Ab 2030 in DE keine Neuzulassung von Diesel- und Benzinern

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Re: Ab 2030 in DE keine Neuzulassung von Diesel- und Benzine

Beitragvon umberto » Sa 8. Okt 2016, 22:49

Wo sind sie denn, die Kunden, die den Herstellern die Bude einrennen? Und erzählt mir nicht, daß Angebot ist schlecht.

Kunde will billig und das dauert bei Elektro halt noch.

Und falls mal wieder ne Finanzkrise kommt, hätte ich um meinen Arbeitsplatz bei Tesla viel mehr angst.

Gruss
Umbi
Du fragst nach meiner Reichweite? Reden wir doch mal über das, was bei Dir hinten rauskommt.
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Re: Ab 2030 in DE keine Neuzulassung von Diesel- und Benzine

Beitragvon André » Sa 8. Okt 2016, 22:57

Also, ...mein freundliches Autohaus des Vertrauens, ganz im Süden der Republik, hat diese Woche eine traumhafte Anzahl Bestellungen machen dürfen.
Dem Wesen einer Sache entspricht in der Regel nicht ihre Erscheinung.
atomstromlos. klimafreundlich. bürgereigen. http://www.ews-schoenau.de Seit 2015 bundesweit!
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Re: Ab 2030 in DE keine Neuzulassung von Diesel- und Benzine

Beitragvon drilling » So 9. Okt 2016, 00:11

umberto hat geschrieben:
Ich wundere mich, daß keiner das Spiel durchschaut.
E-Autos werden nur rentabel, wenn die Kundenbasis groß genug ist und man die Dinger in hohen Stückzahlen bauen kann. Also müssen die Kunden zum E-Auto gezwungen werden.
Der Entscheid ist mal wieder Lobbyarbeit der bösen deutschen Autoindustrie!


Doch, das war auch mein erste Gedanke, es ist ziemlich unwahrscheinlich das CDU/CSU/SPD Politiker so etwas im Alleingang hervorbringen (und vor allem das sie sich auch noch alle darüber einig sind), höchstwahrscheinlich kommt diese Initiative direkt von den Chefetagen der deutschen PKW-Hersteller.
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Re: Ab 2030 in DE keine Neuzulassung von Diesel- und Benzine

Beitragvon Elektro-Erft » So 9. Okt 2016, 08:29

Vanellus hat geschrieben:
Ohne hier Partei ergreifen zu wollen für die deutsche Automobilindustrie, die immer noch zuschauend am Bahnsteig steht, während der Zug nun endlich in Fahrt kommt: wie kein zweites Land wohl weltweit hat die althergebrachte Autoindustrie maßgeblichen Einfluss auf den deutschen Arbeitsmarkt. Kein anderer Industriezweig ist in DE so dominierend.
Da hängen hunderttausende von Arbeitsplätzen dran, die nach einem Umstieg auf Elektromobilität wegfallen. Ganze traditionsreiche Firmen, die z.B. Kolben herstellen für Verbrenner wie Mahle oder Kolbenschmidt können dann noch Rasenmäherhersteller beliefern. Sowas nennt man neuerdings disruptiv, also nicht Umschwung, sondern Bruch.
Das wird auch nicht zu kompensieren sein durch den chinesischen oder amerikanischen Markt, wenn die deutschen Autos nicht mehr auf dem heimischen Markt verkauft werden können.
Das braucht einige Jahre Zeit, 2030 ist immer noch sehr herausfordernd.
Und wo sind sie denn, die kleinen, mittleren und größeren Kombis, die Mittelklasse, die Vans, die Cabrios, die SUVs (wenn es denn sein muss), die sehr breite Palette unterschiedlichster Autos, wie wir sie heute bei Benziner und Diesel haben? Kleintransporter? VW hat gerade sein komplett neues Crafter-Programm vorgestellt - elektrisch ist nichts vorgesehen. VW schläft immer noch. Das Angebot an E-Autos ist noch viel zu klein.



Das mit dem Elektro Crafter stimmt aber nicht so ganz.

http://www.autozeitung.de/auto-neuheite ... sche-daten
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Re: Ab 2030 in DE keine Neuzulassung von Diesel- und Benzine

Beitragvon Schneemann » So 9. Okt 2016, 10:01

Ich habe mir bei Welt online alle Kommentare durchgelesen, ganz einfach, weil mich interessiert, was die Masse denkt und was sie sich für ein Bild macht. Was gibt es besseres, als das Brainstorming der breiten Masse. Es kommt ziemlich deutlich rüber, dass es "Bedenken" zu folgenden Themen gibt:

- Arbeitsplätze in der Mineralöl- und in der Autozuliefererindustrie.

- Ressourcen: Beschaffung und Einsatz für die Herstellung ausreichender Akkukapazitäten für 45 Mio Autos in Deutschland.

- Verdreifachung der Stromproduktion um den Verkehr komplett zu elektrifizieren.

- Kompletter Umstieg auf regenerative Energiequellen - wie und wann.

- Exporteinbrüche in der Automobilindustrie, wenn nur ein paar Länder wie Deutschland, Schweden und Norwegen Vorreiter sind und komplett auf E-Autos umstellen.

- Staubildung an Ladestationen zur Massenreisezeit in Ferien z.B.

- Bevormundung der Bürger durch ein Verbot von Verbrennermotoren.

Aus meiner Sicht ist der letzte Punkt akzeptabel, da die Zukunft der Erde nicht am Goodwill des Individuums hängen darf.

Für die anderen Punkte sollte parallel zu so einer Ankündgung ein Konzept kommuniziert werden. Lieber Bürger, wir beschließen das aus diesen und jenen Gründen und erklären dir hiermit, wie wir zu diesem Ziel kommen wollen. Quasi ein Projektplan, in dem das Ist, das Soll und die Schritte dorthin aufgeführt sind.

Ein paar nachvollziehbare Expertenmeinungen dazu. Den Politikern glaubt ja eh keiner mehr. In einigen Kommentaren war zu lesen, dass ein E-Auto niemals eine Reichweite von 500 km haben wird. Dass es das schon längst gibt, ist noch gar nicht bewusst. Ich hätte es vor einem halben Jahr auch noch nicht gewusst.
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Re: Ab 2030 in DE keine Neuzulassung von Diesel- und Benzine

Beitragvon DonDonaldi » So 9. Okt 2016, 10:16

Schneemann hat geschrieben:
Ich habe mir bei Welt online alle Kommentare durchgelesen, ganz einfach, weil mich interessiert, was die Masse denkt und was sie sich für ein Bild macht. Was gibt es besseres, als das Brainstorming der breiten Masse. Es kommt ziemlich deutlich rüber, dass es "Bedenken" zu folgenden Themen gibt:

- Arbeitsplätze in der Mineralöl- und in der Autozuliefererindustrie.

- Ressourcen: Beschaffung und Einsatz für die Herstellung ausreichender Akkukapazitäten für 45 Mio Autos in Deutschland.

- Verdreifachung der Stromproduktion um den Verkehr komplett zu elektrifizieren.

- Kompletter Umstieg auf regenerative Energiequellen - wie und wann.

- Exporteinbrüche in der Automobilindustrie, wenn nur ein paar Länder wie Deutschland, Schweden und Norwegen Vorreiter sind und komplett auf E-Autos umstellen.

- Staubildung an Ladestationen zur Massenreisezeit in Ferien z.B.

- Bevormundung der Bürger durch ein Verbot von Verbrennermotoren.

Aus meiner Sicht ist der letzte Punkt akzeptabel, da die Zukunft der Erde nicht am Goodwill des Individuums hängen darf.

Für die anderen Punkte sollte parallel zu so einer Ankündgung ein Konzept kommuniziert werden. Lieber Bürger, wir beschließen das aus diesen und jenen Gründen und erklären dir hiermit, wie wir zu diesem Ziel kommen wollen. Quasi ein Projektplan, in dem das Ist, das Soll und die Schritte dorthin aufgeführt sind.

Ein paar nachvollziehbare Expertenmeinungen dazu. Den Politikern glaubt ja eh keiner mehr. In einigen Kommentaren war zu lesen, dass ein E-Auto niemals eine Reichweite von 500 km haben wird. Dass es das schon längst gibt, ist noch gar nicht bewusst. Ich hätte es vor einem halben Jahr auch noch nicht gewusst.


Gerade der letzte Punkt zeigt das Dilemma. Es geht um Massen von Individuuen, oder im Politikersprech um Wähler die Essenz jedes Politikers. Gepaart mit der sehr mächtigen Lobby kommen solche "Kompromisse" heraus. Wenn auf diese oder ähnliche Weise Diesel Fahrvebote gekippt werden würde mich das überhaupt nicht wundern.

Nein das E-Auto muss überzeugen und zwar in der Breite. Das Potenzial dazu ist da. Mehr als die Reichweite sehe ich den Preis und die Infrastruktur als Problem.

Und 500km gibt es nur wenn Du ein schlecht verarbeitetes und überteuertes Gefährt kaufst. Das ist leider auch die Meinung der Masse bzw. nur ein absoluter Bruchteil kann an die 100k€ und mehr für diese Reichweite ausgeben. Mal sehen ob der Ampera da jetzt was verändert.
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Re: Ab 2030 in DE keine Neuzulassung von Diesel- und Benzine

Beitragvon Elektro-Erft » So 9. Okt 2016, 10:37

DonDonaldi hat geschrieben:
Mal sehen ob der Ampera da jetzt was verändert.



Bei 33000 € bis 38000 € fehlt mir der glaube. Ich bezeichne mich mal als Ottonormal und habe bis jetzt fast immer Neuwagen gekauft und die lagen alle zwischen 17000€ und 22000€. Wenn also die Elektroautos in der Preisklasse mit Akku sind dann wird es ein Erfolg. Vorher nicht und erst recht kein Opel, Renault oder Hyundai.
Zuletzt geändert von Elektro-Erft am So 9. Okt 2016, 10:54, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Ab 2030 in DE keine Neuzulassung von Diesel- und Benzine

Beitragvon eDEVIL » So 9. Okt 2016, 10:39

Geht es auch ohne vollzitate?
303,8km Q210 ZOE ohne Nachladen oder schieben 8-)
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"Online" heißt es nicht, das ich auch hier im Forum bin, sondern nur das einer meiner PCs oder mobilgeräte online ist.
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Re: Ab 2030 in DE keine Neuzulassung von Diesel- und Benzine

Beitragvon Elektro-Erft » So 9. Okt 2016, 10:54

Sorry schon geändert.
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Re: Ab 2030 in DE keine Neuzulassung von Diesel- und Benzine

Beitragvon umberto » So 9. Okt 2016, 11:05

Elektro-Erft hat geschrieben:
Wenn also die Elektroautos in der Preisklasse mit Akku sind dann wird es ein Erfolg. Vorher nicht und erst recht kein Opel, Renault oder Hyundai.


Ja und sowas rollt halt im Automobilbereich langsamer als in anderen Branchen an. Drei-Jahres-Zyklen mit dem Austausch von zentralen Komponenten sind für Autos schon eine Revolution (die haben meist Sieben-Jahres-Zyklen, nach 3 Jahren werden üblicherweise optische Retouschen an Stossfängern und Leuchten gemacht), aber die kurzen Zyklen haben die Hersteller jetzt schon mit den Multimedia-Komponenten lernen müssen und das weitet sich jetzt auf Antriebsakkus, Fahrassistenzsysteme o.ä. aus. Das erhöht erstmal den Kostendruck auf alle (Zulieferer, Autobauer und Kunden...)

Die nächste Generation Akkus nach Ampera-e und Zoe40 kommt um die 2019, dann gibt es den nächsten Schub. Und das, was Du forderst, wird halt noch vermutlich bis 2025 dauern. Und vorher ist Otto-Normalverbraucher vermutlich eh noch nicht so weit.

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