Autohaus setzt auf Elektroauto - und hat Fragen?

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Re: Autohaus setzt auf Elektroauto - und hat Fragen?

Beitragvon Deef » Mo 7. Dez 2015, 15:43

Hast Du vielleicht direkt um die Ecke ein Volksbank? Die haben ein Programm laufen, bei welchen vor die teilnehmenden Filialen Multicharger gestellt werden. Das wäre Dein Jackpot.
Einfach hier im Forum mal nach Volksbank oder DG-Verlag googlen. Vielleicht wäre die Volksbank um die Ecke nicht abgeneigt. In KA gibt es nicht einen einzigen öffentlich zugänglichen Chademo-Lader. Technologiestadt...
2012er LEAF, eigener Strom / Schönau. Tägliche Strecke zwischen 50 - 60 km durch den Schwarzwald
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Re: Autohaus setzt auf Elektroauto - und hat Fragen?

Beitragvon Volker.Berlin » Mo 7. Dez 2015, 16:16

Auf die Schnelle hier die drei wichtigsten Themen, die mir zu Deiner Anfrage einfallen:
1. Glaubwürdigkeit
2. Glaubwürdigkeit
3. Glaubwürdigkeit!

Es muss nicht alles perfekt laufen, und Du kannst auch nicht alles über das Thema wissen, geschweige denn, das von Deinen Mitarbeitern erwarten. Ob Du Dich jedoch darum kümmerst, wenn man was nicht perfekt gelaufen ist, und ob Du den Kunden nicht abspeist, wenn Du mal was nicht weißt, sondern die Wissenslücke offen und direkt zugibst, um Dich dann zeitnah zu informieren, das macht den ganzen Unterschied.

Lieber Unwissen zugeben, als Schwachsinn erzählen! Wenn Du die Kunden ernst nimmst, wirst Du auch von den Kunden ernst genommen, und damit hat Du (leider) zurzeit noch ein extrem gutes Alleinstellungsmerkmal. Glaub mir, sowas spricht sich schneller um, als Du gucken kannst.
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Re: Autohaus setzt auf Elektroauto - und hat Fragen?

Beitragvon Cavaron » Mo 7. Dez 2015, 16:41

Was ich noch sinnvoll finde:

1. Für euch wohl am lukrativsten - nach gebrauchten EVs aus dem EU-Ausland umschauen und anbieten.
Länder wie Frankreich und die Niederlande geben staatlicher Seits ordentlich Rabatt auf Elektrofahrzeuge, darum sind dort Gebrauchte sehr günstig zu haben. Siehe z.B. hier:
http://tinyurl.com/jb3utfq
http://www.leboncoin.fr/voitures/offres/ile_de_france/occasions/?f=a&sp=1&th=1&fu=4&q=zoe

2. Versicherung
Wurde ja schon genannt - günstig sind da z.B. die HUK und http://www.emover24.com/ (da kriegt man als Massenvermittler sicher auch Prämien). Insbesondere für Erstfahrzeugbesitzer ohne SFK spart man hier ordentlich (in meinem Fall 800 Euro im ersten Jahr gegenüber anderen Versicherungen -> 450€ E-Auto Vollkasko gegenüber 1.200€ normale Vollkasko).

3. Stromanbieter
Auch die geben E-Auto-Käufern oft besondere Vergünstigungen. Z.B. Naturstrom 100 Euro Nachlass auf die Stromrechnung im Jahr, wenn man Aufkleber an E-Auto und/oder einer öffentlichen Lademöglichkeit anbringt: https://www.naturstrom.de/privatkunden/strom/elektromobilitaet/aufkleber/
Auch da sollte es Vermittlungsprämien geben (ist sicher ein schönes und nötiges Zubrot, bevor E-Autos ins Volumen kommen).

4. Ladelösungen
Eine Vorstellung von flexiblen, mobilen Ladelösungen gegenüber teuren und fixen Wallboxen schadet sicher auch nicht (Stichworte NRGKick, Bettermann usw.).

5. E-Motorräder

Gibt in Karlsruhe zwar schon einen Händler, aber kann auch nicht schaden: http://www.zeromotorcycles.com/de/

6. Ladestation als Werbeeffekt
Wenn ein Tripple-Lader zu teuer ist, tut es ja vielleicht auch eine 43kW AC Ladebox für um die 1000 Euro plus Anschluss. Wenn das Autohaus verkehrsgünstig liegt, hilft sicher auch die Crowd mit Spenden: http://www.goingelectric.de/wiki/Standortpartner-Akquise_f%C3%BCr_Crowdfinanzierte_Ladestationen

7. Mitarbeiter
Begeisterung für E-Autos würde ich zur Bedingung machen (Tesla Probefahrt wirkt bei Skeptikern wunder). Und vor allem würde ich ihnen die Nutzung der E-Autos nach Feierabend quasi aufbrummen. Nur so kann man alle Aspekte erfahren. Eine km-Präme (wer schafft die meisten km im ersten Monat und wer schafft am meisten km mit einer Ladung) hilft sicher auch. Muss ja nix teures sein, Wurschtkorb oder sowas ;) Dann hört man auch nicht mehr so Legenden wie "der Solarspoiler des Leaf lädt den Fahr-Akku" oder "Radio ausschalten erhöht die Reichweite drastisch."

8. Kooperation mit Elektriker und Solateur
Einige Kunden werden sicher ihren elektrischen Hausanschluss überprüfen und erweitern wollen, hier könnte man einen kompetenten Elektriker vermitteln, der sich in der Materie auskennt. Statistiken zu folge haben oder besorgen sich 50% der E-Auto-Fahrer binnen der ersten drei Jahre nach dem E-Autokauf auch Photovoltaik-Anlagen. Kann man sicher auch gut vermitteln.
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Re: Autohaus setzt auf Elektroauto - und hat Fragen?

Beitragvon flow2702 » Mo 7. Dez 2015, 18:16

Cavaron hat geschrieben:
Was ich noch sinnvoll finde:
[...]
8. Kooperation mit Elektriker und Solateur
Einige Kunden werden sicher ihren elektrischen Hausanschluss überprüfen und erweitern wollen, hier könnte man einen kompetenten Elektriker vermitteln, der sich in der Materie auskennt. Statistiken zu folge haben oder besorgen sich 50% der E-Auto-Fahrer binnen der ersten drei Jahre nach dem E-Autokauf auch Photovoltaik-Anlagen. Kann man sicher auch gut vermitteln.

Genau! Ich finde, hier wird unglaublich Potenzial verschenkt.
Wenn sich die Autohäuser so einen "Partnerelektriker" suchen würden, der den zukünftigen E-Mobilisten mit tatsächlichem Know-How und passenden Angeboten (insbesondere auch für geeignete Ladepunkte) zur Seite steht, könnten alle Beteiligten da unglaublich profitieren:
1. Das Autohaus, das dem Kunden dadurch Unsicherheiten und Ängste nimmt und eher zum Abschluss kommt.
2. Der Elektriker, der Aufträge erhält.
3. Der Kunde, der durch eine maßgeschneiderten Lademöglichkeit Geld spart - anstatt sich häßliche, überteuerte und unterdimensionierte Wallboxen von der Stange andrehen lassen zu müssen.
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Re: Autohaus setzt auf Elektroauto - und hat Fragen?

Beitragvon ev4all » Mo 7. Dez 2015, 20:15

Für den Fall, dass auch Interesse am Verkauf von E-Motorrädern besteht, empfehle ich, Kontakt aufzunehmen mit Matthias Schmidt aus Osterode (http://mms-concept.de/). Er importiert und vertreibt seit Jahren verschiedene Marken. Er hatte schon Zero, Brammo und Lito. Aktuell die Italiener Energica und Tacita. Er sucht immer weitere Händler in Deutschland.

Da könnte mit relativ geringem Aufwand ein Zusatzgeschäft entstehen.
≡ | Renault Zoe (2016) | Brammo Empulse (2014) | Nissan Leaf (2013-16) | Flyer X S-Pedelec | 9,5 kWp PV
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Re: Autohaus setzt auf Elektroauto - und hat Fragen?

Beitragvon jebjeb » Mo 7. Dez 2015, 20:53

In Karlsruhe ist auch der Solarmobilverein aktiv, http://www.solarmobil-ka.de, dessen Ziel es unteranderem ist die Elektrombilität voran zu bringen und bei Fragen oder Problemen zu unterstützen.

Dort wirst Du sicher auch Unterstützung erhalten, falls von Dir gewünscht.
Sonnige Grüße
Jo
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Re: Autohaus setzt auf Elektroauto - und hat Fragen?

Beitragvon energieingenieur » Mo 7. Dez 2015, 21:12

Hier sind schon viele wichtige Dinge gesagt worden. Ich möchte eines noch ergänzen: Wenn nicht nur du selbst, sondern auch deine Mitarbeiter von dem Thema überzeugt sein sollen, dann lass sie mit den EVs herumfahren. Nur wer auf diesem Wege überzeugt wird, hat überhaupt erst die Chance Feuer und Flamme für das Thema zu werden. Manchen Menschen muss man zu ihrem Glück erst etwas nachhelfen. In meinem Autohaus fahren inzwischen zwei der Verkäufer auch Privat elektrisch. Der eine ist seit langem schon absoluter Experte. Der andere aber noch nicht. Der ist bis vor kurzem noch Mustang gefahren... Zu der Zeit waren Elektroautos für ihn ein Buch mit sieben Siegeln. Jetzt fährt er LEAF und inzwischen weiß er auch recht viel darüber ;-)
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Re: Autohaus setzt auf Elektroauto - und hat Fragen?

Beitragvon DaftWully » Mo 7. Dez 2015, 21:49

Ich haue da in die gleiche Kerbe: Super Plan, ein reines E-Fahrzeughaus auf die Beine zu stellen!

Versucht doch auch einen regelmäßigen E-Mobil-Stammtisch zu etablieren. Hat euer Autohaus dafür Platz? Da können dann die "alten E-Hasen" den Neugierigen oder E-Mobilstarten auch weitere Tipps aus der Praxis geben.

Habt ihr schon eine PV auf dem Werkstattdach? Auf jeden Fall eine draufsetzen und am besten mit öffentlich einsehbarem Ertragszähler und eine Umrechnung in E-Auto-Kilometer ausstatten.

Ich wünsche euch viel Erfolg!

DaftWully
e-Golf Verbrauch zzt. Bild
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Re: Autohaus setzt auf Elektroauto - und hat Fragen?

Beitragvon wp-qwertz » Mo 7. Dez 2015, 21:55

genau: kooperation mit naturstrom.de - hier gibt es eine kleine, aber feine förderung. und wenn du dann noch die käufer als kunden naturstrom-kunden gewinnst, kannst auch du noch einmal einen kleinen extra-bonus erhalten.
ist nicht die welt, macht das ganze aber noch sinnvoller und grüner.

dann fiel mir ein: mach doch 1x/jahr ein going-electric-treffen mit fachleuten und freiwilligen von uns hier, die sich bei dir treffen, damit interessierte mit dir, mit uns plaudern können und aus der praxis eindrücke und erfahrungen sammel können.
also einmal jährlich ein kleines ev-ge.event, oder so.

halte uns doch auf dem laufenden, denn es liest sich spannend und gut, was du da vor hast. und das du eine extra FA gegründet hast für den ev-verkauf, liest sich doch auch sinnvoll.

ggf. noch kooperation mit der gls-bank in bochum?!
https://www.gls.de/geschaefts-und-firmenkunden/
werde naturstrom.de kunde: http://links.naturstrom.de/lm4j und tu gutes: die "Andheri-Hilfe Bonn e.V." bekommt den wechselbonus.
- Zoe 13.02.2015 - 30.12.2016.
- MX 60er bestellt am 05.09.2016. Ab dem 30.12.2016 unserer.
- 5,5kWp - PV.
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Re: Autohaus setzt auf Elektroauto - und hat Fragen?

Beitragvon Soylent » Mo 7. Dez 2015, 22:21

Hallo e-mike,
dolle Sache das :mrgreen:

Als E-Mobil Händler würde ich konsequent Modelle von Firmen bevorzugen, die KEINE monatliche Miete verlangen.
Vielleicht verstärkt "Drillinge" für den Anfang?
Das finanzielle Risiko hält sich da in Grenzen.
Stell dir vor du verkaufst ZOE oder SMART.....du weißt wie Standzeiten ins (Miet) Geld gehen und E-Mobile werden leider nun mal nicht so schnell verkauft wie Benziner.

Ansonsten natürlich die guten Vorschlage meiner Vorschreiber auch berücksichtigen.

Viel Erfolg für deine Firma

Gruß
Soy
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