Ab 2030 in DE keine Neuzulassung von Diesel- und Benzinern

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Re: Ab 2030 in DE keine Neuzulassung von Diesel- und Benzine

Beitragvon Jack76 » So 9. Okt 2016, 13:15

Warum nicht einfach damit beginnen die Mineralölsteuer/CO2-Steuer jedes Jahr um 15% zu erhöhen. Das Ganze wird zum 1.1.2017 verkündet und effektiv zum 1.1.2018 eingeführt. Damit kommt der Fuhrparkmanager zurecht und auch der immer wieder gerne zitierte, auf das Fahrzeug angewiesene Familienvater mit geringem Einkommen kann sich leicht errechnen wohin sich die Unterhaltskosten seines Fahrzeugs entwickeln werden und entsprechend auf nen günstigen Gebrauchten mit geringerem Verbrauch (Hybrid?) wechseln und später dann auf nen gebrauchten Ampera-e oder ähnliches umzusteigen. Und auch die Fahrzeughersteller werden reagieren, bevor sich die Fahrzeuge im AH die Räder platt stehen, Angebot und Nachfrage halt... Da könnten dann Renault-Nissan, Opel und andere noch weiter an Attraktivität gewinnen.
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Re: Ab 2030 in DE keine Neuzulassung von Diesel- und Benzine

Beitragvon Alex1 » So 9. Okt 2016, 13:24

DonDonaldi hat geschrieben:
Besser vernünftige E-Autos gibt es schon für kleineres Geld sagen wir so ca. 15-25k€. Reichweite real 250km so wie gute Ladeoption plus entsprechende Ladeinfrastruktur. Da könnte man schon viele mit einfangen. Dann sollten die Akkus möglichst 200.000km + ohne zu große Verluste durch Degradation haben, oder man erhöht die Ausgangsreichweite auf real 300-350km.
Das haben wir doch schon. Überzeugt die Leute bloß nicht.

Die deutsche "Förderung" ist halt kläglich. 2.000 Euro ist doch hirnrissig. Die 2.000 der Hersteller zähle ich nicht, das ist keine Förderung, das wird gleich wieder eingepreist.

Gerade beim Verkaufshit Zoe lief die "Förderung" völlig ins Leere, da Röno diese Förderung ja schon ein Jahr vorher angeboten hatte. Beim i3 ergab sich ja ein deutlicher Verkaufsanstieg.

Andere Länder fördern mit ECHTEN 5.000 euro bis 10.000. DAS wäre mal ein Wort.

Neuzulassungsverbote gibt es doch schon in vielen anderen Ländern. Da zieht Auto-Deutschland (wie fast immer) nur nach.

Wer erinnert sich noch an die Einführung der Katalysatoren und des bleifreien Sprits? ADAC, AMS etc. heulten wie die Wölfe über millionenfaches Motorensterben. Was passierte? Gar nichts. Nur dass bleifreier Sprit und Kat Jahre später in D ankamen :roll:

Heute haben wir das selbe fatale Beharrungsvermögen.
Herzliche Grüße
Alex
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Re: Ab 2030 in DE keine Neuzulassung von Diesel- und Benzine

Beitragvon umberto » So 9. Okt 2016, 13:30

Jack76 hat geschrieben:
und auch der immer wieder gerne zitierte, auf das Fahrzeug angewiesene Familienvater mit geringem Einkommen kann sich leicht errechnen wohin sich die Unterhaltskosten seines Fahrzeugs entwickeln werden


Auch wenn der Vorschlag gut ist...fast 10% der Deutschen sind überschuldet. Ich glaube, damit überforderst Du eine große Zahl von Leuten. Zum Beispiel auch die, die bei 2% Inflationsrate ihr Geld auf einem 1%-Sparbuch parken...

Gruss
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Du fragst nach meiner Reichweite? Reden wir doch mal über das, was bei Dir hinten rauskommt.
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Re: Ab 2030 in DE keine Neuzulassung von Diesel- und Benzine

Beitragvon DonDonaldi » So 9. Okt 2016, 13:31

Jack76 hat geschrieben:
Warum nicht einfach damit beginnen die Mineralölsteuer/CO2-Steuer jedes Jahr um 15% zu erhöhen. Das Ganze wird zum 1.1.2017 verkündet und effektiv zum 1.1.2018 eingeführt. Damit kommt der Fuhrparkmanager zurecht und auch der immer wieder gerne zitierte, auf das Fahrzeug angewiesene Familienvater mit geringem Einkommen kann sich leicht errechnen wohin sich die Unterhaltskosten seines Fahrzeugs entwickeln werden und entsprechend auf nen günstigen Gebrauchten mit geringerem Verbrauch (Hybrid?) wechseln und später dann auf nen gebrauchten Ampera-e oder ähnliches umzusteigen. Und auch die Fahrzeughersteller werden reagieren, bevor sich die Fahrzeuge im AH die Räder platt stehen, Angebot und Nachfrage halt... Da könnten dann Renault-Nissan, Opel und andere noch weiter an Attraktivität gewinnen.


Nur was soll der- oder diejenige kaufen deren fahrbarer Untersatz gebraucht zwischen 5-10k€ liegt? Aktuell und in den nä. 2-4 Jahren. Das ist auch eine rel. große Gruppe. Ich kenne Menschen persönlich, die Dein Vorschlag wirklich ruinieren würde bzw. die sich das eine Auto dann auch nicht mehr leisten könnten.
Aber überdenkenswert ist der Vorschlag schon. Ganz früher als noch sehr extremistisch eingestellt war dachte ich jeder kann ein Quantum an Treibstoff zu einem festen Preis kaufen und nutzen. Wer ein Auto hat das spart kommt weit, wer eine Spritschleuder hat muss halt nach der Hälfte zu Fuß weitergehen. Aber das sind alles auch Wähler und es wir immer auch auf Kompromisse hinauslaufen. Deutschland und die dt. Hersteller pauschal zu bashen bringt nicht weiter.
Es gibt hier neben vielen guten Dingen logischerweise auch Dinge die woanders besser sind. So ist das Leben und wem es nicht gefällt der kann zur Not auch auswandern.
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Re: Ab 2030 in DE keine Neuzulassung von Diesel- und Benzine

Beitragvon Super-E » So 9. Okt 2016, 13:43

15% jährlich ist viel zu viel, aber 3-5ct europaweit pro Jahr wäre denkbar. Das könnte man die Eu beschließen lassen und sich danach davon distanzieren, wie bei allen sinnvollen aber unpopulären Dingen. Aber nachdem selbst die idee mit dem nicht weitergeben von sinkenden Ölpreisen, die niemanden etwas extra gekostet hätte, gleich riesen Aufregung erzeugt hat, traut sich das kaum jemand zu betreiben...
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Re: Ab 2030 in DE keine Neuzulassung von Diesel- und Benzine

Beitragvon DonDonaldi » So 9. Okt 2016, 13:52

Super-E hat geschrieben:
15% jährlich ist viel zu viel, aber 3-5ct europaweit pro Jahr wäre denkbar. Das könnte man die Eu beschließen lassen und sich danach davon distanzieren, wie bei allen sinnvollen aber unpopulären Dingen. Aber nachdem selbst die idee mit dem nicht weitergeben von sinkenden Ölpreisen, die niemanden etwas extra gekostet hätte, gleich riesen Aufregung erzeugt hat, traut sich das kaum jemand zu betreiben...


Manch einer scheint nicht zu wiessen wie viele private Haushalte sehr auf Kante genäht sind. Das man dann jedes mal nachrechnet ist doch nachvollziehbar. Und je mehr Haushalten es so geht desto größer wird der Widerstand. Auch das ist nachvollziehbar.
Die Allermeisten kommen nie auch nur annhäernd in die Situation darüber nachzudenken, ob 100k€ und mehr für einen Tesla angemessen sind oder nicht. Das gilt zwar auch für Porsche und Co. bei den Verbrennern. Nur wenn man bei mobile nachsieht findet man sehr viel Auswahl z.T. deutlich unter 10k€ und das ist die Realität.
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Re: Ab 2030 in DE keine Neuzulassung von Diesel- und Benzine

Beitragvon Schneemann » So 9. Okt 2016, 14:14

HubertB hat geschrieben:
- Verdreifachung der Stromproduktion um den Verkehr komplett zu elektrifizieren.

Waren es nicht nur 20 Prozent die nötig sind?


20 Prozent konnte ich mir gerade gar nicht vorstellen. Aber ich habe mal nachgerechnet:

Gesamtstromverbrauch in Deutschland: rund 600 Mrd kWh

20%: 120 Mrd kWh

Bei 15 kWh pro 100 km macht das 800 Mrd gefahrene Kilometer pro Jahr

Also macht das 10000 km pro Bundesbürger. Dabei habe ich noch nichtmal den Stromverbrauch für die Bereitstellung fossiler Brennstoffe eingerechnet.

Ich bin positiv überrascht. Wir müssen also die Regenerativen lediglich vervierfachen. Das sollte doch machbar sein.
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Re: Ab 2030 in DE keine Neuzulassung von Diesel- und Benzine

Beitragvon eDEVIL » So 9. Okt 2016, 14:31

Schneemann hat geschrieben:
Ich bin positiv überrascht. Wir müssen also die Regenerativen lediglich vervierfachen. Das sollte doch machbar sein.

Ja, könnte man damit beginnen, dass man die EEG-Umlage auf Eigenverbrauch komplett abschafft und Grünstromprivileg wieder eingeführt.
Dazu dann noch stromverkauf innerhalb des Trafos an dem man angeschlosen ist ohne Netzgebühren.

Die Politik macht aber genau das Gegenteil und verschlechtert die Rahmenbedingungen häppchenweise.
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"Online" heißt es nicht, das ich auch hier im Forum bin, sondern nur das einer meiner PCs oder mobilgeräte online ist.
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Re: Ab 2030 in DE keine Neuzulassung von Diesel- und Benzine

Beitragvon Alex1 » So 9. Okt 2016, 14:56

Wie kommen auf einmal die Krokodilstränen für die prekären Haushalte?

Wenn die Leute WIRKLICH sparen würden, wäre die Leistung der Neuwagen heute im SCHNITT nicht weit über 100 PS :roll:

Und ehe jemand jetzt meint, dass diese Leute ja keine Neuwagen kaufen: Auch alle Gebrauchtwagen wurden einmal neu gekauft.

Und eAutos von HEUTE werden garantiert nicht für die prekären Haushalte geplant und verkauft :roll: :lol:
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Re: Ab 2030 in DE keine Neuzulassung von Diesel- und Benzine

Beitragvon mweisEl » So 9. Okt 2016, 15:24

Schneemann hat geschrieben:
20%: 120 Mrd kWh
Bei 15 kWh pro 100 km macht das 800 Mrd gefahrene Kilometer pro Jahr
Wir müssen also die Regenerativen lediglich vervierfachen.

Wieso vervierfachen? Die Regenerativen produzieren pro Jahr in D jetzt schon ca. 190 Mrd. kWh Strom; 20 Mio. E-PKW bräuchten für je 15.000 km/a davon 45 Mrd. kWh, also ein Viertel der derzeitigen regenerativen Stromerzeugung.

Anders gesagt: Ein Viertel (25%) mehr regenerative Stromerzeugung als heute würde bereits den Strombedarf von 20 Mio E-PKW abdecken.
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