ALE by Atmo: Neuer Versuch für Batteriewechsel

Foto: Screenshot Atmo youtube

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In Kalifornien wagt das Unternehmen Atmo einen neuen Versuch das Thema Batteriewechsel bei Elektrofahrzeugen wieder auf den Tisch zu bringen. Reichweitenangst solle so der Vergangenheit angehören, heißt es bei Atmo.

So funktioniert es: Das Elektroauto fährt an die Station. In einem ersten Schritt wird die leere Batterie herausgenommen und im zweiten, eine geladene wieder eingebaut. Der ganze Vorgang soll insgesamt nur 20 Sekunden dauern und für jedes E-Auto geeignet sein. Das Akkutausch- und Ladesystem ALE (Autonomous Linear Exchange) hat Atmo bereits zum Patent angemeldet.

Atmos Gedanke ist, wenn E-Autofahrer jederzeit extra Reichweite haben können und dies ohne lange Wartezeiten an der Ladesäule, dann können Autobauer ihre Fahrzeuge auch mit kleineren Batterien anbieten. Das würde die Autos deutlich erschwinglicher machen. Laut Atmo würden 100 km Reichweite ausreichen, da die wenigsten (Amerikaner) mehr Kilometer in einem Rutsch zurücklegen. Allerdings ist der Batteriewechsel nur ein Zusatz zur Ladeinfrastruktur – die Möglichkeit das Auto zu Hause, im Büro oder beim Einkauf aufzuladen, sollte es trotzdem geben.

Atmo ist nicht die erste Firma, die das Thema Batteriewechsel in Angriff nimmt. Am bekanntesten ist wohl BetterPlace, die mit ihrem Vorhaben kläglich gescheitert sind. Schon alleine, weil sich Autohersteller auf eine Standardbatterie mit Standardgröße einigen müssten, damit auch wirklich alle Fahrzeuge die Wechselstation nutzen können. Die Kalifornier wollen es besser machen und unterschiedliche Batteriegrößen anbieten. Ob das für den Erfolg ausreicht?

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5 Gedanken zu “ALE by Atmo: Neuer Versuch für Batteriewechsel

  1. Ich wage vorher zu sagen, dass es auch diesmal nichts wird. Gründe: Die Hersteller müssten genormte Akkus verbauen, wenn auch ein paar verschiedene. Das werden sie nicht tun weil sich jeder für was besseres hält als der andere und jeder meint er habe die bessere Batterie. Dieser konkurrierende Unterscheidungswettkampf ist jedoch nur für ein solches Vorhaben schlecht, nicht an sich. Denn das ist es ja was die Entwicklung von Preis/Leistung voranbringt. Ökologisch und ökonomisch wäre das Wechselsystem besser. Aber hat Vernunft jemals bei Luxusgütern wie Autos funktioniert? Nein. Ausserdem steckt die Batterie-Entwicklung noch derart in den Kinderschuhen, dass noch gar nicht absehbar ist woraus und wie geformt Akkus zukünftig aussehen werden.
    Meine Bewunderung für den Versuch ist dem Betreiber aber gewiss.

  2. Na da hat wohl ein ganz unerfahrener Entwickler was zusammengeklickt… wie soll das Auto ohne die Batterie zur naechsten kommen? Viel zu Aufwendig und ohne Dach darueber sind die Akkus schon zur Mittagszeit gekocht. Keine Akkukuehlung mehr moeglich. Stromstecker? Also Sitzen. Sechs.

  3. So was funktioniert erst wenn wir die Science Fiction Gegenwart erreicht haben. Elektrische Taxen, die auch fliegen können. Wenn 80 Prozent der Leute Carsharing nutzen, weil ein eigenes Auto viel zu blöd ist (Hab gestern im TV gehört, das pro Jahr die Leute in Großstädten DREI Tage damit verbringen nur um einen Parkplatz zu suchen). Und vorallem wenn wir vollautonom fahren werden. Sprich wenn das Auto nach unserer Fahrt fast leer ist und die Fahrt nur noch zum „Auto-Depot“ ausreicht. Ich denk aber eher das wird – zumindest in Europa – nie was werden. Wir lieben es Autos zu besitzen, bei manchen ist das eh schon wichtiger wie der eigene Lebenspartner oder Familie. Und die Leute lieben es wie blöd durch die Gegend zu fahren und einen Parkplatz zu suchen. Warum man sich ein Auto kauft und zulässt, wenn man nicht mal in der Lage ist einen Parkplatz sein Eigen zu nennen, hab ich noch nie in den Kopf bekommen.

    Ein Akku-Tausch System wird nur funktionieren, wenn man die gesamte Kette von Anfang an, so aufbaut. Sprich in einer auftrebenden Kultur – die nicht „Benzin im Blut“ hat – baut sich das alles von Neu auf und wächst damit auf.

    Wir, die es gewohnt sind mit motorbetriebene Kutschen zu fahren und die es sooo geil finden, selber zu schalten (was fürn bullshit..) die werden sich nie im Leben ins heiligs Blechle einen fremden Akku einbauen lassen.

    Zumal man erstmal eine Firma finden müssten, die blöd genug ist, die gesamte Infrastruktur zu bauen, zu unterhalten und dauerhaft zu warten!

    Wenn man sich aber anschaut, welchen Unfug man mit herkömmlichen Autos alles anstrebt… Nach Öl bohren, sinnlos durch die Gegend fahren von irgend welchen Zeugs das hochentzündlich ist, und und und Millionen Teile auf Lager hält die nach paar Monaten wieder kaputt geht…

    Kann man nicht wirklich sagen, das es nicht doch auch ginge.

  4. Das wird wohl nix werden. Besser war die Idee Elektrolyt nachzutanken (entladenes absaugen und geladenes nachtanken) . Das würde (fast) genauso schnell gehen wie Benzin tanken . Allerdings beim festen Elektrolyt würde dies nicht gehen. Big Hmmm

    PS. 100 KWh Akku + Supercharger reicht doch 🙂

  5. „jederzeit“ „100km“ Diese beiden Punkte sorgen schon dafür, dass das Kind tot ist, bevor es geboren wurde. In der Praxis würde das bedeuten, dass an allen Fernstraßen im Abstand von maximal 50km so eine Station stehen müsste, die jeweils wahrscheinlich eine Investition von einigen Millionen erfordert. Wie teuer soll der Service denn werden, damit sich das irgendwann rechnet? Und wenn der so teuer ist, wer würde das dann nutzen wollen? Ich glaube das ist einfach nicht zu Ende gedacht.

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