Berlin: Ladesäulen, wo man sie braucht

Bild: comobility

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Im Rahmen des Berliner Projektes „be emobil“ können Elektroautofahrer bekanntlich Standorte, wie die eigene Nachbarschaft oder den Arbeitsplatz, für eine neue Stromtankstelle vorschlagen. Der Antrag hierfür war bislang kompliziert. Aber das soll sich mit einer neuen Webseite alles ändern.

Einweihung der ersten Ladesäule im Projekt  (April 2015)/ Bild: be emobil

Auf dem Portal LadenVorOrt.de können Berliner ab sofort Anträge für neue Ladesäulen in der Hauptstadt stellen. Eingereicht werden müssen Informationen zum E-Auto sowie der Besitznachweis oder Leasingvertrag. Den Rest übernimmt die Firma Allego.

Der Ladesäulenbetreiber will den Ausbau von Wechselstromtankstellen bis 2020 bedarfsangepasst ausbauen. Heißt, die Infrastruktur wird da errichtet, wo es auch E-Autofahrer gibt, die Laden müssen.

Ist der Antrag eingereicht, veranlasst Allego eine Standortprüfung. Es kann also sein, dass die Ladesäule nicht vor der Haustür, sondern vielleicht ein oder zwei Straßen weiter errichtet wird. Zudem kümmert man sich um die Genehmigung, die, wie Allego in ihrem Werbespot bereits ankündigt, etwas Zeit in Anspruch nehmen kann. Aber am Ende zählt das Ergebnis – eine neue AC-Ladesäule in Berlin.

Laut Betreibern nehmen in den Niederlanden bereits 80 Kommunen an dem LadenvorOrt-Modell teil. In Deutschland ist Berlin die erste Stadt, die den Versuch wagt.

Das System ist auf alle Fälle kundenfreundlicher als der bisherige Antrag, über den wir im Juni bereits berichtet hatten. Jetzt steht der Hauptstadt der Elektromobilität wohl nichts mehr im Wege.

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8 Gedanken zu “Berlin: Ladesäulen, wo man sie braucht

  1. Passt ja alles zum Tempo deutscher Autobauer der Verpenner-Fraktion, reichweitentaugliche E – PKW „Made in Germany“ verkaufen zu können.
    https://youtu.be/9QaKj3Yjq-0
    Meine Erfahrungen mit Nicht-Service von Allego und Preisen entsprechen dem, was das bürgerliche Gesetzbuch Wucher bei Nichterfüllung einer vertraglichen Leistung bezeichnet.
    Es möchte doch bitte jeder Ahnungslose nur eine einzige Testladung an diesen unscheinbaren elf (!) kW Ladern bezahlen, bevor er hier versöhnliches postet.

  2. Toll. Bei den ALLEGO Preisen an den Säulen wird das gaaaaanz toll und nützt einem doch nix, wenn die Säulen dann in aller Regelmässigkeit zugeparkt werden und wenn man dann noch Zeittarife hat, dann wird es toll wenn man mitten in der Nacht wegfahren muss.
    Super Idee und bei der Parkplatzsituation in Berlin wird das ein Spass *augenroll

  3. Hoffentlich sind die Preise bei Allegos AC-Säulen nicht so hoch wie bei deren DC-Säulen.
    Dieses Projekt finde ich echt genial, hätte nicht gedacht, dass das möglich ist.
    Genau sowas bräuchte ich bei mir auch, denn ich habe ein E-Auto und habe keinen eigenen Ladeplatz, geschweige denn einen eigenen Stellplatz – ziemlich blöde Situation.
    Bitte Allego, macht das auch in anderen Städten!!!

  4. Hm, um eine Ladesäule in meiner Nähe zu bekommen, brauche ich ein e-Auto. Um mir ein e-Auto anzuschaffen brauche ich die entsprechende Ladeinfrastruktur. Klassisches Henne-Ei-Problem. Aber solche Initiativen stimmen mich positiv, dass die Infrastruktur steht, wenn mein Verbrenner in ein paar Jahren ersetzt werden muss.

  5. Man kann nur jedem emobilisten abraten, eine be emobil Säule zu beantragen. Beim aktuellen be emobil Preismodell wird er aus Kostengründen sonst bald wieder auf Verbrenner umrüsten müssen.

    Solange nicht Berlin sich grundsätzlich ändert und z.B. dem Hamburger Modell folgt, wird die eMobilität dort im Keim ersticken.

  6. Offen oder subtil: es bleibt der Hauptzweck vom Konsortium „emobil“, die Elektromobilität zu verzögern.
    Solange, bis in Germany, noch einige hunderttausend Verpenner verkauft sind und die Science fiction Animationen der „Auto-Blöd“ mehr sind als Micky Mouse Bilder, weil real.
    Nicht unerwartet, wird es zunehmend surrealer in der Bananenrepublik Deutschland.
    https://youtu.be/9QaKj3Yjq-0

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