, ...
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Re: Bashing diverser Marken

Beitragvon HubertB » Fr 13. Mai 2016, 13:38

Mein erstes Auto war ein R4 F4.
http://www.imgrum.net/tag/r4f4
Danach geht man mit den kleinen Macken der heutigen Autos viel entspannter um 8-)
Zoe Zen / Twizy
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PV 8,25 kWp / 10m² Solarthermie
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